Warum ist Weihnachten scheinbar nur etwas für Christen?

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Forum: Weihnachten

Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsbäume, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsfeiern ... hier dreht sich alles um die Weihnachtszeit. Tipp: Schaue doch einmal in unsere Artikel zum Thema: Geschenke für die Kleinsten, Zauberhafte Adventszeit mit Kindern.

Beitrag von birkae 28.12.09 - 19:21 Uhr

Hallo,

es mag ja eigentlich ein Fest für die Gläubigen gewesen sein - ich kenne mich da nicht so aus und das Wissen darum ist mir auch nicht so wichtig, dass ich mich deswegen belesen müsste - aber warum dürfen Atheisten nicht auch ein Weihnachten, so wie es ihnen gefällt, feiern?#kratz

Wenn für die einen Weihnachten bedeutet, in die Kirche zu gehen, sollen sie.#freu

Wenn für die anderen Weihnachten bedeutet, ihren Lieben Geschenke von einem Weihnachtsmann bringen zu lassen, sollen sie.#freu

Wo ist die hochgepriesene Nächstenliebe, wenn es um Glaubensfragen geht?#cool

Meine Schwägerin, wollte meine Kinder am 24.12. in die Kirche zum Krippenspiel mitnehmen und war beleidigt, dass ich meinen Kindern diesen ihrer Meinung nach wichtige Information, warum wir Weihnachten überhaut feiern, vorenthalten will. Und als sie die Kinder dann am 25.12. sah, fragte sie doch meinen 5Jährigen, ob denn der ECHTE Weihnachtsmann da war...#schock

Abgesehen davon, dass meine Kinder in einem staatlichen Kindergarten über die Weihnachtsgeschichte mit Jesus, Maria und Josef aufgeklärt wurden, verbringen wir unsere Feiertage so, wie und wo wir es wollen. Aber bestimmt nicht dort, wo ein Glaube praktiziert wird, der nicht der unserige ist.

Meine Kinder sollen später einmal selbst entscheiden, ob sie gläubig sein wollen und vor allem, welcher Religion sie sich zuwenden wollen. Das ist für mich aber noch lange kein Grund, die Feiertage der unterschiedlichen Religionen zu nutzen, in Kirchen, Moscheen etc. zu gehen, um meinen Kinder "Informationen" zu geben.
Und nur weil die Christen Weihnachten als "IHR" Fest ansehen, heißt es nicht, dass unser Weihnachten identisch mit dem christlichen Weihnachtsfest ist. Unser Weihnachten ist unsere Familientradition. Es ist ein Familienfest, genauso wie Ostern (worauf die Christen scheinbar auch ihren Stempel gedrückt haben) oder die Geburtstage der Familienmitglieder. Wir feiern unsere Feiertage so, wie wir es wollen, ohne sie uns zensieren zu lassen.

Nur weil die gläubigen Menschen ihre Art eines Festes feiern, muss es nicht unsere sein. Ich setzte Budismus, Judentum, Katholizismus, Evang. etc. alle gleich. Ich respektiere sie und versuche nicht, ihnen ihren Glauben meiner Sichtweise anzupassen.

Warum wird (und das ist mir hier im Forum auch aufgefallen) nicht einfach Nächstenliebe so halten, dass man seine Nase in seine eigenen Dinge steckt und andere nicht bekehren will? Wer sagt denn, dass nur das Christentum das einzig Wahre ist - denn so kommt es mir zumindest vor, dass wir "Anderen" in der "Hierarchie" unter den Christen sind...#gruebel

Sorry, falls dass jetzt bei Einigen in den falschen Hals kommen sollte, aber ich bin von meiner Schwägerin dermaßen enttäuscht, und das Lesen hier im Forum hat jetzt sein übriges getan. Das letzte, was ich möchte, das sich jetzt alle Christen angegriffen fühlen. Wenn ihr euch nicht mit meinem Geschreibsel identifizieren könnt, freut es mich. Aber wie bei allem in Leben, die negativen Erfahrungen prägen mehr und die, die sich "vernünftig" verhalten, fallen durch das Raster...;-)

