Muß ich den Clown bezahlen ????

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von clarafee 22.12.09 - 17:41 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

ich habe mal eine Frage:
ich wollte für die Kinderparty meiner Tochter einen Clown
bestellen.
ich habe Kontakt aufgenommen, sie hat mir erzählt was sie so macht und was es kosten würde-dann haben wir gesagt, daß wir den Samstag 16. Januar festhalten
-haben aber noch keine Uhrzeit ausgemacht.
Das alles war am letzten Freitag-dann fiel mir am Sonntag ein, daß ich wegen einer Fortbildung an dem Tag nicht kann.
Gestern habe ich eine Mail geschrieben, daß es nicht geht und sie den Termin erstmal streichen soll.
Heute sagt sie, daß das nicht geht-sie würde ihn dann in Rechnung stellen!!!!#schock#schock
Aber war unsere Abmachung denn verbindlich ???#kratz
Und wenn ja, habe ich nicht auch eine Art "Kündigungszeitraum"?#gruebel
Ich habe doch gar keine schriftliche Bestätigung unterschrieben oder so ....

Bitte helft mal !!!!!

DANKE und frohe Weihnachtstage !#niko

Beitrag von marion2 22.12.09 - 17:46 Uhr

Hallo,

du hast einen mündlichen Vertrag geschlossen.

Gruß Marion

Beitrag von clarafee 22.12.09 - 17:51 Uhr

Ja, aber das stimmt aber der Termin war ja noch nicht komplett, da die Uhrzeit fehlte und dann dachte ich immer , daß jeder Vertrag eine Möglichkeit des Rücktrittes beinhaltet ?

Da es ja nicht gleich in zwei Tagen ist, und sie dann keinen Ausfall hat verstehe ich das noch weniger....???

Beitrag von marion2 22.12.09 - 18:38 Uhr

Hallo,

http://de.wikipedia.org/wiki/Fernabsatzgesetz

Lesen!

Gruß Marion

Beitrag von vwpassat 22.12.09 - 18:10 Uhr

Stell Dir vor, sie hat jetzt zwischen gestern und heute für genau diesen Tag noch eine Nachfrage gehabt und diese abgesagt........

Ich weiß, ziemlich unrealistisch - aber theoretisch möglich.


Mir klingt das bis jetzt erstmal nach einer UNVERBINDLICHEN Auftragsvergabe. Es war ja noch nichtmal eine Zeit abgesprochen.

Bei solch sensiblen Dingen sollte man vielleicht auch eher anrufen.

Ich würde nix zahlen und mir einen seriöseren Clown suchen.

Beitrag von clarafee 22.12.09 - 18:29 Uhr

Ja, es ist noch schlimmer -sie hatte die Anfrage und hat auch gleich ohne nochmal mit mir zu sprechen "meinen" Termin vergeben.
ist ja ok-aber sie hätte dann ja auch sagen können, daß sie froh ist für die schnelle Absage...
ach, ich habe so eine Wut !!!

Beitrag von vwpassat 22.12.09 - 18:31 Uhr

Erzählen kann sie viel.

Ich glaube das nicht wirklich mit dem neuen Auftrag.

Beitrag von alpenbaby711 22.12.09 - 20:42 Uhr

Also ich kann dich zwar verstehen aber du hast ihr zwar keine Uhrzeit genannt jedoch zugesagt sie an dem Tag zu brauchen. Somit seid ihr euch durchaus einig geworden. Vielleicht könnt ihr ja über einen NAchlass reden.
ela

Beitrag von tweetme 22.12.09 - 20:55 Uhr

Ich würd nix zahlen! Dann soll sie dir mal ihre AGBs zeigen #rofl

Beitrag von lollylolly 22.12.09 - 21:50 Uhr

ich würde deffinitiv NICHTS zahlen.

verarschen kann sie sich alleine.

soll sie dich doch verklagen #rofl

Beitrag von windsbraut69 23.12.09 - 06:50 Uhr

"und dann dachte ich immer , daß jeder Vertrag eine Möglichkeit des Rücktrittes beinhaltet ? "

Das ist ein Irrtum!

"Da es ja nicht gleich in zwei Tagen ist, und sie dann keinen Ausfall hat verstehe ich das noch weniger....??? "

Woher weißt Du, dass sie keinen Ausfall hat?
Wann hast Du sie denn gebucht?

Wenn Du der Annahme bist, es gäbe keinen Vertrag, weil Ihr nichts schriftlich fixiiert habt, wie würdest Du reagieren, wenn sie kurzfristig vorher abgesagt hätte oder nicht gekommen wäre? Hättest Du dann auch locker reagiert, obwohl bei Dir enttäuschte Kinder hocken, weil es ja keinen Vertrag gibt?

Gruß,

W

Beitrag von manavgat 23.12.09 - 09:49 Uhr

4 Wochen sollten ausreichend sein, um vom Vertrag zurückzutreten.

Wobei ich mich auch noch frage, ob ihr überhaupt rechtsverbindlich einen Vertrag geschlossen habt, wenn außer dem Termin weder Preis noch Uhrzeit feststanden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von franzb 23.12.09 - 16:26 Uhr

Du als Privatperson müsstest über eventuelle Kündigungsfristen oder die Nicht-Nutzbarkeit eines Vertragsrücktrittes bei Vertragsschluss informiert worden sein. So steht´s im BGB. Du hättest dann mit einer Unterschrift ausdrücklich in diese sog. Allgemeinen Geschäftsbedingungen einwilligen müssen (auch so im BGB).

Da Du nichts unterschrieben hast und folglich auch nicht in irgendwelche AGB eingewilligt hast, gelten für Dich solche auch nicht.

Ein mündlich geschlossener Vertrag ist für Dich auch nicht relevant, denn selbstverständlich hast Du Dich vorab erstmal nur unverbindlich informieren wollen, ODER ETWA NICHT?? ;-)

Danach käme erst die Vertragsaufsetzung mit den AGB. Ist bisher nicht geschehen.

Das ist also ab jetzt am besten Deine Argumentation. lass Dich bloß nicht einwickeln!! Du - als Privatperson - hast sehr viele Rechte gegenüber gewerblich tätigen Personen. Sollte Dich die Person dazu zwingen wollen, irgend eine Art von Rechnung zu zahlen, so ist das eine (versuchte) Nötigung, die Du denen auch direkt vorhalten kannst.

Beitrag von franzb 23.12.09 - 16:35 Uhr

Ach ja: Stell Deine Frage am besten noch mal hier rein:

http://www.juraforum.de/forum/f71/s

Die können Dir garantiert die Paragraphen aus dem BGB dazu nennen!!