Umgang mit 20 Monaten? -leider lang-

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von wiemannk 28.12.09 - 23:29 Uhr

Hallo,

ich habe schon lange nicht mehr hier herumgesurft. Jetzt brauche ich aber mal eure Hilfe/Rat.

Ich bin mittlerweile geschieden. Unsere Tochter ist 20 Monate alt. Der KV hat sich bereits in der SS eine neue Freundin gesucht. Zunächst sagte er, dass er bei uns bleiben will. Er hat dies aber dann doch nicht lange durchgehalten und bereits zum Ende der SS wieder einen regen -geheimen- Kontakt zu hier aufgebaut. Als Maren 10 Wochen alt war ist er ausgezogen.

In dieser doch so langen#kratz, gemeinsamen Zeit war er kaum anwesend - sprich er hat sich gar nicht um die Kleine gekümmert. Im Februar sind wir dann von Bayern nach Niedersachsen umgezogen, da ich finanziell unten allein nicht mehr klar kam (KV muss nur Unterhalt für Maren zahlen).

Seitdem wir hier wohnen war er sage und schreibe 3-mal auf Besuch hier. Auch zu der Zeit, als wir noch um die Ecke wohnten, hat er sich gar nicht blicken lassen. Sie skypt zwar ab und zu mit ihm, doch immer so sporadisch, dass ich hier nicht von Regelmäßigkeit sprechen kann.

Nun ist er der Meinung:"Ich bin der Vater und dann kann sie mit mir allein mitkommen." Ich sehe das aber etwas anders. Er ist mir nicht fremd, aber für Maren ist er ein Fremder. Und soll ich mein Kind einem "Fremden" anvertrauen? Sie sagt zwar Papa, aber das sieht sie als nichts besonderes an. Es ist für wie ein Vorname - ohne Bezug.

Mein großes Problem ist es auch- und dazu stehe ich - dass er eine 13-jährige Tochter hat, die ich ja mit begleitet habe. Mit ihr hat er immerhin 3 Jahre zusammen gelebt, bis sie sich getrennt haben. Ein Bezug wurde hier also aufgebaut. Bei Besuchen war es dann allerdings immer so, dass ich mich um sie kümmern mußte, bzw. er hierhin und dorthin zu Besuch wollte (Herumgereise), so dass sie für ihn nur nebenher lief. So war es aber seit ihrer Geburt.
Und genau davor habe ich Angst. Wenn er sie sieht, dann soll er sich um sie kümmern und zwar jede Minute. Und solange sie sich hierzu nicht äußern kann, habe ich einfach Angst.

Maren hat ihre Bezugsperson (Omas+Opa), wo sie auch ohne mich mal bleibt. Dies ist aber in ihrer gewohnten Umgebung.

Ich weiß, dass ich das"Herumreisen" zu Freunden und Bekannten auf lange Sicht nicht unterbinden kann, aber ich möchte sicher sein, dass Maren dann ihren Unmut kund tun kann.

Wer kann mir einen Rat geben?

Vielen Dank und LG
Kerstin

Beitrag von karna.dalilah 29.12.09 - 11:11 Uhr

bei einem so kleinen Kind - lange Reisen -NEIN
über Nacht so lange es noch so klein ist- NEIN
Der Kv kann ja übers Wochenende sich irgendwo einmieten- vielleicht (wenn das Miteinander so gut ist) bei euch.
Ihr könntet ja auch mal den Kv ein We lang besuchen wenn die Lütte etwas größer ist.
Ich würde nicht mal meinem Strolch diesen Stress (Bayern-Niedersachesen) für 2 Tage durchleben lassen.
Karna

