Langsam krieg ich Panik!

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von t25071978 25.12.09 - 20:19 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ist wahrscheinlich total blöd, aber ich bin bei 38 + 3 und kriege langsam echt die Muffen. Ist mein erstes Baby und ich hatte schon immer Angst vor der Geburt. Vor allem vor der Dehnung, wenn das Baby rauskommt. Werde wohl vor angst vor den Schmerzen nicht mitmachen fürchte ich. Kann mich jemand beruhigen? Irgendwie scheint mich im Umfeld niemand damit ernst zu nehmen.

Danke sehr.

viele liebe Grüße

Beitrag von frau2808 25.12.09 - 20:46 Uhr

Hallo ich gehöre garnicht hierher, habe nur was nachgelesen für meine Schester. Ich habe eine Tochter (14) mit KS bekommen und die 2. Tochter normal entbunden vor fast 5 Jahren. Ich hatte große angst davor, wollte aber auf keinen Fall einen weiteren KS. Ich meinte schlimmer kanns nicht werden.....ok, Alena wurde am 14.4. um 8:30 eingeleitet, bis 11 Uhr wars kein Problem, danach wurde es heftig aber erträglich. Ich hatte eine tolle Hebamme die mich mit meinem Mann zusammen super unterstützt hat. Ich konnte verschiedene Positionen versuchen und fand es am angenehmsten zu knien. Das Kopfzteil vom Bett war ganz hoch und ich konnte meinen Oberkörper drüberlehnen. (Kann man die Beschreibung verstehen????)Bis zur vorletzten Presswehe kniete ich, dann habe ich mich umgedreht und Alena war da. Sie kam um 14:04 Uhr zur Welt, ganz ohne Schmerzmittel.Es war ein Erlebnis, sowas von schön, da hat man die Stunden vorher total vergessen. Und ich war mächtig Stolz auf mich :-)
Geh entspannt an die Geburt ran, vertrau deiner Hebamme und vor allem deinem Gefühl. Lass dich nicht ins Bett verfrachten, beweg dich viel wenn dir danach ist. Du wirst sehen, es wird nicht so schlimm wie du meinst. Die Kraft die du brauchst hast du dann.

Ich drück dir ganz fest die Daumen.

LG Alexandra mit Nina & Alena

Beitrag von t25071978 25.12.09 - 21:32 Uhr

Danke, irgendwie klingt es zwar blöd, aber es hilft doch, nicht nur schlimme Geschichten zu hören. Das es weh tut ist mir ja klar, aber ich hoffe, ich pack das. Meine Hebamme ist ganz lieb und geht wenn möglich auch mit zur Geburt. Danke nochmal für deinen Beitrag!!
LG Tanja

Beitrag von eresa 25.12.09 - 22:52 Uhr

Hallo,
ich kann dich auch verstehen. Irgendwann, am Ende der Schwangerschaft ist mir auch bewusst geworden: Egal wie, raus kommt er nur mit Schmerzen. Da wurde mir ganz schön mulmig!

Ich habe dann auch recht früh eine PDA bekommen. Sie wurde vom Arzt vorgeschlagen, weil es nicht weiter ging und ich habe sie dankend angenommen.

Vielleicht ist das ja auch 'was für dich?

Ich drück dir die Daumen!

eresa

Beitrag von fraz 26.12.09 - 09:42 Uhr

Hallo

Ich habe die Prozedur schon 2x mitgemacht und kann dir folgendes berichten:

Klar, eine Geburt ist mit Schmerzen verbunden. Nur: Die Einstellung dazu ist absolut wichtig, damit du dich nicht so ausgeliefert fühlst.
Bei meiner ersten Geburt wurde ich von den Schmerzen überwältigt und habe mich innerlich dagegen gesträubt. Die Geburt ging so nur sehr mühsam voran und ich wusste irgendwann gar nicht mehr, weshalb ich diese Schmerzen ertragen musste. Im Nachhinein fühlte ich mich absolut überrollt und fand die Schmerzen einfach eine totale Zumutung......die Geburt dauerte ewig, es war eine Tortur...und über mein Baby konnte ich mich erst gar nicht freuen....

Bei meiner zweiten Geburt wusste ich, ich kann wählen: Mich FÜR die Schmerzen entscheiden, mitgehen, mit jeder Wehe wissen, dass mein Baby bald da ist, den Schmerz gut veratmen oder mich dagegen sträuben, doch das tut noch mehr weh und hilft dem Baby gar nicht. Ich hatte eine wundervolle leichte und kurze Geburt ohne irgendwelche Schmerzmittel, habe meinen Schmerz rausgeschrien, es war mir egal, habe mir vorgestellt, wie jede Wehe mein Baby ein Stück vorwärts schiebt.

Ich schreib dir das so ausführlich, weil ich immer noch sehr beeindruckt bin, wie unterschiedlich frau eine Geburt erleben kann. Somit habe ich am eigenen Leib erfahren, was die eigene Einstellung dazu bewirken kann.
Schmerzhafte Wehen hast du so oder so, es liegt an dir, sie für dich und dein Baby zu nutzen....

Wünsche dir alles Gute!

Beitrag von mukmukk 27.12.09 - 12:59 Uhr

Ich denke auch, dass es absolut mit der Einstellung zu tun hat. Ich habe mich ganz umfassend informiert, GVK besucht, Fragen über Fragen gestellt, Yoga für Schwangere gemacht (wegen der Atmung) und Wassergymnastik. Ausserdem hat meine Hebi mich erst schwangeschaftsbegleitend und später geburtsvorbereitend akupunktiert. Angst hatte ich dann irgendwie gar keine mehr. Ansonsten hat mein Mann bei mir noch Dammmassage gemacht weil ich solche Angst vor nem Riss oder Schnitt hatte.

Vermutlich hat das Zusammenspiel der o.g. Dinge mir die Geburt echt erleichtert. Ich habe als Erstgebärende gerade mal 2 Stunden im Kreißsaal gebraucht - die ersten Wehen hatte ich allerdings schon etwa 24 Stunden vorher. Ich wurde weder geschnitten, noch bin ich gerissen und außer einem Wehentropf (für den "Endspurt") und Antibiotika (Streptokokken) habe ich keinerlei Medikamente bekommen.

LG,
Steffi

Beitrag von sakeda 29.12.09 - 00:53 Uhr

Das kann ich nur unterschreiben! :-) Bei mir war es genauso, bei meinem ersten Sohn habe ich mich innerlich total verkrampft weil die Wehen mich sehr überrascht haben von der Intensität her...Da ich jetzt aber darauf vorbereitet war, bin ich mit einem völlig anderen Gefühl an die Geburt meiner Tochter herangegangen. Und es war eine Blitzgeburt, ohne Komplikationen, ohne Schmerzmittel etc.

So schlimm ist es nicht, sonst wäre die Menschheit schon ausgestorben. Ganz ganz wichtig ist eben die Einstellung zu den Schmerzen und der Geburt ansich. Du machst das schon. :-)

LG
Bianca