Affäre, Trennung vom Ehemann

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von babe079 21.12.09 - 11:09 Uhr

Hallo,

Ich hab lange überlegt, ob ich hier schreiben soll, aber irgendwie weiß ich nicht mehr weiter.

Ich bin 30 Jahre alt, seit drei Jahren verheiratet und seit 10 9 Jahren mit meinem Mann zusammen. Wir haben eine kleine Tochter und ein Haus gebaut.

Bis vor ein paar Monaten habe ich mich für eine glückliche Frau gehalten. Klar gab es hin und wieder Streitigkeiten mit meinem Mann über die üblichen herumliegenden Socken. Aber ansonsten war zwischen uns viel Wärme, Zärtlichkeit, Liebe. Im Bett lief es schon länger nicht mehr besonders gut. Wir hatten selten Sex. Vielleicht so ein Mal im Monat. Wir haben sehr offen darüber geredet und sowohl mein Mann als auch hich waren der Meinung, dass das schon wieder wird. Das wir einfach derzeit ständig müde sind, wegen dem Kind etc.

Anscheinend war es bei mir nicht so..

Vor drei Monaten habe ich mit einem Kollegen etwas angefangen. Es ist auf einem Ausflug passiert. Ich dachte, eine einmalige Geschichte, ich muss mit meinem Gewissen irgendwie klarkommen, liebe ich doch meinen Mann.

Aus der einmaligen Geschichte wurde eine Affäre, ich habe mich verliebt. Zumindest denke ich das. Wir sehen uns in der Arbeit, halten heimlich Händchen. Privat haben wir uns seitdem zwei mal getroffen. Wir wollten es beide sicher öfter, aber ich will nicht noch weiter gehen, meinen Mann belügen müssen, wenn ich weg gehe.

Er hat eine Freundin, noch nicht allzu lange, keine Kinder etc. Er würde sich für mich trennen...

Mittlerweile ist es so, dass wir unsere Affäre beendet haben. Ich kann so nicht weiter machen und er auch nicht. Er sagt, er will mich ganz oder gar nicht, kann das so nicht. Ich MUSS einen klaren Kopf bekommen um um meine Ehe kämpfen zu können.

Das Problem ist, dass ich seitdem nur noch Fehler an meinem Mann sehe. Er kann mir nichts mehr recht machen. Mich nerven die kleinsten Kleinigkeiten an ihm. Ich vergleiche immer mit dem anderen, obwohl ich weiß, dass das totaler Bullshit ist. Am Anfang ist immer alles toll.

Im Bett läuft gar nichts mehr. Wenn er mich nur anfasst, verkrampfe ich total. Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass ich wieder mit ihm schlafen kann...

Hat das jemand von Euch schon mal erlebt??? Ich weiß nicht, ob die negativen gefühle zu meinem Mann wirklich so sind, oder ob meine Liebe einfach nur verschüttet ist unter einem Berg von Sehnsüchten nach dem anderen.

Ich denke immer öfter an trennung, habe aber Angst davor, einen riesen Fehler zu machen, den ich erst im Nachhinein bemerke...

Ich weiß einfach nicht mehr weiter... Kommen meine Gefühle für meinen Mann wieder?? Wie waren doch bis vor ein paar Monaten noch so stark...

Danke schon mal...

Beitrag von mama08012002 21.12.09 - 11:13 Uhr

Ach je, schwere Situation, also ich habe sowas (Gott sei Dank) nicht erlebt, weiß aber auch nicht, wie ich an deiner Stelle handeln würde. Ich glaube ich hätte bevor ich eine Affäre anfange, nochmal mit meinem Mann geredet, ihr hättet auch eine Eheberatung besuchen können.

Ok, jetzt ist die Affäre passiert, was hälst du davon, deinem Mann reinen Wein einzuschenken und ihm zu sagen, was passiert ist??

