Operation an der Schilddrüse?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von hsi 23.12.09 - 23:29 Uhr

Guten Abend,

ich war gestern beim Radiologen gewesen und die Ärztin hat anhand eines Ultraschalls festgestellt das die rechte Seite von meiner Schilddrüse sehr sehr gross sei und sehr sehr viele Knoten drauf sind. Sie hat gemeint es müsste auf jeden fall operiert werden, warten jetzt noch auf die Ergebnisse vom Labor von der Blutabnahme, Medikamente nehmen muss ich wohl so wie es sich angehört hat damit die Schilddrüse nicht weiter wächst. Jetzt würde ich gern wissen, ob jemand das schon hinter sich hat die OP und wie das alles abläuft. Ich habe hier zwei Kinder im Alter von 3,5 und 2,5 Jahren die ihre Mama brauchen, gerade der Kleine ist sehr anhänglich und sehr stark auf mich bezogen, da hoff ich einfach, das ich nicht all zu lange "flach" liege und es mir den umständen entsprechend gut geht das ich mich irgendwie noch um meine zwei Kids kümmern kann. Bin über jede antwort dankbar!

Lg,
Hsiuying und ein frohes Weihnachtsfest morgen #paket

Beitrag von petronella290571 24.12.09 - 00:16 Uhr

Hallo,

habe im März die Schilddrüse rausbekommen,meine war schon sehr groß,sie war schon am Brustkorb. Ist aber gut gegangen.Mittwochs rtein,und Sonntags durfte ich wieder nachhause.Drainage hatte ich bis Samstag drin,Sonntag hat man mir den Faden gezogen.Und nach 6 Wochen musste ich mit den Tabletten anfangen.
Man ist schnell wieder fit.wenn es nach mir gegangen wäre,wäre ich am nächsten Tag wieder nachhause gegangen.
Die Op selber hat 1 Stunde gedauert,weil die Schilddrüse so groß war.

Wünsche Euch frohe Weihnachten.
LG Petra:-)

Beitrag von hsi 24.12.09 - 18:41 Uhr

Vielen dank für deine Antwort. Kann man eigentlich auch noch reden (ich weiss doofe frage, aber ganz ohne geht es eben nicht bei meinen zwei)?
Wünsch dir auch frohe Weihnachten!

Lg,
Hsiuying

Beitrag von miau2 25.12.09 - 13:09 Uhr

Hi,
bei mir war das schon etwas heftiger, aber ich hatte auch schon einen Treffer ziemlich weit oben auf der Skala, was als Befund passieren kann.

Ich wurde operiert, der Knoten zum Schnellschnitt geschickt, dort der Krebsbefund gestellt, also wurde ich wieder aufgemacht und weiter operiert (komplette SD raus sowie alle umliegenden Lymphknoten, als Komplikation, die mich lebenslang verfolgen wird wurden alle Lymphknoten lahmgelegt). Vor der Op den letzten Blick auf eine Uhr habe ich morgens um 9:00 geworfen, als ich im Aufwachraum wieder klar gucken konnte war es 15:00. Eigentlich brauchte mir da schon keiner mehr zu sagen, was passiert war, denn eigentlich hätte die OP 2 Stunden dauern sollen.

Operiert wurde ich am Mittwoch, aufstehen und vorsichtig herumgehen konnte ich am nächsten Tag, die Drainagen wurden Freitag oder Samstag gezogen, dann konnte ich auch wieder duschen. Dank Eispackungen und Schmerzmitteln war ich schmerzfrei, die Problematik mit den Nebenschilddrüsen war da schon mein größtes Problem überhaupt.

Die Fäden wurden eine Woche nach der OP gezogen, und die Wunde ist problemlos verheilt. Ich habe sehr viel länger gebraucht, um fit zu werden, was aber auch daran lag, dass ich 3 Wochen nach der OP mit einer heftigen Unterfunktion (TSH über 30) in den "Bunker" der Radiojodtherapie musste, davor durfte ich natürlich keine Tabletten nehmen.

Ungefähr eine Woche nach Beginn der Tabletteneinnahme war ich wieder fit (körperlich gesehen) - zumindest gefühlt, wenn man sich von absolut besch... immer besser fühlt kann auch "noch nicht optimal" schon ein prima Gefühl verursachen. Aber die Einstellung mit Tabletten war kein Problem.

Tja, das Kapitel Nebenschilddrüsen ist ein anderes, war auch der Grund, warum ich nach der OP 11 Tage im KH bleiben musste - das wäre normal nicht nötig gewesen.

