Komische Situation

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Forum: Weihnachten

Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsbäume, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsfeiern ... hier dreht sich alles um die Weihnachtszeit. Tipp: Schaue doch einmal in unsere Artikel zum Thema: Geschenke für die Kleinsten, Zauberhafte Adventszeit mit Kindern.

Beitrag von doreen1975 26.12.09 - 22:38 Uhr

Hallo,
also: Muss auch mal was loswerden.
Waren gestern mit unserer Tochter (6) bei den Eltern meines Mannes. Dort wohnen auch die Schwester meines Mannes, Mann und Kind (6). Alle sind Verfechter der Weihnachtsmanngeschichte, ich hatte unsere Tochter aber nun gerade aufgeklärt, da sie anfing, Fragen zu stellen und sie allmählich in dem Alter ist, ... naja.
Ich erzählte nun dort, was Hannah "von uns" bekommen habe. Da giftete man mich von allen Seiten an "Doch nicht von den Eltern, der Weihnachtsmann bringt die Geschenke!!" Fand ich irgendwie ziemlich einnehmend. War eine komische Situation, weil die andere kleine Maus, die noch an den Weihnachtsmann glaubt, dabei war.
Alles in allem wirklich keine Tragödie, aber war mir irgendwie unangenehm.
Gruß und eine gute Nacht.
Doreen

Beitrag von dore1977 26.12.09 - 22:50 Uhr

Hallo Namensvetterin,

das ist ein schwirige Sache. Meine Tochter (auch 6) besucht eine Schule auch weiterführend ist. Daher kam sie dieses Jahr und hat mir klipp und klar gesagt sie weis das wir der Weihnachtsmann sind.
Also hab ich ihr gesagt das sie Recht hat. Was hätte ich auch tun sollen.
Das Kind ist schließlich nicht doof.

Also haben wir abgemacht das der Weihnachtsmann eine Figur ist und wir uns alle tief im Herzen ein bisschen wünschen das es ihn wirklich geben würde.
Das sie nun die Wahrheit kennt aber sie auf keinen Fall den Kindern die noch an den Weihnachtsmann glauben diesen Glauben kaputt machen darf. Das wäre unfair und die ältern Kinder die wir kennen haben wir den Glauben ja auch gelassen.

Das hat wunderbar geklappt.

Deiner Familie würd ich sagen das sie nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt und fertig.
Ich bin seit dem aber auch eher so das ich sage sie hat von uns dies oder das bekommen. Da muss man schon aufpassen was man sagt. Ich denke in ein oder zwei Jahren is das Vorbei und das Thema Weihnachtsmann ist bei uns im Freundeskreis "druch".

lg dore

Beitrag von doreen1975 26.12.09 - 22:54 Uhr

Danke für die gute Antwort.
Genau, zu Hause habe ich mit Hannah gesprochen und ihr erklärt, dass es Kinder gibt, die noch daran glauben, und dass sie ihnen diesen Glauben nicht rauben muss. Und Weihnachten ist ja durch, und wer weiß, was in einem Jahr ist....

Beitrag von knutschka 26.12.09 - 22:55 Uhr

Hallo,

an eurer Stelle hätte ich es einfach dabei belassen, zu erzählen, was sie bekommen hat. Von wem ist ja nebensächlich. Ich würde es traurig finden, wenn die schöne Illusion vom Weihnachtsmann bei meiner Tochter von ihrer Tante zerstört werden würde.

Aber auch ich habe mich gestern verplappert, als die größeren Kinder in Hörweite waren. Darauf wurde mit einem kurzen Blick reagiert und wir haben schnell von was anderem gesprochen. Das empfand ich als gute Lösung.

LG Berna

Beitrag von drachenengel 26.12.09 - 22:55 Uhr

Hallo Doreen,

hmm doof gelaufen... man hätte z. B. auch sagen können, diese und jene Sachen gab es zu Weihnachten... wäre neutraler gewesen.

Nun, unser Grosser wusste eigentlich, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, dass ein Nachbar meiner Eltern diese Person 2x mimte.. Tja, Heiligabend organisierte meine Schwägerin was?? einen Weihnachtsmann!!! ohjee..