Ich würde mich nicht Knall auf Fall von ihm trennen, ohne vorher darüber gesprochen zu haben. Er muss wissen, was passiert ist, das bist du ihm schuldig.

Ich wünsch dir viel Kraft!!

Beitrag von ttr 21.12.09 - 11:29 Uhr

du möchtest einen tip?
gut, auch wenn es dann wieder kontrovers wird im forum:
trenn dich von deinem mann. erst dann wirst du merken, ob und wieviel er dir noch bedeutet.
natürlich vergleichst du. du bist verliebt. und da kann der neue nur alles richtig machen.
sonst könntest du es ja in deinem kopf nicht abgrenzen und für den neuen so empfinden, wenn dir dein kopf nicht sagen würde: das und das nervt mich so am alten.
das neue zieht halt. gebe dem ziehen nach und rede mit deinem mann. sag ihm, dass er dir nichts mehr recht machen kann zum jetzigen zeitpunkt und dass du abstand brauchst.
erst durch diesen abstand und die gewissheit, dass du in der gefahr stehst, ihn verloren zu haben oder zu verlieren, werden die gefühle wieder sichtbar, die tatsächlich noch vorhanden sind.
treten keine gefühle mehr für deinen mann mehr hervor, so hat sich die beziehung sowieso erledigt. dann war es auch zum jetzigen zeitpunkt der richtige schritt.
solltest du allerdings feststellen, dass dein verlassen ein fehler war, weil auf einmal die gefühle wieder zu deinem mann aufleben, dann wirst du auch den mut und die kraft haben, um eure beziehung zu kämpfen.
vor allem wirst du dann eure beziehung selbst wieder erneut mit aufbauen, denn du bist dann ja der überzeugung, dass es sich lohnt. diese überzeugung ist es, die dir momentan fehlt.
ich würde dann aber bei dieser trennung erstmal allein bleiben, denn sonst bekommst du über deine gefühle keine klare aussage und machst vielleicht eine türe hinter dir zu, die sich nie wieder öffnen lässt, wenn du jetzt eine richtige beziehung mit deiner affäre beginnst.
bei fragen kannst mich gern über vk kontaktieren

Beitrag von babe079 21.12.09 - 12:01 Uhr

Ja, der Schritt, den ich gegangen bin, nämlich meinen Mann zu betrügen, war sicher der falsche. Es ist immer leichter, sich in etwas neues zu stürtzen, wo alles so einfach läuft, als sich anzustrengen, dass es in der Ehe wieder läuft.

Nur war es mir wohl nicht bewusst, dass es so schlecht läuft.

Mit meinem Mann darüber zu reden, halte ich für nicht gut. Was würde sich ändern? Ich würde mein schlechtes Gewissen auf den Schultern meines Mannes erleichtern. Es würde ihn unendlich verletzten, auch wenn ich mir sicher bin, dass er es mir verzeihen würde (wenn eben auch nicht vergessen). Ich denke, dieser Schritt würde entgültig alles kaputt machen.

Ich habe selbst bereits über eine Trennung "auf Probe" nachgedacht. Bislang habe ich einfach noch Angst vor diesem Schritt. Das dieser Schritt nur dann Erfolg haben kann (mit Erfolg meine ich die Rettung meiner Ehe) wenn ich mich nicht mit dem anderen treffe etc. ist mir klar. Ich denke, ich muss noch Mut sammeln......

Beitrag von ttr 21.12.09 - 14:39 Uhr

ich glaube, du hast mich falsch verstanden.
ich schrieb nicht, du sollst deinem ehemann die affäre beichten.
ich schrieb vielmehr, du solltest ihm sagen, dass er dir momentan nichts recht machen kann und du so keinen sinn mehr in der beziehung siehst.
bei dem rest geb ich dir recht.

Beitrag von pheromon 21.12.09 - 11:58 Uhr

Jetzt mal abgesehen von den Gefühlsverwirrungen ...

