Brief an Vermieterin wegen erheblicher Probleme-zu hart?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von jelonna2002 22.12.09 - 23:30 Uhr

Huhu, vllt. könnt ihr mir helfen, weil mein Mann grad ein wenig zickt. Hab heute wegen bestimmter Mängel einen Brief an die Vermieterin (sie ist 70 Jahre) geschrieben. Ich stell ihn mal ein (ohne Namen)...findet ihr das zu hart geschrieben? haben wir Rechte dazu das zu verlangen?

Betreff: Schimmelbildung, klatschnasse Fenster & tropfendes Thermostat (nach wie vor)


Sehr geehrte Frau XXXXX,

wir haben ein grundlegendes Problem in unserer Wohnung. Zum Ersten: durch die Einfachverglasung der Fenster, entsteht gerade jetzt in der Winterzeit extrem viel Kondenswasser an den Fenstern, wir kommen mit dem abwischen nicht hinterher. Zudem sind die Fenster sehr zugig, das heißt die Wärme der Heizung verliert sich nach draußen. Wir sind der Meinung, dass dies kein Dauerzustand sein sollte.

Unser zweites Anliegen, trotz täglichem Stoßlüftens in der Wohnung und ordentlicher Beheizung der Räume, ist im Schlafzimmer und im Esszimmer, Schimmelbildung aufgetreten, sowie Salpeter-Austritt im Schlafzimmer (Fotos anbei).

Und das letzte Anliegen ist das nach wie vor tropfende Thermostat im Kinderzimmer, das bis dato noch keiner Reparatur unterzogen wurde.

All dies sind leider ernst zu nehmende Wohnungsmängel, die zu beseitigen sind. Wir geben Ihnen gern die Möglichkeit, sich die Mängel persönlich anzusehen und Möglichkeiten zu finden, die Mängel zu beseitigen.


Somit verbleiben wir mit freundlichen Grüßen

XXX & XXX

Bitte um Eure Meinungen. Vielleicht kennt sich ja jemand hier aus damit. Sind wir im Recht?

LG Jelo

Beitrag von issmiruebel 23.12.09 - 00:09 Uhr

Guten Abend !

Meiner Meinung nach etwas zu freundlich......

Hast Du wirklich nur ein "Anliegen" oder oder weist
Du die Vermieterin auf gravierende Mängel an der
Mietsache hin ?


Es fehlt die Nennung einer angemessenen Frist in welcher die Mängel an der Mietsache zu beheben sind.

Angenehme Nachtruhe in der hoffentlich nicht zu kalten Wohnung wünschend

N.-W.

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 05:17 Uhr

"Es fehlt die Nennung einer angemessenen Frist in welcher die Mängel an der Mietsache zu beheben sind. "

Weshalb?

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 05:28 Uhr

"All dies sind leider ernst zu nehmende Wohnungsmängel, die zu beseitigen sind. Wir geben Ihnen gern die Möglichkeit, sich die Mängel persönlich anzusehen und Möglichkeiten zu finden, die Mängel zu beseitigen."

Besser:
"All dies sind erhebliche Wohnungsmängel, zu deren Beseitigung wir Sie unverzüglich auffordern.
Wir geben Ihnen selbstverständlich die Möglichkeit, die Mängel kurzfristig zu besichtigen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Miete bis zur Behebung der Mängel nur unter Vorbehalt gezahlt wird."


Wenn Du noch mehr Druck machen willst setzt Du eine angemessene Frist bis zu der die Mängel beseitigt sein müssen und drohst nach erfolgloser Ablauf der Frist damit, die Mängel auf Kosten der Vermieterin durch Dritte beseitigen zu lassen.

Die Fristsetzung ist dann notwendig, wenn man die Mängel selbst beseitigen will, weil der Vermieter sich weigert. Ohne Fristsetzung würde man auf den Kosten sitzen bleiben.


Beitrag von arienne41 23.12.09 - 08:10 Uhr

Hallo

Hast du sie mal angerufen?

Ich weiß ja nicht ob deine Vermieterin nett ist oder sich nicht kümmert.

Ich würde sie anrufen mit ihr sprechen und sagen das der Brief hinterher kommt :-).

LG

Beitrag von mvtue 23.12.09 - 08:36 Uhr

hallo!

also schimmel und salpeteraustritt wären für mich gründe, eine frist von 2 wochen zu setzten, nicht so freundlich zu schreiben (du musst dich bei undichten, mangelhaften fenstern nicht rechtfertigen, dass du mit dem wischen nicht nachkommst, du hast ein recht auf dichte fenster!!!) und vorallem eine mietminderung anzudrohen, nach verstreichen der frist.

ich würde schreiben, dass die fenster und deren folgen nicht zumutbar sind, ebenso die restlichen angesprochenen mängel und du eine frist von 14 tagen setzt (datum angeben!!!), nach verstreichen der frist, wirst du die miete um xxx% (mal beim mieterschutzbund nachfragen, was da angemessen ist) kürzen und einen gutachter auf ihre kosten zu beauftragen. bis dato wird die miete nur unter vorbehalt gezahlt!

glg

Beitrag von werner1 23.12.09 - 10:07 Uhr

Hallo,

dein Brief ist schon korrekt.

Allerdings: die Einfachverglasung war bereits bei deinem Einzug - gemietet wie gesehen.
Kann mit neuer Silikonfuge repariert werden.
Das Kondenswasser im Schlafzimmer ist dein Schweiss - also wird das mit dem Stosslüften nicht genug sein.
Erwarte nicht zuviel.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von jelonna2002 23.12.09 - 11:09 Uhr

Im Schlafzimmer tritt kein Kondenswasser auf, dort besteht das einzige doppelverglaste Fenster!

Beitrag von babsie81 23.12.09 - 10:25 Uhr

Ich würde noch eine Frist setzen...wenn bis dahin nichts passiert ist, seht ihr euch gezwungen die Miete erheblich zu mindern;-)

Beitrag von sassi31 23.12.09 - 11:56 Uhr

Hallo,

also ich finde deinen Brief eher freundlich. Wichtig bei einer Mängelanzeige ist es eher, dass du sachlich bleibst und deine Vermieterin zur umgehenden Beseitigung aufforderst. Parzifal hat das ja schon sehr gut formuliert.

Gruß
Sassi

Beitrag von trollmama 23.12.09 - 12:13 Uhr

Hallo!
Hast Du Deine Vermieterin einmal persönlich auf die Mängel angesprochen? Denn wenn meine Vermieterin eine 70-jährige Frau wäre, dann wäre das mein erster Schritt gewesen.
Wenn sich die Vermieterin dann sträubt, hätte ich den Brief geschrieben.
Viele Grüße
Trollmama
P.s.: Hast Du bei der Besichtigung der Wohnung nicht gesehen, daß die Fenster einfach verglast sind und somit Probleme im Winter zu erwarten sind?