Kind 2 streitlustiger? (kein ernstes Problem, bin nur interessiert)

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nane29 21.12.09 - 10:17 Uhr

Hi,

bevor ich mit dem Gelaber anfange, stelle ich lieber erst mal meine Kernfrage: Haben eure zweiten Kinder früher mit Trotz und Krawall angefangen, weil sie es früher mitbekommen?

Meine Tochter ist 3 Jahre 7 Monate alt, mein Sohn 8 Monate alt.

Die Stimmung hier zu Hause ist im Grunde genommen sehr harmonisch. Es gibt bislang keine Eifersucht von Lena, im Gegenteil, sie ist rührend süß mit ihrem Bruder.

Mein Mann und ich sind meistens nett miteinander;-) und ich bin die meiste Zeit über glücklich, fröhlich und gelassen.

Aber natürlich kracht es auch mal - Lena trotzt und bockt ab und zu, es gibt mal Geschrei und Tränen, wir schimpfen hin und wieder mal laut los - naja, der ganz normale Wahnsinn#hicks

Wenn Lena und ich uns fetzen, guckt Karl uns immer ganz konzentriert und staunend zu. Ich kriege dann manchmal ein schlechtes Gewissen und denke: "Oh Mann, Lena hat sowas als Baby gar nicht gekannt, das hat sie erst viiiiiiiieel später mitbekommen"#hicks

Ich finde die Auseinandersetzungen mit der Großen im Moment aber sogar irgendwie gut und gesund - weil sie lernt, dass man sich mal Luft machen darf und sich dann auch schnell wieder verträgt, das läuft echt gut bei uns, habe ich das Gefühl.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn - ich habe mir das gerade bewusst gemacht und frage mich, wie sich das auf Karlchen auswirkt.

Was habt ihr bei euren Zweiten beobachtet - sind die streitlustiger, als die ersten?

LG Jana mit Lena + Karl

Beitrag von wort75 21.12.09 - 11:50 Uhr

mein erstes ist ein ziemlich ausgeglichener junge, der auch ohne grosse eifersucht auf seine schwester ist. er ist heute 3.5. die kleine ist heute 1.5.

mir ist aufgefallen, dass sie schon mit knapp jährig richtig trotzte, bockte, sich verweigerte und reklamierte, was mein grosser erst mit 2.5 machte. sie wiederspricht auch schon gewaltig, das machte er auch erst mit so etwa zwei.

ob das daran liegt dass sie die zweitgebohrene ist oder ob das einfach eine charaktersache ist weiss ich nicht. ich finds herrlich. sie sind so verschieden! ich hoffe, dass sie sich bis zur pubertät ausgetobt hat und dann ein liebes, anschmiegsames, folgsames und liebes kind ist. kann ich mir abschminken, aber die vorstellung ist tröstlich!

Beitrag von nane29 21.12.09 - 13:16 Uhr

:-p

Ich muss über meinen Kleinen auch schmunzeln. Er ist total ausgeglichen, ruhig, zufrieden, lacht den ganzen Tag, schreit wenig......

aber WENN er sich beschwert, dann gleich voll Karacho. Man könnte meinen, er wird gerade gegrillt. Wenn er nachts aufwacht und Hunger hat, dann wird nicht langsam losgequengelt, sondern er brüllt so empört und mit voller Kraft los, als hätten wir ihn tagelang hungern lassen.

Ich habe gestern zu meinem Mann gesagt, dass ich mich schon auf die Trotzphase und das "brüllend auf dem Boden liegen und trommeln" freue - hat Lena nie so wirklich gemacht.

aber das schöne beim zweiten Kind ist ja, dass man schon Profi ist, den Sack voll mit logischen Konsequenzen und Wissen über sämtliche Entwicklungsphasen - ich sehe der Zukunft auch mit Gelassenheit und Spannung entgegen#cool

:-)

Beitrag von bellababy 21.12.09 - 12:09 Uhr

Hallo Jana,

ich habe 3 Kinder. Meine Tochter wird nun 9, Julian ist 7 und Luis 2. Zwischen den ersten beiden konnte ich keinen Unterschied feststellen. Aber Luis hat es in sich! Er ist 2 Jahre alt und sowas von bockig das ist manchmal echt nicht schön. Er fing damit an als er ca. anderthalb war. Mittlerweile ist es so das er mit allen Mitteln versucht sich bei den beiden Großen durchzusetzen.

Aber Deine Überlegung ist interessant, ich denke schon das die Geschwisterkinder alles schneller und eher raus haben, alleine durchs nachahmen.


lg
Janine

Beitrag von sillysilly 21.12.09 - 17:27 Uhr

Hallo

ja - Kind 2 ist bei uns definitiv viel streitlustiger .... und viel sturer ......... und ein richtiger Trotzkopf.

Aber ich denke, daß muß so sein.
Durch den Vergleich mit dem Größeren fühlen sie sich "benachteiligt" und kämpfen für ihre Rechte. Und sind dabei bereit auch einzustecken.

Meine Große mußte erst lernen mit dem Temperament der Schwester zurecht zu kommen.