... wenn ihr euch trennt werdet ihr wahrscheinlich einen haufen Schulden von dem Haus zurückbehalten, dass ihr dann wahrscheinlich nicht halten könnt.

... dein Mann wird zutiefst gekränkt sein und dir alle möglichen Steine in den Weg legen, ibs. Sorgerecht Unterhalt usf.

... dein neuer Freund wird sich möglicherweise auch bald wieder von dir trennen

... so dass eine durchaus nicht unerheblich Wahrscheinlichkeit besteht, dass du am Ende wirtschaftlich ruiniert, alleinerziehend, Privat-insolvent (wegen dem Haus) und mit Hartz-4 dastehst.

Das sollte in deine Überlegungen zumindestens mit einfließen.

LG und viel Glück für deine Entscheidung Pher

Beitrag von cracker 21.12.09 - 12:01 Uhr

Hi
"ttr" hat schon recht viel geschrieben, was mir sinnvoll erscheint.
Es ist schwierig bzw unmöglich, aus Zeilen eine Paarbeziehung zu erfassen. Was mir auffällt ist die Aussage, dass du dich bis vor kurzem für eine glückliche Frau gehalten hast. Dann die Aussage, dass es im Bett nicht mehr besonders gut lief. Wie lief denn der Alltag und so? Das Bett ist oft eine Art Fiebermesser der Beziehung und wenn da Flaute herrscht, ist oft anderswo was nicht ok.

Für mich ist schwierig nachzuvollziehen, dass eine kürzlich noch zufriedene Frau binnen kurzer Zeit über Trennung und Neuanfang nachdenkt.

Die Affäre steckt auch in einer Beziehung. Bei euch beiden alles andere als eine Basis, die Zukunft hat. Klar, dein Mann hat derzeit keine Chance gegen den Neuen. Das hätte er bei keinem, der Neu ist, nicht speziell bei diesem Mann.
Ich denke hier fehlt die Antwort auf die Frage, warum du als kürzlich noch zufriedene Frau in der Lage warst, dich diesem Abenteuer hinzugeben. Ich meine halt schon, dass eine Affäre ein Schritt ist, den man nicht tut, wenn man glücklich oder gar nur zufrieden ist.

Und sonst wirklich Trennung auf Zeit um herauszufinden, was dir wichtig ist. Wünsche dir ein weises Entscheiden und die Kraft, den eingeschlagenen Weg zu gehen.

Beitrag von babe079 21.12.09 - 12:08 Uhr

Ich habe schon sehr oft darüber nachgedacht, wie es zu alldem kommen konnte. Es ist wirklich so gewesen, dass ich noch vor Monaten mit unserer Tochter durch die Gegend gelaufen bin und mein Glück laut hätte herausschreien können. Ich hätte nie im Traum daran gedacht, meinen Mann je zu verlassen.

Ich kann es mir nur so erklären, dass mir durch den anderen Mann bewusst wurde, dass mir eben doch vieles fehlt. Dass er mich nicht mehr begehrt, mir keine Komplimente mehr macht, ich mich zu Hause nur noch als Hausfrau und Mutter fühle. Probleme, die sicher so viele Frauen haben. Der andere gibt mir das alles. Allerdings ist mir auch klar, dass das nach 10 Jahren mit ihm auch nicht mehr so wäre..

Wenn ich nur wüsste, ob meine Gefühle nur verschüttet sind oder wirklich unwiderbringlich verloren. Das kann ich vielleicht wirklich nur durch eine vorläufige Trennung herausfinden. Nur fehlt mir derzeit der Mut...

Zu der finanziellen Geschichte..

Mir ist klar, dass es nicht mehr so rosig aussehen würde. Allerdings verdiene ich recht gut und könnte uns beide über die Runden bringen. Sicher besser, als viele andere alleinerziehende Mamis. Bei unserem Haus hatten wir recht viel Eigenkapital und müssten wohl auf Null rauskommen.

