Unglaubliche Vorwürfe Seitens der Schule

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von plueschfrosch 21.12.09 - 14:01 Uhr

Hallo

Ich habe 2 Söhne (7 + 8) die zusammen auf eine Grundschule gehen.
Eben diese Schule hatte uns heute zum Gespräch gebeten.
Was uns da gesagt wurde war Unglaublich.
Die beiden Klassenlehrerinnen waren der Meinung wir sind Haltlos überfordert und haben das auch dem Jugendamt gemeldet#schock
Die Kinder würde Jeden Morgen zu spät zur Schule kommen.
(Die 2 fahren mit dem Bus und wir gehen mal stark davon aus das die 2 noch vor der Schule in die Stadt bummeln gehen, denn wir schicken sie pükntlich aus dem Haus!!!!).
Dara würden sie sehen das wir überfordert sind.
Desweiteren hätten die Kinder der Betreuung gesagt sie würden geschlagen werden#schock#schock#schock
Die Lehrerin sagte auch das sie das nicht glaube, aber dennoch gibt sie das ans Jugendamt weiter.
Das Ende vom Lied war das ich wohl endlich Hilfe akzeptieren sollte (#kratz)
Sie würden beim Jugendamt eine Haushaltshilfe beantragen die dann jeden Tag kommen würde.
Ich finde das eine Bodenlose Unverschämtheit, denn wenn man zu mir nach Hause kommt dann ist es Sauber!
Und zwar richtig sauber.
Nie fliegt irgendwo dreckige Wäsche rum und es wird jeden Tag gekocht, es gibt keinen so genannten "Dosenfrass".
Also was soll das?!
(Die Begründung war übrigens damit wir mehr Zeit für die Kinder hätten).
Ich glaub ich spinne!!!
Wenn ich dieser Hilfe nicht zustimmen würde dann würden sie mir vom Jugenamt aus Zwangsweise jemanden ins Haus "setzen".
Ich fühle mich total entmündigt und gedemütigt, weiß nicht was ich machen soll#heul

Ihr könnt Euch nicht Vorstellen wie ich mich gerade fühle.

Beitrag von simone_2403 21.12.09 - 14:13 Uhr

Hallo

So schnell schießen die Preussen nicht.Das Jugendamt wird sich mit euch in Verbindung setzen,sie müssen dem ja nachgehen aber wenn es so ist wie du schreibst,hast du doch nichts zu befürchten.

Mit der Schule allerdings würde ich anders verfahren denn andere Behörden einschalten ohne vorher sich mit den Eltern in Verbindung gesetzt zu haben ist kackfrech.

Sehs gelassen.Lass die Leute vom Jugendamt sich überzeugen das diese Vorwürfe haltlos sind und alles wird gut.

lg

Beitrag von ina_bunny 21.12.09 - 14:14 Uhr

sorry, aber ich glaube dir kein Wort!

Beitrag von schmurchen 21.12.09 - 14:54 Uhr

warum nicht?

Beitrag von scrollan01 21.12.09 - 14:55 Uhr

Doch, sowas kannst Du ruhig glauben!

Meinen Eltern ist genau dies während meiner Grundschulzeit passiert!

Weil ich ein Schlüsselkind war!

Meine Eltern musste damals beide arbeiten, haben mich aber mit dem Auto in die Schule gebracht. Zurück musste ich laufen - ca. 45Min. die Strecke - für mich alles kein Problem, für die Lehrerin wohl!

Da kam damals jmand vom JA und sollte untersuchen, wie wir leben - ach ja: meine Mutter war auch noch Ausländerin! Das kam bei dieser Lehrerin noch dazu!

#klatsch

Beitrag von ciciotella 21.12.09 - 15:33 Uhr

ich würde mein kind aber auch nicht 45 min zurück watscheln lassen.... wenn´s nicht anders geht, muss halt ne andere lösung her.....
#gruebel

Beitrag von scrollan01 21.12.09 - 18:48 Uhr

Du, das war damals - 1976!

Da war alles erstn sowieso anders #augen und zweitens hatten sie keine anderen Möglichkeiten!

DAS war aber nicht der Grund dafür - es gab einfach keinen Grund außer daß die Lhrerin mit "Ausländrn" damals nicht viel anfangen konnte!

