Meine Hunde und das allein sein

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von brixi2003 25.12.09 - 17:45 Uhr

Hallo,

ich habe einen Schäferhund Mischling,der etwas verhaltensauffällig ist.Wenn er alleine ist,macht er alles kaputt was er zwischen die Zähne und Pfoten bekommt.Er kommt aus einer 60qm Stadtwohnung und der Mensch hat ihm nichts gutes getan....na ja jetzt nach gut zwei Jahren harter Arbeit haben wir ihm doch etwas erzogen...manchml happert es noch etwas.Leider musste ROBBY daher lange Zeit im Flur bleiben,mit Türen abgeschlossen wenn wir das Haus verlassen haben.Dann fing er irgendwann das JAULEN an...dann haben wir ihn in die Küche umgesiedelt,mit Rolläden runter,damit er nicht alles von der Straße mit bekommt.....ging eine Zeit gut...

Da ROBBY ein sehr aktiver Hund ist,haben wir uns,auf eine Anzeige,entschlossen einen zweiten Hund zu zu legen....SHANELL kommt vom Züchter,ist 16 Monate alt,hat eine Erziehung genossen und eine Schutzhundeausbildung gemacht,laut Züchterin.

So,erst war SHANELL alleine draussen,da sie wohl Zwingerhund ist....das klappte nur bedingt......

Dann haben wir ROBBY und SHANELL draussen gehabt.....das hatr sich ROBBY nur bedingt gefallen lassen.Nachdem er sich dran gewöhnt hatte,war es eine Woche ruhig,und dann haben beide alles zerlegt wo sie nur ran kamen.Aus meinen Garten macht sie einen Zustand,überall riesen Krater,der Sandkasten und auch die Rutsche der Kinder ist nicht vor ihr sicher.

Dann haben wir beide rein geholt,das ging auch nur eine Zeit lang gut.....Die beiden richten jetzt hier den doppelten Schaden an,den ROBBY sonst alleine angerichtet hat.....Gestern zu Heilig abend haben sie uns alle Körnerkissen aus der untersten Küchenschublade zerfetzt.Zudem kommt,dass SHANELL auf die Küchenzeile springt,als auch auf Tisch und Ablage.

Dazu muss ich auch noch sagen,dass SHANELL selten kommt wenn man sie ruft,bei meinem MAnn ist es ganz schlimm.Und sobals es von der Stimmlage lauter wird,geht sie ganz geduckt und man kommt ggar nicht mehr an sie ran.

Die Züchterin meint,wir wären zu sanft zu ihr,sie bräuchte eine harte und dominante Hand....Ja so verhält sie sich auch,als wenn sie Prügel bekommen hätte....selbst das spielerische,das sie von der Schutzdienstausbildung kennen sollte macht ihr Angst.

Wir sind kurz davor sie wieder abzugeben,obwohl sie für die Kinder aber auch für den ROBBY eine totale beeicherung ist.Die Hunde toben zusammen durch den Garten,und das stunden lang,obwohl ROBBY sonst immer schon nach 10min.jaulend an der Tür hockte.....SHANELL zerbeisst Plastiknäpfe und auch ihren Futterball,für die Zeit,wenn keiner da ist,hat sie schon zerlegt.

Was soll ich bloss machen....ein Hund mit dem Verhalten war schon anstrengend,aber zwei......

HAt jemand eine IDEE??

LG Nadine

Beitrag von kja1985 25.12.09 - 17:59 Uhr

Warum habt ihr euch Shanell nicht genau angeguckt, dann hättet ihr doch gesehen wie sie erzogen ist? Zwei Problemhunde sind natürlich eine Katastrophe, aber ich bin derMeinung dass man Haustiere wie Hunde und Katzen nicht einfach hin- und herschieben kann, weil sie eine zu starke Bindung zu ihren Menschen eingehen.

Wieviel Auslauf bekommen die Beiden? Ein müder Hund macht nicht soviel Schaden. Was macht ihr an Kopfarbeit mit ihnen? Wie alt ist Robby und was für eine Rasse ist Shanell? Was bekommen sie für eine Beschäftigung wenn sie alleine bleiben müssen? Wie oft und wie lange müssen sie alleine bleiben?

Ich finde es ehrlich gesagt sehr problematisch wenn zwei unerzogene Hunde zwischen zwei so kleinen Kindern rumspringen. Das ist gefährlich. Deswegen solltet ihr euch schnell überlegen wie es weitergehen soll. Ein Privattrainer ist auch eine Überlegung wert.