LG Karna

Beitrag von pampersrocker09 30.12.09 - 11:27 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist jetzt 4 Monate und sie macht das schon mit seit sie eine Woche alt ist. Ich verstehe dich gut, allerdings wirst du auf die Zähne beissen müssen. Jede trennung von deinem kind tut dir weh. Dir gehen tausend Dinge durch den Kopf die du nicht kontrollieren kannst. Das Gesetz sagt ganz klar,auch wenn der Vater kein Sorgerecht hat, so hat er doch das Umgangsrecht. Heisst er darf sie mindestens alle 14 Tage ein Wochenende haben. Dies könnte er sogar gerichtlich einfordern! Gerne würde ich dir etwas anderes sagen,aber wie du fühlst und was recht ist sind zweierlei Dinge. Versuche doch dem KV klar zu machen wie du fühlst,was du für Bedenken hast. schaffe eine Vertrautheit zu ihm, ihr seit schliesslich beide Eltern! Wenn das funktioniert dann gewöhne dich langam daran loszulassen, ihr müsst für die kleine entscheiden bis sie es selber tun kann! das ist euer job! Vielleicht könnt ihr ja Kompromisse finden. Und wer weiss, vielleicht stärkt die kurze Trennung auf Zeit ja eure MUtter - Tochter - Beziehung?
Ich wünsche dir starke Nerven, denn einfach ist sowas nie am Anfang! Und höre in dich hinein,was gut ist für dich und deine Maus.

Beitrag von wiemannk 30.12.09 - 12:20 Uhr

Vielen Dank für Deinen Beitrag.

Ich weiß, dass er das Recht und die Pflicht hat. Das ist ja auch nicht das Problem. Aber würdest Du Dein Kleines einem Fremden überlassen (für dich ist der andere nicht fremd, aber für das Kleine).

Wie läuft es denn bei Dir? Er sieht euer Kleines regelmäßig seit der Geburt? Bei mir ist es ja nicht so. Er hat sich selbst zu Anfang aus den Staub gemacht. Ein regelmäßiger Kontakt war nicht da. Und sobald er da war (selbst als wir noch zusammen wohnten und ich nichts mitbekommen habe, dass er nicht beim Biken war, sondern bei ihr) hat sie immer geschrien und geweint. Nur in seiner Abwesenheit war sie ruhig.

Ich habe ja schon mehrfach ihn darauf hingewiesen, dass er mit ihr alle 2 Tagen skypen(videotelefonieren) soll. Doch abends um 22 Uhr kann man sowas ja wohl vergessen. Und immer wieder ist er dann 2 oder mehr Wochen nicht erreichbar.

Was soll ich also davon halten? Jetzt habe ich gestern mal den Versuch gestartet und die beiden für 2 Stunden alleine was unternehmen lassen. Sie sind in die Stadt gegangen (also in ihre vertraute Umgebung). Ja, und seit gestern abend habe ich wieder ein schreiendes, unausgeglichenes Kind. Jede Stunde in der Nacht ist sie weinend im Bett gestanden. Und heute läuft sie schon die ganze Zeit mit ihrem Schnuller durch die Gegend. Das hatten wir schon abgeschafft!!!:-[

Und sowas soll für eine kleine Seele gut sein!:-[

Beitrag von jenny02 02.01.10 - 22:53 Uhr

Hallo,

mein Mann hat sich kurz nach der Geburt unseres zweiten Kindes von mir getrennt. Unser Jüngster war damals 10 Wochen alt! Ich sollte auch den Kleinen mit über Nacht zum Vater geben und habe es auch ein paarmal probiert. Allerdings hat der Kleine nur geschrien, ich habe mich dann erkundigt und mir wurde gesagt, dass ein Kind unter 3 Jahren nicht über Nacht zum Vater muss. Es wird zwar immer individuell entschieden aber das ist wohl so eine Richtlinie, ein Kind das seinen Vater kaum kennt, wird wohl kaum gezwungen werden über mehrere Tage zu einer fremden Person zu gehen!

Ich wünsche dir alles Liebe! Erkundige dich mal beim Jungendamt, Erziehungsberatungsstelle etc,

LG Jenny