Ihr Sohn, 8 Jahre, glaubt noch dran, unserer sagte nachmittags ganz gelassen, er glaube nicht mehr dran... ähm ja.. bis der Weihnachtsmann vor ihm stand... nie im Leben hätte ich gedacht, dass die Jungs nicht die Person erkennen, aber es war so, da sie viel zu aufgeregt waren :-) Selbst heute nachmittag sprach unser Sohn noch von dem ECHTEN Weihnachtsmann, der da war...

Lasst die Kids ruhig versuchen cool zu sein, aber unsere Kiga-Erzieherin hatte recht, als sie im Frühjahr sagte, dass auch unser Sohn den Glauben wieder findet, wenn der Weihnachtsmann vor ihm steht..

Somit brachten dieses Jahr das Christkind und der Weihnachtsmann in Gemeinschaftsarbeit die Geschenke, denn ob es das Christkind gibt, kann ich nicht sagen, gesehen haben wir es noch nie...

Da wir noch eine kleine Maus dabei haben, wird sich unser Sohn eh hüten, zu sagen, den Weihnachtsmann gibt es nicht, DAS hatte ich ihm bereits im Vorfeld eingeimpft, denn viele Kids in dem Alter glauben noch dran... und ehrlich, ich finde diesen Kinderglauben und das Fiebern wg dem Weihnachtsmann etc einfach selber noch schön..

Wir suchten z. B. Heiligabend Christkind oder Weihnachtsmann draussen, um Zeit zu überbrücken. Die Jungs fragten mit ihren 6 und fast 9 Jahren Passanten, ob sie Weihnachtsmann, Christkind oder den WEihnachtsschlitten gesehen hätten.. es war süss... wir hörten das abgefallene Weihnachtsglöckchen (hatte eine ältere Dame in der Jackentasche), dank dem Film Polarexpress waren die Jungs gebannt und gefangen.. dann fanden wir noch eine riesen Schneekugel vom Polarexpress, die Schlittenspuren, den blauen Sternenstaub und hörten (dank der Feier auf einem Hof) soar die Musik vom Polarexpress.... es war saukalt draussen aber gelungen...

Also, ich selber glaube (für die Grossen) wahrhaft noch an den Weihnachtsmann, denn nur wer den Glauben noch in sich trägt, kann das wahrhaft wahre Weihnachtsglöckchen in seiner Einzigartigkeit hören... dabei bin ich fast 42 ;-)

Wer steuert uns eigentlich, an Weihnachten, den Geburtstag des Christuskindes, unseren Kindern so viele Geschenke zu machen!???? Vielleicht der Geist der Weihnacht?? das Christkind??? der Weihnachtsmann??

Unser Sohn suchte sich bei meinen Eltern bzw mit meinen Eltern seine Geschenke selber aus, stand dabei, als sie diese bezahlten, wusste, dass sie im Keller liegen... aber glaub man, so cool er sonst ist... für ihn brachte der Weihnachtsmann die mit aus dem Harz... schmunzel..

LG und noch eine späte schöne Restweihnacht..

Mone

Beitrag von petra1982 27.12.09 - 07:26 Uhr

es ist ja jedem sein ding wann er ein kind aufklärt von wem die geschenke sind. nur das du vor der kleinen deiner schwägerin das nicht berücksichtigst das diese eben noch dran glaubt find ich sehr einnehmend. lass doch der kleinen noch den glauben an den weihnachtsmann und sagt sowas wie das die geschenke von euch kommen nicht vor ihr und erklärt euren das sie eben noch an den mann glaubt ;-)

Beitrag von loonis 27.12.09 - 09:40 Uhr




Huhu Doreen,


ich hätte nicht betont,dass die Sachen von EUCH sind ...
Die "Kleine" glaubt doch noch an d. Weihnachtsmann ,
dann sollte es auch noch so bleiben...
Mich hätte das ,ehrlich gesagt ,auch etwas geärgert.

LG KErstin

Beitrag von 24hmama 27.12.09 - 10:14 Uhr

hi

naja ehrlich gesagt verstehe ich die Anderen *michduck*

Immer wenn Personen anwesend sind die noch an das Christkind oder Weihnachtsmann glauben,
rede ich auch so als gäbe es sie.