Beitrag von brixi2003 25.12.09 - 21:27 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.Wir haben uns SHANELL ein ganzes Wochenende angeguckt,und da hat sie nicht so ein Theater gemacht,und auch nichts zerpflückt.Da zeigte sich keines der Probleme.....

Die beiden haben einen großen Garten in dem sie wie wild toben,ausserdem gehen wir zweimal am Tag eine riesen Runde spazieren,mit Freilauf und allem was dazu gehört.

Ihre Kopfarbeit machen sie dann wenn wir das Haus verlassen,indem sie überlegen wie sie an das Futter im Ball kommen.ROBBY ist 2 Jahre und SHANELL ist ein reinrassiger Schäferhund. Da alles arbeiten geht,müssen sie auch mal 8 bis 9 Stunden alleine bleiben.

Den Kids passiert nichts,da mache ich mir keine Sorgen.Da lassen beide den Beschützer raus hängen,da erfüllen sie ihren Nutzen.

LG Nadine

Beitrag von kja1985 25.12.09 - 23:14 Uhr

Bei acht bis neun Stunden täglich alleine wundert mich aber nicht dass zwei junge Hunde auf dumme Ideen kommen. Kann mir auch nicht ganz vorstellen, dass ihr neben Vollzeitarbeit und zwei kleinen Kindern UND Haushalt noch jeden Tag zwei grosse Runden geht.

Ich hab das Gefühl euren Hunden ist einfach langweilig, was doch auch logisch ist in dem Alter und bei so wenig Beschäftigung. Ein Hund braucht "Arbeit".

Und täusch dich mal nicht mit den Kindern, so ein "Beschützerinstinkt" kann ganz schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn der Hund seinen Hundefreund, sein Herrchen oder sein Futter gegen das Kind beschützen möchte. Finde deine Einstellung hierzu ein wenig naiv, zumal ihr eure Hunde ja nicht unter Kontrolle zu haben scheint.

So, jetzt bist du böse auf mich, aber lass es dir einfach mal durch den Kopf gehen und überleg dir während eurer Abwesenheit eine Beschäftigung für die Hunde oder davor eine die sie genügend auspowert. Ich denke blosses Spazierengehen reicht für zwei Schäferhunde in dem Alter einfach nicht um dann neun Stunden ruhig sein zu können. Vielleicht Fahrradfahren oder Zugtraining? Fährtenlegen? Trickdogging?

Stell ich mir natürlich megastressig vor, dass noch vor der Arbeit zu machen, ihr müsst euch schliesslich auch um die Kinder kümmern.

Beitrag von brixi2003 26.12.09 - 11:32 Uhr

ich bin weder böse auf dich,noch bin ich naiv was den Umgang meiner Hunde und meiner Kids betrifft.Ich habe nicht erst seit heute Hunde und auch mein Vater(als Jäger und Hundeführer)hat die Situation im Blick.Glaube mir,wenn er die Situation zu gefährlich finden würde,hätte er schon längst etwas unternommen.

Du hast ja jetzt nur einen kurzen Einblick in die Situation bekommen....Unsere Hunde sind nicht in allem total unerzogen,und Robby haben wir eine ganze Menge beigebracht,was die Hundeschule nicht geschafft hat..

Wir laufen und fahren im Wechsel Fahrrad,da weder Robby noch Shanell(die das gar nicht kennt)jeden Tag am Fahrrad laufen kann.

Der Hund meiner Eltern(ein Weimaraner)schafft es auch so lange und noch länger alleine zu bleiben,und der nimmt auch nicht alles auseinander.....

Ich hab das Gefühl euren Hunden ist einfach langweilig, was doch auch logisch ist in dem Alter und bei so wenig Beschäftigung. Ein Hund braucht "Arbeit".

DAs kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen....denn so wenig Beschäftigung haben sie wirklich nicht....

LG Nadine

Beitrag von booo 27.12.09 - 18:51 Uhr

>>>Der Hund meiner Eltern(ein Weimaraner)schafft es auch so lange und noch länger alleine zu bleiben,und der nimmt auch nicht alles auseinander..... <<<

Der Hund einer Bekannten auch und er ist sicher gefrusteter und unausgelasteter als unsere. Das ist einfach unterschiedlich.


Radfahren ist schön und gut, ab und zu, aber regelmäßig baut es einfach nur Kondition auf und das monotone laufen am Rad ist nicht wirklich anstrengend im sinne von auspowern.

