Deutschland , Sozial Stadt ??

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von gruener_urmel 21.12.09 - 20:24 Uhr

Hola@ all,

das wird wahrscheinlich jetzt mal eine groessere Diskussion !

da ich ja viel in internet lese, sowie auch deutsche zeitungen. liesst man ja sehr viel ueber alg 2, sozialgeld , kindergeld und co

jetzt muesste ich mal fragen, wisst ihr eigendlich das es nicht ueblich ist, zu hause zu sein, und soviel geld zu bekommen, als wenn man arbeitet !

hier gibt es wenn man glueck hat, sozialhilfe 400 euro im monat #schock

nein, keine miete extra !

kindergeld, ja, wenn man mindestens 3 kinder hat, dann 20 euro im monat #schwitz

hier nehmen die leute jede arbeit an ! auch fuer 4 euro die stunde, hauptsache arbeit und geld

der normale einkommen standart ist ca 1200 euro im monat! ja hier zahlt man auch miete eine wohnung mit 3 schlafzimmer ca 450 euro, plus iberdrolla , und aqua.

und sie leben auch mit den geld !

ach ja, schule ist zwar kostenlos, aber ... schulbuecher muss man hier kaufen, pro kind ca 500Euro im jahr.
mittagessen, pro kind in der schule im monat bei uns 75 euro

ich will nicht jammern, ich frage mich nur, ob ihr eigendlich wisst wie gut deutschland ist ?

was wuerde in deutschland passieren, wenn ihr so leben muesstet wie hier ?

aber die leute werden auch hier satt und sind gesund, hier zaehlt viel, sehr viel familien zusammenhalt und familien hilfe

feliz navidad

saludo mela

Beitrag von vwpassat 21.12.09 - 20:26 Uhr

Solche Postings sollten öfter kommen.

Was mich aber auch nicht wundert, dass immer mehr Ausländer in Deutschland sesshaft werden.

Tja, die Stütze lockt..........

Beitrag von my.jessi 21.12.09 - 20:32 Uhr

Genau so sehe ich das auch!

Und am "Besten" sind noch die, die aus anderen Ländern her gekommen sind und sich beschweren wie be******** hier alles ist und dass man ja viel zu wenig Geld vom Staat bekommt und man ja für 2000,- brutto im Monat nicht aufsteht und so weiter. Da frage ich mich dann immer, wieso diese Leute nicht in ihr wundervolles Land gehen aus dem sie gekommen sind...

Beitrag von marion2 21.12.09 - 20:35 Uhr

Hallo,

in Deutschland zählt Familie nicht mehr. DAS ist der größte Unterschied. Meiner arbeitslosen Cousine sagte man auf dem Arbeitsamt, sie könne ja wegziehen. Ihr Mann hatte vor Ort Arbeit. Sie könne sich auch trennen.

Der zweite Unterschied ist wahrscheinlich die Bürokratie.

Deutschland ist auch in anderen Bereichen anders als Spanien, wo die Leute nur gesund sind, weil man auf eine Facharzttermin 2 Jahre warten muss.

Gruß Marion

Beitrag von gruener_urmel 21.12.09 - 20:42 Uhr

hola marion,

hier muss man nicht auf einen termin, bei einen facharzt 2 jahre warten, das sind infos aus billige buecher

wenn du ihn benoetigst, bekommst du ihn auch, hatte noch NIE schlechte erfahrung gemacht

in gegenteil, hier funktioniert dass, was deutschland nicht schaft, das gesundheitssystem mit einer kasse, statt duzend krankenkassen

**deutschland ist bekannt fuer die buerokratie, aber spanien hat sie perfectioniert**

saludo mela

Beitrag von marion2 21.12.09 - 20:44 Uhr

**deutschland ist bekannt fuer die buerokratie, aber spanien hat sie perfectioniert**

Glaub ich nicht #schein das ist nicht möglich #rofl so viel Papier kann man nirgends stapeln.

