Weihnachtsgeld für Hartz-IV-Empfänger gefordert

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Beitrag von vwpassat 21.12.09 - 12:24 Uhr

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/weihnachtsgeld-fuer-hartz-iv-empfaenger-gefordert-417636/

Ich bin übrigens für den 2. Vorschlag, damit Arbeit endlich wieder lohnt.

Beitrag von mansojo 21.12.09 - 12:41 Uhr

ach das artet doch wieder in nichtige Streiterein aus

ich bekomme seit 2005 kein Weinachtsgeld mehr

aber schließlich soll ja auch der Konsum ,immerhin der Motor unserer Wirtschaft ,angekurbelt werden

wer bedürftig ist dem muss geholfen werden

Gruß

Beitrag von marion2 21.12.09 - 12:44 Uhr

Hallo,

kommt nach dem Weihnachtsgeld das Kleidergeld zurück?
Dann schmeiß ich meinen Job.

Arbeit wird sich genau so viel oder wenig lohnen, wie jetzt auch mit höheren oder niedrigeren Leistungen. Mal mehr, mal weniger. Je nach Lage.

30% weniger Regelsatz ALGII, dafür aber ordentlich berechnetet Sätze für Kinder? DAS würde teuer werden.

Gruß Marion

Beitrag von zwiebelchen1977 21.12.09 - 12:50 Uhr

HAllo

Das wäre ja ein Witz. Viele, die hart das ganze Jahr arbeiten, bekommen kein Weihnachtgeld. Die sparen dann auch das Jahr über. Denn Weihnachten kommt ja nicht plötzlich.

Das wäreein Schlag in die Gesichter diejenigen, die das dann auch noch mitfinanzieren und KEIN Weihnachtsgeld bekommen.

Ich wäre auch für den 2 Vorschlag.

BIanca

Beitrag von duchovny 21.12.09 - 13:14 Uhr

Man kann sich ERGÄNZEND ALG II holen wenn man echt am Existenzminimum rumdümpelt und früher war es so, dass man über Wohngeldstelle z.B. auch Weihnachtsgeld bekommen hat!

Schlimm dieser Neid! Meistens von den Leuten die 2500 oder mehr für ihre 4Köpfige Familie haben und es den ALG II Familien mit oft 900 € weniger nicht gönnen! Echt schlimm!

Bekomme auch kein Weihnachtsgeld (mein Chef geht mit mir Essen) und bekomme kein ALG II (mehr) ich würde es den Leuten trotzdem gönnen!

Ich bin dafür, dass wir an den Diäten der Politiker sparen, die Karren die 20l pro 100km fressen und Füller für 300 € für ihr Büro bestellen! Außerdem noch an den tollen unnützen Sachen die die Städte für Milliarden bauen einfach weil sie sonst weniger Zuschüsse kriegen und arbeiten die Mängelliste des Bundes für Steuerzahler ab, dann bekommt jeder Bürger bald ein Weihnachtsgeld!

LG

Susanne

Beitrag von zwiebelchen1977 21.12.09 - 13:18 Uhr

Hallo

Was hat Weihnachtsgeld mit Existenzminimum zu tun?

Es geht darum, das viele, die arbeiten, kein Weihnachtgeld bekommen. Wieso sollen dann die, die eh schon von deren Geld leben, auch noch Weihnachtsgeld bekommen?
Das hat nichts mit Neid zu tun. Wir bekommen beide Weihnachtsgeld. Aber wir arbeiten auch dafür.

Bianca

Beitrag von lollylolly 21.12.09 - 13:54 Uhr

#pro

Beitrag von mabo02 21.12.09 - 13:25 Uhr

Was heisst nicht gönnen?

Weisst du manch einer hier hat sich seinen "Status" auch schwer erarbeitet, oder hat wirklich kaum mehr als andere die nichts tun und bekommen auch kein Weihnachtsgeld, dürfen dann aber mit ihren Steuern das Weihnachtsgeld anderer mitfinazieren.

Das wäre ja noch schöner..

Mit Neid hat das nichts zu tun, sondern mit Gerechtigkeit.

Beitrag von duchovny 21.12.09 - 13:31 Uhr

Mein Mann auch! Der hat sich trotz Behinderung hochgekrakselt und von Zeitarbeit in "normale" Arbeit gehangelt! Und trotzdem ist es extrem knapp, obwohl wir beide arbeiten (ich z.Zt. auf 400€)! Leben an der Grenze zur Beihilfe! Trotz Arbeit! Meine Meinung dort muss was dran gemacht werden, aber nicht, dass die Armen noch ärmer werden!

Beitrag von mabo02 21.12.09 - 13:34 Uhr

Das sagt ja auch keiner, dass nicht was gemacht werden soll, aber ob Weihnachtsgeld da die richtige Lösung ist?

Das ist nur ein Schlag ins Gesicht für alle die hart arbeiten und auch nichts bekommen.
Das hebt die Moral im Lande gegenüber denen, die arm sind auch nicht gerade.

Die 2. Variante finde ich persönlich aber auch nicht gut.
Wie soll das umgesetzt werden?