>>>Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen....denn so wenig Beschäftigung haben sie wirklich nicht....<<<

Soweit ich verstanden habe, müssen sie 9 Stunden allein bleiben?

Von wann und wie lange geht ihr vorher raus?

Wahrscheinlich nur die normale Runde und dann sind sie 9 Stunden allein? Oder geht ihr vor der ARbeit schon 2 Stunden spazieren voll Speed etc? Eher nicht oder? Dann beginnt der Tag schon mit langeweile und Frust, da ist es für viele Hunde einfach ein ventil irgendwas kaputt zu machen. Vebtil für Frust und abhilfe für langeweile.

Beitrag von farina76 25.12.09 - 18:03 Uhr

Ähm, ich verstehe den Grundgedanken nicht. Wenn ein Hund nicht ausgelastet ist dann hole ich doch keinen 2. Zwei Hunde bedeuten doch doppelt so viel Arbeit und Auslastung.

Was macht ihr denn mit den Hunden? Wie oft die Woche Hundesport, wieviele Stunden am Tag Gassi und Kopfarbeit? Für mich hört es sich wie 2 total unterforderte Hunde an.

Und was war das für ne Züchterin? Vom VDH? Hat der Hund Papiere?

Sucht euch zusätzlich noch einen erfahrenen Hundetrainer. http://www.canis-kynos.de/informationen-canis-absolventen-2.html?land=Nordrhein-Westfalen

LG Sabine

Beitrag von brixi2003 25.12.09 - 21:35 Uhr

Der Grundgedanke war ROBBY die Zeit etwas zu versüßen wenn wir nicht da sind.Die Beiden haben schon mehr als genug Beschäftigung,oft mehr als meine Kinder.

Ich glaube nicht das fehlende Bewegung oder Beschäftigung das Problem sind.

LG Nadine

Beitrag von booo 25.12.09 - 19:41 Uhr

Zu einem Hund der schon solche Probleme macht einen 2. dazu zu holen, endet meist mit dem was du erlebst. Denn dann machen 2. Unsinn. In den seltensten Fällen ändert es sich zum positiven.

Bei mir war es ähnlich und es zieht sich von Hund zu Hund. Angefangen hat es mit unserem Kleinen, der 2. kam dazu, hat sich alles abgeguckt. Der Kleine starb, ein weiterer kam dazu, wieder abgeguckt. Zwar nicht ganz so schlimm, aber es reicht.

Ich darf erstmal diesen Monat die Türen in der alten Wohnung ersetzen (250 €), die sie mir zerstört haben.

Wenn man einen Hund hat der nicht gut erzogen ist, versaut man den 2. gleich mit, selbst wenn dieser schon gut hört. Denn der 2. merkt ganz schnell welche Schwächen man hat, die man definitiv ausreichend hat wenn man mit seinem Hund nicht klar kommt.

Ich spreche aus Erfahrung ;-)

Aber gut, zu deinem Problem:

Früher waren unsere Hunde auch ausgesperrt im Flur alleine.
Da sie viel bellten, dann "eingesperrt" in der Küche.

Nun haben wir vieles geändert:

Unsere Hunde haben ihren Platz dort, wo sie sich auch aufhalten wenn wir nicht da sind. In der Küche, die direkt an den Flur angrenzt.

So fühlen sie sich nicht ausgesperrt aus ihrem eigentlichen Raum, als wie wenn sie z.b. hauptsächlich im Wohnzimmer wären.

Allgemein ist ihr Aufenthaltsplatz auch dort und fast alle anderen Zimmer sind tabu, wodurch es für sie auch nichts schlimmeres ist wenn sie allein sind und die Türen zu sind.

Bevor sie alleine bleiben gehen wir IMMER Gassi. Wenn sie länger alleine bleiben sollen fahren wir in den Wald und lassen sie sich richtig austoben. Wenn wir heim kommen gibt es Futter und meist noch einen leckeren Kauknochen (Ochsenziemer).

Seit dem wir es so machen, haben sie nichts mehr kaputt gemacht. So sind sie 1. ausgepowert und 2. satt, da kommen sie nicht so schnell auf blöde Gedanken.

Lass dir das, wir mir auch, eine Lehre sein.

Nie wieder zu einem Hund der nicht hört oder alleine bleibt, einen 2. dazu.

Ich habe gerade gestern zu meinem Mann gesagt, sollte einer der beiden sterben, wird kein 2. geholt, sondern gewartet bis dieser auch verstorben ist um den Kreislauf des "ich schau es mir bei dem anderen ab" zu unterbrechen.

