Hab ich alles falsch gemacht?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von baby-bunny00 22.12.09 - 15:35 Uhr

Hallo,


nachdem ich heute früh mit einem Milchstau aufgewacht bin, habe ich beschlossen mal wieder meine Hebi zu kontaktieren. Dann hat sie mir erklärt, dass ich den Milchstau wahrscheinlich provoziert habe indem ich meinen Kleinen immer anlege, so bald er danach verlangt. (Ich stille nach Bedarf) Er kommt seit über einer Woche schon nach einer Stunde, manchmal schon nach 30 Minuten oder noch früher, weil er wahrscheinlich unter Koliken leidet und jedesmal, unter Schmerzen wach wird oder auch nicht schlafen kann, sobald ich ihn in den KiWa packe. Jetzt hat sie mir gesagt, die Koliken hat er, weil ich ihn so oft stille. Aber was soll ich denn machen, wenn er schreit und an die Brust will???? Schnuller, egal welche, nimmt er nicht. Er würgt die aus und schreit dann noch lauter. Sssh-Laute sind ihm egal und pucken, spazieren, hilft auch alles nicht. Er lässt sich nur durch die Brust beruhigen und schläft auch nur an der Brust ein. Manchmal nuckelt er 40 Minuten an einer Brust und will dann, wenn er wach wird wieder dran. Hebi sagt, 10 Minuten pro Brust, mehr nicht. Da wird er doch nie satt!!!

Ich weiß einfach gerade nich weiter...und dann auch noch der Milchstau...und geschlfen hat er heute Nacht auch nicht lange. Wollte jede 2 Stunden an die Brust. Jetzt schläft er gerade wieder in meinem Arm und ich hab schon Angst ihn in den KiWa zu legen...

Hat wer ähnliche Probleme und stillt nach Bedarf? Oder hab ich alles falsch gemacht??

LG

Beitrag von lilie80 22.12.09 - 15:44 Uhr

ich stille auch nach Bedarf- und das ist wunderbar so, wie des gemacht hast!!!

du könntest dir ne Handpumpe besorgen, dass du immer ein bisschen abpumpst, dass bei dir der Druck weggeht.

mein Kleiner hatte auch locker 40minutne an einer Brust gehangen und viel genuckelt...

hmm, machst denn was gegen die Koliken?
wenn mein kleiner nachts wach wird und das Bauchweh ihn plagt, dann mach ich locker mal ne halbe Stunde Bauchmassage- das treibt ALLES raus, was keine Miete zahlt. und dann ist er nachts recht einfach wieder zum schlafen zu bringen (ihn plagt ja dann nichts mehr). er schläft auch am liebsten an der Brust ein. ich hab früher auch den Fehler gemacht und ihn ewig aufm Arm gehalten, weil ich Angst hatte, er würde wieder wach werden. mittlerweile mach ich des net so- ich lass ihn etwas schlummern (5 Minuten) und dann leg ich ihn weg. und wenn er wieder kurz aufwacht, ihn in ruhe lassen! evtl. nochmal übers Köpfchen streicheln und weggehen (er liegt bei uns mit im Schlafzimmer) ich bleib dann noch etwas wach um z schauen, ob er wirklich schläft, aber in 99% der Fälle ist das dann auch so ok und er schläft weiter.

vielleicht solltest das mit der Bauchmassage auch mal versuchen- vielleicht will er ja gar nicht an die Brust, läßt sich aber damit 'bestechen'. glaub mir, du wirst mal froh darüber sein, ihn nach Bedarf angelegt zu haben- spätestens beim Entwicklungsschub will er eh ständig an die Brust- und wenn die nur so viel Milch produziert, wie nachgefragt wird, dann ist das ok. wenn du aber irgendeinen Rythmus aufzwingen willst, dann geht das definitiv schief. stell dir vor du hast durst und man sagt dir- nee, du mußt noch 2h warten, die 4h sind erst dann rum #schock. dann habt ihr beide Stress und dir gehtdie Milch weg- finde ich viel schlimmer, als zu viel milch zu haben. die kann man wie gesagt abpumpen...