Stell dir die Situation mal umgekehrt vor,
deine Tochter würde noch daran glauben und irgendjemand anderes redet vor deiner Tochter so...

nichts für ungut- ist nur meine Meinung


lg k

Beitrag von 3wichtel 27.12.09 - 12:26 Uhr

Naja, da hätte ich meiner Tochter im Vorfeld aber auch erklärt, dass andere Kinder (z.b. die Cousine) noch daran glauben, und dass man diesen Glauben nicht zerstören sollte und daher "das Spiel mitspielt"

Oder ich hätte mich halt komplett mit Äusserungen zurückgehalten.
Warum muss die kleine Cousine jetzt "zwangsaufgeklärt" werden durch Deine Äusserung, nur weil Deine Tochter nicht mehr daran glaubt.
Mein grosser Sohn ist 8 und glaubt noch dran (fängt allerdings langsam an zu zweifeln).
Aber wenn er nächstes Jahr soweit ist, dann werde ich ihn verdonnern, seinen beiden kleinen Brüdern zuliebe weiter mitzuspielen.

Beitrag von mel-t 27.12.09 - 12:52 Uhr

Ich werde meine Kinder diesbezüglich nicht aufklären, die finden das ja auch von selber raus, und selbst dann werd ich dementieren so lang ich kann

Find ich für die Großen viel spannender, wenn sie glauben,das sie ein großes Geheimnis aufgedeckt haben.

Dann spielen sie auch später mit , wenn man Kleineren vom Weihnachtsmann oder vom Christkind erzählt (gibts halt von den Erwachsenen ein Augenzwinkern: Ja, Du weißt Bescheid, bist jetzt eine Große, aber psssssst....).

Hätte Dich vermutlich auch zum Schweigen gebracht, wenn meine Kinder im Raum gewesen wären...;-)

Mfg
Mel-t

Beitrag von miamina 27.12.09 - 12:56 Uhr

Sorry, aber der Weihnachtsmann bringt keine Geschenke, sondern das Christkind. Oder bekommen eure Kinder am 25. Dezember morgens ihre Geschenke? Wenn schon denn schon. Woher habt ihr alle diesen irrglauben mit dem Weihnachtsmann?#kratz
Kann da nur immer wieder den Kopf schütteln!
Wen es wirklich gab, ist der Heilige Nikolaus. Aber der kommt am 5 bzw. 6. Dezember!

Zu der Situation:

Kann dich vollkommen verstehen. Da steht man als Eltern ziemlich doof da. Auch wenn es nicht tragisch ist, wie du auch selbst schreibst, ein blödes Gefühl bleibt!

LG Mia

Beitrag von hummingbird 27.12.09 - 13:55 Uhr

Und ich kann immer nur den Kopf schütteln über diese Dummheit und Verbortheit.
Lass doch andere Traditionen bestehen. Gerade an Weihnachten sollte das möglich sein und nicht den eigenen Glauben als Non-Plus-Ultra darzustellen.

Um deinen Horizont etwas zu erweitern:
http://de.wikipedia.org/wiki/Christkind
Mit dem Christkind ist NICHT das Jesuskind gemeint. Viel mehr handelt es sich um eine Erfindung von Martin Luther. In der Reformation wollte er dem heiligen Nikolaus eine "Gegenfigur" entgegenstellen, denn die katholischen Heiligen lehnte er ja ab.
Geschenke wurden damals noch am 6.12 verteilt.
Luther stellte sich dabei ein Kind vor, welches dem Christking Geschenke bringt.
Daher kommt auch die Vorstellung von einem blonden Mädchen als Christkind.
Dh, es handelt sich um eine Erfindung 1500 Jahre nach Jesus Geburt. Würde es sich um Jesus handeln, müssten wir uns ja ein arabisches, männliches Baby vorstellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsmann
Im nördlichen Europa existiert über die direkte Beziehung zum heiligen Nikolaus hinaus seit alters her eine dem St. Nikolaus vergleichbare Gestalt, die mit Rute und Nüssen die Menschen auf die lange Winterszeit vorbereitet. Die Rute galt dabei als Fruchtbarkeitssymbol, die Nüsse als gehaltvolle und haltbare Nahrung. Dieser bärtige alte Mann war in einen langen braunen Winterpelz mit Kapuze gekleidet und fuhr auf einem Rentierschlitten, sein Wohnort ist Lappland.
Hier noch ein Artikel, der beschreibt, dass der Weihnachtsmann NICHT von Cola - und nicht mal die rote Farbe - erfunden wurde:
http://www.rp-online.de/wissen/Postkarte-widerlegt...97.html

Warum jetzt dein Glaube an eine ERFINDUNG besser ist als an den Weihnachtsmann, erschließt sich mir nicht.