Was ich eigentlich nur aussagen wollte: Durch die Feiertage bedingt grenzt das Verhalten gegenüber Atheisten in meinen Augen manchmal schon an Diskreminierung. Bitte, lasst jedem seine Entscheidung, wie er sein Leben leben will. Ihr habt euer Leben, dass ihr nach euren Vorstellungen leben könnt. Und das gleich Recht billigt bitte auch allen anderen zu.
Danke!



LG Birgit

Beitrag von emmapeel62 28.12.09 - 19:28 Uhr

Wenn ich hier im Forum lese, erweckt gerade das Weihnachtsforum bei mir den Eindruck als wären mindestens 90 % aller User hier total oberflächlich. Dabei ist es mir herzlich ist egal ob jemand seinen Adventskranz selbst klöppelt oder jeden Tag in die Kirche geht.

JustMy2Cents ;-)

Beitrag von birkae 28.12.09 - 19:42 Uhr

Eben, mir ist es auch egal. Jeder so, wie er will.

Guten Rutsch!
Birgit

PS: Was bedeutet dein JustMY2Cents? Das kenne ich nicht#gruebel

Beitrag von emmapeel62 28.12.09 - 19:55 Uhr

JustMy2Cents: Mein Scherflein dazu betragen - frei übersetzt: Meinen Senf dazugeben ;-)

Beitrag von birkae 28.12.09 - 19:57 Uhr

Und wieder etwas dazugelernt, danke!;-)

Beitrag von mvtue 28.12.09 - 20:00 Uhr

weihnachten kann jeder feiern, wie er will...ob er christlich ist oder nicht....

meine meinung.

andere können nicht über den tellerrand ihrer christlichen seele hinausgucken und verdammen alle ungläubigen...

ich hatte mal ne muslimische freundin, die nie in die moschee ging, deren vater nie 5x täglich gen mekka betete und trotzdem war das zuckerfest das schönste in ihrem jahresablauf....

allerdings bin ich schon der meinung, dass man seinen kindern zumindest vom ursprung des festes erzählen sollte.

glg

Beitrag von 24hmama 28.12.09 - 20:03 Uhr

meine Meinung-

Jeder !!! hat das Recht WEihnachten zu feiern,
aus dem Grund, aus dem er es für richtig empfindet.

Beitrag von curlysue2 28.12.09 - 20:11 Uhr

Hallo!

Auch für mich ist Weihnachten ein Fest für ALLE. Egal welchen Glauben sie haben. Jeder der es fgeiern möchte, soll es machen - auf seine Art. Ich habe die ERfahrung gemacht (wie gesagt MEINE Erfahrung, muss nicht stellvertretend für alle sein), dass die Christen die am lautesten schreien und IHR Fest am vehemensten verteidigen auch die scheinheiligsten und Intolerantesten sind und meist zu denen gehören, die ihren Glauben nach aussen hin immer verteidigen, predigen ohne Ende und dann z.B. an Jemanden der auf der Strasse hingefallen ist vorbeigehen und weghören und -sehen wenn das Nachbarskind geschlagen wird. Die IHRE Art zu feiern und zu glauben als das Einzig Wahre darstellen, nach aussen hin eitel Sonnenschein und dann Ihre "Nächstenliebe" und "Toleranz" zeigen indem sie auf der Art zu feiern bei anderen rumhacken oder es niederreden, die auch keine Lust ahben sich richtig zu informieren, nur ihre Sichtweise als die einzig richtige gelten lassen. Sie brauchen sie ja auch nicht zu ändern, das verlangt niemand, aber auch die Meinungen der anderen AKZEPTIEREN. Schon allein die alljährliche immer wiederkehrende Diskusionen Weihnachtsmann gegen Christkind usw. Und die Anspruchname dass nur Christen an diesem Tag feiern dürfen. Gut fand ich auch die Fürbitte, die am 4.Advent gesprochen wurde (ich habe die Messe mit meiner Fam. besucht, da mein Vater ein Gedenken an unsere Mutter bestellt hatte): "Wir bitten Dich für alle, die nicht an den wahren Gott glauben." Danke, find eich sehr nett, dass wir "Heiden" wenigstens in die Gebete mit eingeschlossen werden, sehr goßzügig, wäre auch nett, wenn das im Alltag auch mal durch Taten belegt werden würde:-p

