Jetzt fühle ich mich echt mies ...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von stephanieanne 22.12.09 - 18:12 Uhr

Mist. Ich machs kurz. Auf jeden Fall arbeite ich Vollzeit, damit ich was von meinen drei Kindern habe, habe ich mit dem Chef ein Arbeitszeitmodell vereinbart, wo ich morgens immer arbeite, 1-2 nachmittage und 2 Abende. Abends arbeiten total oft Kolleginnen, die Mutter geworden sind und dann wieder einsteigen. Gibt auch das Modell bei uns, einen Abend mit drei - vier Stunden zu kommen - wird auch gut genutzt.

Auf jeden Fall stellte der Chef vor drei Jahre so eine Abendmami ein, für drei Stunden. Ich musste sie einarbeiten und es war SEHR unangenehm. Ständig drückte sie mir irgendwelche doofen Sprüche ins Knie - erkennen mich meine Kinder spontan, so viel, wie ich arbeite? - sie würde nur aus Spaß an der Freude arbeiten, sie hätte ja auch keinen Loser geheiratet wie ich - Ach, ich hätte meine Kinder per Kaiserschnitt bekommen, da würden die Kids später eh beim Psychater landen. Ziemlich schnell habe ich sie zur Seite genommen und ihr gesagt, dass sie nun zwei Möglichkeiten habe. Sie stellt das sofort ein, oder ich gehe zum Chef. Dann hat es aufgehört - erstmal.

Ich war damals mit dem zweiten Kind schwanger und ging in Mutterschutz. Der Chef schickte sie auf einen total teueren Kurs und sie sollte Donnerstags an einem Kundengespräch teilnehmen. Ihren "Arbeitsabend" hätte sie freibekommen. Das hat sie so begründet, dass sie sonst in ihrem Rhythmus durcheinanderkäme. Ab da stand sie auf der Abschussliste. Der Chef hat sie nochmals gebeten, sie hat wieder abgeleht und er hat dann mich gefragt. Das war zwei Wochen nach der Geburt und in einer Stunde war der Termin erledigt. (Vom Fachbereich her konnte nur ich oder sie das machen).

Als sie gehört hat, dass ich das gemacht habe, hat sie gemeint, "naja, hätte er noch 50€ draufgelegt, dann hättest du vermutlich auch die Nacht mit ihm verbracht". Da hat es mir gereicht und ich habe formal Meldung beim Chef gemacht und da kamen natürlich auch die anderen Dinge auf den Tisch. Lange Rede, kurzer Sinn, sie wurde überzeugt, selbst zu kündigen und weg war sie.

Jetzt habe ich erfahren, dass sie wohl mit ihrem Leben total überfordert ist und riesige psychische Probleme hat, weil es mit der Berufstätigkeit nicht geklappt hat. Jetzt habe ich irgendwie ein total schlechtes Gewissen, da sie wegen meiner Beschwerde rausgeflogen ist. Andererseits hat sich mich auch immer massiv beleidigt.

Was meint ihr?
LG
Anne



Beitrag von dominiksmami 22.12.09 - 18:17 Uhr

Huhu,

wie ich immer sage...so traurig es ist, aber nur redenden Menschen kann geholfen werden.

Sie hat dich massiv beleidigt und unter Druck gesetzt und du hast dich deiner haut erwehrt. Du hast definitiv NICHTS falsch gemacht.

Um zu ahnen das die Probleme hat, hast du sie zu wenig gekannt, sie hat dich nicht an sich rangelassen. Wenn sie deine Hilfe gewollt hätte, dann hätte sie etwas gesagt, denke ich.

lg

Andrea

Beitrag von bellababy 22.12.09 - 18:18 Uhr

Hallo Anne,

ein schlechtes Gewissen brauchst Du bestimmt nicht haben! Du hast sie eingearbeitet etc.. zum Dank drückt sie Dir blöde Sprüche. Für mich hört sich das nach Neid von ihrer Seite aus an und für ihre psychischen Probleme kannst Du nichts! Wenn sie nicht in der Lage ist normal am gesellschaftlichem Leben teilzunehmen muss sie sich Hilfe suchen und nicht ihre Kolleginnen niedermachen.


Mach Dir mal keinen Kopf denn Du bist für ihr Leben nicht verantwortlich!


liebe Grüße
Janine

Beitrag von stephanieanne 22.12.09 - 18:44 Uhr

Danke. Ja, der Kollege, der sie näher kennt, meint, dass arbeitenden Mamas für sie ein Feindbild sind (generell), weil sie es gerne wäre, aber bereits mit Haushalt und zwei Kindern komplett überfordert ist.

LG
Anne

Beitrag von gretchens.armee 22.12.09 - 18:35 Uhr

Hey,

Punkt Nummer 1, die psychischen Probleme bestanden mit Sicherheit schon vorher.
Wenn in Verbindung mit diesen Problemen ein gehöriges Maß an Boshaftigkeit in dieser Person entstanden ist, hast du nichts desto Trotz das Recht, dich zur Wehr gesetzt zu haben, zweitens.
Drittens, eine Frage: Hättest du mit diesem Wissensstand anders gehandelt? #kratz Darf sich jemand, der psychische Probleme hat, grenzenlos und schlecht gegenüber seinen Mitmenschen verhalten?
Verständnis haben ist die eine Sache, alles mit sich machen lassen die andere.
Gruß,
G.-

Beitrag von emeri 22.12.09 - 19:50 Uhr

hey,

also, ich finde gut, dass du dich zur wehr gesetzt hast. ich kann mit menschen, die ständig bösartige sprüche klopfen überhaupt nicht umgehen, daher hut ab.

außerdem ist eine "psychische störung" auch keine generalabsolution. und NUR böse sprüche, die dem chef zugetragen werden, sind auch kein grund um entlassen zu werden. da muss schon einiges nicht gepasst haben und diese art der üblen nachrede war nur noch der tropfen, der das fass zum überlaufen gebracht hat.

mach dir keinen kopf, hat sie sich selbst zuzuschreiben.

lg emeri

Beitrag von frau.mecker 22.12.09 - 20:01 Uhr

Sie ist ein Erwachsener Mensch und muss für ihre Taten gerade stehen.