Beitrag von zwiebelchen1977 21.12.09 - 13:36 Uhr

Hallo

Du vergisst aber, das auch die Qualifikation dazu gehört.
Es ist so, das viele(nicht alle) sich ihren Status und ihr Leben erarbeitet haben. Je höher die Qulifikation, desto besser sind die Chancen, einen gut bezahlten Beruf zu bekommen. Klar gibt es viele, die in ihrem Beruf nichts finden und trotzdem arbeiten, um zu überleben.

Es ist halt so, das die Berufe unterschiedlich bezahlt werden.

BIanca

Beitrag von windsbraut69 21.12.09 - 13:47 Uhr

"aber nicht, dass die Armen noch ärmer werden! "

Nein, das natürlich nicht aber möchtet Ihr mit mühsam erarbeitetem geringem Einkommen und selbst womöglich keinem Weihnachtsgeldanspruch mehr Steuern zahlen, um ALGII-Empfängern ein Weihnachtsgeld zu ermöglichen?

Beitrag von lollylolly 21.12.09 - 13:53 Uhr

schlichtweg käse was du schreibst!

hast eindeutig den sinn nicht verstanden WARUM es nicht gerecht sein KANN allen arbeitnehmern gegenüber die KEIN weihnachtsgeld bekommen.


was hat das mit NEID zu tun wenn einem der gesunde menschenverstand sagt es wäre UNGERECHT unabhängig vom einkommen!

Beitrag von goldengirl2009 21.12.09 - 12:55 Uhr

Ich bin absolut für den 2. Vorschlag.

Jeder der arbeiten geht und kein Weihnachtsgeld bekommt muß auch sehen wie er Geschenke unter den Baum bekommt ohne sich zu verschulden.

Gruß

Beitrag von vwpassat 21.12.09 - 13:08 Uhr

Richtig.

Ich z.B. bin selbständig und ab Anfang November (dieses Jahr erst Anf. Dezember) geht rein gar nichts mehr.

Und einen Wrihnachtsaufschlag kann ich auch nicht berechnen.

Beitrag von duchovny 21.12.09 - 13:06 Uhr

Arbeit sollte sich aber nicht dadurch wieder lohnen, dass man die Armen noch ärmer macht! :-[

Sie sollte sich durch Lohnanstieg wieder lohnen! Das was zur Zeit in einigen Berufen oder z.B. Zeitarbeitern gezahlt wird ist ein Witz!
Und meine Meinung, wenn der ALGII-Satz sinkt wird noch mehr Lohndumping betrieben, weil die Leute zum Überleben jeden Job zu jeder Bezahlung annehmen werden!

Ich wäre für einfach mehr Zuverdienst!

Außerdem, was mich echt sauer macht! In der Politik (und hier) wird echt so getan als ob es Jobs in Hülle und Fülle gibt! DAS STIMMT NICHT! 4 Millionen und paar Tote sind ohne Arbeit, die Leute die in stumpfsinnigen Kursen der ARGE sitzen (warum gibts die wohl) oder sich für 1€ den A**** aufreißen sind da nicht drinne!

Meine persönliche Meinung: Die Sozialhilfesätze auf ein angemessenes Niveau hochsetzen, so wären AG gezwungen anständig zu zahlen, so dass die Leute einfach einen Anreiz haben, sich einen Job zu nehmen. Weil es dann für etwas mehr als blankes Überleben reichen würde!

Bei uns gibts eine Firma die zahlt 6,66 €/h und trotzdem hat der Geizkragen kein Problem neue Leute zum Rekrutieren zu finden, einfach weil die Leute bei diesem ALG II-Satz schon nicht überleben können! Und er fährt den neusten Audi! Würde der niemanden finden, müsste er mit mehr Lohn winken!

Und nicht alles runtersetzen und die Leute zwingen nichtvorhandene Jobs zu nehmen!

LG

Susanne

Beitrag von anja676 21.12.09 - 13:22 Uhr

Hallo Susanne,

"Ich wäre für einfach mehr Zuverdienst!

Dann wäre es so, dass HartzIV-Empfänger nur noch 400 €-jobs ausführen wären. Die Arbeitgeber könnten sich leicht auf diese Jobs konzentrieren und wir hätten keinerlei Vollzeitjobs mehr, mit denen man sich auch alleine ein Leben finanzieren kann. Das wäre auch nicht die Lösung.

LG Anja

Beitrag von duchovny 21.12.09 - 13:26 Uhr

So habe ich das noch gar nicht gesehen! Stimmt!

Beitrag von duchovny 21.12.09 - 13:28 Uhr

Es stimmt was gesagt wird ALG II ist auf ganzer Linie GESCHEITERT! Geholfen hats in keiner hinsicht!

LG

Susanne

Beitrag von 960207 21.12.09 - 13:43 Uhr

Und meine Meinung, wenn der ALGII-Satz sinkt wird noch mehr Lohndumping betrieben, weil die Leute zum Überleben jeden Job zu jeder Bezahlung annehmen werden!

Ich wäre für einfach mehr Zuverdienst!