Außerdem muss ich ehrlich sagen, sind das Punkte, die mich nicht abhalten würden. Ich bin stark und kann mich einschränken. Meine Ängste gehen nur dahin, dass ich Angst habe einen Fehler zu machen und das ich meiner tochter nicht weh tun möchte...

Beitrag von cracker 21.12.09 - 14:16 Uhr

Hi
Für mich schwer nachvollziehbar, dass du einerseits vor Monaten noch das Glück hättest rausschreien können und heute das alles ein Scherbenhaufen sein soll. Dein Mann mag sich verändert haben und wenns im Bett kriselt, dann ist meist Feuer im Dach.
Es besteht sehr grosse Gefahr, dass du einem Trugschluss unterliegst. Die Momente mit dem anderen Mann verbringst du ohne Kinder, ohne Alltag, ohne Verantwortung und ohne die Rolle, die du als Mutter und Ehefrau heute hast.
Und wenn du von der Frage schreibst, ob da was unwiederbringlich verloren sein könnte, spüre ich eigentlich bei dir nur einen riesen Drang nach dem anderen Mann. Hier in deiner Position objektiv zu sein, ist wohl unmöglich.
Es ist wirklich schwierig, dir brauchbare Tipps zu geben. Und doch muss man vielleicht Dinge beim Namen nennen, um irgendwo wieder Land sehen zu können.

Ich weiss nicht genau, aber du scheinst in deinen Texten sehr abgebrüht, für die Situation fast zu abgebrüht. Das möchte ich nicht als Vorwurf an dich verstanden wissen. Es sind nur meine Eindrücke. Offen gesagt denke ich, du siehst heute nur einen Weg und alles andere kannst du dir gar nicht mehr vorstellen. Vielleicht liege ich auch total falsch. Aber sicher hat so deine Ehe überhaupt keine Chance und die Frage nach dem Unwiederbringlich wird unbeantwortet bleiben.

Beitrag von babe079 21.12.09 - 12:15 Uhr

Ach ja, unser Alltag lief gut. Wir konnten immer ganz viel miteinander lachen, auch weinen. Zärtlichkeit hat immer eine große Rolle gespielt, kuscheln, küssen. Wir haben die gleichen Hobbys, einen engen Freundeskreis... Es hat eigentlich alles gepasst, bis aufs Bett. Und ich dachte eben, dass das ok so ist. Es war in meiner vorherigen Beziehung auch so, dass bei mir relativ bald das sexuelle Interesse abgenommen hat. Ich dachte, ich bin eben so...

Anscheinend nicht...

Beitrag von lichtchen67 21.12.09 - 12:20 Uhr

> Es war in meiner vorherigen Beziehung auch so, dass bei mir relativ bald das sexuelle Interesse abgenommen hat. <

und wer sagt Dir, dass es nicht wieder so sein wird? ein neuer Mannn ist eben auch nur am Anfang ein neuer Mann.....

lichtchen

Beitrag von babe079 21.12.09 - 12:23 Uhr

Das ist mir durchaus klar. Nach 10 Jahren Beziehung kann es nicht immernoch überall kribbeln, wenn Dir der andere nur seine Hand auf den Obeschenkel legt. Eine Beziehung verändert sich, gut so..

Aber gar nix mehr? Ist doch ein bisschen wenig...

Beitrag von lichtchen67 21.12.09 - 13:20 Uhr

Gar nichts mehr ist ein bisschen wenig, das stimmt. Du schreibst, das mit dem anderen war vor drei Monaten und dass Du bis dahin sehr glücklich mit Deinem Leben und in Deiner Ehe warst.

Ich würde eher sagen, schmeiß nicht direkt alles weg, was ihr euch aufgebaut habt. Du wirst das auch nicht allein mit Dir ausmachen können fürchte ich. Um Klarheit zu gewinnen wird ein Gespräch mit Deinem Mann fällig sein... wie erlebt er Dich, euch als Paar? Bist Du noch für ihn diejenige, die Du einmal warst. Was sagt er zu der Situation jetzt.. ich mein vorher alles prima und seit einiger Zeit "widert" er Dich gradezu an?

