Familie ?!

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von -nati- 27.12.09 - 16:33 Uhr

Könnte schreien vor Wut. Könnte heulen vor Traurigkeit.
Wir sind eine Patchwork Familie. Zu meiner Schwiegermutter habe ich keinen Kontakt, weil wir uns sehr oft streiten wegen MEINEN kindern. ( die beiden ältesten ). Zu meiner Mutter haben wir auch nur bediengt Kontakt wegen den kids. ( den beiden ältesten ). Jetzt sind die großen bei dem Vater. Gestern habe ich mit meiner Mutter tele und sie gefragt warum sie denn nicht auch mal den kleinen nimmt ? Ihre Antwort war : Ich habe nichts mit den Kindern zu tun die von deinem Mann sind !( Mit Kindern meint sie den kleinen und unser Stern ). AAAhhhhh , was soll das denn bitte sehr ? Wie kann eine Frau die sich Mutter nennt soetwas sagen ?! Es schmerzt. Und ehrlich gesagt bin ich ratlos wie man da richtig reagiert.
Was würdet ihr denn jetzt machen ?

Lg Nati

Beitrag von lady.gaga 27.12.09 - 18:02 Uhr

Hallo,

Sie scheint deinen Mann nicht sonderlich zu mögen, liege ich da richtig?

Wenn ja, finde ich sollte sie das auch auf ihn alleine beschränken. Die Kinder können da nichts dafür, und sollten nicht mit reingezogen werden.

Allerdings muss ich auch sagen, das ICH persönlich den Kontakt warscheinlich schon abgebrochen hätte.
Denn entweder meine Mutter akzeptiert meinen Mann, meine Familie und alles dum und dran, oder sie lässt es bleiben. Und dann aber komplett.

Meine Mutter war nämlich auch nicht begeistert von meinem Mann. Da er viel älter ist als ich.
Und das hat sie ihm auch per telefon damals gesagt.
Aber als sie gemerkt hat das es ihm ernst mit mir ist, und erfahren hat, das ich ein Kind erwarte und wir heiraten wollen hat sie sich eingekriegt, und wir haben guten Kontakt, und mein Mann wurde voll und ganz in der Familie aufgenommen.

Wäre das anderes gewesen, hätte ich mit Sicherheit den Kontakt beendet.#cool

Gruß
Lady G.

Beitrag von karo_austria 28.12.09 - 18:14 Uhr

Hallo!

Ich kann dich einerseits gut verstehen.

Meine Schwiegereltern konnten mich auch nicht leiden (beruhte sicherlich auf Gegenseitigkeit - zumindest nach einiger Zeit) und auch die Kinder haben sie sehr unterschiedlich behandelt.

1. Tochter war gleichzeitig ihre 1. Enkeltochter
2. Tochter war ja "nur" ein Mädchen
3. Tochter war ja wieder NUR ein Mädchen!!!

Somit habe ich 3 Mädchen das Leben geschenkt - kein Stammhalter - niemand der den Familiennamen (zumindest nach altem Brauch) weiterführt. ICH weiß, dass Mädchen den Namen beibehalten können - aber meine Schwiegereltern...... #gruebel

Im Prinzip haben wir uns zu den gegebenen Anlässen getroffen und oberflächlichen Kontakt gepflegt.

Zu meinen Eltern ist der Kontakt noch schlimmer: mit 16 Jahren hat mich meine Mutter vor die Tür gesetzt - und nicht weil ich in meinen "wilden Jahren" war, sondern weil mein Vater sie betrogen hatte und ich eine engere Bindung zu ihm hatte! Das Verhältnis zu ihr war geprägt von Schlägen und Misshandlungen! Hin und wieder ruft sie mich an und wünscht mir zB zum Muttertag einen wunderschönen Muttertag damit sie mir auch einen "Muttertagsgruß" abringt. Dieses Jahr hat sie sicherlich 15 mal angerufen (ich hab nicht abgehoben).

Mein Vater hat es nicht verkraftet, dass ich erwachsen wurde. Nach seiner Scheidung von meiner Mutter lebte ich bei seinen Eltern und machte meine Lehre zu Ende, meinen Führerschein und war generell eine sehr Ruhige und Brave! Mit 20 heiratete ich meinen Mann und mit 21 bekam ich unsere 1. Tochter. Als unsere 2. Tochter zur Welt kam, begannen wir ein Haus für uns zu bauen - und hier kam dann auch der Bruch mit meinem Vater - für mich sehr überraschend und schmerzhaft. Doch von allen Seiten hört man nur, dass er glücklich ist, nichts mit seinen Kindern (insgesamt 4) zu tun zu haben.

Mittlerweile bin auch ich geschieden (sollte halt alles nicht so sein) und auch wieder in einer glücklichen Partnerschaft. Die Mutter meines Partners ist leider schon sehr senil aber sehr liebenswert. Von seinen Geschwistern (Großfamilie) wurde ich unterschiedlich aufgenommen - von herzlich bis abweisend war alles dabei. Natürlich wurde auch vermutet, dass ich einfach einen neuen Ernährer brauche!!! #schock:-[#rofl

Inzwischen sind wir fast 2 Jahre zusammen und vor 5 Monaten bin ich mit meinen Mädels in seine Heimat gezogen (Nachbarbundesland - 180 km). Von seinen Verwandten werden wir inzwischen wie Familienangehörige behandelt - das habe ich vor allem auch zu Weihnachten gesehen. Meine Kinder haben teilweise Geschenke bekommen, dass ich richtig erschrocken war: 1. gar nicht erwartet und 2. viel zu viel (teuer). Vielleicht liegt es aber auch ein bisschen am schlechten Gewissen, weil mich einige dann doch sehr voreingenommen behandelt haben!? ;-)

Wie gesagt: ich weiß wie es sich anfühlt, wenn die Familie fehlt!

