ks oder doch normal?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ricardamt 29.12.09 - 09:54 Uhr

hallo ihr lieben
ich weiß wirklich nicht was ich machen soll
meine erstes kind ist per not ks zur welt gekommen! ich haben ihn erst nach stunden sehen können:-( (im juni 08)! jetzt habe ich angst normal zu entbinden, aber auf der anderen seite ist es mein größter wunsch!
meine hebamme meint wenn das kind nicht zu groß wirdkann ich es normal versuchen. mein arzt bis jetzt spricht auch nichts gegen eine normale geburt!
meine angst ist nur das dann wieder alles schief geht und ich schon wieder die ersten stunden nicht mitbekomme!ich möchte ganz schnell wieder nach hause,das nach einem ks nicht möglich ist! könnt ihr mich verstehen? ich weiß einfach nicht was ich machen soll!
lg

Beitrag von cathrin1979 29.12.09 - 09:58 Uhr

Huhu !

Also ich kann Dich voll verstehen. Bis auf das Geburtsjahr, welches bei uns 2006 ist, erzählst Du grade meine Geschichte ! Ich will auch keinen KS mehr, und schon gar keinen Not-KS. Gut, ich konnte Lukas schon nach 1 Stunde gleich nach dem Aufwachen sehen. Aber nur kurz, weil mich die Ärzte und Hebis schonen wollten. War total scheiße sag ich Dir und für den Anfang einer Beziehung zum Kind aufzubauen auch nicht grad förderlich !

Meine Hebi und mein FA meinten aber auch, dass die Chancen genau wie bei der ersten SS auch bei 50:50 liegen. Kann so oder so ausgehen. Doch diesmal geh ich gleich mal mit dem Gedanken rein, dass es auch anders kommen kann ! Mit einem KS hab ich damals nie und nimmer gerechnet und war mehr als überrumpelt und fertig ! ICh fühlte mich als Versagerin und was weiß ich noch alles ! Wünsch ich keinem !
Bin dann nach 3 Tagen heim, weil ich KH hasse !


LG und ich drück uns die Daumen, dass es spontan klappt !
Cathrin + Lukas *26.09.2006 + #ei 10+4

Beitrag von wetterhexchen 29.12.09 - 09:58 Uhr

hallo

also diese Ängste kennt jede von uns. Ich würde mich auf eine normale Geburt vorbereiten, wenn von medizinischer Sicht nix dagegen spricht. Es muss nicht immer alles so schief gehen wie beim ersten Kind. Meine erste Geburt war auch eher was zum abschrecken, 56 h Wehen und am Ende wurde die maus mit der Zange geholt. Die zweite dagegen war ein Spaziergang damit verglichen und wunderschön.

lg Hexchen 17+2

Beitrag von miau2 29.12.09 - 10:45 Uhr

Hi,
was du machen sollst kann dir halt leider niemand sagen...

Wichtig wäre vielleicht, WARUM es zum Not-KS kam. Und ob es irgendeinen Anlass gibt für die Sorge, dass das gleiche wieder passieren würde (z.B. zu enges Becken - da hätte sich ja nichts geändert).

Bei mir z.B. war die erste Schwangerschaft von heftigen Komplikationen begleitet. Aufgrund mehrerer Erkrankungen hatte ich eine vorzeitig stark verkalkte Platzenta, mein Kleiner war nicht mehr gut versorgt, der Blasensprung beim Wehenbelastungstest hat dann auch noch grünes Fruchtwasser gezeigt. Mein Kleiner wurde auf ca. 2.500g geschätzt (2 Wochen vor ET), und natürlich wurde die dann probierte Einleitung dauerüberwacht.

9 Stunden später, mit Geburtsstillstand und immer schlechteren Herztönen wurde das ganze mit einem Kaiserschnitt beendet. Kein Not-KS, einer mit PDA, daher habe ich den ersten Schrei nicht ganz verpasst (auch wenn mir durch den KS und die nervliche Belastung so schlecht war, dass ich nicht mehr alle mitbekommen habe), aber auch ich durfte den Kleinen nur kurz sehen nach dem Nähen, dann wurde er direkt in die Kinderklinik gebracht. Er war auch deutlich leichter als geschätzt - 2.270g ist nicht wirklich viel. Wiedergesehen habe ich ihn 16 Stunden später - eben WEIL ich einen KS hatte konnte der Oberschwesterndrachen ein früheres hingehen erfolgreich verhindern. Laufen konnte ich nicht, und mir einen Rollstuhl zu organisieren hat sie verweigert. Zum Glück kam dann der Schichtwechsel...

Und weil ich keine Lust mehr auf eine derartige Hilflosigkeit hatte, weil ich keine Lust mehr hatte, im Fall der Fälle dem Goodwill einer Schwester ausgeliefert zu sein, weil ich nicht wusste, wie ich mit Kleinkind und Baby schweres Heben über 3 Monate vermeiden sollte (mein Mann hatte den ersten Tag Urlaub 3 Monate nach der Geburt vom 2. Kind, vorher ging es einfach nicht), weil ich fit sein musste kam für mich ein geplanter KS ohne medizinischen Grund nicht in Frage. Und meinem zweiten Zwerg ging es im Bauch einfach besser als seinem großen Bruder damals (etwas größer, besser versorgt, kein grünes Fruchtwasser, CTG unter der Geburt in Ordnung).

Ich wollte mir wenigstens die Chance wahren, ohne diese Probleme nach der Geburt auszukommen.

Meine Geburtsklinik (trotz Schwerpunkt auf Risikoschwangerschaften mit vergleichsweise niedriger KS-Rate) hat die Narbe untersucht und vermessen und mich beraten - sie sahen keinen Grund, direkt wieder einen KS zu machen.

Es wurde eine recht problemlose Spontangeburt, ich bin ca. 30-45 Min. nach der Geburt ohne Hilfe aufgestanden, ich konnte mich um mein Kind kümmern, und als mein Kleiner dann doch noch am 2. Tag in die Kinderklinik musste (allein für Untersuchungen nach einem Befund aus der Schwangerschaft) waren die Wege dahin und das Versorgen dort für mich überhaupt kein Problem. Das einzige was heilen musste war ein leicht verstauchtes Steißbein - kein Vergleich zu einer heilenden OP-Wunde, vor allem nichts, wo man Sorge haben muss, durch schweres Heben o.ä. wirklich was kaputt zu machen.

Ich bin einfach nur froh, dass ich es probiert habe, ich hatte Ärzte, die mich unterstützt haben, und eine prima Hebamme. Ich hätte problemlos kurz nach der Geburt heimgehen können, bin aber für die 2 Tage, die mein Kleiner in der Klinik lag noch dageblieben.

Wenn ich noch mal vor der Frage stehen sollte - jederzeit wieder ein spontaner Versuch.

Viele Grüße
Miau2