Stillen - kann man das in der Schwangerschaft ankurbeln?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:18 Uhr

Hallo!

Ich bin zwar noch schwanger und hab noch genügend, aber ich denke, ich kann schon in der Schwangerschaft etwas für die Milchanregung tun.

Also meine Tochter konnte ich 4 Monate teilweise stillen, dass heißt, ich hab ihr immer erst die Brust gegeben und weil sie nicht satt wurde, hab ich ihr danach die Flasche gegeben.

Das nächste Kind möchte ich definitv 100% stillen. Was kann man den dafür tun, dass dies klappt. Ich glaub, im KKH war schon der größte Fehler, dass sie meiner Tochter Flasche gegeben haben und meinten, nach einer bestimmten Zeit, dass nicht genug Milch aus meiner Brust kommt. Auch hatte ich nie das Gefühl eines Milcheinschusses. Meine Hebamme war mir auch keine große Hilfe, die meinte sogar, dass ich nur 10 Minuten pro Brust geben dürfte. Stimmt das eigentlich?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann, damit das definitv dies Mal besser klappt.

MFG Franzi

Beitrag von kula100 23.12.09 - 17:25 Uhr

Hi,

anfangs sollte ich mindestens 15 Minuten am besten 20 Minuten pro Seite anlegen. Mittlerweile achte ich aber gar nicht mehr auf die Zeit. Mein kleiner braucht auch schon mal länger als 20 Minuten an einer Seite um satt zu werden. Dein Kind wird aufhören zu saugen wenn es satt ist und anfangs ist das ja auch schneller weil der Magen ja noch so klein ist. Aber ich würde Dir auf jeden Fall raten beide Seiten zu geben damit die Milchproduktion gut angeregt werden kann.

Lg kula100

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:30 Uhr

Ich hatte damals immer beide Seiten und das für 10 Minuten gegeben und im KKH muss man ja vorher und nachher wiegen und da hatte sie gerade mal 20g mehr und war lange nicht zufrieden. Hat dann meist noch 70 bis 90 ml getrunken aus der Flasche.

Beitrag von qrupa 23.12.09 - 17:35 Uhr

Hallo

das ist in den ersten paar Tagen (als Faustformel gilt 10ml pro lebenstag bei einer Stillmahlzeit) aber völlig normal.
Wenn du ein gesundes, reif geborenes Baby hast, würde ich persönlich das wiegen verweigern.
Die ersten 2,3 Tage bis zum Milcheinschuß trinken die kleinen eigentlich immer nur so um die 20-30 ml pro Mahlzeit. Dafür kommen sie aber sehr sehr häufig, oft mehrmals in der Stunde, um die Produktion anzukurbeln.

LG
qrupa

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:37 Uhr

Sie hat aber nach der Brust noch geschrien und wollte ja mehr. Wenn ich sie gelassen hätte, wäre sie bestimmt noch eine ganze Weile an der Brust geblieben. Sie war ein sehr hungriges Baby.

Beitrag von qrupa 23.12.09 - 17:42 Uhr

Hallo

ja, und das ist völlig normal natürlich und wichtig fürs erfolgreiche stillen, dass man sie dann auch läßt! Das ganze nennt sich clusterfeeding. Es ist anstregend die ersten Tage, aber es wird besser! wenn man statt der brust auch wenn das letzte mal erst wenige Minuten her ist, die Flasche gibt "denkt" die Brust diese wenigen Mililiter reichen und produziert nicht mehr.

LG
qrupa

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:45 Uhr

Ok, also durchhalten und nicht aufgeben.

Und was hast du gegen entzündete Brustwarzen gemacht?

Beitrag von rmwib 23.12.09 - 17:47 Uhr

In der Apotheke gibt es eine Creme die Gamastan heißt. Wunderzeug. Ehrlich, aber wenn Du das Kind richtig anlegst geht da eigentlich nicht viel schief von wegen wund sein ;-)

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:49 Uhr

Was heißt richtig anlegen? Ich hab sie damals gleich im Kreißsaal angelegt bekommen und das für 20 Minuten an einer Brust und danach war alles wund.

Beitrag von qrupa 23.12.09 - 17:50 Uhr

hallo

wunde Brustwarzen entsehen so gut wie immer nur dann, wenn das Baby nicht richtig angelegt wird. leider nhmen sich die wenigsten Kliniken Zeit dafür, es einem wirklich zu zeigen worauf man achten muß. meist wird nur einfach das bbay im nacken gepackt und an die brust gedrückt und wenn es dann irgendwie saugt ist es für die Schwestern in Ordnung und Frau hat dann das Problem. Laß dir direkt beim ersten Anlegen genau zeigen wie es geht.
Und falls du trotzdem Probleme bekommen solltest, aufgebrühte, abgekühlte Salbeiteebeutel nach dem Stillen helfen super, Lanolinsalbe, Multimankompressen, Heilwolle,... da gibt es eine ganze menge gute und hilfreiche hausmittelchen, aber wenn das anlegen gleich vom ersten Mal an gut klappt, wird es kaum nötig sein.

LG
qrupa

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 18:15 Uhr

Ich weiß nicht, ob richtig angelegt wurde. Bei mir hat das die Hebamme im Kreissaal gemacht und danach keiner mehr. Kann schon sein, dass es daran lag.

Danke für die vielen hilfreichen Tipps.