Beitrag von gunillina 22.12.09 - 06:58 Uhr

Da muss ich glatt an Reinhard Mey denken. Wie ging das Lied doch grad noch?
Hier, ich habs:
hihihihihihihhihihihihihihi

'tschuldigung

http://www.youtube.com/watch?v=jrP7H5-Rlyw
#schein
Ach, was hat mich meine Mutter doch geprägt...#huepf

Beitrag von windsbraut69 22.12.09 - 06:37 Uhr

Dass es in anderen Ländern keine bzw. weniger Bürokratie gibt, ist in den allermeisten Fällen ein Gerücht.

Davon mal abgesehen bekommst Du auch in Spanien, wo die Familie so heilig ist, nicht mehr Stütze, weil Du keine Wochenendbeziehung führen magst #augen
Dort ist es nur eher so, dass die Familien sich INtern helfen und eben nicht sofort nach Hilfe durch den Staat schreien.

Gruß,

W

Beitrag von marion2 22.12.09 - 08:48 Uhr

Die Dame vom Amt sprach nicht von Wochenendbeziehungen, sondern von einer Trennung.

Wahrscheinlich die selbe, die einer Bekannten von mir Bezüge kürzte, weil sie eine "unerlaubte Ortsabwesenheit" hatte. (Vorstellungsgespräch 200 km weit weg - und dann auch noch so frech und fragt nach Erstattung der Fahrkosten...)

Beitrag von eowina 21.12.09 - 20:40 Uhr

Hallo!


Wenn ich die beiden Postings oben lese, werde ich wütend.

Kehrt doch vor Euren Türen! Ich kenne so viele "Reindeutsche", die liebendgerne zu Hause sitzen und NICHT vorhaben, in der nächsten Zeit arbeiten zu gehen.

Es sind num mal Gesetze, die es den Ausländern ermöglichen, Sozialleistungen zu erhalten. Dass sie es nutzen - menschlich.

Der Threadschreiberin gebe ich Recht - in meinem Land gibt es längst nicht so viele Sozialleistungen.
Deswegen bin ich doch hier >>>ironie off>>>>>

Eo.

Beitrag von marion2 21.12.09 - 20:45 Uhr

Stimmt. Ich kenne 2. Die sind sogar blond und blauäugig. ;-)

Beitrag von gunillina 22.12.09 - 06:54 Uhr

Manche wählen auch einfach das kleinere Übel. Wer entscheiden darf zwischen sozialer Kälte (Deutschland) und Folter (Iran oder auch etliche afrikanische Länder, nur so als Beispiel), der wählt ganz klar das kleinere Übel. Das würde ich auch so machen. Besonders, wenn mir alle erzählen, dass es "da" sooo viel besser ist as in meiner Heimat. Wir transportieren doch das Bild selbst ins die Welt hinaus, dass hier alles super ist.
Und nur, weil es in Spanien schlimmer ist, heisst das nicht, dass unser System zu gut ist.
In Spanien "können" (also: müssen) die Studenten direkt nach Abschluss ihre Schulden (Darlehen, um studieren zu können) abzahlen, haben aber gar keine Arbeit, geschweige denn ein Gehalt, um die Schulden aus der Studienzeit abzuzahlen. Also, wer will denn das alles haben? Die spanischen Studenten protestieren nicht umsonst. Und satt werden heisst nicht unbedingt, glücklich sein. Es trägt vielleicht dazu bei, aber die Magengeschwüre sind trotzdem da.
Nix als Stammtischparolen hier. Soll heissen, ich stimme dir zu.:-)

Beitrag von rosaundblau 22.12.09 - 07:11 Uhr

Dass sie es nutzen - menschlich.

#aerger Dolle Einstellung!

Ich finde es eher abgezockt als menschlich......... da ist mir dann auch die Herkunft der Person egal!

