Wohngeld als Selbstständige?

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Beitrag von baby-bully 26.12.09 - 16:12 Uhr

Hallo zusammen und frohe Weihnachten,
ich ziehe jetzt zum 1.03.2010 in eine eigene Wohnung, da mein Freund und ich uns trennen werden. Jetzt bin ich aber selbstständig und wollte mal fragen ob ich Anspruch auf Wohngeld habe? Mein Einkommen ist noch nicht so berauschend und Mutterschaftsgeld oder Elterngeld bekomme ich auch nicht. Eigentlich müsste mein Freund ja noch ein bissel Unterhalt für das Kind zahlen, aber ich will ihm eigentlich nicht das Geld aus der Tasche ziehen ( Ich weiß ihr werdet mich alle für bekloppt erklären das sagt meine ganze Famile auch schon zu mir, aber er wollte das Kind ja eigentlich gar nicht ich kann ihn doch nicht jetzt auch noch dafür zahlen lassen) Klar würde ich das auch so hinbekommen aber vielleicht bestünde ja die Möglichkeit auf ein bisschen Unterstützung.
LG
baby-bully+#ei34ssw

Beitrag von susannea 26.12.09 - 16:28 Uhr

Ob du Wohngeld bekommst hängt ja von dem Einkommen ab und ob sie dann davon ausgehen, dass du Unterhalt bekommst, weiß ich nicht. Beim ALGII werden sie jedenfalls auf jedem Fall erst an deinen Ex herantreten und erst wenn das dann nicht reicht, bekommst du Geld. Also ob du nun willst oder nicht, interessiert da niemanden!

Beitrag von hedda.gabler 26.12.09 - 16:51 Uhr

Guten Tag.

Vorrangig vor allen anderen Leistungen sind Unterhaltszahlungen, für das Kind und gegebenenfalls auch für Dich. Die Höhe des Unterhalts kannst Du Dir beim Jugendamt (für Dich beim Anwalt) ausrechnen lassen.

Wenn Deine Einkommen dann nicht ausreichen, kannst Du auch als Selbstständige ergänzendes Alg II (musst Du mal auf der Seite der Arbeitsagentur schauen, bei den Formularen kannst Du eines für Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit zum Hauptantrag downlaoden, es wird ein Durchschnittseinkommen für ein halbes Jahr angenommen und nach einem halben Jahr wird sozusagen eine Schlußrechnung gemacht) oder Wohngeld beantragen.

Ob Du Deinem Ex kein Geld aus der Tasche ziehen möchtest, ist unerheblich, da Du eh nicht auf den Unterhalt fürs Kind verzichten kannst (das ist Geld, das dem Kind zusteht) und da Unterhalt, wie gesagt, vor allen anderen Leistungen zu zahlen ist.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von windsbraut69 26.12.09 - 17:40 Uhr

"Eigentlich" muß Dein Freund nicht nur für das Kind, sondern auch für Dich Unterhalt zahlen.
Auf seinen Unterhalt verzichten und gleichzeitig öffentliche Unterstützung beziehen wollen, funktioniert glücklicherweise nicht und allein der Gedanke ist verdammt unfair.

Wenn jemand außer Dir für dieses Kind verantwortlich ist, dann doch wohl er - ICH wollte es noch weniger als der Erzeuger.

Gruß,

W

Beitrag von vwpassat 26.12.09 - 18:00 Uhr

Glaubst Du ernsthaft, dass wir Steuerzahler jetzt juchu schreien, dass Du von UNS Geld willst, anstatt vom Erzeuger des Kindes???

Du hast keine Wahl, erst Er und Du, wenns dann nicht reicht, gibts den staatl. Bonus.

Beitrag von sabrina1980 26.12.09 - 21:25 Uhr

Warum gleich so scharf schiessen ...und das an Weihnachten#gruebel

>dass Du von UNS Geld willst<Glaubst Du ernsthaft, dass wir Steuerzahler<

Bleib mal auf den Teppich;-)....als Selbstständige wird sie mit Sicherheit auch so einiges eingezahlt haben

Beitrag von windsbraut69 27.12.09 - 07:10 Uhr

Dort, wo sie "eingezahlt" hat, bekommt sie auch etwas zurück.
Steuern und SV-Abgaben hingegen sind kein Sparbuch oder Bausparvertrag.