*Sie wird drüber hinweg kommen, sie hat ja schliesslich keinen Loser zu Haus, braucht das Geld nicht.*

Beitrag von kja1985 22.12.09 - 21:17 Uhr

Pff, psychische Probleme hin oder her - wie man in den Wald hineinruft so kommts zurück.

Wenn sie andere Menschen so behandelt braucht sie sich nicht zu wundern die Rechnung zu kriegen, du würdest ihr nicht helfen wenn du ihren Prügelknaben spielen würdest.

Also schlechtes Gewissen weg ;-)

Beitrag von schullek 22.12.09 - 21:37 Uhr

hallo,

du wusstes das doch nicht und sie hat sich dir ggü. unmöglich benommen. du brauchst kein schlechtes gewissen zu haben.

ich hatte mal ein problem, weswegen ich manchmal auch noch eins chkechtes gewissen habe:

ich sollte ein apothekenpäckchen bekommen, welches nur ich entgegennehmen durfte. einen tag saß ich zu hause: nichts. obwohl angemeldet. ich rief an, man versicherte mir: am nächsten nachmittag kommts sicher. ich saß also wieder da, hab mich bis abends nicht rausgetraut. und was ist: es wurde in den briefkasten gesteckt. was mir vorher erklärt wurde, nciht möglich sei. ich also mich beschwert.
das ende vom lied war: der bote hatte meine unterschrift gefälscht, da er unterv zeitdruck stand, wurde deswegen gekündigt und von der firma angezeigt und das alls, weil ich mich beschwert hatte....

lg,

schullek

Beitrag von knutschbacke07 22.12.09 - 21:47 Uhr

Warum lassen sich Frauen ein schlechtes Gewissen einreden?

Zu dir Anne: Du brauchst dir kein schlechtes Gewissen haben. Kannst stolz auf dich sein das du den Mut hattest in gegensatz zu mir damals: Ich kannte so eine Person. Das reichte mir vollkommen.

LG
Melli

Beitrag von yamie 22.12.09 - 21:59 Uhr

hi,

weg mit den gewissensbissen, die brauchst du absolut nicht zu haben!
du bist nicht mutter theresa und mußt auf jeden achten, selbst wenn er dir blöd kommt.

ich hätts genauso gemacht! #pro


gruß
yamie



____________________________

dies ist KEINE signatur!

Beitrag von gaeltarra 23.12.09 - 09:15 Uhr

Hi,

na, dann sucht sie sich jetzt hoffentlich endlich Hilfe, um ihre psychischen Probleme in Griff zu bekommen. Insofern war der Raußschmiss sehr hilfreich für sie! Irgendwann ist hoffentlich ihre Schmerzgrenze erreicht und sie begibt sich in Behandlung.

Die Frage ist doch was zuerst da war: das Ei oder die Henne. Wenn die psychischen Probleme erst da waren und darauf das Scheitern im Berufsleben, tja. Dann sollte sie etwas dagegen tun. Waren die beruflichen Probleme der Anlaß zu psychischen Problemen, dann sollte sie dagegen AUCH etwas tun.

Schlechtes Gewissen hätte ich nie und nimmer.

LG
Gael

Beitrag von manavgat 23.12.09 - 09:56 Uhr

Du bist nicht das Sozialamt

Du bist nicht Mutter Theresa


und:

Du brauchst niemand, der Dich auf der Arbeit disst.

Wenn jemand ein psychisches Problem hat, dann muss er das mit einer Ärztin/einer Therapie angehen.

Du! bist hier die falsche Person und hast Dich absolut richtig verhalten.

Gruß

manavgat

Beitrag von mansojo 23.12.09 - 10:16 Uhr

Hallo,

hab kein schlechtes Gewissen
bringt Dich nicht weiter

sie wollte sich auf Deine Kosten profilieren
ist nach hinten losgegangen

Gruß Manja

Beitrag von seelenspiegel 23.12.09 - 11:57 Uhr

Da Du sie vorher schon mal zur Seite genommen hast um klarzustellen dass sie ihr Benehmen bitte überdenken soll, sehe ich es nicht so, dass sie wegen Deiner Beschwerde beim Chef rausgeflogen ist, sondern wegen ihrem unkollegialen Verhalten in vielen einzelnen Fällen...und das ist noch sehr milde formuliert.

Zudem muss sich niemand gängeln lassen und so war der direkte Weg zum Chef um Längen besser, als sich direkt auf einen verbalen Schlagabtausch einzulassen.

Hätte es genauso gemacht wie Du....und ich bin sicher niemand, der auf die Schnute gefallen ist, und sich nicht selbst "zur Wehr" setzen kann.....aber da wäre es mir den Aufwand nicht wert gewesen.

Kein Grund ein schlechtes Gewissen zu haben.....die Ex-Kollegin ist selbst daran Schuld.

Beitrag von stephanieanne 23.12.09 - 14:14 Uhr

Danke :)). Doof eigentlich. Na ja, sie war beim Chef eh unten durch, da sie sich eben in der Woche geweigert ein, einmal ihren Abend zu tauschen, wegen ihrem Rhythmus.

LG und frohe Weihnachten
Anne