Mein geliebter Opi möchte nicht mehr.

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von jennychrischi 27.12.09 - 21:48 Uhr

Ich hab grad einen Anruf meiner Mama erhalten. Mein Opi, fast 70, hat heut verkündet nicht weiter leben zu wollen #heul Er ist Herzkrank, Bluter und sein Rücken ist so kaputt, das ihm jeder Schritt schmerzt. Noch dazu ist meine Oma ein richtiger Drache. Sie macht ihm das Leben schon immer verdammt schwer. Nun haben die beiden bald goldene Hochzeit. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, das er nicht mehr möchte und seine Medikamente absetzt. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis er nicht mehr bei uns ist.#heul Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich liebe meinen Opi doch so. Schon immer. Mama sagt ich muss es so akzeptieren, wenn es sein Wunsch ist, können wir nichts daran ändern. Mein Opi ist total klar im Kopf. Also es ist keine Entscheidung eines wirren alten Herrens. Ich bin so unendlich traurig und, ach ich weiß gar nicht ob es Worte dafür gibt, ich kann nichtmal weinen, so weh tut es.

Beitrag von chaosotto0807 28.12.09 - 22:42 Uhr

hallo,

ich fürchte, du kannst nicht viel tun.......musst es wohl oder übel so akzeptieren, wie es dir auch deine mama schon gesagt hat......auch, wenn es sehr weh tut......

ich wünsche dir ganz viel kraft für die nächste zeit.....

LG mareike

Beitrag von jennychrischi 28.12.09 - 23:29 Uhr

Danke für deine Worte :-)

Es tut sehr weh an Opi zu denken. Ich hoffe, das er die Geburt seines Urenkels noch erlebt. Mein Freund und ich haben beschlossen, unserem Sohn als stillen Beinamen den Namen meines Opas zu geben. Ich hatte immer eine sehr innige und tiefe Beziehung zu ihm. Wenn es sein Wunsch ist, dann akzeptiere ich es auch. Wahrscheinlich hilft es ihm, wenn man nicht groß diskutiert, sondern ihm einfach auf dem Weg beisteht. Auch wenn es so sehr wehtut.

Beitrag von chaosotto0807 29.12.09 - 19:50 Uhr

hallo,

ich finde es ist eine sehr schöne idee, eurem sohn den namen deines opas als 2. namen zu geben...meine tochter hat als 2. namen den namen meiner mama bekommen....#kerze

ich würde auch nicht viel darauf "rumreiten"...sei einfach für deinen opa da, das ist das beste was du für ihn tun kannst.

es wäre sicherlich sehr schön, wenn er es bist märz noch schaffen würde....#herzlich

LG und alles gute

Beitrag von holidaylover 30.12.09 - 20:41 Uhr

kannst du ihn nicht besuchen und so evtl. motivieren noch seinen urenkel zu erleben?
mein opa hat seine urenkel leider gar nicht kennen lernen können, was ich sehr schade finde! :-(
meine jüngste hat auch uroma´s vornamen als 2. vornamen mitbekommen, da diese im gleichen monat starb, als emma gezeugt wurde. #schmoll
heute ärgere ich mich auch, daß ich nicht meinem ältesten opa´s vornamen mitgegeben habe.
das ist wirklich eine tolle idee! #pro
lg
claudia

Beitrag von ayshe 30.12.09 - 20:56 Uhr

du kannst gar nichts tun.

mein opa hat seinen tod mit 99 jahren beschlossen.
er hat nichts mehr gegessen.
ja, er war auch absolut klar, keinerlei demenz oder sonstwas.

es war schwer damit umzugehen.

es ist sein leben, du mußt es wohl akzeptieren.

in gewissem maße kann ein arzt etwas tun, muß er ja auch nach hippokrates, aber die eigentliche entscheidung fällt doch der mensch selbst.