Die Gefahr die ich sehe ist wirklich auch, dass Du Dich vielleicht nur fürchterlich verrannt hast. Ein neuer aufmerksamer Mann, ein Anfang, kribbeln, Aufregung... da kann eine 10 jährige Beziehung nicht mithalten.

Der neue Mann.... der sollte erst einmal keine Rolle spielen, da solltest Du Dich distanzieren um einen klaren Kopf für Dich und Deine Ehe zu bekommen.

lichtchen

Beitrag von kennich... 21.12.09 - 13:08 Uhr

Hallo!

Mir ging das genauso. Mein Mann und ich sind aber erst seit 3 Jahren verheiratet.
Ich habe mich nach Anerkennung und Liebe gesehnt, das ist einfach auf der Strecke geblieben seit unser Sohn auf der Welt ist.
Er wird zwei Jahre alt, die ganze Arbeit hängt an mir...

Ich habe mich dann nach einem Ausrutscher mit einem früheren Freund (nur ein guter Freund) wieder begehrt gefühlt. Es hat mir so gut getan, nicht nur als Mutter gesehen zu werden und Gefühle mitgeteilt zu kriegen.

Das ganze ging dann bis August diesen Jahres. Leider bin ich von diesem Mann schwanger geworden.
Ich habe gehadert abzutreiben, immerhin steht die Zukunft auf dem Spiel.

ich habe dann meinem Mann gebeichtet und er hat mir verziehen. Das ist eine sehr komplizierte Sache.

Ich dachte auch ich hätte mich verliebt. Letzendlich habe ich mich aber für meinen Mann entschieden - die rosarote Brille hab ich abgelegt und offen mit meinem Mann gesprochen.

lg!

Beitrag von babe079 21.12.09 - 13:24 Uhr

War es die richtige Entscheidung? Bist Du heute glücklich, bzw. wieder glücklich mit Deinem Mann?

Beitrag von kennich... 21.12.09 - 14:38 Uhr

Hallo nochmal!

Ja, es war die richtige Entscheidung.
Allerdings hat auch mein Mann Mist gebaut. Das schon 2007. 2009 bin ich dahinter gekommen. Es ist halt einfach passiert dass ich auch fremdgegangen bin.

Die schwerste Zeit kommt erst noch wenn das Baby da ist. Aber es ist nichtmehr lange.
Er freut sich trotzdem sehr auf das Baby, auch wenns nicht sein leibliches ist.

Ich denke er kann es nur akzeptieren weil er selbst auch adopiert ist von seinem "Vater". Der leibliche hat sich auch aus dem Staub gemacht.


Wir sind sehr glücklich zusammen und haben gemerkt dass jeder von uns beiden Fehler gemacht hat, wir uns zu sehr aufs Eltern-sein versteift haben und das Leben als Paar vergessen haben. Ebenso die Lust am Sex - die Zeit fehlt. Als Eltern muss man sein Kind öfter mal "weggeben" sonst hat die Ehe/Beziehung keine chance.


lg! und alles gute für dich!

Beitrag von sabeto21 21.12.09 - 16:56 Uhr

Hallo,

also diesen Satz von dir: "Als Eltern muss man sein Kind öfter mal "weggeben" sonst hat die Ehe/Beziehung keine chance" kann ich absolut nicht nachvollziehen!

Mein Mann und ich haben 4! Kinder,und noch nie auch nur 1 Tag irgendeins "weggegeben".Das soll nicht heissen,das wir das nicht wollen würden,es ist einfach nicht möglich,da Verwandschaft entweder kein Interesse hat,oder zu weit weg wohnt!

