Was ist genau Beistandschaft und wann?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ciocia 25.12.09 - 13:25 Uhr

Hallo,

kann mir jemand das noch mal genau erklaren? Ich bekomme vom JA Unterhaltvorschuss und logischerweise wird der KV jedes Jahr aufgefordert sein Einkommen vorzulegen. Im Sommer ist er mit seinem Studium fertig, der UV wird ihm angerechnet - d.h. er muss das irgendwann mal zurueck zahlen. Ich weiss nicht ob er mir mitteilen wird wann und wo er Arbeit findet, wie geht es dann weiter? Hab ich dann automatisch Beistandschaft?

lg
eva

Beitrag von maschm2579 25.12.09 - 20:08 Uhr

Hallo Eva,

Du hast die Beistandsschaft. Die Beistandschaft vertritt die Rechte Deines Kindes und kümmert sich um Unterhalt und Co.
Das tun sie bereites, also ist alles richtig geregelt.

Frohe Weihnachten
lg Maren

Beitrag von quetschekeer 26.12.09 - 09:09 Uhr

Eine Beistandschaft, vertritt die Belange des Kindes in Unterhaltsangelegenheiten und Vaterschaftsfeststellung

§1712 BGB ff.

Das bedeutet du gibts das Recht ab, dein Kind in obigen Angelegenheiten zu vertreten.

Du kannst aber die Beistandschaft lediglich auf Abs. 1 oder 2., Feststellung der Partnerschaft beschränken.

Du musst für eine Beistandschaft formalos (Niederschrift) erklären, daß du Beistandschaft wünscht, kannst sie jederzeit schriftl. widerrufen.
Das bedeutet automatisch hast du nichts.

Ich würde dir in deinem Fall zu einem Anwalt raten.
Warum?
Das JA betreut 1. zuviele Eltern, 2. verfolgt es Tatbestände nicht, das heisst hat keine Weisungsbefugnis. Es weißt deinen Mann lediglich darauf hin und bis die ihn zu einem Prozeß schleppen, dauert Jahre.

fG

Beitrag von kraxy 26.12.09 - 09:17 Uhr

mhhh - kurze Anmerkung dazu:

Wenn man nicht verheiratet war, muss man den Anwalt für Unterhaltsangelegenheit der Kinder selber bezahlen - da greift die PKH nur bedingt - von daher...

Letztendlich dauern so Angelegenheiten länger wegen der Einhaltung von Fristen - und das Jugendamt hat die gleichen Befugnisse wie ein Anwalt...

Grüße

Beitrag von inrosa 26.12.09 - 14:12 Uhr

Wenn man nicht verheiratet war, muss man den Anwalt für Unterhaltsangelegenheit der Kinder selber bezahlen - da greift die PKH nur bedingt - von daher...

???????????????

PKH wird gewährt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

- man muss im Sinne des Gesetzes als arm gelten
grundsätzlich gilt hier, daß man bedürftig sein muss.
Sollte das Einkommen dennoch weit über dem Durchschnitt liegen, kann es u.U. sein, daß bei verheirateten Paaren lediglich ein Protzeßkostenvorschuß in Frage kommt und das dann mit etwaigen Unterhaltsleistungen abgegolten wird.

Das JA hat nicht die gleichen Rechte wie ein Anwalt.


Beitrag von kraxy 27.12.09 - 17:57 Uhr

mh - tja:

und die Auskunft war - da es ein unentgeldliches Angebot vom Jugendamt ist, den Unterhalt der Kinder zu regeln, sind eventuelle Forderungen, die man über einen Anwalt stellt, selber zu tragen...

Also andersherum:

Wenn der Unterhalt für die Kinder nicht bezahlt wird, gibt es die Möglichkeit, eine Beistandschaft über das Jugendamt laufen zu lassen, das kostet nix - warum sollte der Staat also dann Prozesskostenbeihilfe gewähren?

Anders ist es, wenn auch noch (nach Scheidung) Unterhalt für die Ehefrau ansteht - da gibt es keine Möglichkeit, dass es ein "Angebot" vom Staat gibt, also wird der Anwalt über PKH - ich sach jetzt mal - anfinanziert... - und dabei wird dann auch gleich der Kindesunterhalt mitberechnet - kann aber auch vom JA errechnet werden...



Welche Rechte hat das Jugendamt nicht, aber ein Anwalt?

Also, wenn du da mehr zu weißt - her damit - interessiert mich sehr!

grüße
kraxy