Einstweilige Verfügung gegen Hundebesitzer

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Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 17:32 Uhr

Guten Abend.

Uns gegenüber wohnt eine Hündin, die meiner nicht besonders wohlgesonnen ist. Bis heute kam es schon zu drei Angriffen, die immer schlimmer wurden. Ich ziehe meine Hündin immer aus dem Geschehen, um schlimmeres zu vermeiden (auch um die andere Hündin zu schützen, da sie eigentlich gegen meine keine Chance hätte). Dabei stand ich dann schon oft genug mitten auf der Straße, samt Buggy und Kind, um zurückzuweichen, während die andere Hündin immer wieder nachsetzte.

Heute passierte es wieder. Ich sah die Hündin noch kommen, wollte schnell die Straßenseite wechseln, aber so schnell wie sie schon anfing, sich in meine zu verbeißen, konnte ich gar nicht gucken. Und das Ganze wieder mitten auf der Straße, samt Buggy mit Kind. Mindestens sechs Autos haben eine Vollbremsung hingelegt.

Die Hündin gehört einer gehbehinderten Frau und ihrem Lebensgefährten (beide schon recht alt). Ich habe schon mit ihnen und auch der Tochter des Lebensgefährten gesprochen, aber der Hund wird einfach nicht an die Leine genommen. Angeblich würde er besser hören, wenn er nicht an der Leine ist (das funktioniert aber nur, wenn er schon abgerufen wird, wenn er noch hundert Meter weg ist). Wenn die Hündin auf meine losgeht, habe beide Besitzer sie nicht mehr unter Kontrolle. Es dauert, bis sie sich zurückrufen lässt.

Ich möchte, dass die Hündin a. in Zukunft angeleint ist und b. sich fernhält.
Die Zusammenstöße eskalieren, meine Hündin ist stinksauer, weil es nun 4:0 für die andere steht und ich weiß nicht, wie lange ich sie dann noch kontrollieren kann, wenn es das nächste Mal hart auf hart kommt. Außerdem ist es für mich und meine Tochter unglaublich gefährlich. Dazu kommt, dass meine Tochter von diesen Szenen auch total verstört wird, wenn sich direkt neben ihr, zwei große Hunde in einander verbeißen.

Wie soll ich weiter vorgehen?
Anzeige bei der Polizei?
Anwalt einschalten?
Wie erhält man eine Verfügung?

Natürlich werde ich nochmals mit dem Besitzer reden, habe aber wenig Hoffnung, da seine Tochter heute zu mir meinte, dass er wenig einsichtig wäre.

Gruß von der Hedda.

Und sorry, dass es so lang geworden ist.

Beitrag von fritzeline 29.12.09 - 17:41 Uhr

Anzeige bei der Polizei und Ordnungsamt anrufen.
Wenn die Leute den Hund nicht unter Kontrolle haben, muss was geschehen, nicht nur in Bezug auf deine Hündin.

Ätzend.

Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 17:55 Uhr

Danke.
So sehe ich das auch.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von simone_2403 29.12.09 - 17:52 Uhr

Hallo

Unsere Gemeinde hat eine Leinenpflicht für Hunde über 40 cm Schulterhöhe im Stadtgebiet.Erkundige dich mal ob das bei euch auch so ist.Auch beim Ordnungsamt würde ich anrufen denn es ist ein Ding der unmöglichkeit das ein Hund ständig auf andere losgeht und die Besitzer meinen es wäre ihnen wurscht.So gehts ja nun dann doch nicht.

Du hast deinerseits guten Willen gezeigt,jetzt wär bei mir das Maß voll und ich würde dem Ordnungsamt den Rest überlassen.

lg

Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 17:54 Uhr

Guten Abend,

nein, hier in unserer Stadt gibt es keine allgemeine Leinenpflicht, sondern nur in bestimmten Bereichen (z.B. in Parks, Innenstadt, 50 m um Schulen, Kindergärten und Spielplätze).
Damit ist dem Hundebesitzer leider nicht zu kommen.

