was mache ich mein sohn will nicht hören wenn ich was sage

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kuttelchen 29.12.09 - 08:03 Uhr

hallo

Mein sohn ist 2 1/2 und ich habe das gefühl er will nicht verstehen was ich ihm sage.
Selbst wenn ich ihm was verbiete interessiert es ihn nicht oder ihn ins zimmer schicke und sage er soll auf hören .
Aber ich kann es 100 mal sagen er hört nicht.

Bitte gebt mir doch einen tipp was ich machen kann .

lg Tanja

Beitrag von xyz74 29.12.09 - 08:38 Uhr

Hallo Tanja,
welche Konsequenzen folgen denn Deinen Worten?
Ganz ehrlich, wenn mir jemand 100x was sagen würde, dann würde ich das auch nicht ernst nehmen

Beitrag von kuttelchen 29.12.09 - 08:42 Uhr

ja dann sage du mir wie oft du es sagen würdest ?

wenn mein mann es ihm sagt dann macht er es ja auch nicht und es will es auch irgendwie nicht verstehen das er was nicht darf oder machen soll

Beitrag von juniorette 29.12.09 - 09:15 Uhr

Hallo Tanja,

Kinder verstehen zwar schon sehr früh das Wort "Nein", trotzdem ist ein "du darfst das nicht" für Kinder vielleicht zu abstrakt.

Was genau darf dein Sohn denn nicht?

Bei meinem war es z.B. Spielzeug rumwerfen.

Ich habe dann gesagt "Lass das, weil es sonst kaputt geht". Wenn er weiter gemacht hat "Wenn du das noch einmal wirfst, nehme ich es dir weg!" und beim 3.Werfen habe ich es ihm dann auch weggenommen.
Spätestens dann hat mein Sohn es kapiert (was ihn nicht davon abgehalten hat, irgendwann wieder mal Spielzeug rumzuwerfen ;-))

100x sagen "du darfst das nicht", bringt gar nichts. Du musst ihm mögliche Konsequenten aufzeigen und diese dann auch sofort umsetzen.
Wenn er nicht freiwillig in sein Zimmer gehen will, musst du ihn halt dahin tragen.

LG,
J.

Beitrag von kuttelchen 29.12.09 - 09:47 Uhr

also z. b er soll nicht seine spielzeug rum werfe oder den fernseher an lassse wenn wir zusammen fern schauen wollen .

und ich habe das auch schon oft gemacht das ich das dann weg genommen habe aber irgendwie wollte er es nicht machen was ich sage

lg tanja

Beitrag von juniorette 29.12.09 - 09:59 Uhr

"und ich habe das auch schon oft gemacht das ich das dann weg genommen habe aber irgendwie wollte er es nicht machen was ich sage "

Kapier ich nicht - wie soll er denn sein Spielzeug weiter rumwerfen, wenn du es ihm weggenommen hast? #kratz

Und unerlaubt geht meiner gar nicht an den Fernseher ran. Würde er mir mein Fernsehprogramm ausmachen (wobei wir eigentlich nie fernsehen, wenn unser Sohn wach ist), dann gäbe es eine deutliche Ansage von mir. Da mein Sohn recht gerne seine DVDs schaut, wäre das als Konsequenz gestrichen, wenn er mich nicht fernsehen läßt.

Wobei ich es nicht gerade für sinnvoll halte, Erwachsenenprogramm in Gegenwart eine 2Jährigen zu schauen

Und nein, ich bin keine Übermutter, die immer nur pädagogisch wertvoll handelt. Trotzdem habe ich es mir abgewöhnt, ungesunde Sachen in Gegenwart meines Sohnes zu essen (z.B. Chips), weil dann ja klar ist, dass er auch welche möchte.

LG,
J.

Beitrag von agostea 29.12.09 - 09:49 Uhr

Normale Situation.
Wichtig: Konsequenz und Durchaltevermögen.

Ansage - Handlung.

"Udo, hör auf dein Spielzeug zu werfen!" Hört er nicht - Spielzeug wegnehmen. "Offenbar möchtes du es ja nicht..."

"Magda - hör auf, so rumzubrüllen!" Hört sie nicht - ab ins Zimmer bringen. "Hier kannst du gerne so lange brüllen, wie du möchtest. Tschüss."

Du musst handeln. Dein Sohn wird sonst " Muttertaub".

Gruss
agostea

(es wird besser;-))

Beitrag von juniorette 29.12.09 - 09:53 Uhr

"(es wird besser) "

Nicht besser, nur anders #aerger

Beitrag von marion2 29.12.09 - 15:02 Uhr

nächstes Jahr IST nicht nur anders sondern wirklich besser

(Es sei denn, du hast so ein komisches Kind, das erst mit 4 in die Trotzphase kommt)

Beitrag von juniorette 29.12.09 - 20:09 Uhr

Wenn ich hier lese, dann sind die 4Jährigen noch eine Stufe trotziger als die 3Jährigen #zitter

Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen :-)

(Mein Sohn kam recht pünktlich zu seinem 3.Geburtstag in die Trotzphase #schwitz)

Beitrag von marion2 29.12.09 - 20:31 Uhr

Meiner war pünktlich zum 4. wieder raus. Ich emfand das als ein sehr entspanntes Alter. Auch ist er immer noch nicht in der Vorpubertät. ;-) die ja lt. Urbia-Beiträgen mit 4,5 beginnt.

Beitrag von luka22 29.12.09 - 10:51 Uhr

Ja, liebe Tanja, das nennt man den anstrengenden Teil der Erziehung und ist ganz normal. Jeden Tag steht man doch vor der Frage, wie man die kleinen dazu bringt, Dinge zu tun, die sie nicht wollen, aber sinnvoll wären.
Mir helfen:
- Konkrete Ansagen (nicht: könntest du, würdest du...)
- Konsequenzen
- UND überlegen: Welche Ansprüche kann ich realistisch an einen 2jährigen stellen. Kinder sind in diesem Alter extrem impulsiv und lebhaft. Bevor ich 1000 mal sage, dass sie nicht mit den CDs spielen sollen, räume ich sie lieber weg. Man kann z.B. auch nicht erwarten, dass sie 1 Stunde ruhig sind, wenn es MIR gerade passt.

Das letzte: Kinder drehen besonders auf, wenn sie nicht ausgelastet sind. Also am besten raus gehen mit ihnen. Mindestens 2 Stunden am Tag. Dann hilft auch noch ein strukturierter Tag und eben ein freundlicher aber bestimmter Umgangston. (Und natürlich: Erziehung in Liebe und Achtung.)

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von marion2 29.12.09 - 11:44 Uhr

Hallo,

wenn Kinder so gar nicht hören wollen, können sie es oft auch nicht.

Lass dein Kind von einem Ohrenarzt untersuchen.

Kinderärzte stellen oft die falschen Diagnosen oder gar keine.

Wenn der Ohrenarzt sagt, es läge keine Störung vor, kannst du über Konsequenzen nachdenken.

Oft ist nur ein Teilbereich des Gehörs betroffen - das Kind hört, aber nicht richtig.

Lieben Gruß
Marion

Beitrag von kathrincat 29.12.09 - 14:44 Uhr

100 mal sagen ist ja auch zuviel, einmal sagen was du machst, wenn er nicht aufhört, dann noch mal erma. und dann machen was du gesagt hast.