Bin ich denn die Einzige...

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Beitrag von k_a_t_z_z 23.12.09 - 00:17 Uhr

... die alles essen mag und verträgt?!

Allmählich fühle ich mich wie eine Ausserirdische...

Ich esse und trinke (abgesehen von Fleisch, das hat jedoch rein ethische Gründe) ALLES, jedes Gemüse, jede Obstsorte, jeden Tee, jedes Dessert.

Wenn ich Besuch von mehr als drei Leuten bekomme artet jedes Essen allmählich in wissenschaftliches Gehampel mit 25 Töpfen aus- A mag Brokkoli nicht, B Blumenkohl und Reis nicht, C isst gar kein Gemüse, D keinesfalls Salat...

Ganz abgesehen von den Spezialisten die eine Eiweissunverträglichkeit oder eine Weizenintoleranz oder Allergien gegen Hinz und Kunz haben.

Ohne konkrete vorherige Absprachen kann ich gar nicht mehr kochen.

Woran liegt das?!

Das war doch nicht immer so?!


Zum letzten Sylvester habe ich einfach ohne vorherige "Abfrage" 8 Gänge gekocht, damit jeder irgendetwas nach seinem Gusto findet.

Meine Eltern haben mich nie gezwungen etwas zu essen aber verlangt, dass ich probiere. Zumindest die 'normalen' Sachen. Und da Papa Heilpraktiker ist gab es auch sehr ausgewogenes und gesundes Essen.

Aber daran allein kann es doch zumindest in meiner Generation nicht liegen?!

Also was ist das - eine Modeerscheinung?


Ratlose Grüße, katzz





Beitrag von xandria 23.12.09 - 00:25 Uhr

Hallo katzz,

genau das gleiche Frage ich mich manchmal auch. Ich habe eine Freundin, die weder Bananen noch Tomaten isst. Wurst geht gar nicht, Butter oder dergleichen auch nicht. Ach, da könnt ich noch endlos weiter erzählen. Mit ihr frühstücken ist gar nicht so einfach ;-)

Verstehen kann ichs auch nicht. Ich mag z.B. Rosenkohl vom Geschmack her nicht, aber wenns den gibt, dann kann ich ihn auch schonmal essen. Solange es nicht total exotisch ist (Känguru oder sowas), sollte man eigentlich nicht so unhöflich sein und dem Gastgeber Steine in den Weg legen. Gut, wer ne Allergie hat, kann halt auch nix dafür.

LG und frohe Weihnachten,

Kathrin

Beitrag von k_a_t_z_z 23.12.09 - 00:43 Uhr


Klar kann niemand etwas für eine Allergie, aber auch die häufen sich ja derart, dass man geneigt ist schon nicht mehr an deren wirkliches Vorhandensein zu glauben...

Ich denke, diese werden auch gern vorgeschoben, warum auch immer.

Auch Dir frohe Weihnachten, katzz

Beitrag von glu 23.12.09 - 00:51 Uhr

Nein, da bist Du nicht allein, es esse auch alles. Es gibt zwar Dinge die ich zuhause für uns nicht kochen würde, Sauerkraut z.B., ich esse es aber wenn es das irgendwo gibt bzw. ich mache es wenn ich für andere koche und es einfach dazu gehört. Z.B. gibt es hier übermorgen Bratwurst mit Kartoffelbrei, da gehört Sauerkraut eigentlich dazu und da meine Familie das auch ißt, bekommt sie es auch dazu!

Ich finde auch das es überhand nimmt, sowohl dieses "Das mag ich aber nicht Gehabe" als auch die Nahrungsmittelunverträglichkeiten!

Woran das liegt? Keine Ahnung #gruebel

lg glu

Beitrag von suriya 23.12.09 - 00:55 Uhr

ich bin auch vegetarier und deswegen werde ich nicht mehr zum essen eingeladen-ich hatte niemals gesagt das ich dies oder das haben möchte,im gegenteil,ich hab immer gesagt das ich keine extra bemühungen haben will.ich würde einfach von der beilage essen und gut.allergien sind glaub ich auch grad sehr "schick" bei manchen leuten.allerdings muss ich sagen seit ich kein fleisch und fleischprodukte und konventionelle milchprodukte esse,ich ALLE allergien ziemlich schnell los war.das kannst du ja mal beim nächsten treffen deinen allergikern vorschlagen;-).entweder sie nehmen den tip an,weil bei einem leiden versucht man alles um es loszuwwerden,oder sie sagen nie mehr was nur um ihre würstchen mampfen zu können-hihi...

grüssle suriya

Beitrag von k_a_t_z_z 23.12.09 - 01:05 Uhr


Jipp - auch ich bin seit 12 Jahren nicht mehr nennenswert krank gewesen - im Gegenteil, mein Fleischverzicht hat mir sogar fast das Leben gerettet - für MS'ler ist Fleisch nämlich Gift ... ich habe ein Jahr vor Ausbruch der Krankheit aufgehört Fleisch zu essen... schöne 'Vorsehung'.