Beitrag von miamina 27.12.09 - 16:17 Uhr

Nunja, Weihnachten ist nun mal ein Glaubensfest..... Im übrigen, hab ich es nicht nötig mich hier als dumm und verbort beleidigen zu lassen. Ich möchte niemanden meinem Glauben aufzwingen und diesen als Non Plus Ultra dazustellen, denn dann hätte ich sicherlich was anderes geschrieben. Mir ist das eben nur aufgefallen und ich finde es Schade das soviele Traditionen einfach den Bach runtergehn.
In meinem Glauben bringt übrigens nicht das Christkind die Geschenke, sondern vielmehr die drei Weisen und zwar am 6. Januar. Deswegen wird die Bescherung eigendlich erst dann gefeiert. Soviel mal dazu, auch wenn es hier nichts zur Sache tut. ;-)



Zitat aus Wikipedia:
In der heutigen Zeit verdrängt der Weihnachtsmann vor allem im rheinischen Sprachgebiet immer stärker das vor allem im Süden und Westen Deutschlands, Belgien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz verbreitete Christkind. Kritiker führen dies oft auf den US-amerikanischen Einfluss und die möglicherweise bessere Vermarktbarkeit des Weihnachtsmannes zurück.

Und genauso sehe ich das auch.

Im übrigen leitet sich der Weihnachtsmann vom Nikolaus ab und wurde erst 1844 das erste Mal beschrieben.
Hier der Artikel dazu, leider kann ich den Link nicht reinkopieren, deswegen so.



Der Ursprung: Nikolaus von Myra

Der Weihnachtsmann ist auf Bischof Nikolaus von Myra (Lykien/Türkei) zurückzuführen. Dieser wurde der Legende nach im Jahre 270 in der kleinasiatischen Stadt Patras geboren und starb am 6. Dezember 343. (Möglicherweise spielt für die Legenden um den Heiligen Nikolaus auch ein zweiter Bischof namens Nikolaus von Pinora eine Rolle, der allerdings erst im 6. Jahrhundert lebte.)

Nikolaus von Myra war angeblich bereits mit 17 Jahren Bischof und nahm am Ersten Konzil von Nicäa 325 teil. Allerdings gibt es keine sicheren Belege für Nikolaus’ Teilnahme – genauso wenig wie für seine Existenz überhaupt.

Auf jeden Fall aber wird Nikolaus von Myra von der Ostkirche etwa seit dem vierten Jahrhundert als Heiliger verehrt. Bei den Christen im Westen wurde der Nikolaus-Tag - der Todestag des Bischofs am 6. Dezember - etwa drei Jahrhunderte später ein Feiertag.


Ihm wurde nachgesagt, er habe sich immer sehr um die Armen und besonders die Kinder gekümmert und ihnen nachts heimlich Geschenke gebracht. Im Mittelalter wurde deshalb das Beschenken der Kleinen, der Armen und auch der Dienstboten am 6. Dezember ein Teil des Kultes - und ist es bis heute.

Luthers Erfindung: Der "Heilige Christ"

Mit Martin Luther aber wurde es kompliziert. Der große Reformator schaffte um das Jahr 1535 die Bescherung am Nikolausabend für die deutschen Protestanten ab.

Statt dessen sollte nun der "Heilige Christ“ - später als Christkind verniedlicht und als kindlicher Jesus missverstanden - an Weihnachten Geschenke bringen. Anhänger fand dieser demnach ursprünglich protestantische Brauch in Deutschland seit 1900 dann auch unter den Katholiken.

In den folgenden 30 Jahren wechselten Christkind und Nikolaus zunehmend die Seiten, sodass Kinder im überwiegend katholischen Süden und Westen schließlich dem Christkind den Vorzug gaben, im Osten und Norden dagegen dem Nikolaus – allerdings in seiner neuen Gestalt: dem Weihnachtsmann.

Aus zwei mach eins: Der Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann hatte sich während des 19. Jahrhunderts entwickelt. Der ursprünglich als Bischof dargestellte Nikolaus verschmolz zunehmend mit seinem Begleiter und Gehilfen (zum Beispiel Knecht Ruprecht oder Krampus) und übernahm dessen Stiefel, den Sack und die Rute, behielt jedoch den Mantel und den - allerdings zunehmend abgewandelten - Bischofshut.