Du solltest halt noch für einige Zeit schweres Heben vermeiden, ohne Hilfe wird es nicht gehen. Wirklich flach liegen tut man i.d.R. nicht lange - aber körperlich anstrengen sollte man sich auf gar keinen Fall.

Rückwirkend gesehen hätte ich an dem Tag wohl besser Lotto spielen sollen - die Chance auf Krebs war sehr gering, die Chance auf lebenslang ruinierte Nebenschilddrüsen war noch geringer. Und ich hatte gleich zwei Volltreffer.

Dank neuer Techniken ist das Risiko für Probleme der Nebenschilddrüsen und Stimmbänder aber noch geringer als "damals" (war 2004). Und reden konnte ich noch im Aufwachraum, sollte ich auch - damit wurde getestet, ob ich noch einen Volltreffer (verletzte Stimmbänder) gelandet hatte (da htte ich zum glück daneben getippt). Das Risiko ist gering, aber passieren kann es. Dauerhafte Schädigungen sind auch hier zum Glück sehr, sehr selten.

Viele Grüße und alles Gute,
Miau2

Beitrag von foerstergeist 26.12.09 - 10:28 Uhr

Hallo,

in jedem Falle so bald wie möglich operieren lassen!!!
Die OP an sich geht relativ schnell und nach 3 bis 4 Tagen bist Du wieder aus dem KH.
Danach noch etwas schonen, wegen der Naht, sofern das geht, wenn Du dann jemanden hast, der sich um die Kinder mit kümmern kann, wäre das super.
Auch wäre eine OP im Winter sinnvoller wegen der Narbe, dass nicht gleich die direkte Sonne draufstrahlt, denn ansonsten wird sie wohl heller, so hat man mir das seinerzeit erklärt.

Ich muß mich meiner Vorrednerin leider anschließen. Ich hatte 2005 eine OP. Damals 2 Knoten in der SD und dachte, alles liefe super.
Hatte 5 Stunden-OP, auch mit der Diagnose bösartig.
Dann Radiojodtherapie (5 Tage) und dann nochmals 2 x Diagnostik (jeweils 3 Tage)
Meine Nebenschildd. wurde zum Glück nicht beschädigt, auch mein Calciumhaushalt ist in Ordnung.
Seitdem sind regelmäßige Untersuchungen, aber alles ist zum Glück in Ordnung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bösartiger Knoten dabei ist, ist wirklich sehr gering, aber es kann sich ja einer der vielen Knoten mal zum bösartigen entwickeln, deshalb sage ich: lieber heute, als morgen raus.

Außerdem muß ich sagen, dass es mir heute nur mit Tabletten besser geht, als seinerzeit mit einer nicht funktionierenden SD.

Alles Gute
A

Beitrag von hsi 26.12.09 - 20:40 Uhr

Vielen dank für eure Antworten, dann werde ich die OP dann doch so schnell wie es geht durchziehen. Sobald die Werte vom Labor bei meinem Hausarzt sind werde ich wohl gleich ein Termin in der Klinik machen. Meinem Mann werde ich dann sagen das er 2 Wochen zu Hause bleiben soll, damit er mir mit den Kindern helfen kann.

Beitrag von chnander 27.12.09 - 16:32 Uhr

Auch von mir ein kleiner Bericht!


im März 2001 Operiert!

Die gesamte Schilddrüse rausgenommen(ich ahtet auch viele Knoten und einen dicken Hals )

Der Arzt meinte bevor die Schilddrüse entartet lieber raus damit !Die Knoten drückten schon auf die Luftröhre!


Donnerstag Rein op ca 2 std dann am Montag nach Hause!

Alles war ok!Ok nach der Op war mit kotzübel hab den Pfleger erstmal angekotzt grins!

Bin am Nachmittag gleich aufgestanden und mußte schauen wie groß die Narbe war!

Es war ok nur die schiefe Hakltung die man sich dann angewohnt hatte brachte verspannungen!

Es war aber garnicht schlimm!

Nur bei mri hatten hatten sie auch die Nebenschilddrüsen mitverkeletzt und ich hatte Caliummangel das war schon heftig !Hatte ein paar krämpfe in den Händen ect aber die konnten mit einer Spritze behoben werden!


Nun ist alles ok udn ich muss nur mein leben lang Tabletten nehmen!


Ich drücke dir dei Daumen wirst sehen alles wird gut!