An wen wenden bei Depressionen?

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von kaptainkaracho 23.12.09 - 06:35 Uhr

Hallo und guten Morgen

Ich versuche mich kurz zu fassen:
Gestern war unser Termin bei der Kinderpsychiaterin meines Sohnes. Dort wurde auch einiges besprochen, besonders was auch mich betrifft.

Sie hat uns sehr viele Termine gegeben für meinen Sohn und sagte zu mir ich solle mir von meinem Arzt gegen meine Depressionen was verschreiben lassen (ich musste in diesem Jahr wirklich viel durch machen, es sagten zwar schon viele [Therapeuten meines Sohnes und die Erziehungsberatung] ich wirke depressiv aber geglaubt hatte ich es nicht wirklich). Sie sagte es sei sehr wichtig das ich auch etwas für mein Wohlbefinden unternehme (eben Medikamente bekomme)

Lass ich mir da einfach einen Termin bei meinem Hausarzt geben oder wie läuft das ab?

Da die Kinderpsychiaterin mir nichts verschreiben durfte (logisch, sie betreut nur Kinder bis 21 Jahre) weiß ich nicht ob da mein Hausarzt für Zuständig ist, oder ich wo anders mich hinwenden soll

Vielleicht weiß da ja einer ob mein Hausarzt dafür zuständig ist....

LG Alexa

Beitrag von babsie81 23.12.09 - 06:42 Uhr

Geh zum Hausarzt!!!Der überweist dich notfalls an einen anderen Arzt, aber grundsätzlich können die da was verschreiben...(meine Mitbewohnerin hatte Depressionen und der Hausarzt hat ihr Medis verschrieben und sie zu einem Therapeuthen geschickt!!!!) Hab keine Angst davor!!!#liebdrueck

Beitrag von kaptainkaracho 23.12.09 - 06:49 Uhr

Guten Morgen

Alles klar, ich hoffe nur das die nicht doof gucken wenn ich sage das Erziehungsberatung, Therapeutin meines Sohnes (die uns an die Kinderpsychiaterin weiter verwies) und die Kinderpsychiaterin sagen das ich Depressionen habe und was dagegen brauch.

Gut es war wirklich ein sehr schlechtes Jahr für mich.
Meine Oma verstarb im Juli, daran knabbere ich heute noch da es keine Beerdigung gab und kein Grab gibt.
Dann bekam meine Mutter wieder einen schnellwachsenden, agressiven Tumor und die linke Brust musste im November abgenommen werden.
Mein Großer Sohn scheint hoch intilligent zu sein und durch sein Verhalten (ausgeprägte Verhaltensstörungen) es zu kompensieren (aber dafür sind wir ja jetzt bei einer Kinderpsychiaterin)

Mein Leben ist momentan wirklich nicht gerade in ihrer höchsten Phase des Glücklichseins, aber an Depressionen wollte ich nicht wirklich glauben.

Aber die Kinderpsychiaterin öffnete mir Gestern meine Augen wie wichtig es ist das ich wieder zu Kräften komme....

LG Alexa

Beitrag von babsie81 23.12.09 - 06:59 Uhr

Das tut mir sehr sehr leid!!!!
Trauer braucht einen Ort..richte dir doch ein kleines Eckchen im Garten, auf dem Balkon oder dem Fensterbrett ein, an dem du um deine Oma trauern kannst!!!Stell eine Kerze auf und denke an sie!!!!
Ich wünsche dir auch bei deinen anderen Problemen sehr viel Kraft!!!Du schaffst das schon!!!!Der erste Schritt ist getan und die nächsten werden leichter!!!#liebdrueck

Beitrag von sunny22092001 23.12.09 - 06:49 Uhr

Guten Morgen,
Wie du schon gemerkt hast, sind Psychiater darauf spezialisiert. Ich würde dir raten, geh zu einem. Ich leide selber an einer Wochenbettdepression mit Panikstörung, und das schon seit 1,5 Jahren. Habe eine Psychotherapie genehmigt bekommen, und natürlich auch Medis. Ich muss sagen, ich war froh, dass mir geholfen wurde.Also such dir einen guten Psychiater und gute Besserung.
LG Susan

Beitrag von kaptainkaracho 23.12.09 - 06:54 Uhr

Guten Morgen Susan

Also ich muss sagen das ich selbst daran zweifel depressiv zu sein, aber es sagten schon so viele zu mir.