Ich bin streng katholisch aufgewachsen, habe sowohl Scheinheilige als auch "echte" Christen in der Gemeinde kennengelernt. Die "echten" waren die ruhigsten. In unserer Familie sind immer noch alle Katholiken, ich bin die Einzige die was anderes glaubt. Und trotzdem feier ich mit. Allerding nicht die Geburt Christi, sondern die Wintersonnwende, das Jul-fest, das auch um dieses Datum stattfindet und weitaus älter ist als das christliche Weihnachten. Zumal vieles aus der christlichen Tradition auch von den Heiden übernommen wurde. Ich gehe sogar mit in das Krippenspiel, einfach weil es bei uns eine Familientradition ist und wir GEMEINSAM als Familie den Tag begehen, ich gehe auch auf die Messen die mein Vater für meine Mutter bestellt. Ich gehe nur nicht mehr die Hostie abholen und bete nicht mehr das Vaterunser. Und obwohl ich nicht mehr an die Kirche und die christliche Lehre glaube, neige ich auch meinen Kopf, da es für mich mit Respekt und Akzeptanz anders Denkender und Gläubigen zu tun hat. Die Messe für meine Mutter und meine Großeltern besuche ich aus Liebe zu meinem Vater und aus Gedenken an die Verstorbenen, beten kann ich dann auch meine eigenen Gebete im Stillen. Jeder findet seine eigene Wahrheit und ich finde es schrecklich dass einige (nicht nur Christen) meinen sie müssten alle anderen missionieren. Meinetwegen kann jeder glauben und feiern was und wie er will, solange er auch andere akzeptiert.

Oha und wieder bin ich ausgeschweift#hicks#schwitz, hoffe aber, dass ich ein dennoch auch auf Deinen Ausgangsthread eingegangen bin und Dich ein wenig richtig verstanden habe.

LG

curlysue

Beitrag von curlysue2 28.12.09 - 20:14 Uhr

"Zumal vieles aus der christlichen Tradition auch von den Heiden übernommen wurde"

sollte andersrum heißen#klatsch :

Vieles haben die Christen von den Heiden übernommen.

LG

Beitrag von birkae 28.12.09 - 20:18 Uhr

Ja, du hast mich genau richtig verstanden.

LG
Birgit

Beitrag von king.with.deckchair 28.12.09 - 20:16 Uhr

"genauso wie Ostern (worauf die Christen scheinbar auch ihren Stempel gedrückt haben)"

Du weißt aber schon, dass das Osterfest das höchste christliche Fest ist? Und dass du deine "Familienfeste", wie du sie nennst, nicht hättest, wenn nicht in Deiner Familie aus - christlicher - Tradition heraus diese Feste begangen worden wären?!

Ich hab' ehrlich gesagt keine Ahnung, wo Dein Problem liegt.

Ich feiere an Weihnachten die Liebe und das Leben, meine Familie, die Wintersonnenwende und ein bisschen auch den historischen Jesus. Denn mit mir ist es paradox: Ich glaube nicht an Gott, folglich glaube ich den ganzen "Gottes Sohn"-Kram nicht. Ich denke aber, dass die Person Jesus schon sehr viel Gutes bewirkt hat und für die Liebe als solches steht.

Mögen die anderen in die Kirche rennen oder was weiß ich - ich gehe nicht und keiner schaut deswegen schief.


