Fachfrage an Erzieherinnen/ Sozpäds usw. - Sprachförderung 3-5J.

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sapf 29.12.09 - 08:49 Uhr

Guten Morgen!

Ich hoffe, es findet sich jemand, der ein paar Tipps für mich hat! :-)

Ich bin Sozpäd., arbeite in einem kleinen Kindergarten mit 20 Kindern von 2 bis 7 Jahren.
Wöchentlich sind alle Kinder in der Sprachförderung, in Kleingruppen nach Alter und Entwicklung unterteilt.

Ich habe 2 Gruppen mit 4/5jährigen und bisher wurde die Förderung nicht wirklich erfolgreich durchgezogen.
So wird der "Unterricht" auch bei den 4-7jährigen nur 15 Minuten gemacht, zwischendurch noch Tänze zur Auflockerung.
Für die Kleinen ist das ja i.O. so, aber gerade für die Vorschulkinder nicht annähernd ausreichend - finde ich.


Wer hat denn Erfahrungen mit Sprachfördergruppen?
Wie läuft das bei Euch?
Wie lang, welche Unterteilung (Alter usw.) habt Ihr?
Welche Themen behandelt Ihr? Wie übt Ihr?
Habt Ihr besondere Einheiten für Kinder aus fremdsprachigen Familien? (Ich habe kein deutschstämmiges Kind in meinen Fördergruppen.)


Schonmal Danke, daß Ihr Euch auch im Urlaub bemüht! ;-)

LG, sapf

Beitrag von eli1966 29.12.09 - 09:38 Uhr

Hallo,

in der Einrichtung, in der ich arbeite, gibt es auch eine Kollegin, die speziell für die Sprachförderung eingestellt ist. Es gibt für die Sprachförderung Weiterbildungen/Fortbildungen, an der sie auch teilgenommen hat. In diesen Fortbildungen wurde die Kollegin in ein Programm eingeführt, nach dem sie arbeitet, mit festen Einheiten für Altersgruppe und Tag. Bei uns bekommen die Kinder 2x die Woche Sprachförderung, für jeweils 25 min in einer Gruppe von 6 Kindern. Die Ansprüche wechseln je nach Altersgruppe, ich denke auch, dass ältere Kinder schon die Zeit "durcharbeiten" können ohne zwischendurch zu tanzen, zumal die Angebote ja abwechlungsreich und spielerisch sind.
Bei uns sind die Kinder aber nicht nach Alter eingeteilt, sondern eher nach ihrer Fähigkeit, deutsch zu sprechen.
Und einen Migrationshintergrund haben sie auch fast alle, aber besondere Themen für diese Kinder gibt es nicht.

Ich denke, es würde dir sehr helfen, an einer Fortbildung teilzunehmen. Ich selbst habe auch an einer teilgenommen, das Programm heißt Kon Lab, von Zvi Penner. Da werden die Themen und Übungsschritte vorgegeben, was zwar erst einmal sehr starr zu sein scheint, aber in der Arbeit dann sehr hilfreich ist, weil vor jeder Stunde für die Sprachförderin klar ist, welche Einheit dran kommt und welche Fortschritte wann zu erwarten sind. Außerdem helfen diese festen Programme, mit der ohnehin knappen Vorbereitungszeit auch hinzukommen.

Also, vielleicht konnte ich dir ein wenig weiterhelfen....

LG, Gabriele

Beitrag von sunnygirl1978 29.12.09 - 22:07 Uhr

Hallo,

also wir versuchen die Sprachförderung in den Alltag zu integrierern. Extra Sprachförderung erhalten bei uns die Migrantenkinder indem ein lehrer von der Schule kommt - ein- zwei mal wöchentlich und die Vorschulkinder.

Die Vorschulkinder machen eine Zeitlang Edu-Kinestetik, danach arbeiten wir mit dem Wuppi - phonologische Bewusstheit. Hier geht es haupsächlich um reimen, silben klatschen usw. Die Kinder freuen sich schon immer darauf weil Wuppi ein kleines grünes Männchen ist, das sie begleitet.

Ansonsten wird viel sprachförderung in den Alltag eingebracht. Bei den Kleinsten 1,5 - 3 haben wir jetzt Portfolios angeschafft und einen ordner mit Fotografien wie eine art Bilderbuch.
Bei den Älteren 3-6 gibt es z.B. eine Poststation (in der sie Briefe gestalten usw), Rollenspiele, Theaterstücke, Wortspiele, usw.