SCHMAROTZER gibt es hier aus allen Ländern der Welt!

Beitrag von eowina 22.12.09 - 08:15 Uhr

Morgen!

Wo fängt für Dich der Begriff "Ausländer"an ?
Alle Ausländer, die in meiner Nachbarschaft wohnen, leben hier seit 10-30 Jahren und alle gehen arbeiten.
Ich lebe hier auch 10 Jahre, habe hier mein "Erwachsenes Leben " angefangen zu führen. Hier kamen meine Kinder zur Welt, hier ging ich arbeiten, hier lernte ich ein Haushalt zu führen;-)

ICH fühle mich nicht als Deutsche aber auch nicht als Ausländerin. Ich habe eine doppelte Heimat.

Eo.

Beitrag von rosaundblau 22.12.09 - 19:55 Uhr

Guten Abend!

Inwiefern bezieht sich Deine Frage auf meinen Beitrag?

vg rosaundblau

Beitrag von drachenengel 21.12.09 - 23:01 Uhr

Hola mela,

in Deutschland herrscht ein komplett anderes System als in Spanien, teils von Vorteil, teils von Nachteil.

Hier auf Elternzeit (3 Jahre) verzichten, damit eine Familie sich selber finanzieren könnte?? Ein Unding, mit einer solchen Einstellung wird man erschlagen ;-)

Hier auf Elterngeld, Kindergeld verzichten? Noch mehr ein Unding... ;-)

Leider gibt es in Deutschland aber auch kaum GUTE Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren, und wenn es welche gibt, kann man sie kaum bezahlen.

Das Sozialsystem hier ist für in Not geratene Menschen gut, teils noch ausbaubar. Aber leider nutzen viele dieses System gnadenlos aus, egal ob durch das gesetzliche Recht auf drei Jahre Elternzeit, die dann halt vom Staat mittels ALG2 finanziert werden, da man ja nicht arbeiten kann (eher mag), bzw viele denken frei nach dem Motto: Warum sollte ich für das gleiche Einkommen morgens aufstehen... wenn der Staat mir das Geld auch ohne Arbeit gibt..

Sollte es in Deutschland soweit kommen, dass man sich nicht mehr so leicht auf den Schultern des Staates oder der Allgemeinheit ausruhen kann, nun dann würde es mehrere Seiten geben:

Die eine, die sich auch heute selber finanziert
die andere, die sich dann vielleicht auch aufrafft,
die nächste, die dann trickst, um ja nicht eigenverantwortlich agieren zu müssen.

Thema Löhne: ich empfinde es als dreist und frech, dass Firmen so wenig Lohn zahlen, damit ihre MA sich nicht ohne Staat halten können, ist in Deutschland gang und Gewohnheit, leider...

Kinderbetreuung: in Deutschland gibt es kaum noch die Mehrgenerationsfamilien, wo die Grosseltern ggf mit im gleichen Ort oder sehr nah wohnen, wo man wirklich einfallsreich und engagiert ein Netzwerk stricken muss, um arbeiten zu können... doch ich meine mal, wenn man will, geht das. So wohnt meine Familie 400 km weit weg, ich bin noch in Elternzeit mit der Kurzen, stehe aber in den Startlöchern für Wiedereinstieg.. nur wollen hier viele nix von Eigenverantwortung hören, egal welcher Herkunft..

Deutschland ist zu sozial, das ist das grosse Problem und die Regierung ist zu sehr in den Händen der Wirtschaftsbosse, sonst wären so manche bemitleidenswerte Konjunkturpakete nicht verabschiedet worden.

Ich denke mal, in ein paar Jahren werden wir hier ähnliche Verhältnisse wie bei Euch haben... denn auf Dauer kann unser Geldrauswerfen für Unsinn nicht mehr gut gehen...

Schöne Weihnachtstage!

