mein mann und das liebe geld

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von babybel09 27.12.09 - 21:44 Uhr

ich bin total verzweifelt.
ich bin im 9. monat und in 2 monaten wird mein einkommen mit knapp 1500€ wegfallen.
das kindergeld/elterngeld verwende ich für essen/trinken/kind im monat.
mein mann ist aber jetzt schon 900€ im Minus und das obowohl er nochnichtmal mich "auffangen" muss ( also meine kosten mit übernehmen muss.

er verdient dann (nach steuerklassenwechsel) 2100€ netto.
unsere miete mit 770€ schlägt zwar rein, aber wie kann man soo hoch ins minus kommen???
er weiß es (angeblich) selber nicht.

wir leben nicht auf großem fuß, eher sehr sparsam. habe halt die fixkosten jeden monat.

nun hab ich angst , dass wir uns mit kind und ohne mein einkommen extrm hoch verschulden werden!


unsere ehe leidet schon sehr darunter!

wie sieht das bei euch aus?
meint ihr nicht auch, man müsse damit irgendwie auskommen?

lg

Beitrag von duchovny 27.12.09 - 22:06 Uhr

Irgendwie ist gut! Wir haben soviel wie dein Mann verdient insgesamt (mit Kindergeld usw.) zu 4! Miete ist bei uns 520 warm, aber trotzdem!

Gibts da nicht noch was einzusparen? Bei den Fixkosten, oder auch so?

Weil ehrlich! Ich finde das ist eine Menge Schotter!

Aber 1 Jahr oder 2 bekommst ja noch Elterngeld, so dass er dich nicht ganz auffangen muss!

Was habt ihr denn für Fixkosten, vielleicht findet man ja Einsparpotential!

LG

Susanne

Beitrag von sassi31 27.12.09 - 22:54 Uhr

Da hilft es euch wohl nur, wenn ihr ein Haushaltsbuch führt und alle Kosten genau aufschreibt. Selbst, wenn es nur 30 Cent für ein Brötchen sind. Dann werdet ihr sehr schnell dahinter kommen, wo das ganze Geld bleibt und ob es Einsparpotential gibt.

LG
Sassi

Beitrag von myimmortal1977 28.12.09 - 00:05 Uhr

2.100 € ist schon ein gutes Einkommen, um "normal" leben zu können. Wir haben 1.900 € für eine 3 köpfige Familie und bezahlen davon 800 € für ein Haus. Der Rest ist für Versicherungen, Essen, Anschaffungen. Das ist nicht viel! Große Sprünge können wir davon nicht machen.

Lt. ALG Rechner hätten wir sogar noch Anspruch auf ergänzendes ALG II. So um die 250 € mtl. Da ich aber noch Mieteinnahmen habe, die allerdings +/- 0 in eine Finanzierung gehen, bekommen wir dieses ergänzende ALG II nicht.

Dafür gehe ich nun ab Januar wieder in TZ arbeiten. Aber ohne dieses zusätzliche Geld würde es bei uns bald auch recht knapp aussehen.

Wichtig ist, dass Ihr alles Finanzielle mal durch geht. Von Versicherungen, die ggf. unnötig sind, über Versicherungsoptimierung (günstigere Versicherungen, da lassen sich oftmals etliche 100 € im Jahr sparen) über Sparverträge herab setzen, über Sonderangebote kaufen, wo man früher "blind" gekauft hat, über Stromanbietervergleich etc....

Man muss sich etwas einkürzen, wenn ein Gehalt weg fällt. Mit 2 vollen Gehältern hat man immer einen gewissen Lebensstandard und man ist gezwungen sich rechtzeitig darüber mal Gedanken zu machen, sonst kann man tatsächlich den Bach runter gehen.

LG Janette



Beitrag von manavgat 28.12.09 - 17:53 Uhr

Tja was soll man sagen...

Dein Mann soll die Knete auf den Tisch legen und dann wird gemeinsam entschieden, wie es eingeteilt wird.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jacky 28.12.09 - 20:37 Uhr

Du bekommst doch 67 % Elterngeld. Also fällt doch nicht alles weg. Du hast allein an Elterngeld etwa 1000 Euro und 164 Kindergeld. Das kann kein normal wirtschaftender Mensch für einen Säugling und Lebensmittel im Monat ausgeben. Wenn dein Mann nicht mit Geld umgehen kann, rate ich dir, dich finanziell von ihm getrennt zu halten, sonst hängst du irgendwann mit drin. Sprich: Kein gemeinsames Konto etc.

Beitrag von windsbraut69 29.12.09 - 07:26 Uhr

"Das kann kein normal wirtschaftender Mensch für einen Säugling und Lebensmittel im Monat ausgeben."

Nein?
Du meinst also, "normal wirtschaften" bedeutet, unabhängig vom Einkommen, auf niedrigstem Level zu knausern?

Wenn man Wert auf vernünftige Lebensmittel vertretbarer Herkunft lebt, sind 1000 Euro keineswegs utopisch viel für 3 Personen, dafür muß man nicht über die Stränge schlagen.

Gruß,

W

Beitrag von terrorprinzessin 29.12.09 - 12:05 Uhr

Liebe Babybel,

So schwierig ist das gar nicht. Es kommt drauf an wie ihr das bisher gemacht habt. Du schreibst Du hast die Fixkosten alleine getragen, was hat Dein Mann übernommen???

Wir haben die Fix- und Variablen Kosten immer geteilt und so mit den Ausgleich geschaffen. Bis es uns zu blöd war und wir alles in einen Topf geschmissen haben.

Du rechnest derzeit mit Elterngeld und Kindergeld , sagen wir in Deinem Fall um die 1164,- Euro .

Jedem Kind steht Unterhalt zu, auch in einer Ehe. Die Höhe des Unterhalts kannst Du der Düsseldorfer Tabelle entnehmen. Hier der Link:
http://www.treffpunkteltern.de/article.php?sid=894

Lass Dir den Unterhalt doch am Anfang des Monats auf Dein Konto überweisen oder auch Einzahlen mit dem Vermerk das es Unterhalt ist.

Sollte er sich weigern, was ich nicht hoffe so kannst Du immer noch zum Jugendamt gehen.

So hoffe ich das es bei Euch bald wieder aufwärts geht.

Grüßlis