Depression??Vorsicht Lang

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sabrinax1987x 22.12.09 - 13:40 Uhr

Hallo ihr lieben,
endlich finde ich die Kraft und den Mut mal zu erzählen wie es mir geht.
Ich bin vor 2 Jahren mit meinem Mann in die Schweiz gezogen und nunja ich bin halt viel alleine weil ich hier niemanden kenne.
Dann wurde ich Schwange(geplannt) wir haben uns riesig gefreut.
Und dann ging es los Ich habe seit dem mit starker Übelkeit und erbrechen zu kämpfen, müdigkeit,schlaflosigkeit,migräne,blasenschwäche/nachts stündlich aufs wc), rückenschmerzen und anderen sachen zu kämpfen.
Es ist eine Schwangerschaft wie man sie sich nicht wünscht.
Ich freue mich auf garnichts mehr nochnicht mal auf mein Kind.
Einige werden sicher jetzt denken wie kann man soetwas sagen aber die freude ist einfach weg.
Ich weine Täglich mehrmals ich empfinde nur tiefe traurigkeit und wünsche mir teils morgens nicht mehr aufzuwachen.
Ich habe 3 Mal schon meinen Frauenarzt gewächselt jedoch ohne grossen erfolg ich bekomme nur zu hören das es wieder besser wird.
Aber woher soll ich die Kraft nehmen?
Ich fühle mich einfach nur im stich gelassen.
Mein Mann unterstützt mich wo er nur kann aber helfen tut es mir nicht.
Nun es tut mir leid euch damit zu belästigen aber es tut gut auch einfach mal alles raus zu lassen.

Lg sabrina

Beitrag von stef68 22.12.09 - 13:45 Uhr

Hallo Sabrina,

es tut mir sehr leid, wie es Dir gerade geht. Es hört sich für mich schon nach einer Depression an!? Leider einen speziellen Rat für Dich habe ich auch nicht. Ich hatte zu Anfang meiner SS auch eine Depression, das wurde aber dann jetzt wieder besser. Ob Dir ein Gespräch mit einem Therapeuten gut tun würde?

Ich wünsche Dir alles Gute! Sorry, wenn ich jetzt nicht wirklich was Hilfreiches sagen konnte...


LG Stef

Beitrag von melanie237 22.12.09 - 13:46 Uhr

hallo sabrina, lass dich mal #liebdrueck.

ich hatte am Anfang der ss-schaft auch deprissioenen udn konnte mich kein bissl ueber das Baby bzw. meien situation freuen. das war so schlimm, das ich staendig heulkraempfe von einer sekunde zur anderen hatte.
Mri wurde geratten zu einen physologen (schreibt man das so?) zu gehen, fals es nicht besser wird.
Zum Glueck wurde es bei mir jedoch nach einer Zeit von allein besser, es hat mir sehr geholfen darueber zu sprechen.

schau mal hier:

http://www.hallo-eltern.de/M_schwanger/schwangerschaftsdepressionen.htm

lg mel

Beitrag von frische 22.12.09 - 13:50 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Kraft und Deinem Mut!! Das ist doch der erste Schritt!!!!

Von wem/oder von was fühlst Du Dich im Stich gelassen? Worüber bist Du traurig?

Warum bist Du viel alleine? Falls Du einen Geburtsvorbereitungskurs machen wirst, könnte sich das ja schnell ändern...

Vielleicht helfen Dir ja die Antworten auf diese Fragen weiter?


Alles Liebe und Gute Dir und Euch!
Christina



Beitrag von ava76 22.12.09 - 13:52 Uhr

Du bist ja schon ziemlich weit! Spürst du schon Kindsbewewgungen? das müßte dir doch wieder ein bißchen Kraft geben.Ich kann deine Gefühle nachvollziehen, ich wohne auch weit weg von meiner Familie. Könntest du dir vielleicht eine Auszeit nehmen? Besuch doch mal für ein paar Wochen deine Familie und deine Freunde. Jetzt hast du auch noch etwas Zeit, in 10 Wochen bist du dann am liebsten zuhause. Oder frage deinen FA mal nach einem Therapeuten, das hilft dir sicher.

Alles Gute.
Ava


Beitrag von moyra_jocelyn 22.12.09 - 13:58 Uhr

Hallo
Genau dasselbe Gefühle hatte ich auch und ja es hört sich für mich nach Depression an. Habe ein tollen Forum zu empfehlen, geht um spezielle Mütter, die während der SS oder nach der Geburt Depressionen bekommen haben.
http://www.schatten-und-licht.de/main.html

Alles Liebe und schau mal da vorbei

Beitrag von nudelmaus27 22.12.09 - 13:59 Uhr

Hallo Du #liebdrueck!