Die Kinderpsychiaterin meines Sohnes (sind bei ihr Gestern das erste mal gewesen) sagte mir das es für meine Familie wichtig ist das ich was gegen meine Depressionen mache und mir für die Feiertage und die folgenden Wochen was verschreiben lassen soll.
Sie sagt ich zerbreche sonst an allem was ich durchmachen musste in diesem Jahr.

Mein Hausharzt (bei dem ich im Asthmaprogramm bin) weiß die ganze problematik nicht was ich alles erlebt habe in diesem Jahr. Ich rede da auch eigentlich mit niemanden darüber......

Ich hoffe nur das ich in der Praxis nicht auf blöde Kommentare stoße (eben weil ich nie was gesagt habe)

LG Alexa

Beitrag von katzeleonie 23.12.09 - 08:35 Uhr

Zuerst zum Hausarzt, der kann Dir eine Überweisung zum Neurologen oder Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie geben. Bel nicht so schweren Depris verordnet der Hausarzt evtl. auch ein Medikament. Wir hatten das damals auch erst probiert, war aber zu schwach, ich bin dann zum Neurologen.

lg
Anja

Beitrag von tigger1980 23.12.09 - 09:22 Uhr

Hallo Alexa,

ich leide auch schon seit einiger Zeit an "Stimmungschwankungen". So nenne ich sie, weil ich auch denke, das ich keine Depression habe. War auch dieses Jahr in einer psychosomatischen Klinik und hab mich nach einer Woche gefragt, was ich da mache.

Es gibt Tage an denen geht es mir sehr schlecht und dann ist wieder alles okay. Auf Anraten meines Mannes war ich vor 2 Wochen beim Neurologen. Der hat mir Cipralex verschrieben. Ich hab es 3 Tage genommen und das waren die schlimmsten 3 Tage meines Lebens. Ich hatte starke Depressionen, Selbstmordgedanken, Panikattacken die ganze Nacht durch. Am Dritten Tag sind wir dann zum Notdienst und der meinte, sofort absetzen. Er hat mir was zur Beruhigung aufgeschrieben und Nachmittags ging es mir dann schon wieder besser. Hab dann letzte Woche nochmal einen Termin beim Neurologen gehabt und der meinte, dass er mir da jetzt nichts mehr aufschreibt, weil er nicht glaubt, dass es an meinem Serotonin liegt. Ich wollte es dann mit Johanniskraut probieren. Das darf ich allerdings nicht, weil ich eine Hormonersatztherapie mache. Der Neurologe meinte, ich solle mit meiner FÄ mal sprechen, vielleicht vertrage ich diese Tabletten nicht so gut.

Also, wenn du dir nicht wirklich sicher bist, eine Depression zu haben, würde ich erst mal noch ein paar Untersuchungen machen lassen.

Oder du probierst es mit hochdosiertem Johanniskraut. Das ist verschreibungspflichtig, man muss die Ärzte aber meistens darauf ansprechen. Ich hab in letzter Zeit einiges gelesen und Johanniskraut hilft genauso gut wie das chemische Zeugs (Studien beweisen es), nur das es weniger Nebenwirkungen hat.

Sprech auf jeden Fall mit deinem Hausarzt und lass dir nicht all zu schnell diese Zeug verschreiben. Vielleicht hilft es dir ja auch schon, wenn du eine Therapie machst. Das gehe ich jetzt nochmal im neuen Jahr an.