Wenn sie meint, den "Verantwortlichen" nicht mit finanziellen Forderungen behelligen zu müssen, dann doch bitte auch keine unbeteiligten Dritten!

Beitrag von sabrina1980 27.12.09 - 15:42 Uhr

Das ist klar das Steuern und SV-Abgaben kein Sparbuch oder Bausparvertrag sind.....habe halt nur auf die Aussage >glaubst du ernsthaft,das WIR Steuerzahler..<....so wie ich geschrieben habe, geantwortet.

Finde es jetzt nicht schlimm, wenn man fragt ob man Anspruch auf Wohngeld hat.....

>>>Wenn sie meint, den "Verantwortlichen" nicht mit finanziellen Forderungen behelligen zu müssen<<<

Vielleicht kein Erfolg gehabt ? Was soll man denn machen wenn der "Verantwortliche" wie du schreibst, nicht reagiert und entsprechend zahlt, bis zu einem Urteil kann es ganz schön ziehen.

Beitrag von windsbraut69 28.12.09 - 08:11 Uhr

"Eigentlich müsste mein Freund ja noch ein bissel Unterhalt für das Kind zahlen, aber ich will ihm eigentlich nicht das Geld aus der Tasche ziehen ( Ich weiß ihr werdet mich alle für bekloppt erklären das sagt meine ganze Famile auch schon zu mir, aber er wollte das Kind ja eigentlich gar nicht ich kann ihn doch nicht jetzt auch noch dafür zahlen lassen)"

NEIN, die Frage nach Wohngeldanspruch allein ist nicht verwerflich. Wird sie aber mit dem großmütigen Verzicht auf Unterhalt kombiniert, finde ich das dreist.
Sie erwähnt mit keinem Wort, dass der KV sich sträubt und sie bereits Versuche unternommen hat, sondern begründet ihren Verzicht ganz glaubwürdig.
Wie dem auch sei - sobald sie staatliche Unterstützung beantragt, muß sie ihre Unterhaltsansprüche eh durchsetzen und natürlich ist es völlig legitim, für diese Zeit ersatzweise ALGII zu beantragen oder was auch immer. In dem Fall geht der Anspruch ja eh auf das Amt über.

LG

Beitrag von sabrina1980 28.12.09 - 15:33 Uhr

Das habe ich wohl überlesen#hicks

Dann wird sie wohl nicht drumherum kommen, ihren Unterhaltsanspruch durchzusetzen. Versteh ich auch nicht, warum sie bisher auf den Anspruch verzichtet.....

lg

Beitrag von marion2 28.12.09 - 18:31 Uhr

Weil für gewöhnlich auf Mütter geschimpft wird, die "einfach so" schwanger werden, ohne vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. Man nennt das auch "Kind unterschieben".

(Wobei selbstverständlich gern vergessen wird, dass auch Männer verhüten könnten, wenn sie denn wollten ;-))

Tja, wie frau es macht, scheint es verkehrt...

Beitrag von sabrina1980 28.12.09 - 19:50 Uhr

Hi.....

du holst immer so weit aus#schwitz....das ist anstrengend;-):-)

Mir wäre es so ziemlich egal was oder wie andere in diesem Fall über mich denken würden ( würde doch nicht auf das verzichten was dem Kind zusteht)....wie du ja schon geschrieben hast...der Mann hat ja seinen winzig kleinen Anteil hinzugegeben.

Beitrag von karina210 27.12.09 - 09:09 Uhr

seh ich auch so. Wir sollen bezahlen weil er das Kiind nicht wollte???

Beitrag von sabrina1980 27.12.09 - 15:45 Uhr

Ich liebe diese klischeehaften Aussagen#verliebt

Wird sich hier wohl nie ändern#klatsch

Beitrag von manavgat 27.12.09 - 11:21 Uhr

Beantrage ALG2!

Gruß

Manavgat

Beitrag von marion2 27.12.09 - 19:55 Uhr

Hallo,

warts ab. Womöglich wird es ziemlich eng, wenn das Kind erst einmal da ist.

Du kannst als Selbständige alle Leistungen in Anspruch nehmen, die auch Angestellten bzw. Arbeitsuchenden zustünden. Also auch: Wohngeld, Kinderzuschlag oder ALGII. Und das auch neben evtl. Unterhaltszahlungen des Kindesvaters.

Lieben Gruß Marion