Elterngeld zur Disposition gestellt

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Beitrag von vwpassat 21.12.09 - 16:58 Uhr

Elterngeld zur Disposition gestellt
21.12.2009

Im Zuge der Debatte um Sparanstrengungen stellt die Mittelstands und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU - (MIT) neben anderen Ausgaben des Bundes auch das Elterngeld zur Disposition.


http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/elterngeld-zur-disposition-gestellt-417669/

Beitrag von marion2 21.12.09 - 18:07 Uhr

Und?

Wie stehst du dazu?

Ich fände es gut, wenn man hier eine andere Regelung fände.

Gleiches Geld für alle. Einkommensunabhängig (und meinetwegen auch voll als Einkommen anrechenbar)

Wenn wir jetzt noch die Elternzeitregelung anpassen könnten...#schein. Als Mehrlingsmutter fühle ich mich immer noch diskriminiert.

Beitrag von lebelauter 21.12.09 - 18:24 Uhr

warum sollte das elterngeld denn einkommensunabhängig gezahlt werden?

Ich finde es sehr gut, dass es einkommensabhängig gezahlt wird. Schliesslich soll es eine Ersatzleistung sein, weil man ja wegen des Kindes weniger verdient. Diese prozentuale Anlehnung ans ALG1 (67%) ist weniger glücklich gelungen, finde ich.

diesen sockelbetrag für in -der Schwangerschaft-nicht-arbeitende könnte man weglassen, für die gibt es ja Grundsicherung in Form von ALG2 oder eben die klassische Regelung, dass der partner/Ehemann für Frau und Kind aufkommt.

Gut finde ich den Geringverdienerbonus für Einkommen unter 1000 € netto monatlich.

LG

Beitrag von marion2 21.12.09 - 18:39 Uhr

Für das Arbeitslosengeld zahlst du monatlich Beiträge ein, die sich nach der Höhe deines Gehaltes richten, für das Elterngeld nicht. Deswegen ist es nicht gerecht, das Elterngeld einkommensabhängig zu zahlen. Insbesondere auch deswegen, weil es nach unten und oben gedeckelt ist. Die Regelung ist nicht konsequent.

Ich für meinen Teil bemängele immer noch die Mehrlingsregelung. Kein Geschwisterbonus für Kind Nr. II ist nur ein Kritikpunkt. Und, dass mein Mann nicht für Kind B bei vollem Elterngeldbezug zu Hause bleiben konnte, während ich die Elternzeit für Kind A in Anspruch nahm. Bei zwei Einlingen geht das.

Ich würde das Elterngeld ähnlich auszahlen wie das Kindergeld - für alle pro Kind in der selben Höhe.

Wegen des Kindes verdienst du nicht weniger. Du verdienst weniger, weil DU dich entscheidest, zu Hause zu bleiben. Du könntest auch arbeiten gehen. Da hast du ja die freie Wahl. Niemand zwingt dich. Im Grunde unterscheidest du dich also in keinem Punkt von einem ALGII-Empfänger oder einer Hausfrau oder anderen vergleichbaren Bevölkerungsgruppen.

Gruß Marion

Beitrag von lebelauter 21.12.09 - 19:18 Uhr

wie gesagt, den sockelbetrag würde ich abschaffen, ist echter unsinn.

Mit mehrlingen kenne ich mich nicht aus #hicks denke aber, dass bei der geringen Anzahl an mehrlingsgeburten da doch eine vernünftige Regelung getroffen werden kann.

Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, Elterngeld pro Kind auszuzahlen und dann für alle in der gleichen Höhe: dann kann man ja gleich das Kindergeld auf die Summe X erhöhen und braucht kein Elterngeld mehr.

Das Elterngeld soll s ja eben ermöglichen, dass eltern, die vorher beruflich aktiv waren, nach einer kurzen (!) Familienpause wieder zurück in den Job kommen, damit sie eben nicht 3 oder gar mehr jahre zu hause verbringen, den Anschluss im Beruf verpassen und letzlich sich von 400 €-job zu 400 €-job hangeln oder in ALG2 fallen... Kinderhaben soll eben kein Armutseinstieg sein.