Da fand sich also immer ein Grund - und mein Vater war Deutscher ... #cool

LG Scrollan

Beitrag von ciciotella 21.12.09 - 19:32 Uhr

ja da muss ich dir recht geben.
damals musste man auch nicht immer so angst vor verbrechen haben wie heute....

und das mit den ausländern das stimmt. diese erfahrung hat meine mutter (italienerin) auch in der schule mit ihrem damals kleinen bruder gemacht. die fanden immer einen grund um ihn zu schickanieren, weil er "in einer bestimmten straße" wohnte.....

lg
cicio

Beitrag von linagilmore80 22.12.09 - 18:51 Uhr

Du, die Verbrecher sind nicht mehr geworden - das Thema wird einfach nicht mehr tot geschwiegen.

Beitrag von ciciotella 21.12.09 - 14:25 Uhr

ich verstehe, dass du aufgebracht bist.
wäre ich wahrscheinlich auch.

aber andererseits muss ich sagen, dass ich es gut finde, dass man verstärkt darauf achtet. wenn es wirklich so wäre, wie die schule sagt (und ich glaube dir einfach mal, dass es nicht so ist..... #schein ) dann finde ich es ganz gut, dass sie da eingreifen.
auf der einen seite wird ja immer geklagt, dass zu wenig auf sowas geachtet wird, und die kinder dann zerstückelt im tiefkühlfach landen, und du beklagst dich jetzt, dass man darauf achtet. ist halt blöd, dass es vielleicht manchmal den falschen passiert. aber einmal zuviel kontrolliert ist immernoch besser als einmal zu wenig.

lg
cicio

Beitrag von manavgat 21.12.09 - 14:52 Uhr

Ich würde eine Anwältin einschalten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von babyball2007 21.12.09 - 22:10 Uhr

Eine Anwältin einschalten?

Das die Kinder täglich zu spät zur Schule kommen ist Fakt.

Wenn die Kinder erzählen, dass sie geschlagen werden ist es Pflicht der Schule einzugreifen.

Meiner Meinung nach haben sich die Lehrer nichts zusammengereimt, wogegen man angehen könnte.

Da ich selbst beim Jugendamt tätig bin finde ich es gut, dass die Lehrer lieber einmal zu viel Wind um eine Sache machen als zu wenig.

Wir haben die Anweisung, auf Forderungen seitens der Anwälte nicht zu reagieren. Die sind uns als Behörde nicht weisungsbefugt, daher nehmen wir die Famileinawälte kaum noch ernst.

LG

Beitrag von nicola_noah 22.12.09 - 07:16 Uhr

"Wir haben die Anweisung, auf Forderungen seitens der Anwälte nicht zu reagieren. Die sind uns als Behörde nicht weisungsbefugt, daher nehmen wir die Famileinawälte kaum noch ernst. "

Und da wundert Deutschland sich noch das manche zu Unrecht verurteilt werden#augen

Echt Toll....

Beitrag von babyball2007 22.12.09 - 18:19 Uhr

Du musst dir vorstellen, dass wir pro Mitarbeiter bis zu 100 Familien betreuen.

Das erfodert viel Zeitmanagement.
Wenn da zig Briefe von Anwälten eintreffen mit der Bitte um Stellungnahme, Berichterstettung etc. kostet das zuviel unnötige Zeit.
Vor allem werden die wichtigen Sachen eh vor Gericht verhandelt und damit liegen die Stellungnahmen und Berichte des Jugendamtes längst vor.

Wenn ich bspw. einen Antrag auf Entzug der elterlichen Sorge stelle, weil das Kind nachweislich geschlagen wird ist das eine klare Sache. Wenn der Anwalt der Familie noch versucht die Sache ohne das Gericht zu verhandeln ist das für mich tabu.

LG

Beitrag von nicola_noah 22.12.09 - 22:07 Uhr

Hm...Mal angenommen die Kinder werden aber nicht geschlagen, aber das Kind / die Kinder behaupten das dennoch weiterhin, was dann????

Beitrag von babyball2007 23.12.09 - 11:51 Uhr

Das ist natürlich sehr schwierig.

Bei Vermutungen von Kindesmisshandlungen wird natürlich als erstes ein Arzt / Gerichtsmediziner eingeschaltet. Wenn auf diesem Weg nichts festgestellt werden kann, wird oft für eine kurze Zeit (einige Wochen) eine Familienhilfe installiert, die den Umgang zwischen Eltern und Kind beobachten soll.
Wenn dann alles harmonisch abläuft kann man erstmal nichts machen.

Für die unschuldigen Eltern war das genug Eingriff in die Privatsphäre und dann ist auch Schluss.
Natürlich sind einige Eltern erstmal verstimmt, aber die meisten haben Verständnis . Wie gesagt, das hört sich alles heftig an. Aber ich betone nochmal: unsere Mitarbeiter sind wirklich herzlich, kompetent und nett.

