Ein Glück, dass wir nicht in Afrika leben...

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von mordilla 26.12.09 - 23:34 Uhr

hat mein Frauenärzt bei meiner Nachuntersuchung gesagt, sonst wär ich (trocken gesagt) drauf gegangen und mein Baby auch. Toll was?

Ich hab nämlich ziemlich Probleme, meine Horrorgeburt zu verarbeiten. Im Moment verdränge ich mehr.
Mein Beckenausgang ist zu eng und deshalb hatte ich 28 Stunden nach Blasensprung, nach also 8 Stunden Wehen im 5 Minuten Takt, 12 Stunden Presswehen im 2 Minuten Takt, einen Kaiserschnitt. Die Wehen und dass sämtliche Schmerzmittel samt PDA nicht gewirkt haben, das verkrafte ich. Das macht mir nichts. Aber dass ich mich nicht anständig um mein Kind kümmern konnte und ich nun auch weiß, dass sollte ich wieder eins haben wollen, es von vornherin ein KS wird. Das macht mich fertig.

Wie geht's euch so nach KS? Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Ich fühle mich ein bischen unzulänglich. So als Frau keine Kinder normal auf die Welt bringen zu können. Wie gesagt, in Afrika wär ich ja arm dran gewesen.

LG
Mordilla

Beitrag von bibi22 26.12.09 - 23:51 Uhr

hi Mordilla!

du solltest dir hilfe suchen, sowas ist nicht verwerflich! Denn ich denke auch Wochenbettderpressionen könnten auch zu deinen Gefühlen beitragen.

Die Meldung "In Afrika wäre ich arm dran gewesen!" hilft dir auch nicht weiter über deine Schwierigkeiten bezüglich deiner Bindung zum Kind hinwegzukommen.

lg bianca
http://www.schatten-und-licht.de/

Beitrag von catwoman1976 27.12.09 - 07:52 Uhr

Ich hatte auch eine Horrorgeburt mit einem Notkaiserschnitt. Ihre Herztöne gingen in den Keller. Hab mir auch gedacht: Mensch früher wärt ihr wahrscheinlich beide gestorben.

Ich hab auch noch ein bisschen dran zu knabbern, ich hab ja auch den 1. Schrei verpasst (Vollnarkose)

Ich versuch mich immer darauf zu konzentrieren, dass ich jetzt ein gesundes Kind im Arm halten darf. Das baut mich wieder auf.

Beitrag von jacky 27.12.09 - 09:15 Uhr

Sorry, wenn ich das so knallhart sage: "Scheiße", dass du in so einem schlechten Krankenhaus warst.

Ein Krankenhaus, das eine Frau 28 Stunden nach Blasensprung liegen lässt und 12 Stunden (?!) in den Presswehen (ich habe noch nie gehört, dass jemand 12 Stunden in Presswehen lag), ist für mich kein Krankenhaus! Daher weiß ich auch nicht, warum du den Vergleich zu Afrika ziehst!

Ich hatte auch eine komplizierte Geburt. Bei mir ging es zwar flott voran, aber als die Hebamme merkte, dass sich Komplikationen abzeichneten, wurde sofort eine Ärztin hinzu gezogen, die während der ganzen Geburt anwesend war und als diese Ärztin merkte, dass sie alleine nicht weiter kommt, standen ruckzuck eine weitere Hebamme und die Oberärztin sowie eine Kinderärztin auf der Matte, die meine Kleine mit einer Saugglocke raus holten!

Ja, in Afrika hätten wir das auch nicht überlebt. Aber in einem kleinen Krankenhaus ohne Kinderärzte und Intensivstation auch nicht!

Kopf hoch kann ich da nur sagen! Nicht jede Geburt verläuft gut und komplikationslos. Für die nächste Geburt rate ich dir, ein anderes Krankenhaus zu wählen, in dem du nicht derart lange liegen gelassen wirst!

Beitrag von minnie85 27.12.09 - 11:51 Uhr

Hi,
mir gings nach dem KS genauso. Es war schrecklich, ich fühlte mich nicht fähig meinem Kind das Leben zu schenken...die alte Leier. Mir hat meine Hebamme geholfen, das Buch "der Kaiserschnitt hat kein Gesicht" und letztendlich die problemlose Spontangeburt meines zweiten Kindes.

Beitrag von tragemama 27.12.09 - 16:10 Uhr

Mir gehts gut nach 2 KS. Weder meine Kinder noch ich hätten diese Geburten beide überlebt. Beides übrigens ohne "Vorwarnung", eine Hausgeburt wäre bei der Großen ziemling eng, bei der Kleinen tödlich verlaufen.