Google mal unter Schwangerschaftsdepression, hört sich für mich sehr danach an.

Nun aber sei dir gesagt, du bist nicht allein. Wir haben knapp 2 Jahre an einem Geschwisterchen geübt und hatten schon aufgegeben und plötzlich war ich schwanger. Der Haken ich freute mich überhaupt nicht, im Gegenteil ich habe geheult und war jeden Abend froh wenn ich endlich schlafen konnte und nicht darüber nachdenken musste. Tagsüber habe ich mich gefragt, wie ich das schaffen soll und mir viel nur ein, dass das alles ein großer Fehler ist, was ich noch gedacht habe, kann ich garnicht schreiben. Auf jeden Fall bin ich froh, dass mein Gedanke nicht eingetreten ist.

Mein Problem wie ich jetzt weiß, ich hatte das Gefühl total einsam zu sein. Ich hatte immer Pech was die Arbeit betrifft. Ich bin echt fleißig, doch derjenige der immer raus flog bin ich, alle hinterlistigen und arschkriecherischen Leute blieben, ich ging. Als ich mit meiner Tochter schwanger worde, musste ich auch noch Arbeitslosengeld II beantragen und habe mir geschwuren, dass noch ein Kind nicht in solchen Verhältnissen kommen soll und so war ich froh eine Arbeit zu haben. 2 Tage nach meinem jetzigen positiven Test bekam ich zu hören, dass ich meinen befristeten Job nicht verlängert bekomme obwohl ich eine mündliche Zusage hatte. Ich bin dadurch echt in ein Loch gefallen, mein Mann hat auch versucht mich aufzubauen, hat nichts geholfen. Es ging sogar soweit, dass ich keine Lust hatte meine Tochter aus der Kita abzuholen. Bis meine gute Bekannte mir sagte, dass sie auch noch ein zweites Kind bekommt, einen Monat nach mir, seitdem freue ich mich unendlich, frag mich nicht warum aber alles hat einen Sinn und es ist gut so wie es ist.

Wenn du es alleine nicht hinbekommst suche dir keinen neuen FA, sondern gehe den Weg zum Psychotherapeut, der wird dich verstehen und dir helfen. Ich war da auch schon und es hat mir unglaublich weiter geholfen auch ein Stück weit mich selber kennen zu lernen.

Viel Glück für dich,
Nudelmaus

Beitrag von julie8r 22.12.09 - 14:04 Uhr

Liebe Sabrina.

Was Du schreibst, klingt nach einer Depression. Du hast einen ersten Schrit gewagt, indem Du drüber geschrieben hast. Und Du wirst auch stark genug sein für den nächsten Schritt: Suche Dir professionelle therapeutische Hilfe.

Ich schreibe das so deutlich, weil ich selber in diesem Jahr ähnliches durchlebt habe. Anfang 2009 bin ich immer weiter in eine Depression gerutscht. Alles wurde schwarz und ich immer schwächer. Nichts hat mir mehr Freude gemacht, ich hatte den Bezug zu allem verloren, was mich früher froh gestimmt und mir gut getan hat.

Ich bin nach einer sehr düsteren Nacht zu meinem Hausarzt und habe mit ihm über alles gesprochen. Er hat mir sofort eine Überweisung ausgestellt zur Psychotherapie. Mit Hilfe einer Freundin habe ich dann recht schnell "meine" Therapeutin kennengelernt.

Mittlerweile – nach fast 20 Sitzungen – sind meine Lebensgeister zurückgekehrt. Zum Glück. Die depressiven Monate waren schmerzhaft, aber sie waren auch für etwas gut. Ich bin jetzt wieder näher bei mir und viel klarer, weiß genauer, wer ich bin und was ich will (und was nicht).

Bitte, Sabrina, Du warst schon so mutig und hast uns von Deinem Problem geschrieben. Geh jetzt noch einen weiteren Schritt und sprich mit Deinem Hausarzt. Sicherlich spielen die Hormone in Deiner jetzigen Situation eine Rolle. Aber darüberhinaus klingst Du wirklich so, als hättest Du eine Depression. Und falls es tatsächlich "nur" die Hormone sein sollten, werden Dir Gespräche mit einem Therapeuten dennoch weiterhelfen.

Du musst zu Dir kommen und Kräfte sammeln. Für Dich. Du wirst bald Mama!

Alles, alles Liebe.
#blume Julie

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