Entstanden ist dadurch der Weihnachtsmann, auf den sich zum Beispiel August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in seinem Lied "Morgen kommt der Weihnachtsmann“ 1835 bezieht.

Doch die Aufmachung, die der moderne Weihnachtsmann/Nikolaus heute trägt, lässt sich so noch nicht verstehen.
Weihnachtsmann

Thomas Nasts erste Zeichnung des Weihnachtsmannes 1863. Mit dem Rentierschlitten auf dem Dach.

Bis der Gabenbringer diese Form angenommen hatte, musste der Nikolaus erst nach Amerika auswandern. Das tat er als Sinterklaas von den Niederlanden aus. In Neu Amsterdam beziehungsweise New York entwickelte er sich zu Santa Claus - und verschmolz zunehmend mit dem Father Christmas, den die Briten importiert hatten. Und die Bescherung wurde auf den 25. Dezember verlegt.

Der ausgewanderte Sinterklaas

Während Nikolaus (oder Sinterklaas) noch als ein eher asketisch wirkender Heiliger in der Tracht eines Bischofs (Mitra, Stab, Kreuz, Chormantel, Stola) aufgetreten war, wechselte Santa Claus in den USA als Father Christmas nun in mehr dem Winterwetter angepasste Kleidung.

Eine der frühesten Beschreibungen des neuen Santa Claus, der der modernen Form des Weihnachtsmannes schon ähnelt, stammt aus einem Gedicht des New Yorkers William Gilley. Der beschrieb 1821 "Santeclaus“ als ganz in Fell gekleidet und auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten fahrend.

Erheblich größeren Einfluss hatte allerdings 1822 das Gedicht "’Twas before Christmas“ (A Visit from St. Nicholas) von Clement C. Moore aus New York. Moore beschrieb den Nikolaus hier als rundlichen, lustigen Elf mit rundem kleinen Bauch, ganz in Fell gekleidet, mit glitzernden Augen, rosigen Bäckchen, einer Nase wie eine Kirsche, einem langen schneeweißen Bart und einer Pfeife.

Beitrag von hummingbird 27.12.09 - 17:56 Uhr

Hm, du hast meine Aussage nicht verstanden, scheint mir.
Meine zentrale Aussage ist, dass man andere Traditionen gerade zu Weihnachten bestehen lassen können sollte.

Dass der Weihnachtsmann nicht der Bischof von Myra ist, sollte jeder wissen. Darum geht es ja auch gar nicht und deswegen sind fast alle deine Links völlig an unserem Thema vorbei, denn wir sprechen von Christkind und Weihnachtsmann.
Es handelt sich bei Christkind UND Weihnachtsmann um Fantasiefiguren, wobei der Weihnachtsmann doch zumindest anteilig auf dem realen Nikolaus zu beruhen scheint.

Deine abwertende Kommentare hinsichtlich anderer Meinungen und Traditionen wie dem Weihnachtsmann, den du mit "Irrglaube" und "Konsumgeilheit" betitestlst, finde ich in dem Zusammenhang wirklich bedenklich.
Zudem bringt dein Christkind genauso Geschenke, also geht es genauso um Konsum.
Schade, dass du mit zweierlei Maß misst.

Und dass du GAR nicht auf meine Ausführung eingehst, dass es sich beim Christkind nur eine Erfindung handelt, die kaum besser sein kann als der Weihnachtsmann, und auch dem Nachweis, dass Cola den Weihnachtsmann eben NICHT erfunden hat, befremdet mich sehr.

Andere Traditionen auszugrenzen wie in deinem Link hier: http://multimedia.katholisch.de/Medienseite/tabid/36/mFileId/5951/ctl2l/Details/Default.aspx finde ich sehr UNCHRISTLICH und armselig.
Dafür war die katholische Kirche leider oftmals bekannt, aber dass du dafür eintrittst, macht mich wütend.



Beitrag von miamina 28.12.09 - 14:23 Uhr

Also eins mal vornweg ich bin nicht katholisch oder evangelisch. Als Christ würd ich mich jetzt eh nicht bezeichnen. Also nicht so wie die Kirche das definiert....;-)

Das mit der Weihnachtsmannfreien Zone ist eine Initiative, bei der zumindest in unserer Gegend, auch sehr viele Einzelhändler wie z.B. Lidl oder Aldi mitmachen. Dort gibt es nur noch den Schoko Nikolaus!