In deinem Thread kommt es allerdings rüber, als wenn du mehr einen Gratis-Babysitter brauchen würdest als eine liebevolle Familie. Ich nehme mal jetzt einfach an, dass das jetzt nur hineininterpretiert ist! ;-)

Es tut gut, wenn auch mal ein paar Stunden Zweisamkeit machbar sind und man weiß, dass die Kinderlein gut versorgt bei der Oma sind! Aber wenn die Familienverhältnisse eigentlich nicht die besten sind, ist es meist vorteilhafter, wenn man einen externen Babysitter beauftragt und die "Nachwehen" einer solchen Gefälligkeit nicht ertragen muss!
Macht nur wieder Stress!

Also - nimm´s wie es kommt - aber nicht zu schwer!!!

Liebe Grüße

Petra,
die heuer nach 10 Jahren die 1. Weihnachtskarte an ihren Papa verschickt hat --> keine Antwort/Reaktion #schmoll

Beitrag von -nati- 28.12.09 - 19:34 Uhr

Hi,

>>In deinem Thread kommt es allerdings rüber, als wenn du mehr einen Gratis-Babysitter brauchen würdest als eine liebevolle Familie. Ich nehme mal jetzt einfach an, dass das jetzt nur hineininterpretiert ist! <<

Nein so war es nicht gemeind !
Meine Mutter hatte mich sehr früh bekommen, war also nicht geplant. Nach meiner Geb. hat sie sich von meinem Vater getrennt. Sie lernter dann einen neuen, mit ihm hat sie dann 5 weiter kinder ( 6 insgesamt ). Habe sehr früh erfahren dürfen das er nicht mein leiblicher Vater war. Das war sehr schwer für mich, weil ich immer das gefühl hatte ich gehöre nicht dazu. Durch meine schwester : du bist eh nicht meine richtige schwester, und durch mein "Vater" den ich mal Papa nennen durfte oder mal mit dem Vornamen. Als ich dann mit dem ersten schwanger war, sagte dann meine andere schwester zu ihrem Vater, das ich ein Baby bekommen und sie sich darüber freut Tante zu werden. Da wusste sie es aber noch nicht , Das er mein Stiefvater war. Und seine Antwort darauf war dann : ich habe damit nichts zu tun sie ist nicht meine Tochter ! Meine Schwester war 9 Jahre und sehr erschrocken darüber.
Heute habe/hatte ich bediengt den kontakt zu meiner Mutter wegen den kindern. Und als der dritte geb. wurde es weniger. Unsere Familienverhältnisse waren nicht so wie es sein sollte ! Ich selber wurde nur hingenommen ! Und die Familienfeiern die waren, hatte ich immer das Gefühl es sei ein schatten über mich.

Noch mal darauf zurück zukommen ( Babysitter ) Hab ich ein ! ;-)

Lg Nati #klee

Beitrag von karo_austria 28.12.09 - 19:55 Uhr

Hallo nochmal!

Hab ja auch geschrieben:
>>Ich nehme mal jetzt einfach an, dass das jetzt nur hineininterpretiert ist!<<

Das ist schlimm, wenn du dich immer als 5. Rad am Wagen hast fühlen müssen.

Weißt du - mir hat immer geholfen, dass ich mir gesagt habe, dass meine Kindheit VORBEI ist! Sie kommt nicht zurück!!! Das hat mir ziemlich gut getan. Meine Schwester allerdings möchte unbedingt "ihre" Kindheit zurück. Wobei sie hier einer Idealvorstellung hinterherläuft und auf ewig hinterhertrauert. Ich allerdings habe durch "meine Bewältigung" mit der Vergangenheit abgeschlossen und so kann ich mich Neuem - meiner eigenen Familie - zuwenden.

Aber auch ich habe manchmal sentimentale Anwandlungen und bin traurig über die Situation. Meine Eltern haben zB noch nie meine Jüngste gesehen (bald 5 Jahre alt). Und die beiden anderen auch vor Jahren das letzte Mal. Auf der Straße würden sie sich nicht kennen! Vielleicht eh besser so!?

Meine Mutter weiß, dass ich geschieden bin (über meine Schwestern). Ob mein Vater das auch weiß? Keine Ahnung! Vermutlich. Dass ich vor knapp 2 Jahren soooo krank war, dass ich für 6 Wochen in eine Rehabklinik musste - wissen sie vermutlich beide nicht - oder es interessiert sie einfach nicht. Gerade in dieser Zeit hätte ich aber wirklich jemanden brauchen können (schweres BurnOut inkl. Depressionen).

Tja - was uns nicht umbringt, macht uns nur härter!
Oder: Aufgeben tut man einen Brief!

So lauten meine Mottos. Ist auf Dauer aber irrsinnig anstrengend!

Also sag ich mir, dass ich es mit meinen Kindern einfach versuche, besser zu machen! Um das zu erreichen, muss man nicht mal viel machen! ;-) Also keine unrealistische Vorstellung!

Ich wünsch dir alles Gute und viel Glück

Petra