Schwangerschaft von Angst geprägt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von janneke8 21.12.09 - 22:54 Uhr

Hallo,

ich bin das zweite Mal schwanger (16 SSW). Es ist ein absolutes Wunschkind und wir freuen uns sehr.
In der ersten Schwangerschaft war ich sehr optimistisch. Sicher machte ich mir auch Mal Sorgen, ob es dem Kind gut geht, ob es gesund ist etc. Aber im Grunde genommen war ich sehr zuversichtlich, dass wir ein gesundes Kind bekommen. Die Schwangerschaft war ohne besondere Vorkommnisse und die Geburt lief soweit glatt.

Die jetzige Schwangerschaft läuft bis jetzt alles andere als schön. Mir war 3 Monate Dauerübel, ich habe von Anfang an Probleme mit dem Kreislauf, bin müde und schlapp. Gut, so geht es vielen Frauen.
Aber das Baby hat eine erhöhte Nackenfalte. Wir waren beim Erst-Trimester-Screening. Dort wurde eine Wahrscheinlichkeit von 1: 5000 errechnet, dass das Kind ein Down-Syndrom hat. Ansonsten war das Kind unauffällig. Trotzdem ist die Angst da, dass das Kind trotzdem das Down-Syndrom oder irgendeinen organischen Fehler hat.

Dann wurde vor einer Woche ein Amnionband festgestellt. Sobald das Kind größer wird, kann es sich durchaus in diesem Band verfangen und sich Gliedmaßen abschnüren. So etwas soll wohl extrem selten vorkommen, aber trotzdem ist die Angst da.

Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, dieses Kind (das ich jetzt schon über alles liebe), sollte vielleicht einfach nicht sein. Dauernd die Gefahr, dass das Baby behindert sein oder werden könnte. Immer diese Angst, ob alles in Ordnung ist!
Ich kann die Angst einfach nicht abstellen. Und ich habe das Gefühl sie wird immer stärker.
Dabei möchte ich die Schwangerschaft soch einfach nur genießen! Dauernd die Angst, beim nächsten Ultraschall wird wieder irgendetwas entdeckt.

Wie kann ich nur besser mit dieser Angst umgehen?
LG janneke

Beitrag von orchidee3 21.12.09 - 23:05 Uhr

Ich kann dich nur zu gut verstehen. Mir sagen auch alle "Genieß deine SS" aber das ist so schwer wenn man sich jeden tag Sorgen macht und sich fragt ob alles okay ist usw...Meine Angst wurde etwas weniger als ich den kleinen Mann das 1. mal spürte...aber da ist sie immer noch, ich frage mich täglich ob denn alles gut geht und kann es kaum erwarten wenn ich das kleine Baby endlich im Arm halte und alles vorbei ist...

Vertrau auf dein Gefühl und denk an dein Baby das bestimmt ganz stark ist und das alles gut durchsteht!



Beitrag von binci1977 21.12.09 - 23:06 Uhr

Hallo!

Tut mir echt leid, das zu hören/lesen. Ich glaube, da kann dir niemand sagen, wie du mit deinen Ängsten umgehen kannst.

Es ist sicher eine schwere Zeit für euch.

Es gibt doch ein schönes englisches Sprichwort:
Hope the best, expect the worst-hoffe das Beste, erwarte das Schlimmste.


Ich glaube, mehr bleibt einem in dieser Situation eh nicht.

Alles gute.

Bianca

Beitrag von jula77 21.12.09 - 23:11 Uhr

Hallo Janneke,

mir geht es nicht ganz so wie dir, aber ähnlich. Irgendwie bin ich jetzt in der 2. SS auch unentspannter als in der ersten. Vielleicht liegt es daran, dass man viel informierter ist und daran dass man schon ein Kind hat, um das man sich sorgt. Kann man sich ja vor dem ersten Kind immer kaum vorstellen. Da hofft man ja ganz stark, dass man zu Muttergefühlen fähig ist... jetzt blöd ausgedrückt...aber du weißt was ich meine.

Deine errechnete Wahrscheinlichkeit ist doch gar nicht so schlecht. Bei meiner 1 SS hatte ich vor Messung 1:679 und danach 1:6308 (war 29). Also da würde ich mir keine großen Sorgen machen. Jetzt habe ich gar keine NF-Messung gemacht.

Wird bestimmt alles gut gehen. Je mehr Gedanken man sich macht, desto unwahrscheinlicher ist es, dass was nicht stimmt. Oft trifft es einen doch eher unverhofft.

Ich drücke dir ganz feste die Daumen, obwohls wahrscheinlich gar nicht nötig ist ;-)

LG Jule mit Max 2 und #ei 14 SW

Beitrag von jackyoo 21.12.09 - 23:31 Uhr

ich finde auch 1:5000 ist ja wohl ein traumwert!

bei meiner bekannten war bei einem kind auch die NF verdickt, -es war aber alles in ordnung.
die NFT ist halt nur eine hinweisdiagnostik....

Beitrag von melanie237 21.12.09 - 23:55 Uhr

hallo janneke!!!

Ich kann deine angst um dein Kind gut verstehen. Im zweiten Monat hab ich gespuerrt, das meine tochtr ein problemkind wird. Zwar ging es mir in meiner 2.ss-schaft gut,jedoch fing es an,als kairi zur welt kam.
Es fing mit was kleinem an und jedesmal,wenn wir ein problem behandeln konnten kam schon das naechste.
Ich kann mich mitlerweile kaum noch freuen,wenn wir die Loesung fuer ein problem haben, weil ich immer mit der angst kaempfe, das wieder was neues auftauchen wird.
Meine Tochter ist nun 16 monate alt und hat schon eine OP hinter sich,da sie eine Zyste im nacken hatte, dazu kommt, dass sie sogar eine Brille traegt, da sie stark weitsichtig ist und noch so vieles mehr.

Ich bin immer wieder dankbar,das ihre Probleme behandeln koennen und bis jetzt alles gut laeuft, jedoch lebe ich staendig mit der Angst, das sie eines Tages etwas hat, was nicht behandelbar ist.
Wenn ich neues an ihr entdecke,das auffaellig ist, hab ich angst zum arzt zu gehen.

lg mel

Beitrag von maryberry 22.12.09 - 00:04 Uhr

Huhu Janneke,

ich habe auf Arte eine Reportage gesehen in der es um die Lernfähigkeit von
Babys im Mutterleib ging.
Dabei stellte sich heraus das, dass Baby merkt wenn die Mutter es direkt anspricht.
Seitdem spreche ich mit meinem kleinen und erzähle ihm das er Gesund und stark sein wird, irgendwie glaube ich mir dann selber wenn ich ihm das erzähle.
Dann verfliegen meine Ängste und ich fühle mich noch mehr verbunden.
Mir tut das sehr gut und dir vielleicht auch..


Liebe Grüsse
Marianne