Vielleicht liegt es aber auch am Sternzeichen
Widder Aszedent Stier :-p

Jedenfalls lachen wir immer und sind uns sicher, daß sie nicht darunter leidet ein Sandwichkind zu sein.
Sie wird die sein die alle im Griff hat.

Sie ist nämlich auch sehr freundlich, aufgeschlossen, gesellig und hat eine sehr große Auffassungsgabe.
Ist auch jetzt schon um längen raffinierter als die Schwester und überblickt gleich eine vielversprechende Situation.

Grüße Silly

Beitrag von nakiki 21.12.09 - 17:42 Uhr

Hallo!

Bei uns ist es definitiv NICHT so!
Meine Tochter find mit 1,5 Jahren an zu Trotzen und wollte immer ihren Dickschädel durchsetzen und bis auf einige Monate Pause haben wir eigentlich bis heute durchgehend irgendwelche ausgeprägten Bockphasen.

Mein Sohn ist jetzt 2,5 Jahre alt und trotzt kaum. Er ist auch selten bockig. Entweder liegt es daran, dass er durch seine Schwester weiß, dass wir sehr konsequent sind oder es hängt alles vom Charakter ab.

Gruß nakiki

Beitrag von p.sylvie 21.12.09 - 19:52 Uhr

Hallo
Mein Luca ist nun 5,5 und war immer ein unkomplizierter, lieber, fröhlicher Junge. Natürlich hat er auch mal gebockt, aber das war sehr sehr selten. (oder hab ich das alles schon vergessen??#kratz
Unser Leon ist fast 2,5 Jahre alt und raubt mir fast den letzten Nerv. Seit er geboren ist, hat er viel geweint, geschrien und selten gelacht.
Nun haben wir dann den reibungslosen Übergang vom schreikind in die Trotzphase geschafft#schwitz und der kleine Zwerg ist NUR am bocken, schrein, nörgeln, meckern, rumzicken und sowieso ist alles NEIN!
Ob das daran liegt dass er das 2. kind ist???#kratz
Ich glaub nicht, ich glaub der hats einfach nur faustdick hinter den Ohren!
Ich hoffe das geht auch wieder vorbei#gruebel
Lg sylvie

Beitrag von misscatwalk 21.12.09 - 20:08 Uhr

also ich bin ja der Meinung das es von vielen verschiedenen Faktoren abhängt , zum einen ganz klar vom Temperament und Naturell der Kinder und zum anderen vielleicht nicht immer aber oft auch ein wenig vom Geschlecht . Jungs sind zwar oftmals wilder aber dafür meist auch ausgeglichener . Mädchen sind meist einfach weiter und vorallem wesentlich zickiger . Mein Sohn ist noch recht klein aber gegen meine Töchter ist er sowas von pflegeleicht und friedlich wenn er älter wird und in die Trotzphase kommt werden wir sicherlich auch die ein oder andere heiße Diskussion haben aber ich behaupte mal vom ganzen Naturell her wird er nicht annähernd so ab gehen wie seine Schwestern es zum Teil können #schwitz. Auch in meinem Freundes und Bekanntenkreis ist es durchweg so das die Jungs wirklich allgemein wesentlich pflegeleichter sind man hat vielleicht auch einfach weniger Berührungspunkte mit ihnen wie mit den Mädels . Jungs ist es oftmals im Kindergartenalter relativ egal was sie anziehen , hauptsache es ist "cool " . Mädchen hingegen nicht mehr unbedingt also bei meinen fing das mit 3 Jahren schon an das sie dies nicht anziehen wollten oder das es heute der Pulli sein mußte zu der Hose usw. und wenn dann die Freundin vielleicht auch noch gesagt hat das sie irgendwas aber nicht schön findet - oh je oh je , Drama Drama Drama . Ja und dann das liebe Haare kämmen das sich auch schnell mal zum halben Drama entwickeln kann #hicks. Außerdem habe ich mittlerweile gelernt das rosa noch lange nicht gleich rosa ist da wird zwischen hell rosa , dunkelrosa , rosa mit Glitzer und was weiß ich nicht noch alles unterschieden #schock
Um zur eigentlichen Frage aber zurück zu kommen es kommt natürlich wie gesagt immer auch auf das Naturell der Kinder an aber zumindestens bei uns gab es bei gleichem Geschlecht von Kind zu Kind eine deutliche Steigerung des Zeitpunkts ,und auch ein wenig der Heftigkeit der Diskussionen .

Beitrag von ja-wer-schon 21.12.09 - 20:40 Uhr

Ich kann sagen: definitiv nein!! Meine Söhne sind mittlerweile schon 13 und 11 aber nach wie vor ist unser Großer derjenige, der kaum einen Streit oder eine Diskussion umgeht #zitter. Unser Zweitgeborener ist dagegen recht gutmütig, kann zwar hin und wieder sehr stur sein, aber ist eher konfliktscheu. Vielleicht deswegen, weil er gegen den großen Bruder auf verbale Weise kaum ankommt. Natürlich fliegen bei den beiden auch mal die Fetzen.
Aber ich kann überhaupt nicht bestätigen, daß sich der Kleine vom Großen die Diskussionslust abgeschaut hätte, obwohl unser Älterer schon sehr früh damit angefangen hat!#cool