Andrea

Beitrag von sacht736 27.12.09 - 18:38 Uhr

Hallo ,

also bei meinen 1. Kind hatte ich auch einen Blasensprung und da wurde mri gesagt das , das Kind nach einem Blasensprung mindestens nach 12-15 std. da sein sollte wegen der Infektionsgefahr.
Ich hatte schon eine anstehende Infektion mit Fieber ect. nach 12 std. Wehen und nach 13 std. war mein Sohn dann da per Saugglocke und es war hart an der grenze sonst wäre es auch ein KS geworden. Er kam auch gleich weg zur Untersuchung weil ich Fieber hatte und wegen der Infektion.

Meine anderen 2 Kinder kamen per KS auf die Welt weil mein Becken nach einer OP zu eng ist und mein Becken verschraubt ist.
Es ist schon ein doofes Gefühl zu wissen man kann nicht mehr normal entbinden ...in dem ersten Jahr hatte ich schon sehr dran zu knabbern , man sollte es aber schon irgendwie verarbeiten und nicht in sich rein fressen. Dies kann in eine Depression enden.
Und ich meine wenn ihr noch Kinder wollt bis zu 4 KS sind meist drinnen hab auch schon von 5 und 6 KS gehört.
Mit der Zeit wirst du damit schon zurecht kommen das es warscheinlich nciht mehr normal geht .....am besten immer Positiv denken und hauptsache ein gesundes Kind !!!!

Alles Gute für Euch

Beitrag von anyca 27.12.09 - 20:23 Uhr

Ich habe bei der letzten Geburt viel Blut verloren, wäre in Afrika sicher auch nicht gerade gut gewesen ... eine Freundin von mir, die im Bereich Entwicklungshilfe tätig ist, hat mir als Weihnachtsgeschenk eine Spende an eine Wohlfahrtsorganisation geschenkt, durch die einer Frau in Afrika eine sichere Geburt ermöglicht werden soll. Fand ich eine tolle Idee!#pro

http://www.oxfamunverpackt.de/sichere_geburt_schenken.aspx

Beitrag von sohnemann_max 27.12.09 - 21:11 Uhr

Hallo,

evtl. komme ich jetzt ein wenig biestig rüber - das will ich aber nicht.

Sorry, aber wo ist Dein Problem?!

Ich würde ein wenig sagen, dass Du professionelle Hilfe brauchst. Bitte suche Dir Hilfe - spreche mit Deiner Hebi oder einem Facharzt darüber.

Ansonsten wurde Dir ja schon gesagt - woanders wärst Du "drauf" gegangen oder sogar Dein Kind mit Dir. Das ist doch eigentlich schon genug Anlass Dir nicht über Pillepalle den Kopf zu zerbrechen.#liebdrueck

LG
Caro mit zwei WKS Kindern Max 5,5 Jahre und Lara 7 Monate

Beitrag von uvd 28.12.09 - 12:37 Uhr

hattest du eine einleitung bzw. hast du wehenmittel bekommen nach dem blasensprung?
in welcher position hast du dich befunden? konntest du umhergehen, knien, ins wasser etc. oder musstest du liegen?

wieso glaubt denn dein arzt, daß dein becken zu eng wäre?

Beitrag von mordilla 29.12.09 - 15:45 Uhr

Hallo!

Ich wurde mit Tabletten eingeleitet nachdem sich am Vormittag "nichts getan hat". Ich hatte Wehen aber im Rücken und die sieht man anscheinend am CTG nicht so gut. Dadurch, dass ich die letzten Schwangerschaftswochen extreme Ischias- und Kreuzschmerzen hatte, konnte ich die Schmerzen selbst kaum von den Wehen unterscheiden. Nein, ich hatte eine super Hebamme ohne die ich nie so weit gekommen wäre und auch die Ärzte waren toll. Ich muss dazu sagen, dass ich auch Schwangerschaftsdiabetes hatte und mein größter Wunsch eine spontane Geburt war. Meine Hebamme wollte mir halt wirklich zur Erfüllung dieses Wunsches beitragen und ich bin ihr, auch wenn ich jetzt weiß, dass es ohne Kaiserschnitt gar nicht gegangen wäre, auch dankbar dafür. Mein Muttermund war eh anderer Meinung, der ist nur auf 6 cm aufgegangen und keinen mm weiter.

Ich musste nach der Geburt in die Röhre. Das mein Becken zu eng war, hat man erst da gesehen. War auch nicht absehbar, weil mein Kleiner ja nur 2990 g gewogen hat und 35,5 cm Kopfumfang ja auch nicht so viel gewesen wären.

Ich WEISS, dass es gut so war wie es war und ich bereue nicht, dass ich es mit Spontangeburt versucht habe. Aber irgendwie hat's mich trotzdem angeknackst, ich kann das schlecht beschreiben...

LG
Mordilla