LG und alles Gute
Nicole

Beitrag von baby-bunny00 22.12.09 - 16:05 Uhr

Und wie machst du die Bauchmassage? Schreit dein Kleiner dann eine Weile? Meiner würde ewig so weiterschreien bis er die Brust bekommt. Berührungen am Bauch findet er in dem Moment sowieso schrecklich. So kommt es mir jedenfalls vor.

Es ist übrigens genau das passiert..er hat nach nicht einmal 5 Minuten wieder angefangen zu schreien nachdem ich ihn abgelegt habe. :-(

Beitrag von lilliana 22.12.09 - 15:55 Uhr

deiner hebamme gehört jegliche berufs-ausübungs-erlaubnis entzogen. so ein blödsinn #aerger

du hast überhaupt nichts falsch gemacht! gar nichts! #liebdrueck

das beste mittel gegen einen milchstau ist übrigens stillen. versuche das kind so anzulegen, dass das kinn zur schmerzenden stelle hin zeigt.

alles gute wünsch ich euch und stille auf jeden fall weiter nach bedarf!

lg
lilliana

Beitrag von baby-bunny00 22.12.09 - 16:10 Uhr

Danke..ich zweifel aber gerade an meinen Fähigkeiten als Mutter..

Das mit dem anlegen wird etwas schwer..die Stelle ist nämlich oben..#aerger Aber ich versuche ihn in allen möglichen Stellungen anzulegen. Vielleicht klappt es ja doch irgendwie.

lg

Beitrag von qrupa 22.12.09 - 16:19 Uhr

hallo

versuch es mal so: leg dich mitten aufs bett mit der Seite auf der du den Milchstau hast nach unten und dein baby mit den beinen genau in die andere Richtung. Evtl mit einem Stillkissen etwas abstützen.

Ganz allgemein kann ich den anderen nur Zustimmen, diene hebamme hat ein völlig veraltetes Stillwissen. Du hast ganz genau richtig gehandelt. Anlegen ist das beste was du gegen einen Milchstau machen kannst udn stillen hilft auch gegen Koliken, denn die Babys sind dabei super entspannt. Neben Bauchmassage, mit den beinchen radfahren und Wärme (Kirschkernkissen z.B.) hilft meist auch das Tragen in einem Tragetuch oder einer guten! Tragehilfe sehr gut.

LG
qrupa

Beitrag von mansojo 22.12.09 - 16:09 Uhr

hallo,
die milchproduktion hat sich bei mir nach 4 monaten eingepegelt

kontaktier eine stillberaterin
die hebamme ist nich mehr auf den neuesten stand

lg manja

Beitrag von schlumpfine2304 22.12.09 - 17:07 Uhr

hi

ich kenne das problem des schreikindes. und würde es bedingt als deine schuld bezeichnen.

mein sohn (heute 3 jahre, fast 4 monate) hat damals auch viel gebrüllt und ich hab ihn jedesmal an die brust genommen, was die situation aber nicht wirklich verbessert hat. irgendwann sagte mir dann die hebamme, das ein kind nicht nur schreit, weil es hunger hat. in der regel setzt beim kind die verdauung etwa nach 10-20 minuten ein ... damit auch die blähungen. bei jungs deutlich schlimmer als bei mädchen. und dann ist es ein fehler, ihn wieder trinken zu lassen. er hat dann nämlich keinen hunger, sondern blähungen, die verständlicherweise durch NOCH MEHR nahrung nicht gemildert werden ... wozu es wieder zum geschrei kommt. ein teufelskreis. ich jedenfalls bin damals dazu übergegangen, meinen sohn zu tragen, wenn er gebrüllt hat, aber grad "frisch" gestillt war. es wurde besser! ich hab ihm dann auch immer ne bauchmassage verpasst, mit den beinchen sport gemacht, sodass sich die blähungen lösen konnten.