Aber wenn Kinder lügen und solche Sachen behaupten, dass sie geschlagen werden stimmt ja schon etwas in der Beziehung zu den Eltern nicht. Diese Lügen kann man ja auch als Hilferuf sehen.

Liebe Grüße und ein friedliches Weihnachtsfest.

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 07:58 Uhr

Die Bitte um eine Stellungnahme zu einer (am Ende einschneidenden Maßnahme) ist auch wirklich eine Frechheit.

Wo käme man denn als Behörde hin, wenn man eine Entscheidung kommentiert oder gar rechtfertigt.

Besser ist es, dass der Bürger seine Einwendungen ausschließlich über das Gericht einbringt und ansonsten ignoriert wird.

Wer diesen Weg scheut hat halt Pech gehabt, richtig.

Wer nicht einmal fähig ist eine Stellungnahme zu verfassen braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Arbeit keine Anerkennung findet.

Beitrag von babyball2007 23.12.09 - 11:38 Uhr

Hallo,

ich glaube, du hast mich (absichtlich?) falsch verstanden.

Also erst einmal übersehe ich, dass du hier davon sprichst unfähig zu sein. Du kennst mich nicht, daher steht dir dieses Urteil nicht zu.

Nochmal zu einem Beispiel:
Kind wird geschlagen, mit Gegenständen, bspw. mit dem Kochlöffel.
Da schreibt mir tatsächlich ein Anwalt, dass der Vater dem Kind eins hinter die Löffel gegeben habe, aber ohne Kochlöffel. Das ist ja wohl ein Hohn, oder? Darauf muss ich nicht antworten.

Zudeml übersehe ich, dass du hier davon sprichst unfähig zu sein. Du kennst mich nicht, daher steht dir dieses Urteil nicht zu.
Ich erlaube mir auch nicht, über andere Berufsgruppen zu urteilen. Ich weiß nicht, ob und was du arbeiten gehst aber da gibt es sicher auch was zu kritisieren.

Trotzdem liebe Grüße.

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 15:39 Uhr

Ich sage nicht, dass Du unfähig bist, da Du nur Anweisungen ausführst.

Aber das Ergebnis ist untragbar, wenn man eine Stellungnahme GENERELL verweigert (auf Anweisung). Und so liest sich Dein Beitrag.

"Da schreibt mir tatsächlich ein Anwalt, dass der Vater dem Kind eins hinter die Löffel gegeben habe, aber ohne Kochlöffel. Das ist ja wohl ein Hohn, oder? Darauf muss ich nicht antworten."
Wenn der Einwand auch bei Unterstellung als wahr für das Ergebnis der Entscheidung vollkommen irrelevant ist, kann man ein Nichteingehen darauf noch akzeptieren (gerade noch).

Ansonsten muss man sich aber damit auseinandersetzen (was der Regelfall sein wird)

Wenn z.B. A behauptet V hat mit einem Kochlöffel geschlagen und der Anwalt des V schlagen generell bestreitet muss man doch Stellung beziehen und dem Anwalt mitteilen, dass die Entscheidung X aufrechterhalten wird, weil man aus den und den Gründenn überzeugt ist, dass dies eine unzutreffende Schutzbehauptung ist.

Gar nicht zu reagieren lässt den Betroffenen glauben, dass seine Einwände anscheinend überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden.

Einwände des Betroffenen sind nicht immer falsch.

Stellungsnahmen inform von Begründungen einer Maßnahme sind um Willkür auszuschließen unerlässlich.

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 08:06 Uhr

Wenn schon gar Anwälte als Organ der Rechtspflege ignoriert werden und deren Schreiben in die Tonne wandern, da kann man sich ja vorstellen wie mit dem "normalen" Bürger umgegangen wird.

Jetzt mach doch mal Nägel mit Köpfen und schreibe welches Jugendamt solche fast schon rechtswidrige Anweisungen gibt.

Wenn das dann publik wird, wird mit Sicherheit eine solche Praxis bestritten.

Und das Ganze nennt sich dann Rechtsstaat und Dienst am Bürger.

So ein behördliches Trauerspiel hätte ich in meinen schlimmsten Befüchtungen nicht erwartet.

Beitrag von babyball2007 23.12.09 - 12:18 Uhr

In die Tonne wandert gar nichts.

Mit dem "normalen" Bürger wird garantiert höflich und freundlich umgegangen. Das kann ich versichern.

Genau wie ich hier bei urbia noch nie jemanden beleidigt, beschimpft oder eine pampige Antwort gegeben habe gehe ich auch mit meinen Klienten um. (Daran könnten sich viele andere hier ein Beispiel nehmen, die ihren Frust hier rauslassen müssen.)