Außerdem, was mich echt sauer macht! In der Politik (und hier) wird echt so getan als ob es Jobs in Hülle und Fülle gibt! DAS STIMMT NICHT! 4 Millionen und paar Tote sind ohne Arbeit, die Leute die in stumpfsinnigen Kursen der ARGE sitzen (warum gibts die wohl) oder sich für 1€ den A**** aufreißen sind da nicht drinne!

Meine persönliche Meinung: Die Sozialhilfesätze auf ein angemessenes Niveau hochsetzen, so wären AG gezwungen anständig zu zahlen, so dass die Leute einfach einen Anreiz haben, sich einen Job zu nehmen. Weil es dann für etwas mehr als blankes Überleben reichen würde!


ganz meine Meihnung !!!!!!! sehr schön geschrieben!!!!


Ich arbeite stundenweise in der Gastronomie 5,- Euro die Stunde und fast täglich einen Tritt in den Arsch !

Unsere Küchenfrauen bekommen nicht mal 5,- die gehn mit 3,50 nach Hause :-[ und warum weil es Frau XY machen kann - wir brauchen das Geld !

Jeder der noch nie im ALG2 gelebt hat - sollte froh sein

Auch ohne die Klischess vom faulen fetten vergnügungs süchtigen ALG 2 Empfänger zu bedienen- sind solche Feiertage kaum zu stämmen!


Ich kenne beide Seiten und soooooooo schlecht gehts einen trotz Arbeit ( schlecht bis schlechtbezahltester) nicht wie unter ALG2

Beitrag von lollylolly 21.12.09 - 13:07 Uhr

wenn alg2 empfänger weihnachtsgeld bekommen MÜSSEN aber auch alle arbeitnehmer weihnachtsgeld bekommen.

da dies aber nicht funktionieren wird können alg2 empfänger auch kein weihnachtsgeld bekommen.

wo kämen wir denn da hin.

ich frage mich wie ein normal geistiger überhaupt solch einen vorschlag machen kann aber da sieht man mal mit was für leuten man zu tun hat.

ansonsten ist jegliche disskusion zum thema zwecklos.

alg2 empfänger die mit geld umgehen können und nicht unbedingt massig drogen konsumieren (rauchen ;-) ) die können auch LOCKER ihrem kind/kindern etwas zu weihnachten kaufen.

es gibt soooo viele möglichkeiten.

Beitrag von silbermond65 21.12.09 - 16:26 Uhr

alg2 empfänger die mit geld umgehen können und nicht unbedingt massig drogen konsumieren (rauchen ) die können auch LOCKER ihrem kind/kindern etwas zu weihnachten kaufen.


Da geb ich dir sogar mal recht.
Wir leben z.Z. auch noch von ALG 2 und es geht tatsächlich.
Wenn man vernünftig und sparsam mit dem Geld umgeht ,sind Geschenke für die Kinder und alles andere was zu Weihnachten gehört auch ohne zusätzliches "Weihnachtsgeld" drin.

Beitrag von pupsik_1984 21.12.09 - 17:43 Uhr

Dem muss ich auch zustimmen!!

Wir haben vor fast 4 Jahren etwa 6 Monate Alg2 bekommen.
Mein Mann wurde arbeitslos und ich war selbstständig. Der Laden lief gar nicht gut, so dass ich gar ncihts verdient habe.

Damals hatten wir nur eine Tochter. Haben Alg 2, Kindergeld und Erziehungsgeld bekommen.

Wir konnten sehr gut davon leben. Haben 2 Kredite bezahlen können.
Und wir konnten auch ausgehen. Man muss nur wissen wie man mit dem Geld umgeht.

Beitrag von mabo02 21.12.09 - 13:29 Uhr

Ich fände die Idee garnicht mal so schlecht, wenn das Geld dann wirklich nur für Geschenke für die Kinder Und/oder für ein schönes Weihnahtsessen ausgegeben werden dürfte.
Da man das nicht steuern kann, ausser mit Gutscheinen was dann aber wieder nicht gut ankommt, bin ich nicht dafür.


Die 2. Variante wäre ja auch eine sehr schöne Idee, aber wie soll das umgesetzt werden?

Beitrag von lollylolly 21.12.09 - 14:01 Uhr

die idee mit den gutscheinen ist vielleicht nicht ganz so absurd wie weihnachtsgeld auszahlen.

wenn die gutscheine deffinitiv nur für ein geschenk pro kind ausgegeben werden können wäre es vielleicht garnicht soo verkehrt.

aber auch hier ist wieder das problem: arbeitnehmer bekommen auch keinen gutschein um ihren kindern etwas zu kaufen.

funktioniert einfach nicht ;-)

und ich bin der meinung das jeder mit alg2 wenigstens ein geschenk für sein kind besorgen kann!
es gibt so viele möglichkeiten und man kann das ganze jahr über 5 euro weg tun. damit kann man was anfangen!
wenn man etwas mit geld umgehen kann klappt das!
"geringverdiener" müssen ja auch zusehen wie sie ein geschenk fürs kind/kinder gekauft bekommen.