Es macht die Erziehung zwar nicht unmöglich, aber wesentlich schwerer, komplizierter und anstrengender. Ich gebe zu, ich hab oft einfach keine Lust und ja ich bin genervt, obwohl ich es eigentlich kann, aber da muss man durch, denn es liegt an UNS was aus Hunden wird.

Beitrag von brixi2003 25.12.09 - 21:38 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Wenn wir daheim sind,dürfen die beiden sich überall bewegen,nur die Schlafräume in der ersten Etage sind tabu für die zwei.Wenn wir das Haus verlassen,werden alle Türen abgeschlossen,und sie können in die Küche und in den Flur.

Ja ich weiß das es an uns liegt,aber die beiden machen es einem nicht leicht..bin echt verzweifelt,aber werde nicht aufgeben.

Wir werden wohl weiter ausprobieren müssen.

LG Nadine

Beitrag von petra1982 25.12.09 - 19:43 Uhr

da kannste dein kreuz machen :-) ich werde mich nie wieder über meine tobenden aber lieben hunde beschweren die nur miteinander spielen oder mal den müllbeutel ausleeren :-) am besten gehste mal mit beiden zu einem trainer der sich wirklich damit auskennt und weiss wie man damit umgeht

Beitrag von brixi2003 25.12.09 - 21:33 Uhr

Hallo,

danke für deine ANtwort:-p

Meine Kinder und ich lieben die Beiden aböttisch,aber an so manchen Tagen könnte ich sie.....:-[

na ich werde nicht aufgeben;-)

LG NAdine

Beitrag von frau2808 25.12.09 - 21:01 Uhr

Hallo, das klingt ja nicht nach entspanntem Weihnachten bei euch..
Wir haben einen 22 Wochen alten Hund der auch recht schwierig war die ersten Wochen.
Als wir ihn das erste mal für 5 minuten allein gelassen haben hat er auch randaliert wie irre. Es sind auch Dinge zu Bruch gegangen. Ich habs dann langsam mit ihm geübt, erst mal den Raum zu verlassen für 10sekunden, 1 minute ect. manchmal klappte es super, ein anderes mal garnicht. Das ging ein paar Wochen so. Zusätzlich sind wir in einer sehr guten Hundeschule mit ihm.
Dort wurde uns der Rat gegeben ihn an eine Box zu gewöhnen wenn wir ihn alleine lassen. Die Box ist schon hier, zum Glück brauchen wir sie nicht da er jetzt schon 1 Stunde allein bleibt und ganz brav ist.
Hol dir Rat bei einem Hundetrainer oder einer guten Hundeschule. Das Geld das du investierst ist es Wert. Wir hätten so vieles Falsch gemacht ohne prof.Rat.
Manchmal denkt man einfach falsch, so ist es bei uns oft gewesen, man vermenschlicht seine Lieblinge zu sehr und es kommt zu missverständnissen zwischen Hund & Mensch.

Viel Erfolg für euch, wenn Du Fragen hast melde dich.

LG Alexandra

Beitrag von brixi2003 25.12.09 - 21:45 Uhr

Hallo Alexandra,

danke für deine Antwort.Wir haben es auch Stück für Stück geübt,schon bei Robby.Manchmal geht es Tagelang gut und dann kriegt er es wieder im Kopf.

Wir haben auch eine Box,die akzeptiert er auch.aber ich finde den Gedanken ihn 8-9 Stunden am Tag(denn das kommt durchaus vor,bei Beruf und Kinder abholen) ohne Bewegung und ähnlichem in die Box zu sperren fürchterlich.

Das mit dem vermenschlichen hat mein Vater auch schon gesagt,SHANELL ist das Zwingerleben genauso gewöhnt wie das drinnen sein.Bei den Minus temperaturen habe ich gedacht dass es zu kalt sei draussen,obwohl sie im Schuppen untergebracht war.Ausserdem dachte ich,dass es total unfair sei wenn ein Hund draussen ist und der andere drinnen.

Vielleicht bin ich bei ihrem Verhalten aber wirklich nicht konsequent geug.Unser ROBBY hat auch noch so viel gelernt....der konnte kein Sitz,Platz,Fuss,Komm oder ähnliches....da hat die Hundeschule nichts gebracht...erst nachdem wir damit aufgehört haben war er lernfähig....

Ach mann,im Moment verzweifele ich echt....

LG Nadine