Nach einem Jahr war ich auch die MS los bzw, bin seitdem 11 Jahre schubfrei - was extrem selten ist.

Meine Leute wissen inzwischen dass auch "nur" Beilagen mich glücklich machen - zum jährlichen Gänseessen bei meinem besten Freund bekomme ich eine liebevoll gemachte 'Tofukeule' am Holzspiess... ;o).

LG, katzz

Beitrag von fritzeline 23.12.09 - 00:56 Uhr

Yipp, ich fühle mit dir ;-)
Ich esse auch praktisch alles, bis auf manches Fleisch, aber das nicht aus ethischen Gründen, sondern weil es mich ekelt, bspw. einen Braten zu fleddern...

An Sachen, die ich nicht mitessen würde, fällt mir nur "exotisches" ein, also Ekeltiere, lebender Milbenkäse, seltene Tiere u.ä.
Aber das sind Sachen, die mMn ein guter Gastgeber ohnehin nicht auf den Tisch bringen würde.

Ich hatte mal eine Bekannte, bei der wir bei Einladungen immer lange überlegten, wie wir die mit satt kriegen, weil sie praktisch gar nichts mochte. Irgendwann haben wir aufgegeben und ihr fortan nur noch ihre geliebten "Nudeln mit Maggi" als Extrawurst angeboten, was sie dankbar annahm #schwitz

Woran das liegen kann? Ich glaube schon, dass es viel ausmacht, an welche Geschmäcker, bzw. Geschmacksvielfalt jemand schon als Kind gewöhnt wird.

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 05:40 Uhr

Ich finde die Behauptung "alles zu essen" i.V. "mit der Ausnahme von Fleisch" mehr als widersprüchlich.

Deine Ausnahme ist ja gravierender, als die Fälle die du schilderts bei denen jemand z.B. nur eine Gemüsesorte nicht isst, da Fleisch ja normalerweise einen erheblichen Anteil der Ernährung ausmacht (Brokkoli etc. aber nicht).

Man könnte ja auch Vegetarier als "Modeerscheinung" bezeichnen. Früher gab es diese jedenfalls nicht.

Es gibt Thesen, die behaupten den heutigen Menschen (insbesondere sein energiefressendes Gehirn) gäbe es gar nicht, wenn er nicht gelernt hätte Fleisch zu essen.

Beitrag von k_a_t_z_z 23.12.09 - 09:35 Uhr



Der Grundtenor meiner Aussage ist Dir offenbar entgangen - es geht darum, ob man Dinge mag oder nicht.

Ich mag Fleisch.

Und natürlich gab es bereits "früher" Vegetarier, Mönche bsp..


Beitrag von parzifal 23.12.09 - 15:52 Uhr

Du magst Fleisch isst es aber nicht.Aha.

Unter "früher" meinte ich ein paar Millionen Jahre weiter zurück.

Die These geht dahin, dass sich unser großes energiefressendes Gehirn ohne tierische Nahrung nicht hätte entwickelen können.


Beitrag von k_a_t_z_z 23.12.09 - 16:57 Uhr



Ich esse es aus ethischen Gründen nicht - überlesen?!

Stimmt, ohne tierische Proteine hätte sich das Gehirn nicht entwickeln können - aber das haben wir ja nun lange hinter uns.

Heute ist längst bewiesen, dass Vegetarier generell gesünder sind und älter werden.

Wenn man sich die überwiegende "Qualität" des heutigen Fleisches anschaut auch kein Wunder.

Beitrag von parzifal 23.12.09 - 18:04 Uhr

Aus ethischen Gründen kein Fleisch zu essen heißt ja noch nicht, dass man Fleisch mag.

Dem letztem Satz stimme ich uneingeschränkt zu.

Beitrag von mausmadam 23.12.09 - 05:49 Uhr

Da habe ich einen suuuuuuuper Link für Dich



http://www.youtube.com/watch?v=8XEkAEsvbwA





(Switch Reloaded)

Beitrag von lucy83 23.12.09 - 07:29 Uhr

Hallo,

Ja das ist schwierig,deshalb gabs auf unserer Hochzeit auch Buffet.
Sehr sehr viele essen überhaupt kein Obst und Gemüse,höchstens fertig aus der Tiefkühlung.
Kenne einen der kein Obst isst,sogar noch nichtmals eine Schwarzwäldertorte wegen den Kirschen..
Allergien ist etwas anderes,darüber sollte man keine Witze machen.Für die betroffenen ist es echt schwer.
Mein Sohn hat eine Nuss,Eiweiß,Mandel Allergie.
Darf nun mal kein Kuchen mitessen(den ich nicht gebacken habe),keine Suppe mit Eierstich,keine panierten sachen,viele Kekse nicht(gerade jetzt zur Weihnachtszeit).
Glaub mir,für ihn und gerade uns ist das schwer genug.
Und wenn man dann sagt,nein das darf er nicht,wird man vorwurfsvoll angeschaut und wenn dann noch ein blödes Kommentar kommt,gebe ich sehr unhöfliche Antworten:-[:-p

Ich bin ein Allesesser;-),nehme aber trotzdem rücksicht,gerade wenns um Allergien geht.
Lg

Beitrag von krokolady 23.12.09 - 07:33 Uhr

Es gibt ne ganze Menge was ich nicht mag weils mir nicht schmeckt.....z.B. Rindfleisch, Pute/Gans/Ente, Spinat, Porree etc.
Aber ich hab das natürlich alles mehrmals probiert um sagen zu können das es mir nicht schmeckt.