Ch.
... auch nicht gläubig, sich aber in keinster Weise diskriminiert fühlend - von Christen zumindest nicht!

Beitrag von birkae 28.12.09 - 20:29 Uhr

Das Ostern das höchste christliche Fest ist, ist mir bekannt. Aber das hat damit nichts zu tun, dass die christlichen Feiern über allen anderen stehen, wie einige Christen uns vorleben.
Und Ostern ist älter, als das Christentum...

Mein Problem liegt darin, dass ich mich verteidigen muss, dass ich NICHT gläubig bin.

Klar haben unsere Familienfeste ihren Ursprung in den christlichen Traditionen. Aber darf man deshalb nicht seine eigenen Feste entwickeln? Darf man nicht eigenständig seine eigenen Entscheidungen fällen, ohne krittisiert zu werden?
Muss man jetzt selbst ein christliches Fest feiern, weil die christliche Tradition dies so vorschreibt? Oder ist es nicht jedem selbst überlassen?

LG

Beitrag von nack-nack 29.12.09 - 11:08 Uhr

Also keiner wird von Christen diskriminiert oder muss sich davor verteidigen!

Ostern ist mit dem Christentum entstanden! Denn an diesen Tagen feiert man
Gründonnertsag: das letzte Abendmahl
Karfreitag: die Kreutzigung Jesus
Und der wichtigeste Tag
Ostersonntag ond-montag: die Auferstehung Jesus

Dies ist das wichtigeste Fest.

Das wir Ostern so feiern wie heute (also mit Eiersuchen und Geschenken und das niemand weis weswegen) ist durch den Heidentum entstanden.

Aber niemand meckert!!!

Das wir Weihnachten mit wqeihnachtsmann feiern ist auch von den Heiden heraus entwickelt worden!

Und auch hier meckert niemand!

Es sind eher immer die Christen die sich verteidigen müssen wenn sie zu Ostern in die Kirche gehen.

Ich selber bin atheistisch erzogen worden und mit 14 in die evangelische Kirsche gewechselt.

Und bei uns kommt auch zu Weihnachten der Weihachtsmann, zu Ostern der Osterhase und da wir einen ganz ganz kleinen Sohn haben, sind wir dieses Weihnachten auch nicht zum Krippenspiel gegeangen.

Nich jeder sollte sich angegriffen fühlen. Das Krippenspiel ist für Nichtchristen ein schönes Theaterstück, welche sich viele gerne zu Weihhachten anschauen und auch bei Kindern sehr beliebt ist. Ich denke das deine Schwägerin einfach deswegen deine Kinder mitnehmen wollte, sich sehr darauf gefreut hatte und dann einfach nur etwas endtaäuscht war. Das hat aber definitiv nicht mit "sich verteidigen müssen" zu tun. Und selbst wenn, kann man von einer Person nicht auf Millionen schließen.

Und noch was: Bevor sämmtliche Leute auf den Glauben rumhacken: Über ein dreiviertel aller Feiertage im Jahr sind alleinig der Kirche zu verdanken! Wer auf Christen rumhackt, nur weil sie an etwas höheres Glauben und Hoffnung darauf setzten das es auch noch etwas nach dem Leben giebt, der sollte zu solchen Feiertagen arbeiten gehen!

Beitrag von birkae 29.12.09 - 13:35 Uhr

"Also keiner wird von Christen diskriminiert oder muss sich davor verteidigen!"

Stimmt nicht, was ich aus persönlichen Erfahrungen lernen musste! Dann scheinen in deinem Umfeld bessere Christen zu leben. Oder aber du achtest nicht darauf, weil es dich nicht betrifft...

Ich wohne in Hessen, hier gibt es eine der geringsten Anzahl an arbeitsfreien Festtagen, und wenn es nach mir ginge, müssten keine Feiertage arbeitsfrei sein. Wer Feiern will, soll Urlaub nehmen.
Niemand will auf dem Glauben rumhacken - wie du es schreibst-, aber manche Mensche scheinen sich über andere zu stellen, aufgrund ihres Glauben. Und nur dass wollte ich zum Ausdrück bringen.