Mone

Beitrag von r.le 21.12.09 - 23:56 Uhr

Hallo Mela,

ich dachte zunächst, dass Dein Beitrag als Provokation gemeint ist, aber nach einem Blick auf Deine Visitenkarte gehe ich von einer gewissen Ernsthaftigkeit aus.

Da Du aus der spanischen Perspektive den deutschen Sozialstaat anprangerst, gestatte mir eine etwas polemische Antwort:

Deutschland hat es, mit intenationaler Hilfe, geschafft, aus dem Sumpf des dritten Reiches einen modernen und leistungsfähigen Staat aufzubauen.

In Spanien herrschte bis (meines Wissens) 1973 Diktatur, so dass ich mal von grob 20 Jahren Rückstand ausgehe. Da besteht also noch Nachholbedarf.

Dieser Nachholbedarf lässt sich aber für unser Land auch nicht komplett leugnen, da hier die Demokratie erst formell im Jahre 1990 in Gesamtdeutschland Einzug hielt.

Viele Grüße

Ralf

Beitrag von wemauchimmer 22.12.09 - 08:27 Uhr

HI Urmel,
ich kenne auch den Familienzusammenhalt in südlichen Ländern und weiß, was uns hier in Deutschland fehlt, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Aber die Zerschlagung der Großfamilienstrukturen ist in Deutschland historisch bedingt durch die Industrialisierung und dadurch ausgelöste Landflucht. Daß im 2. WK alles kaputtgebombt und durcheinandergeworfen wurde, hat es auch nicht besser gemacht. Spanien ist halt weit mehr landwirtschaftlich geprägt.
Der Sozialstaat hat damit nicht soviel zu tun, auch wenn er natürlich die Entfremdung in den Familien weiter begünstigt, einfach weil die Menschen nicht aufeinander angewiesen sind.
Und ja, klar, ich weiß wie gut es uns hier geht, was die materielle Absicherung angeht, und es ist gut, wenn die Leute sich das immer bewußt machen.
LG

Beitrag von hauke-haien 22.12.09 - 09:05 Uhr

"da ich ja viel in internet lese, sowie auch deutsche zeitungen"

Dass du viel liest, glaube ich schon mal garnicht, denn sonst könntest du wenigstens ein bisschen besser schreiben #contra

Ich glaube, du willst dich hier nur ein bisschen profilieren!

Beitrag von mabo02 22.12.09 - 12:08 Uhr

Schreib du mal spanisch.

Ist bestimmt perfekt...

Beitrag von hauke-haien 22.12.09 - 13:15 Uhr

Ich behaupte ja auch nicht, dass ich regelmäßig spanische Zeitungen lese!

"Sozial Stadt" - was meint sie bloß damit? #kratz
Soziale Stadt?

Beitrag von momfor2 22.12.09 - 13:52 Uhr

Nein Sozialstaat.

Aber eigentlich wusstest du das schon.............

Beitrag von lollylolly 22.12.09 - 13:44 Uhr

ich halte deinen beitrag für sehr sinnfrei.

#bla

Beitrag von gruener_urmel 22.12.09 - 17:33 Uhr

hola, von was soll ich da profilieren ??#klatsch

wir koennen ja auf spanisch weiter machen, dann sehen wir mal, ja ich spreche inzwischen besser spanisch als deutsch, sowie geht es auch mit den schreiben :-)

lebe nun 10 jahre hier, und brauche das deutsch nur noch privat

und lesen hat nichts mit den schreiben zu tun, ich kann deutsch lesen, und tue es jeden tag #zitter

feliz navidad

saludo mela

Beitrag von hexe3113 22.12.09 - 19:16 Uhr

Hallo,

nichts im Väterforum oder bei den allein Erziehenden zu tun?

Ansonsten ist Dein Beitrag mal wieder eine Mischung von #gaehn und#augen (wie so oft)

Gruß,

Andrea

P.S.: Profilieren will sich hier wohl jemand anders... (und das nicht nur in diesem Beitrag)

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