Ich find es ok wenn jemand irgendwas nicht mag vom Geschmack her.....meine Kleine z.B. mag kein Marzipan - was ich absolut nicht verstehen kann.

Beitrag von danymaus70 23.12.09 - 08:28 Uhr

Hi,

ich habe früher nicht alles gegessen und das ist auch heute noch so.

Heute quäle ich mir aber mansche Dinge rein, obwohl ich eher drauf verzichten könnte.

und wenn ich wo gast bin oder war, würde ich nicht verlangen, dass wegen mir was anderes gekocht wird.

Wenn ich es nicht essen mag, hab ich einfach Pech. Es kann keiner was dazu, wenn ich "extrem" bin und vieles nicht mag.

LG Dany

Beitrag von purpur100 23.12.09 - 08:42 Uhr

Guten Morgen,
sei froh, daß du keine Allergien hast. Habe weiter unten gelesen, daß Allergien gerade "schick" wären.
So ein Quatsch!
Und nicht immer hilft eine sog. Hypersensibilisierung. Und gegen manche Dinge kann man durchaus nicht allergisch sein, sie aber trotzdem nicht vertragen. z. B. Gewürze, die u. U. bei einer empfindlichen Haut Juckreiz auslösen.
Ich finde, das sollte man respektieren.
Und wenn jemand einfach so halt keinen z. B. Blumenkohl essen mag, was solls? Demjenigen machts bestimmt nix aus, wenn er diese Beilage eben nicht ist (bei einer Einladung).
Die Einzigen, die sich meistens aufregen, sind die "Allesesser" ;-)

Beitrag von k_a_t_z_z 23.12.09 - 09:44 Uhr



Natürlich respektiere ich Allergien. Ich schrieb nicht, sie wären "schick".

Ich wundere mich nur, warum sie sich - nicht nur bei Kindern - plötzlich derart häufen.

Ich kann mich nicht erinnern in meiner Kindheit und Jugend irgendjemanden mit einer Allergie gekannt zu haben.

Heute hat fast jeder 'Eine'.

Beitrag von purpur100 23.12.09 - 10:28 Uhr

früher wurde eventuell nicht so viel drüber geredet #aha oder vielleicht hatten die unterschiedlichen Krankheitsbilder/Reaktionen einfach andere Namen.

Beitrag von s.cheri. 23.12.09 - 10:41 Uhr

.. oder die menschen waren früher eben nicht so versessen auf "keimfrei".

heutzutage wird ja überall das sagrotan fläschchen mitgenommen, die milch in ultrahocherhitzt und das fleisch unter schutzatmosphäre verpackt. ;-)

Beitrag von glu 23.12.09 - 10:49 Uhr

#pro

Beitrag von purpur100 23.12.09 - 11:03 Uhr

#pro stimmt! Der Körper muß was zu tun bekommen, sonst langweilt er sich und fängt an, sich selbst zu bekämpfen ;-)

Beitrag von glu 23.12.09 - 10:49 Uhr

Aber wenn man nicht drüber redet, dann isst man doch viel schneller etwas wo das betreffende Allergen drin ist, gerade Kinder #gruebel

Beitrag von glu 23.12.09 - 10:54 Uhr

Ich glaube das viele Lebensmittelunverträglichkeiten nicht von einer Allergie unterscheiden können, da fängt das Missverständnis ja schon.

Und diese Unverträglichkeiten scheinen ja wirklich gerade "in" zu sein! Jeder der irgendwas mit dem Magen/Darm hat, hat automatisch ne Unverträglichkeit.

Ich hab auch massiv Probleme damit, allerdings konnte bei mir keine Unverträglichkeit festgestellt werden #kratz

lg glu

Beitrag von purpur100 23.12.09 - 10:58 Uhr

"Ich glaube das viele Lebensmittelunverträglichkeiten nicht von einer Allergie unterscheiden können, da fängt das Missverständnis ja schon. "

jepp.

Mit den Unverträglichkeiten ists auch eben so eine Sache: Das schöne Beispiel Blumenkohl.
Manche Leute bekommen davon sagenhaft Blähungen ;-)
z. B. mein Freund. Aber nur bei dem Blumenkohl, den ich im Supermarkt kaufe.
Bei Blumenkohl aus Opas Garten nix. Den verträgt er wunderbar!

An "Bio" scheint doch was dranzusein #aha