LG
Sabrina

Beitrag von sandra_und_luca 23.12.09 - 09:24 Uhr

Hi Alexa

wende dich an deinen Hausarzt, der überweist dich sonst an einen neurologen oder psychologen.
ich litt nach lucas geburt selbst an leichten depressionen u schlafstörungen...nehme heute auch noch die niedrigste Dosis meiner Antidepressiva, da Schlafstörungen durch meine Schilddrüse verursacht werden.
Du musst nicht denken, dass ich jemand schief anguckt, damals hab ich auch mit niemanden geredet, wie schlecht es mir ging, und bin einfach froh, dass ich mir selber hab helfen lassen. hab den mut.
viele liebe grüsse
Sandra

Beitrag von kaptainkaracho 23.12.09 - 09:38 Uhr

Guten Morgen an alle

Ich habe vorhin mit meinem Hausarzt telefoniert.
Ich habe am 12.01. eine Gesprächtermin bei ihm.

Ich weiß selbst das etwas nicht mit mir stimmt, ich bin nur noch unzufrieden, erfreu mich an gar nichts und könnt eigentlich nur noch heulen. Aber und nun das liebe aber... wie es nun mal ist, ich habe 2 Kinder, da kann man nicht wie ein Trauerklos da sein und seinen Gefühlen freien lauf lassen.
Ich schluck alles runter und fress die Probleme in mich hinein.

Das ich irgendwann daran kaputt gehe weiß ich selbst, denn ich merke selber das etwas nicht stimmt mit mir. Aber Depressionen habe ich immer von mir weg geschoben.

Ich lass mich nun auf den Termin am 12.01. ein und werde schauen ob ich dort mit ihm mit meinen Problemen reden kann....

LG Alexa

Beitrag von kaptainkaracho 23.12.09 - 19:59 Uhr

Ich nochmal

Ich soll Morgen früh in die Praxis kommen.
Der Arzt hat Hausbesuch bei meinen Nachbarn gemacht und meine Nachbarin hat es angesprochen das 3 Wochen eine doch sehr lange Zeit wäre für jemand der von sich aus nach einem Termin bittet wegen Depressionen. Daraufhin sagte er zu ihr das ich Morgen kommen soll und sie hat es mir ausgerichtet (denn er wusste nichts davon, ich hatte am Telefon ja nur die Arzthelferin drann gehabt)

LG Alexa

Beitrag von sandra7.12.75 23.12.09 - 21:06 Uhr

Hallo

Es muß ja nicht unbedingt eine Depression sein.Ich hatte einen Burnout mit dep.Verstimmung und Angst und Panilattacken.Mir geht es soweit ganz gut.Habe ich allerdings mehr Stress dann geht es mir wieder schlecht.
Versuche mal in einer stillen minute zu überlegen was der Auslöser gewesen sein könnte.
Mir ist die Tage nach der Nachsorge Reha was eingefallen was ich verdrängt hatte.Da bin ich noch nichtmal in der Reha draufgekommen und das war jetzt wieder mal hart.

Ich würde jetzt sagen das du wie du ja selber schreibst alles in dich hinein frisst und das könnte schon ein Problem sein.Anstatt die Probleme anzusprechen löst du sie so und das ist falsch.Ich war auch so .Auch jetzt klappt das noch nicht immer .Das ist ein Lernprozess.

Nimm dir ganz viel Zeit um das heraus zu finden.Aber toll das du Nachbarn hast die sich kümmern.Bei mir war es schon schwierig die Kinder bei Nachbarn unterzubringen damit ich zum Arzt konnte.

lg

Beitrag von manavgat 23.12.09 - 21:36 Uhr

Du kannst direkt zu einer Psychiaterin gehen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von antares01 23.12.09 - 23:54 Uhr

Hey Alexa,

trotz allem wünsche Euch ich wunderschöne Weihnachtstage!

LG

Beitrag von kaptainkaracho 24.12.09 - 11:28 Uhr

Hallo Zusammen

Ich wollte nur kurz berichten:

Ich habe eine Ketaminspritze bekommen die wohl eine Woche wirkt und Citalopram Dura 20mg Tabletten wo ich jeden Tag eine einnehmen soll.

Am 12.01. besprechen wir weiter ob Medikamentös ausreicht oder ambulant eine Therapie gemacht werden soll.

