Trennung, wenn es finanziell eigentlich nicht geht

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Beitrag von mysterywomen 28.12.09 - 11:49 Uhr

Hallo

Auch wenn ich es immer albern fand wenn andere für ihre Bekannten gefragt haben, heute mach ich es auch, nachdem ich hier meine in Tränen aufgelöste Freundin hier sitzen habe.

Sie und ihr Mann haben ein 7-jähriges Kind und ein Haus welches ihr gehört. Sie steht auch nur im Grundbuch weil es ihr Elternhaus ist und sie schon etliche Jahre vor der Ehe drinstand.
Beide haben sich vor Jahren einen Kredit aufgenommen um notwendige Reperaturen um Umbaumaßnahmen zu machen.
Dieser Kredit samt Nebenkosten verschlingt jeden Monat rund 1400€.

Sie stehen jetzt an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht und sich trennen möchten.
Meine Freundin geht halbtags arbeiten.

Wie sieht es finanziell aus?
Was steht ihr als alleinerziehende zu?
Sie würde gerne das Haus behalten, kann es aber mit dem Gehalt nicht abbezahlen.
Würde sie in eine andere Lohnsteuerklasse rutschen und mehr netto haben?

Wir würden uns über Antworten freuen.

Mw.

Beitrag von susanne85 28.12.09 - 11:54 Uhr

hallo,

sowas ist immer traurig

habt ihr evtl. beim kreditgeber angeklopft ob eine streckung möglich ist mit geringeren raten?

was verdient deine freundin monatlich. ihr stehen neben dem gehalt unterhalt vom mann zu. wieviel das ist hängt von ihm ab. ich denke das haus wird ohne vollzeitjob nicht zu halten sein.

alles gute

susanne

Beitrag von mysterywomen 28.12.09 - 11:59 Uhr

Danke für deine Antwort.

Sie haben sich noch niergends erkundigt da die "Bombe" über Weihnachten erst geplatzt ist.

Mw.

P.S. Sie verdient ca. 1100€ brutto

Beitrag von marion2 28.12.09 - 12:04 Uhr

Hallo,

deine Freundin bekäme Unterhalt für das Kind.

Evtl. könnte sie den Lastenzuschuss beantragen.

Allerdings glaube ich nicht, dass sie das Haus halten können wird.

Gruß Marion

Beitrag von 1familie 28.12.09 - 12:29 Uhr

Hallo,

eventuell kann sie umschulden und eine kleinere Rate zahlen und sie geht dann Vollzeit arbeiten.
Ansonsten sieht es wohl bei Ihrem gehalt sehr schwierig aus!

ICh weiss, jetzt ist das Kind eh schon in den Brunnen gefallen, aber wir für unseren Teil haben vorher gerechnet, ob es auch einer allein bezahlen kann.

LG

Beitrag von swety.k 28.12.09 - 12:52 Uhr

Hallo,

bei einer Rate von 1.400 Euro scheint der Kredit ziemlich hoch zu sein und hat sicherlich auch eine lange Laufzeit. Da wird es schwierig sein, bei der Bank auf eine niedrigere Rate umzuschulden, weil das die Laufzeit ja noch mehr verlängern würde.

Wer ist denn Kreditnehmer? Beide zusammen oder nur Deine Freundin? Und liegt auf dem Haus eine Grundschuld als Sicherheit? Wenn sie beide Kreditnehmer sind, kann die Bank auch von dem Mann die Rate verlangen. Der wird das aber nicht zahlen und insofern ist es eigentlich auch egal, wer Kreditnehmer ist. Wenn die Rate nicht mehr bezahlt werden kann und das Haus als Sicherheit dient, hat Deine Freundin leider Pech.

Wenn sie sich nicht einen Job sucht, bei dem sie die Rate allein aufbringen kann, muß sie das Haus verkaufen.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von joy1975 28.12.09 - 14:07 Uhr

Wie hoch ist denn der Gesamtkredit?
Kann Sie arbeitstechnisch aufrüsten?
Besteht vielleicht die Möglichkeit, Teile des Hauses unter zu vermieten?
Im anderen Fall würde ich vielleicht das komplette Haus vermieten (wenn die Mieteinahmen den Kredit decken) und erst mal ausziehen. So würde sie zumindest das Haus retten und wenn es bei ihr wieder besser aussieht, kann sie ja auf Eigenbedarf kündigen.

Beitrag von mysterywomen 28.12.09 - 16:59 Uhr

An euch alle die hier geantwortet haben ein dickes Dankeschön #liebdrueck

Nachdem ich hier den ganzen Tag meine am Boden zerstörte Freundin aufgebaut habe, im Internet geforstet habe welche finanziellen Mittel ihr zustehen, klingelte es vorhin und der Mann meiner Freundin stand vor der Tür.
Bei einer Tasse Kaffee sind sie zu dem Entschluss gekommen sich heute Abend zusammen zu setzen und erst einmal in Ruhe über ihre Situation zu reden #bla

Jetzt haben wir für heute Nacht die Kleine hier und ich hoffe es ist noch nicht alles verloren und die beiden raufen sich wieder zusammen :-)

Ich würd´s ihnen gönnen denn sie sind immer so ein tolles Paar gewesen (hatte es zumindest den Anschein).

Mw.

Beitrag von manavgat 28.12.09 - 17:47 Uhr

Ich würde einen Teil des Hauses untervermieten, evtl. ein Zimmer an eine Studentin oder eine WG mit jemand aufmachen.

Auch als Hausbesitzerin (bis 120 qm) hat sie Anrecht auf ALG2 (ergänzend, wenn sie arbeitet). Allerdings werden nur die Zinsen, nicht die Tilgung angerechnet sowie die Nebenkosten.

Auch möglich: Lastenzuschuss (Wohngeld für Haus/Wohnungseigentümer).

Gruß

Manavgat