#lg

Beitrag von marion2 21.12.09 - 19:24 Uhr

Ich hab das mit dem Elterngeld anders verstanden. Wenn ich mich recht erinnere, sollte es potentielle Eltern in guten Jobs animieren, Kinder zu bekommen. Hat ja angeblich funktioniert.

Den Sockelbeitrag halte ich für einen Ersatz für das vorherige Erziehungsgeld bei dem Geringverdiener bevorteilt waren. Eine ersatzlose Streichung hätte womöglich zu großem Ärger geführt. *schulterzuck*

Den Wiedereinstieg in den Beruf hat MIR der Kindergarten ermöglicht. Die beiden kleinen Terrorzwerge kann man unmöglich mit ins Büro nehmen.

Beitrag von lebelauter 21.12.09 - 21:02 Uhr

"Wenn ich mich recht erinnere, sollte es potentielle Eltern in guten Jobs animieren, Kinder zu bekommen. "

das schliesst sich ja nicht mit meiner aussage aus.

mir ist schon klar, dass der sockelbetrag die arbeitslosen ruhigstellen soll, es ist aber dennoch Unsinn!

Beitrag von vwpassat 21.12.09 - 20:29 Uhr

Meine ehrliche Meinung?

Gerne:


Elterngeld nur für alle, die auch gearbeitet haben vor Geburt!

Wer arbeitslos ist, darf nicht noch belohnt werden, dass er weiter daheimbleibt!

Beitrag von marion2 21.12.09 - 20:38 Uhr

Hallo,

wer arbeitslos oder wer Arbeit suchend ist?

Weißt du, da gibts nen Unterschied. #schein

Ich finde nicht, dass man für Arbeitssuche bestraft werden sollte.

Gruß Marion

Beitrag von lebelauter 21.12.09 - 21:07 Uhr

niemand hat vor, arbeitssuchende zu bestrafen.

Aber warum soll man Müttern, die ohne Arbeit sind, geld geben, weil sie ein Kind bekommen haben? Es m,üssen doch anreize dafür geschaffen werden, zuerst zu sehen, das man genug verdient, um dann eine familie zu gründen.

Das Existenzminimum ist durch ALG2 gesichert, FALLS der partner so wenig verdient, dass er für die Familie nicht aufkommen kann.

Ich würde das Elterngeld auch nur für diejenigen zahlen, die vor der geburt gearbeitet haben.

Beitrag von windsbraut69 22.12.09 - 06:54 Uhr

"Ich würde das Elterngeld auch nur für diejenigen zahlen, die vor der geburt gearbeitet haben. "

Genau DAS sollte theoretisch ja per Definition auch Sinn und Zweck der LohnERSATZleistung Elterngeld sein....


LG

Beitrag von lebelauter 22.12.09 - 08:51 Uhr

eben! #cool

Beitrag von windsbraut69 22.12.09 - 06:53 Uhr

Wird man doch nicht aber warum sollte man fürs bloße Gebären ein Jahr lang mit 300 Euro belohnt werden, während erwerbstätige Paare Einbußen in Kauf nehmen müssen.

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 22.12.09 - 06:52 Uhr

Warum einkommensunabhängiges Elterngeld.
Es gibt Kindergeld in Deutschland und weshalb sollte man mittels Nachwuchs sein Einkommen (vorübergehend) deutlich verbessern können?

Der Ansatz, tatsächlichen Verdienstausfall abzudämpfen, ist ja nicht schlecht, nur sollte es dann das Elterngeld auch tatsächlich nur als Lohnersatzleistung für diejenigen mit Einkommenseinbußen geben.

Gruß,

W

Beitrag von marion2 22.12.09 - 13:17 Uhr

Jemand der zu Hause sein Kind betreut, macht nicht mehr oder weniger als jemand, der sein Kind zu Hause betreut.

Deswegen wäre ich für einkommensunabhängig (ja, das wäre ein ganz neuer Ansatz) bei voller Anrechnung als Einkommen.

Beitrag von windsbraut69 23.12.09 - 07:04 Uhr

Um mehr oder weniger Arbeit geht es ja nicht.
Bislang war das Elterngeld nicht als Prämie für die Fortpflanzung gedacht und warum sollte man Hausfrauen die vorher kein Einkommen hatte, diese "Arbeit" am eigenen Kind bezahlen?