Was den Christen Weihnachten und Ostern bedeutet, das weiß ich. Das hat damit aber rein gar nichts zu tun, was ich aussagen wollte.

Und nur zur Info: Die christliche Kirche hat ihr wichtigstes Fest, die Auferstehung Christi, durch das Konzil von Nizäa im Jahre 325 mit dem Frühlingsfest des germanischen Lichtkultes zusammengelegt.

Meine Schägerin hat nicht das erste mal in die Richtung ausgeholt. Also kannst du sicher sein, dass sie meinen Kindern nicht nur einen schönen Nachmittag bescheren wollte.

Ich möchte noch einmal betonen, was wer aus welchen Feiern auch immer macht, ist jedem selbst überlassen, ob es zuerst die Heiden waren, oder erst die Christen, oder erst die ... ist doch völlig egal! Was aber nicht egal ist, dass man von Einigen wegen seiner "Andersartigkeit" nicht in Ruhe gelassen wird.

Nicht mehr und nicht weniger wollte ich zum Ausdruck bringen.


LG
Birgit

Beitrag von morjachka 28.12.09 - 20:33 Uhr

Hallo Birgit!

Solange nicht ein paar Polizisten auftreten und dich samt Kinder in die Kirche schleppen, solltest du dir keine Sorgen machen!

Es wird immer Leute geben, die einen etwas aufschwätzen wollen, einfach ignorieren.
Lass sie doch reden, in Deutschland darf jeder feiern wie er mag, dass sollte dir reichen.

Es verbietet dir keiner so zu feiern wie du möchtest, solange die Leute nur reden, kann man nichts machen, einfach nach dem Motto "Du hast Recht und ich hab meine Ruhe" reagieren!

Beitrag von birkae 28.12.09 - 20:37 Uhr

Ja, du hast Recht. Aber das man sich immer wieder verteidigen muss, dass man nicht nach dem christlichen Maß lebt, nervt doch gewaltsam.

Es begann ja schon damit, dass ich meine Kinder nicht taufen lasse...

Wenn Fremde die Nase rümpfen, ist mir das auch egal, aber wie schon geschrieben, jetzt fängt sogar die Verwandtschaft an. Und das finde ich schon als Eingriff in meine persönlichen Rechte...#schmoll

LG
Birgit

Beitrag von morjachka 28.12.09 - 21:49 Uhr

"Und das finde ich schon als Eingriff in meine persönlichen Rechte..."

Ist es im Grunde genommen auch.
Vielleicht werden sie es irgendwann leid...

Beitrag von mother-of-pearl 28.12.09 - 21:07 Uhr

Wer sagt denn, dass Atheisten und Andersgläubige nicht Weihnachten feiern dürfen? Ich habe da jedenfalls kein Problem mit.

Wir sind Christen, allerdings "huldigen" wir dem Christentum auf unsere eigene Weise.
Weihnachten ist bei uns ein rein traditionelles Fest. Für uns ist es ein schönes, leuchtendes Fest in einer sehr dunklen Zeit, mit dem wir unsere Liebe in der Familie zueinander feiern. Letztendlich vergessen wir aber nie so ganz, dass es offenbar Jesus war, der - wann immer er auch tatsächlich geboren wurde - die Nächstenliebe unter die Menschen gebracht hat. Ob Jesus tatsächlich "Gottes Sohn" war - das sei mal dahingestellt. Gegeben hat es ihn ja aber wohl - und viel Gutes vollbracht hat er auch. Warum also nicht an sein Dasein erinnern?!
Schaden kann es jedenfalls nicht - weder den Gläubigen noch den Ungläubigen.
Deshalb: Weihnachten für Alle! #ole

LG
MOP

Beitrag von kja1985 28.12.09 - 21:34 Uhr

Ich bin nicht gläubig. Aber meine Tochter steht total auf die Weihnachtsgeschichte und darum hab ich ihr die ganz genau erzählt und ich hab auch nichts dagegen wenn sie mit meinen Eltern mal in die Kirche geht, solang sie da Bock drauf hat. Hätte auch nichts dagegen wenn sie in eine Moschee geht. Da ich nicht gläubig bin tangiert mich weder das eine noch das andere.