Gruß Alexa

Beitrag von sandra7.12.75 24.12.09 - 12:00 Uhr

Hallo

Ja klar reichen Medikamente #zitter.Wenn du allerdings den Grund wissen möchtest warum du vielleicht (das weisst du ja noch garnicht) Depesssionen hast würde ich eine Therapie machen.

Ich habe einen Mann bei mir in der Nachsorge Reha und der #mampfmunter Antidepessiva und ist voll gut drauf,allerdings juckt ihm das wenig.Den Grund der Depression kennt er nicht.
Ich nehme keine Medikamente aber arbeite an mir.
Was ich auch nicht verstehe das dein Hausarzt das verschrieben hat.
Als ich fix und fertig mit den Nerven bei meinem Hausarzt war hat er mir eine berweisung zum Pyschologen gegeben mit dem Vermerk Notfall und 2 Stunden später hatte ich einen Termin.

lg

Beitrag von kaptainkaracho 24.12.09 - 13:23 Uhr

Hallo,

warum er mir das verschrieben hat?
Weil es mir wirklich nicht gut geht.

Ich saß bei ihm lange in der Praxis und wir haben uns lange unterhalten.
Bei mir in der Familie sind viele fürchterliche Dinge passiert über die nicht gesprochen werden.
Im Juli ist meine geliebte Oma gestorben, das schlimme für mich war das ich sie im Juni noch besuchte im Krankenhaus und versprach sie mit den Kids zu besuchen... leider starb sie eher... es gab keine Beerdigung und es gibt kein Grab.
Dann fing mein Sohn an Zwänge auf zu zeigen (waschen und umziehen) was sich steigerte in Verhaltensstörungen. Wir sind durch viele Anlaufstellen seit Montag bei einer kinderpsychiaterin. (<- was aber nichts mit dem Tod meiner Oma zu tun hat, bei ihm besteht ein anderer Verdacht)
Anfang November wurde bei meiner Ma wieder bösartigen Tumor diagnostiziert. Schnellwachsend, aggresiv und schon im Gewebe. Die linke Brust musste abgenommen werden und die Lymphknoten aus der Achselhöhle waren befallen und wurden entfernt. Dann sollte letzte Woche Dienstag bei ihr die Chemo losgehen und als der Port gelegt wurde, wurde festgestellt das die linke Seite entzündet war und sie bekam wieder einen Wundschlauch.

Das sind alles Dinge die ich "runterschlucken" muss, denn es redet niemand darüber. Wenn ich darüber reden möchte, es annähernd versuche scheitere ich an den tauben Ohren meiner Familie. Mein Mann hört mir zwar zu, aber ich möchte nicht mit ihm das alles besprechen sondern auch mit meinen Eltern.

Das dies alles depressiv machen kann ist mir nun durch die Kinderpsychiaterin meines Sohnes bewusst und als ich die letzten Nächte darüber nachdachte wurde mir bewusst wie schlecht es mir in den letzten Monaten ging und es mir noch geht und es immer meiner Familie zuliebe es immer verdränge.

Ich habe mich wohl wegen der Therapie etwas schlecht ausgedrückt. Mein Arzt sagte, er hat mir jetzt erst mal die Spritze gegeben da diese schnell wirkt und idR 7 Tage anhält. Bis dahin sollten langsam die Tabletten eine Wirkung zeigen.
Am 12.01. besprechen wir ob es erst einmal Medikamentös weiter geht und dann langsam abgesetzt wird oder aber ich eine Therapie dazu mache wenn ich es allein nicht schaffe.

So nun muss "Weihnachten statt finden" und ich mach 3 Kreuze wenn 2009 endlich vorbei ist

Gruß Alexa

Beitrag von sandra7.12.75 24.12.09 - 13:26 Uhr

Hallo

So ging es mir auch #liebdrueck.Das Jahr war echt mies.
Heute kam Post von der KK.Ich zahle ab nächstes Jahr weniger.Das ist ja mal ein Positiver Anfang.Ich wünsche euch auch erstmal frohe Weihnachten und ein besseres 2010.

lg