Mir ging es mehr darum, das viele Menschen den Weihnachtsmann mit dem Nikolaus verwechseln und der Weihnachtsmann eigendlich die Geschenke am 25. Dezember bringt.
Vll. hab ich mich da einfach falsch ausgedrück und in etwas verrant. Klar so gesehn könnte man das Christkind auch als Konsum Figur betiteln.

Aber in einem Link von mir steht tatsächlich das Coca Cola den Weihnachtsmann zu dem gemacht hat was er heute ist.;-)

Beitrag von hummingbird 27.12.09 - 18:07 Uhr

Warum schreibst du, dass das Christkind die Geschenke bringt und der Weihnachtsmann ein Irrglaube ist?

Wieso soll der Weihnachtsmann Konsum sein und andere Geschenkebringer nicht?

Im Grunde sind Christkind UND Weihnachtsmann Fantasiefiguren und das Schenken in beiden Fällen Konsum. Auch wenn du am Dreikönigstag schenkst, ist es Konsum.

Mir ist es völlig egal, wer welche Tradition pflegt.
Ich mag es aber nicht, wenn jemand über andere Traditionen "den Kopf schüttelt" und sie als "Irrglaube" betitelt so wie du in deiner ersten Antwort.

Beitrag von knutschka 27.12.09 - 21:07 Uhr

Hallo,

der "Irrglaube mit dem Weihnachtsmann" hat bei uns im Osten eine lange Tradition. Ich kann mich nicht entsinnen, dass hier jemals jemand vom Christkind beschert wurde...

Es kann also nicht die Rede davon sein, dass der Weihnachtsmann das Chistkind in irgendeiner Form verdrängt hätte.

Wenn du schon so aufklärerisch rüberkommen willst, dann respektiere doch einfach auch "Andersgläubige".

LG Berna

Beitrag von hummingbird 27.12.09 - 13:59 Uhr

Hallo!
Ich würde das nicht dramatisieren.
In meiner Familie verplappern sie sich auch öfter.
Die Kinder registrieren das meistens gar nicht.

Entweder sie glauben dran oder sie zweifeln/glauben nicht.

lg

Beitrag von anyca 27.12.09 - 14:02 Uhr

Ich würde nie drauf kommen, daß ein sechsjähriges Kind noch an den Weihnachtsmann glaubt #kratz

Meine Tochter (3,5) war sooooooooooooooooo stolz darauf, uns ein selbstgebasteltes Weihnachtsgeschenk aus dem Kindergarten zu überreichen, wieso sollte sie nicht wissen, daß ihre Geschenke von uns kommen?

Beitrag von sternenzauber24 27.12.09 - 17:49 Uhr

"Ich würde nie drauf kommen, daß ein sechsjähriges Kind noch an den Weihnachtsmann glaubt "

Warum nicht?

Beitrag von anyca 27.12.09 - 19:43 Uhr

Weil die doch längst von Kindergartenfreunden, Klassenkameraden oder älteren Geschwistern aufgeklärt sein müssten?

Wobei ich sowieso nie an den Weihnachtsmann geglaubt habe und das meiner Tochter auch nie weisgemacht habe. Sie kennt den Weihnachtsmann als Märchenfigur, aber die Geschenke schenken wir uns gegenseitig, weil wir uns freuen, daß das Jesuskind geboren ist.

Beitrag von waldwuffel 27.12.09 - 21:02 Uhr

Hallo,

also unsere Große wird bald 8 und glaubt felsenfest an den Weihnachtsmann und wir finden das sooooooooooooooo toll #huepf

LG waldwuffel

Beitrag von sternenzauber24 27.12.09 - 21:21 Uhr

Ich selber habe lange an das Christkind geglaubt.

Meine Kinder glauben an den Weihnachtsmann, meine älteste ist 9 und tut es noch, ich finde das schön.

Gibt doch immer Ausnahmen...

Beitrag von blacknickinblue 27.12.09 - 21:55 Uhr

Dann hast Du Deine Kinder hoffentlich auch drüber aufgeklärt, dass das Jesuskind auch nur eine Art "Märchenfigur" ist. Du glaubst doch nicht ernsthaft an diesen Quatsch zwecks unbefleckte Empfängnis und Wiederauferstehung?

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