Ich finde Menschen die behaupten nicht gläubig zu sein, Religion dann aber vehement ablehnen eher unglaubwürdig. Wenn man nicht dran glaubt kann man das Kind doch auch hinlassen, was soll schon passieren.

Beitrag von helikopta 28.12.09 - 22:32 Uhr

Hallo,

wenn ich das hier so lese, dann will ich doch auch mal meinen Senf dazu abgeben;-)
Weihnachten ist ein christliches fest, Ostern ist das höchste Christliche Fest und ich denke das man das nicht vergessen sollte. Sicherlich meine ich damit nicht, das jemand der nicht Christlich ist, nicht Weihnachten feiern darf, allerdings denke ich auch das er das ja gar nicht tut.
Schön ist doch das heute jeder sich aus allem das raussucht was ihm gefällt und wenn du willst kannst du auch das zuckerfest oder ähnliches feiern.
Ich habe viele Freunde und Bekannte die das Weihnachtsfest nicht Christlich begehen, ich würde dafür niemanden verurteilen, allerdings feiern sie es ja auch nur, weil wir in einer Chrsitlich geprägten Gesellschft leben. Wenn du in einer nicht Christlichen gesellschaft aufgewachsen wärst, dann würdest du andere feste begehen.
Für mich gehört es in einem Chrsitlichen Land einfach zur allgemeinbildung zu wissen warum es den Nikolaus gibt, warum wir weihnachten oder Ostern feiern. Dazu muss ich selber nicht davon überzeugt sein, aber Allgemeinbildung hat ja auch nichts mit Christlichen Überzeugungen zu tun.
Und einen Geburtstag innerhalb der Familie kann man nicht mit einem Gesellschaftlichen Ereignis wie einem Christlichen feiertag in einer Christlichen gesellschaft vergleichen, denn den Geburtstag eurer Familienmitgleider, denn die würden außerhalb eurer Familie sicherlich nicht wirklich jamenden tangieren, was mit Weihnachten ja schon etwas anderes ist.

Schade finde ich, das du dich selber innerhalb einer mir nicht auffälligen "Hirachie" siehst. Wir leben in einer Christlichen Gesellschaft, die Feste im Chrsitlichen Ursprung feiert, warum müssen sie denn unbedingt als nicht christlich angesehen werden? Steh doch einfach dazu, das du gern den einen teil willst, und den anderen ablehnst.
Oder entscheide dich eines der vielen anderen Feste zu feiern, wenn es dich so sehr stört, das ein Christliches Fest in einer Christlichen Gesellschaft natürlich von Christen begangen wird.

Ich spreche euch nicht ab, das euer Weihnachtsfest schön, besinnlich und so weiter war, allerdings war es sicherlich geprägt von Symbolden chrsitlichen Ursprungs, denn auch der Weihnachtsbaum und dewr Adventskranz sind von Christen "erfunden".

Du musst nicht christlich Weihnachten feiern, aber du solltest akzeptieren, das du für dich eine chrsitliche Tradition nutzen möchtest.

LG

helikopta

Beitrag von emmapeel62 28.12.09 - 22:48 Uhr

#pro

Beitrag von king.with.deckchair 29.12.09 - 00:22 Uhr

Stimme dir zu (denn so ähnlich meinte ich das auch in meinem Post), aber das

denn auch der Weihnachtsbaum und dewr Adventskranz sind von Christen "erfunden".

stimmt IMHO nicht.