Natürlich ist mal als Klient emotional geladen und fühlt sich ungerecht behandelt. Aber jeder Bürger hat die Möglichkeit, eine Dienstaufsichtbeschwerde zu stellen.
Also wenn sich jemand von einem Stadtmiktarbeiter schlecht und ungerecht behandelt fühlt kann man sich wehren.

Also ich wollte mit meinem allerersten Posting zu diesem Thred nur aus der wahren Praxis berichten.
Ich mache nur meinen Job, und den mache ich gut und gerne. Diese Arbeit kann man nur aus Überzeugung machen, denn sonst geht man kaputt.

Meinst du wie es sich anfühlt kurz vor Weihnachten Fotos von misshandelten Kleinkindern zusehen ? Soll ich dem Anwalt dann in Ruhe zurückschreiben, dass es kein Problem ist, dass der Vater aus Versehen ausgerastet ist?
Das habe ich nicht zu beurteilen, sondern der Richter.

Natürlich machen wir auch Fehler, aber die machen Ärzte, Polizisten, Köche etc. auch.

LG

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 15:13 Uhr

"Also ich wollte mit meinem allerersten Posting zu diesem Thred nur aus der wahren Praxis berichten."

Das finde ich auch positiv.

Dass Du für Anweisungen nichts kannst habe ich verstanden.

Der Leiter sollte aber dazu stehen

"Soll ich dem Anwalt dann in Ruhe zurückschreiben, dass es kein Problem ist, dass der Vater aus Versehen ausgerastet ist? "

Ich glaube es liegt ein Missverständnis vor was eine Stellungnahme ist.

Eine Stellungnahme ist ein konkretes Eingehen auf den Einzelfall (zumindest auf Nachfragen) unter Angaben von Gründen die die Entscheidung nachvollziehbar darlegt.

So wie sich das in Deinem Amt liest wird eine Entscheidung auf einer Basis von Gründen getroffen die dem Betreffenden aber mangels Stellungsnahme am Ende nicht einmal mitgeteilt werden.

Beitrag von babyball2007 23.12.09 - 16:18 Uhr

Dann habe ich das wohl nicht richtig dargestellt, das tut mir leid.

Wenn wir ein Gerichtsverfahren anstreben wird natürlich nichts hinter dem Rücken der Eltern gemacht.

Ein Gerichtsverfahren (Ermahnung, Entzug) ist ja auch immer die letzte Möglichkeit. Vorher finden in der Regel ja auch viele Gespräche in der Dienststelle, in der Familie statt. Da wird den Betroffenen schon aufgezeigt was die nächsten Schritte sind, sollte die Mitarbeit nicht funktionieren. Schriftlich teilen wir den Eltern das Gesagte auch noch mal mit.
Das finde ich relativ fair. Es gibt keine bösen Überraschungen von denen ich hier bei Urbia manchmal lese.

Informationsmangel herrscht also nicht.

Das Schreiben ans Gericht mit entsprechendem Antrag ist natürlich ausführlich begründet und durchläuft bei uns sämtliche Chefetagen, die das absegnen.
Wenn da etwas unberechtigt und unklar wäre würde unser oberster Boss den Kopf dafür nicht hinhalten.

Aber jetz habe ich erstmal Urlaub!:-)

Liebe Grüße.








Beitrag von manavgat 22.12.09 - 09:16 Uhr

Es ist mir wohl bekannt, dass sich manche Jugendamtsmitarbeiter aufführen, als würden sie lieber für die Stasi arbeiten. Da kann man sich sehr wohl anwaltlich/notfalls gerichtlich gegen wehren!

Letzten Endes stinkt der Fisch vom Kopf. Solange Hilfe und Kontrolle in einer Behörde zusammen laufen, kann Kindern nicht wirksam geholfen werden. Und solange die Kassenlage die Hilfepläne bestimmt sowieso nicht.

Und das gerade die unfähigsten Behördenmitarbeiter ins Jugendamt abgeschoben werden, ist auch keine Hilfe.

Gruß

Manavgat

Beitrag von babyball2007 22.12.09 - 18:11 Uhr

Da habe ich ja Glück gehabt, dass in unserem Team nur kompetente Mitarbeiter sind.


"Unfähige Behördenmitarbeiter" habe ich noch nicht kennengelernt.
Außerdem arbeiten in unserem Jugendamt im direkten Umgang mit Erziehungsschwierigleiten nur Diplom-Pädagogen und Psychologen. Da werden keine ahnungslosen Leute eingestellt.

Falls du natürlich andere Ämter kennst ist das eine schlimme Sache.

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