Bitte dringend um Hilfe Verhalten meines Sohnes

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ani345 28.12.09 - 22:40 Uhr

Hallo,

ich wende mich an euch weil ich langsam nicht mehr weiter weiß. Mein Sohn 2 3/4Jahre ist sehr schwierig. Er hört nicht, wenn man ihm was verbietet oder nein sagt dann macht er es erst recht.
Er heult bei jedem bischen und wird gleich wütend.
Wenn ihm was nicht paßt wird so rum geschriehen ,
z.B. Wenn ich zuerst durch die Tür gehe, Fängt er an zu heulen und sagt ich wollte doch zuerst gehen und nur solche dinge
Oder wenn ihm was nicht passt wird es einfach durch die gegend geworfen und er ist sehr laut von seiner Art.

Und eine weiters Problem ist das essen.
Wenn wir zu Tisch gehen sagt er vorher schon habe keinen Hunger. ICH BIN SATT.
Er nascht auch nix zwischendurch. ICh weiß auch nicht mehr was ich noch kochen soll. Er spuckt alles raus-
Mit Ablenkung und Buch schauen bekommen wir etwas Brot mir Käse oder Kalbsleberwurst oder mal einen Jogurt in ihn rein.Immer das selbe.
Das ist aber kein dauerzustand.

Ich habe noch einen kleien 12 Wochen alt. Ich dachte erst es ist Eifersucht, aber das hat er auch schon vorher gemacht. Jetzt halt noch schlimmer.
Wir geben uns so eine Mühe mit Ihm versuchen ihm alles ruhig zu erklären spielen auch alleine mit ihm,gehe mit ihm turnen, ich nehme ihn oft in den arm und sage wie lieb ich ihn habe. und wenn er mir hilft lobe ich ihn.

Aber nix hilft.

Ich weiß nicht mehr weiter, Ich kann noch nicht den ganzen Tag mit ihm schümpfen.

Lezte woche waren seine freunde da, die durften mir nix spielen und dann hat er sie noch ständig gehauen und geschupst. Dann habe ich geschümpft dann fing er an zu weinen und sagt wollte ich nicht, mach ich nicht wieder und 2 min. später das selbe in grün.

Hat jemand einen Rat für mich ich wäre sehr dankbar
Mein Mann und ich sind ratlos ich könnte nur noch heulen.

Lieben gruß Anika

Beitrag von qayw 28.12.09 - 23:37 Uhr

Hallo,

ich denke, er muß einfach lernen, daß nicht alles nach seinem Willen geht - und wenn er deswegen heult und tobt, ist das eben so. Irgendwann merkt er, daß er damit nicht durch kommt und gibt auf. Das hat meine Tochter auch lernen müssen. ;-)

Was hilft, sind Konsequenzen.

Was er durch die Gegend schmeißt, will er ja offensichtlich nicht mehr. Dann kommt das eben (erstmal) weg.
Wenn er keinen Hunger hat, ißt er eben nichts. Mal sehen, wie viele Mahlzeiten nacheinander er das durchhält. Ein körperlich gesundes Kind verhungert nicht, wenn ihm ausreichend was angeboten wird.
Wenn er seine Freunde terrorisiert, gehen die eben nach Hause, und er sitzt alleine da. Sein Pech.

Wenn meine Tochter meint, irgendwelche Bockanfälle hinlegen zu müssen, wird sie in ihr Zimmer geschickt und kann wieder kommen, wenn sie friedlich ist. Das klappt meistens ganz gut.

Wir haben übrigens auch noch ein Baby, was natürlich eine Umstellung für die "Großen" ist. Aber da Du schreibst, daß Dein Sohn vorher schon so war, wird das wohl höchstens ein Verstärker, aber nicht der Grund sein.

LG
Heike und Merle (2,5 Jahre) und Ole (19 Tage)

Beitrag von leiahenny 29.12.09 - 09:40 Uhr

Erstmal das schimpfen einstellen - ein Machtkampf mit einem kleinem Trotzi verliert man schnell.
Am besten einfach klare Ansagen und Handeln, dein Kind braucht keine Erklärungen etc. - die kennt er inzwischen alle :-).
Also beim Essen - wenn er nicht will, braucht er nicht. Einfach sagen okay , dann nicht - ich ess jetzt aber.
Lass ihn heulen , aber frag ihn soll ich dich trösten - oft können die Kinder gar nichtmehr anders auch wenn sie wollen.
Gegenstände die geworfen werden, werden eingezogen.
Und natürlich ist er eifersüchtig und daher ist es jetzt einfach mehr Trotz.
Versuch mal regelmäßig einen Nachmittag ohne die Kleine mit ihm zu machen oder das der Papa mit ihm Großen allen was macht.
Es wird besser !

Beitrag von luka22 29.12.09 - 11:01 Uhr

Ich hatte auch so einen kleinen Wüterich zu Hause. Manchmal kam es soweit, dass ich vor seinen Wutausbrüchen schon Angst bekam, bis ich mir irgendwann dachte: Hallo?!?!?!?! Ich bin hier die Erwachsene. Dieses Kind hat sich nach MIR zu richten und nicht umgekehrt. Seit dem ich keine Probleme damit hatte meinen Wüterich in sein Zimmer zu schleppen und dort abzustellen und er merken musste, dass er keine Macht mehr über mich hat, hatte sich einiges verändert. Nicht das von heute auf morgen mein Kind wie ausgewechselt war, aber endlich bekam ich wieder das Gefühl, dass ICH hier das Sagen habe - nicht umgekehrt. Ich wurde selbstsicherer und gelassener. Wenn er zu Rumpelstilzchen wurde, hat mich das nicht mehr so beeindruckt. Mit dem Alter hat sich dieses impulsive Verhalten ausgewachsen, aber wenn ich das lese, erinnere ich mich wieder (mit Grauen) daran...übriges war meine Tochter überhaupt nicht so. Total "pflegeleicht". Wutausbrüche kannte ich überhaupt nicht von ihr. Du sieht: Es liegt auch nicht an dir, sondern am Temperament der kleinen Terrorzwerge. Aber mit DEINEM Verhalten, kannst du das Temperament eben zum Besseren oder Schlechteren steuern.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von lexa8102 06.01.10 - 12:57 Uhr

Hallo Anika,

wie reagierst du denn in den von dir beschriebenen Situationen? Gehst du auf seine Gefühle ein oder vermittelst du ihm, dass es egal ist, was er fühlt und er nur machen soll, was du sagst?

Zum Essen: Biete ihm 2 versch. Sachen an und wenn er nicht will, lass ihn. Hat er dann zwischendurch Hunger, gib ihm Obst.

Viele Grüße,
Lexa