Wir haben in unserer Partnerschaft noch NIE auf Sex verzichten müssen,nur weil wir Kinder haben.Man muss sich einfach nur gezielt Zeit füreinander nehmen.Ich persönlich finde ja immer,das Sex viel zu hoch bewertet wird.Klar gehört es dazu, und wir würden auch ganz sicher nicht drauf verzichten wollen, aber das Reden miteinander,das finde ich viel wichtiger! Viele Paare haben sich einfach nix zu sagen,oder trauen sich nicht zu sagen was sie stört/ bedrückt,was ihnen fehlt!

Wenn das nicht funktioniert,dann kanns mit dem Rest auch nicht klappen!Meine Meinung.

LG Saskia

Beitrag von cracker 21.12.09 - 17:28 Uhr

Hallo
Deine Meinung kann ich nachvollziehen. Bedenke aber, dass es eben Paare gibt, die ab und an ihren Freiraum ohne Kinder brauchen. Jede Beziehung braucht ihr Rezept fürs Leben und das herauszufinden und zu leben, dass meine ich ist das Ziel jeden Glücks.

Zu deiner Meinung, dass Sex zu hoch bewertet wird. Man relativiert das glaub dann, wenn man selber mal in einer problematischen Beziehung war. Sex wird meiner Meinung nach erst dann zum Thema und dann subjektiv auch überbewertet, wenn er eine gewisse Leidenszeit hinter sich hergezogen hat. Wer es aber live erlebt, der sieht das wohl anders.
Grüsse

Beitrag von sabeto21 21.12.09 - 18:42 Uhr

Hallo,

Ja,da hast du wohl Recht.
Sicher braucht man auch mal Freiraum für sich nur als Paar,aber das kann man doch alles irgendwie Organisieren.


Wie gesagt, zum Thema Sex: Man sollte einfach miteinander sprechen. Auch über unangenehme Themen. Damit erreicht man viel mehr,als alles stumm in sich reinzufressen und zu Leiden.
Oftmals weiss der Partner gar nicht,das der andere ein richtiges Problem hat.

LG Saskia

Beitrag von snuupy1969 21.12.09 - 19:35 Uhr

na, da hast du doch ein schönes spektrum aller mögichen meinungen bekommen - da will ich nicht hintanstehen ;-)

erst mal alles richtig gemacht: wenn in der affäre liebe einzieht, musst du das weite suchen. alle anderen verhaltensweisen führen nur zu schlechter laune im großen kreis. zu recht wurde auch der pekuniäre aspekt und das seelenheil der lieben kleinen weiter oben erwähnt. daher ab dafür, auch wenns weh tut. erinnere dich an deine pubertät, eigentlich gibts doch nichts romantischeres, als ein kopfkissen vollzuheulen.

die frage, ob die gefühle für deinen gatten wiederkehren, stellt sich so gar nicht. sie sind noch da, andernfalls hättest du doch dem lover nicht den laufpass gegeben. für mich als mann gäbe es keinen stärkeren liebesbeweis.

du verkomplizierst dein leben, indem du unterstellst, dass gute liebe und guter sex ein und dasselbe sind. das ist aber nicht so. im gegenteil: durch ständige "themenübergreifende" konzentration auf einen mann, kommt es zwangsläufig zu schnelleren abnutzungserscheinungen. lektion 1 hast du - erfolgreich - gemeistert. jetzt kommt lektion zwei: "erbauliches poppen ohne dem anderen zu verfallen." ich wünsche dir viel spaß.

und halt zu hause die klappe. wie gesagt, nur schlechte laune, das braucht kein mensch.

Beitrag von joulins 21.12.09 - 23:15 Uhr

#pro

Beitrag von abc_mensch 22.12.09 - 12:53 Uhr

<<"erbauliches poppen ohne dem anderen zu verfallen." ich wünsche dir viel spaß.

und halt zu hause die klappe. wie gesagt, nur schlechte laune, das braucht kein mensch.>>

Ein Hoch auf unseren abendländische Werte... #aerger