stillen nach bedarf ist schön und gut. tu ich auch!!! aber ein baby hat nicht immer bedarf, wenn es schreit. manchmal sind es die blähungen, wenn es älter wird, die langeweile. müdigkeit (bei meiner tochter total krass). das verlangen nach trage- oder kuscheleinheiten. die volle bux war (zumindest bei uns) nie das problem.

mein tipp daher ... versuch vielleicht die stillabstände zu vergrößern. du musst ihn ja nicht 5h "hungern" lassen.

ich persönlich finds wirklich heftig, alle 30 minuten zu stillen. ich habe zwei kinder ... aber das kenne ich nicht. mein sohn war ein - und ofttrinker, aber selbst er hat >1,5h am stück ohne brust überlebt.

lg a.

Beitrag von hippogreif 22.12.09 - 18:10 Uhr

Super Beitrag!
Unterschreib ich hundertprozentig!

Beitrag von snoopygirl-2009 22.12.09 - 17:09 Uhr

Also meine Kleine verträgt stillen nach Bedarf auch nicht... Eine Stillberaterin hat mir das empfohlen und ich habs versucht, mit dem Ergebnis das das Kind die ganze Nacht geplärrt hat wie am Spiess.
Um sicher zu gehen das es nichts war was ich versehentlich gegessen hatte hab ichs noch zweimal versucht... gleiches Theater.
Ich muss die zwei Stunden zwischen den Mahlzeiten einfach einhalten, dann gehts.
Ach ja, die Stillberaterin meinte auch Muttermilch passiert innerhalb von 90 Minuten den Magen-Darm-Trakt. Das stimmt bei uns auch nicht. Ylva hat schon mehrfach nach 3-4stündiger Stillpause anständig Milch erbrochen.
Es ist halt nicht jedes Kind gleich...
LG und viel Kraft

Beitrag von mido0310 23.12.09 - 00:37 Uhr

Hallo, laß dich erstmal drücken#liebdrueck
Du machst das alles richtig.
Als mama weißt du und NUR du, keine hebi, was das Richtige für dein Kind ist.
Tim hat auch immer midestens 40 Minuten an meiner Brust gelegen und getrunken und viiiiel genuckelt.
Meine hebi hat gesagt, das ich ihn sofort abdocken muss, wenn er nuckelt.
Ok, hatte auch oft entzündete Brustwarzen vom Nuckeln, hab es aber trotzdem zugelassen, weil es ihm gut tat.
das mit den Koliken ist angeblich, weil halb verdaute Milch sich mit frischer vermischt.
So haben sie es mir erklärt.
Tim hatte zwar keine Koliken, aber viele Pupsis die manchmal schmerzten.
Ich stille ih auch noch in den Schlaf und ich setzt noch eins drauf, er schläft auch bei uns im bett.
Deswegen musste ich mir schon sooo viel anhören, aber ihm und uns gefällt es...nur meinem Rücken nicht so ganz:-p
Wird bestimmt schwierig, ihn wieder umzugewöhnen, aber ich hab noch von keinem 20 Jährigen gehört, der noch bei seinen Eltern schläft.
Es wird alles besser, mach dir keine Sorgen.
Jetzt stille ich Tim 10-15 Minuten, lasse ihn aber manchmal auch noch länger dran und nuckeln.
Dadurch, das er auch immer dabei einschläft, braucht er öfter was zu essen, aber das ist ok, genieße es auch sehr.
Er bekommt allerdings auch noch 1-2 Fläschechen am Tag, weil meine Milch nicht mehr ganz reicht..und seit 3 Wochen gibt es Gläschen, die liebt er sehr.
So, jetzt mach dich nicht verrückt, du bist eine gute Mama.
Schöne weihnachten und ein tolles neues Jahr.
Michelle