Langzeitblutzucker

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von maya18max 26.12.09 - 20:33 Uhr

Hallo,

ich hab da mal ne Frage zum Langzeitblutzucker. Wer kennt sich aus und kann mir sagen, wie schlimm es ist einen Wert von neun komma X zu haben? Wie weit weicht er vom Normalwert ab und was für Folgen ergeben sich daraus?

Schon mal lieben Dank im Voraus.
Maya

Beitrag von drusilia 26.12.09 - 21:01 Uhr

Der Richtwert richtet sich immer nach der Meßmethode. Bei uns in der Praxis ist der Richtwert 6,4. Man kann über den Wert so nicht viel sagen, wichtig ist zu wissen ob es Hypoglykämien oder Blutzuckerspitzen gibt. Bei einem Wert von 9,? ist aber auf Dauer mit Folgeschäden zu rechnen.

Beitrag von maya18max 26.12.09 - 21:07 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort. Ob es Hypoglykämien oder Blutzuckerspitzen gibt weiß ich leider nicht.
Was bedeuten Folgeschäden? Kann man das evtl. auch in einem zeitlichen Rahmen sagen?

Danke und lieben Gruß
Maya

Beitrag von drusilia 27.12.09 - 11:18 Uhr

Folgeschäden sind Gefäß- und Nervenschäden. Z. B. die diabetische Retinopathie am Auge oder die diabetische Nephropathie an den Nieren.

Beitrag von littleviper 26.12.09 - 22:12 Uhr

Also ein wert von 9,? ist schon sehr hoch. Mein Diabetologe meinte das er bei etwa 6 liegen sollte. So der Wert kann nur alle 3 Monate gemessen werden weil sich dein Blut nur alle 3 Monate erneuert. Du musst dir den Zucker in deinem Blut vorstellen als ob du lauter viele zacken um deine roten blutblättchen hast. Und dadurch das der Blutzucker wert so hoch ist haben sie ganz viele Zacken. Durch die Zacken und ecken können sie sich nicht mehr so geschmeidig durch deine Blutbahn bewegen und bleiben hengen und bilden verängungen usw. Das führt dann zu folge schäden wie Schlafanfall, Augen können kaputt gehen, Füsse werden nicht mehr durchblutet, Herzinfarkt usw.

Hat dich denn dein Arzt weiter an einen Fachmann überwiesen?

Beitrag von littleviper 26.12.09 - 22:16 Uhr

Wenn du mehr wissen möchtest meld dich einfach über PM.

Und hier noch ne seite die mir auch ganz gut geholfen hat :-)

http://www.einsteiger.diabetesinfo.de/arzt/arzt-tb.php

Beitrag von maya18max 27.12.09 - 13:57 Uhr

Hallo ihr beiden,

lieben Dank für eure Antworten.

Es geht um diesen Fall nicht um mich, sondern um meine liebe SchwiegerMa, die ständig mit hohem Blutzucker, 300-400 täglich ist keine Seltenheit und sogar normal oder sie hängt wieder im Unterzucker rum und ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Gerade was den Langzeitblutzucker angeht habe ich eben keine Vergleichsdaten, wo ich sagen kann der ist hoch, oder gar extrem hoch.

Liebe Grüße
Maya

Beitrag von littleviper 27.12.09 - 18:31 Uhr

Ähm also mein arzt hat gemeint wenn ich nicht schleunigst runter komm von meinem Zucker muss er mich ins KH einweisen das meinte er das es ab nem wert über 350 ist.

Ist sie denn in Ärtzlicher behandlung?

Beitrag von maya18max 28.12.09 - 16:48 Uhr

Hallo,

klar ist sie in ärztlicher Behandlung. Der Arzt schimpft auch ständig mit ihr weil sie nachlässig is(s)t und eben keine richtige Kontrolle über Ihren Zucker bekommt.

LG Maya

Beitrag von drusilia 27.12.09 - 20:17 Uhr

Nimmt sie Tabletten oder spritzt sie Insulin? Das sie mal 400 hat und dann eine Hypoglykämie ist oft so, es wird oft gegen die Hypo angegessen und so entstehen hohe Werte, da die Tabletten, das Insulin zu hoch oder die BE-Menge einfach zu klein oder zu kurzwirksam sind kommt es dann wieder zur Hypo. Wenn sie keine Hypo´s hätte wäre der Langzeitwert noch höher, die Hypo´s senken ihn ab da sie die hohen Werte ausgleichen, ist halt nur der Schnitt der letzten 3 Monate (z. B. niedrigster Wert 40, höchster Wert 400 dann wäre der Mittelwert 220).

Da sie misst wird sie in ärztlicher Behandlung sein, aber sie muß dringend neueingestellt werden.

Beitrag von maya18max 28.12.09 - 16:52 Uhr

Hallo,

sie spritzt, ob sie allerdings noch Tabletten zusätzlich nimmt, weiß ich nicht. Nachts hat sie auch langzeitinsulin, weiß aber nicht ob sie das spritzt (vor ein paar Monaten hat sie das nämlich nie gemacht, obwohl verordnet).

Anfang des Jahres war sie extra noch mal bei einem Diabetikerkurs und zum neu einstellen. Aber das hat nichts gebracht, es ist alles beim alten und sie wehrt sich auch mit händen und füßen.

Da wird sich mit Sicherheit nichts ändern, weil sie es nicht will. Ist mir auch wurscht, denn das ist allein ihre Sache. Mich interessieren nur eben die Auswirkungen, die da auf uns als Familie irgendwann zu kommen.

Heute ist sie z.B. mit einem Wert von über 200 aufgestanden ohne Frühstück...

LG und danke
Maya

Beitrag von drusilia 28.12.09 - 20:33 Uhr

Um es mal ganz hart auszudrücken: wenn sie ihre Werte nicht in den Griff bekommt kann sie blind werden, die Nieren gehen kaputt und sie muß an die Dialyse, die Gefässe sind geschädigt, die Nerven sind geschädigt und es kann zu Verletzungen kommen die nicht heilen die dazu führen dass ihr Zehen, Füße oder der Rest vom Bein amputiert werden muß. Zu dem kann bei Hypoglykämien oft auch Aggressivität bis hin zu körperlicher Gewalt auftreten. Durch die hohen und niedrigen Werte ist sie eigentlich nicht in der Lage Auto zufahren usw..

Beitrag von maya18max 29.12.09 - 17:38 Uhr

Das meiste, was du hier auflistet war mir bisher bekannt. Bis auf die Aggressivität usw. Das mit dem Autofahren ist so ne Sache, sie fährt halt immer Auto und hat auch dabei ständig immer wieder mal unterzucker... deshalb lasse ich auch unseren Kleinen nicht mehr gerne zu ihr und schon gar nicht im Auto mit fahren, weil mir das einfach zu gefährlich ist. :-( Echt traurig, aber leider wahr.