Beitrag von kula100 23.12.09 - 17:39 Uhr

Mein kleiner hat im Krankenhaus sogar etwas mehr als die normalen 10 Prozent abgenommen. So das die Schwestern schon ein bisschen in Sorge waren. Er hat zuhause erst richtig zugenommen. Er war schon fast 2 Wochen alt als er erst sein Geburtsgewicht wieder hatte. Danach ging es stetig bergauf.

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:40 Uhr

Also um das gewicht ging es denen nicht, ich weiß nicht, was die für ein Problem hatten.

Beitrag von kula100 23.12.09 - 17:43 Uhr

Wirst Du wieder im gleichen Krankenhaus entbinden? Anscheinend haben die Dir das stillen nicht richtig bei bringen können. Ich würde mir auch eine andere Nachsorgehebamme besorgen.

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:46 Uhr

Die gleiche Hebamme will ich sowieso nicht als Nachsorge und ich überlege auch eine Hausgeburt zu machen.

Beitrag von qrupa 23.12.09 - 18:32 Uhr

Hallo

na dann kann eigentlich nicht viel schief gehen. Die meisten HG Hebammen sid sehr fitt wenn es ums stillen geht und mit der nötigen Ruhe und in entspannter atmosphäre stillt e ssich gleich nochmal so gut

LG
qrupa

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 18:38 Uhr

Ich hoffe doch, dass es entspannter wird. Ich möchte einen gelassenen Start für uns.

Beitrag von qrupa 23.12.09 - 17:31 Uhr

hallo

oh je, da ist dir das stillen aber ganz schön verhunzt worden. das tut mir sehr leid. Wenn schon in der Klinik eine Flasche gegeben wurde, hatte deine Brust ja gar keine Chance sich auf den bedarf deines babys einzustellen, kein Wunder dass das nicht gut geklappt hat. Und das kurze stillen von nur 10 Minuten hat sicher das Übrige getan.

Du kannst und mußt in der SS gar nichts vorbereiten.

Stillen sollte man IMMER nach bedarf. Egal ob seit dem letzten mal 3 Stunden oder 30 Minuten vergangen sind.
Es ist auch egal ob das baby für eine mahlzeit 5 Minuten oder 50 Minuten braucht. E7wenn man es läßt holt es sich was es braucht. Es gibt auch unter babys kleine genießer und Gierschlunde, die für eine Mahlzeit nur 5 Minuten brauchen.

ich würde dir ein gutes Stillbuch:
z.B. Das handbuch für die stillende Mutter von der La leche liga (altertümlicher Titel aber top aktuelle Infos rund ums Stillen und alle Probleme die so auftreten können) empfehlen, die Telefonnummer einer guten Stillberaterin (AFS oder La leche liga) falls es tatsächlich Probleme gibt und falls du die gleiche Hebamme wie beim letzten Mal hast: ignorier ihre Ratschläge, so kann das stillen nichts werden.

vertrau deinem Baby und deinem Körper. Nur ca 3% aller Frauen haben wirklich zu wenig MIlch. Bei den anderen wurde in aller Regel das stillen durch solche blöden ratschläge oder Fläschchen in den ersten Tagen verhunzt.

LG
qrupa

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:39 Uhr

Hallo grupa!

Das mit dem stillen nach Bedarf weiß ich und hab ich auch so gehandhabt, aber es hat nicht viel gebracht. Nur in der Nacht konnte ich sie ohne Flasche satt bekommen, da hab ich auch nicht auf die Uhr geschaut. Aber im Krankenhaus, wie auch meine damalige Nachsorgehebamme haben mich wirklich wuschig gemacht.

Ich werde mir das Buch holen und am Besten gleich mal schauen, ob es so etwas wie eine Stillberaterin in meiner Nähe gibt.

Beitrag von hippogreif 23.12.09 - 17:48 Uhr

Vergiß die Uhr! Es ist nicht entscheidend, ob Du 10 oder 15 oder wieviel auch immer Minuten die Brust gibst. Richte Dich da ganz nach Deinem Kind. Manche trinken sehr schnell (meine hat nie länger als 10 min getrunken) und manche brauchen eben eine halbe Stunde. Alles völlig normal. Und noch etwas: laß das Zufüttern weg! Das ist oft der größte Fehler, den man als Stillende machen kann. Dein Kind wird ganz und gar durch die Brust satt! Vertraue darauf! Manchmal haben Kinder einen Wachstumsschub und trinken deswegen öfter als gewöhnlich - viele meinen dann, das Kind wird nicht mehr satt durch die Brust. Das ist aber Quatsch! Einfach öfter anlegen, dann regelt sich das alles innerhalb 1-2 Tage von allein. Die Brust probuziert immer genau soviel, wie gebraucht wird. Das heißt, legst Du öfter an, dann produziert sie auch mehr. Legst Du weniger oft an, dann produziert sie auch weniger. Daher ist die Flasche kontraproduktiv, weil das Kind sich die Milch nicht ausschließlich aus der Brust holt, sondern aus der Flasche und die Brust "denkt": Oh, wird weniger getrunken, muß also weniger produzieren:"
Stilltee (2-3 Tassen) helfen zur Milchbildung, ansonsten am Anfang ganz viel Ruhe und gesunde Ernährung sowieso. Und wenn Du Probleme hast, wende Dich an eine Stillberaterin.
Alles Gute!

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 18:13 Uhr

Das sind alles gute Ratschläge und hilfreiche Tipps, ich werde sich beherzigen und wenn ich nicht mehr weiter weiß, sowieso hier her zurück kommen.

Kann man diesen Tee auch schon in der Schwangerschaft trinken?

Ich werde mir eine Stillberaterin suchen oder eher erst mal schauen, ob es eine in der Nähe gibt.