Beitrag von helikopta 29.12.09 - 08:11 Uhr

http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=1398


http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=4506

soviel zum erfinder des Adventskranzes , der Erzieher und Theologe war. Der Adventskranz wurde von ihm erfunden um den Kindern im Weisenhaus die Adventszeit zu verdeutlichen.

http://www.kirchenweb.at/christkind/weihnachtsbaum/weihnachtsbaum.htm

Und das zum Thema Weihnachtsbaum. Ich hab ja nicht behauptet, das das achücken mit Grün im Allgemeinen eine Christliche tradition war, das dies als Zeichen des Lebens auch in anderen Kulturen und auch schon in vorchristlicher Zeit üblich war ist mir bekannt. Nur der Weihnachtsbaum so wir wir ihn heute kennen ist durchaus christlich.
Wobei die Bezeichnung Chrsitbaum dann wohl die bessere wäre.

Helikopta

Beitrag von birkae 29.12.09 - 14:12 Uhr

Ich stimme deinem Posting zu.

Klar feiern wir die Feiertage an Tagen, die durch den Christlichen Glauben geprägt sind. Und wie du auch schreibst, kann sich jeder die Tage so gestalten wie er es möchte. (Aber dann bitte so, dass andere ihre Nasen daraus lasse und nicht versuchen, ihre eigenen Ansichten in fremde Häuser zu bringen)

Das das alles eine Frage der Allgemeinbildung ist, ist für mich auch selbstverständlich. Aber müssen Kindergartenkinder schon eine abgeschlossene Allgemeinbildung haben?;-) Ich bezweifele, dass die christlich erzogenen Kinder schon im Kindergartenalter in ihrer Allgemeinbildung über die anderen Religionen und ihren Festen aufgeklärt werden.
Klar spreche ich mit meinen Kindern darüber, warum es Kirchen gibt, wofür sie stehen, und was sie sonst noch so an Fragen haben.

Nur weil ich keinen Glauben habe, wird das Thema nicht still geschwiegen. Wir leben aber nach unseren eigenen Vorstellungen.

"Du musst nicht christlich Weihnachten feiern, aber du solltest akzeptieren, das du für dich eine chrsitliche Tradition nutzen möchtest. "
Ich habe damit auch kein Problem, eine christliche Tradition in abgewandelter Art zu nutzen. Sonst würde ich es ja nicht tun. Aber scheinbar haben andere das Problem, dass wir unsere eigene Art dieser Tradition feiern. Und nur das wollte ich niederschreiben.

In Glaubensfragen kann man niemanden seinen Mantel umhängen und erwarten, dass der andere mitzieht. Da muss man die Lebensweise des anderen einfach akzeptieren. Und das fehlt bei manchen Gläubigen...



LG
Birgit


Beitrag von birkae 29.12.09 - 14:19 Uhr

Noch ein Nachtrag:

"Schade finde ich, das du dich selber innerhalb einer mir nicht auffälligen "Hirachie" siehst. Wir leben in einer Christlichen Gesellschaft, die Feste im Chrsitlichen Ursprung feiert, warum müssen sie denn unbedingt als nicht christlich angesehen werden? Steh doch einfach dazu, das du gern den einen teil willst, und den anderen ablehnst. "

Die Feiertage sollen gar nicht als "Nicht-christliche" angesehen werden. ABER Atheisten feiern diese Feiertage eben nicht christlich. Das sollte eben einfach von allen akzeptiert werden.

Und hier hast du mich missverstanden: "Oder entscheide dich eines der vielen anderen Feste zu feiern, wenn es dich so sehr stört, das ein Christliches Fest in einer Christlichen Gesellschaft natürlich von Christen begangen wird. "
Nicht ich störe mich daran, dass die Christen ihre Feiertage gläubig begehen, sondern einige Christen stören sich daran, dass wir die Feiertage nicht christlich feiern. Das ist ein Unterschied.