Im Allgemeinen ist die Hündin wohl auch friedlich, aber als wir zugezogen sind, wollte sie der neuen Hündin im Revier wohl mal ne Ansage machen.
Und das jetzt eben schon vier Mal.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von simone_2403 29.12.09 - 18:06 Uhr

Vieleicht wär es wirklich gut gewesen die 2 das austragen zu lassen allerdings bin ich da wie du und denke an die Verletzungen die u.U vom TA dann behandelt werden müssen.Die Stellung wäre allerdings dann wirklich geklärt ;-)

Ganz ehrlich,bei so uneinsichtigen Hundebesitzern würde ich nachdem du sie ja schon im Gespräch darum gebeten hast wegen der Leine,jetzt andere Maßnamen ergreifen.Ordnungsamt.

lg

Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 22:01 Uhr

Die beiden das austragen lassen, geht in meinen Augen nicht mehr. Hündinnen neigen ja eh eher dazu, sich nicht zu unterwerfen (im Gegensatz zu Rüden) und die beiden würden sich jetzt zerfetzen. Du hättest mal heute die andere sehen müssen, wie sie versucht hat, sich im Kopf von meiner zu verbeißen.

Beides sind große starke Hunde und die Rasse meiner Hündin neigt dazu, mit unlauteren Mitteln zu kämpfen, sprich sie ducken sich nach unten weg, so dass die Kehle geschützt ist, und versuchen den anderen in den empfindlichen Bauch zu beissen.

Nach einem erneuten Gespräch heute hat mir der Besitzer versprochen, die Hündin in Zukunft an die Leine zu nehmen. Wirklich darauf verlassen werde ich mich aber nicht und muss echt wachsam sein.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von silk.stockings 29.12.09 - 18:08 Uhr

Was sind denn das für Hunde?

Ich habe auch das Problem - freie Rüden gehen ALLE IMMER auf meinen, wenn er an der Leine ist.

Und inzwischen ist er so angepisst, ich würde für nichts garantieren.

Letzthin kam ein Dobermann hinter uns her, den konnte ich noch verscheuen. Aber mir ging die Muffe.

Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 21:58 Uhr

Guten Abend.

Meine Hündin ist eine Dobermann-Hündin. An der Leine gerne mal laut, aber grundsätzlich sehr friedfertig und versteht sich mit allen Hunden. Sie hat auch noch nie einen anderen Hund angegriffen (wenn man mal vom Wegschnappen aufdringlicher Rüden absieht). Gerade erst haben wir eine Hundzusammenführung mit einer anderen Hündin gemacht, die neu ins Haus eingezogen ist, was völlig problemlos vonstatten gegangen ist.

Sie selbst wurde aber leider schon angegriffen und wehrt sich dann natürlich. Und was diese Hündin anbelangt, ist sie inzwischen auch so angepisst, dass ich für nichts mehr garantieren kann. Selbst wenn die sich mal beide ohne Leine auf einer Wiese treffen würden, würde meine vermutlich endlich mal einen Ausgleich schaffen wollen.
Das Kind ist echt in den Brunnen gefallen, da die beiden Hündinnen durch den ersten Angriff der anderen einen denkbar schlechten Start hatten, so dass wir jetzt eine Feindschaft fürs Leben haben. Nun kann ich nur noch den anderen Hundebesitzer in die Verantwortung nehmen.

Die andere Hündin ist eine große, sehr bullige Schäfermischlingshündin. Schon alt, aber nicht minder aggressiv.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von liki 29.12.09 - 18:24 Uhr

Wie furchtbar!
Auf jeden Fall Ordnungsamt und Polizei benachrichtigen.

Bei uns gibt es einen Hundebesitzer, der lässt seinen Hund im Feld frei laufen und fährt um das Feld mit dem Auto herum.

ich meide mittlerweile schon diese Strecke, weil meine Hündin (immer angeleint außer auf dem großen Privatgrundstück) dann ganz außer sich gerät :-(

ich wünsche Euch viel Erfolg! Mein volles Mitleid hast Du!

Beitrag von booo 29.12.09 - 19:31 Uhr

Für den letzten Angriff eine Anzeige bei der Polizei machen und die vorherigen 3 Angriffe erwähnen. Für jeden weiteren eine neue Anzeige schreiben.

Beitrag von maggelan 29.12.09 - 21:31 Uhr

Anzeige bei Ordnungsamt und Polizei.
Da sich die Leute bisher nicht darum geschert haben würde ich zur eigenen Sicherheit einen anderen Weg wählen.
So provozierst du selbst das Unvermeidliche hervor, auch wenn sich das jetzt blöd anhört.

Wenn du noch ein Kind im Buggy dabei hast, an einer stark befahrenen Straße eine Beisserei hast, wo ist da die Sicherheit?

Ich würde im Normalfall meinen Hund losmachen, denn eine Beiserei an der Leine zieht den Hundehalter unmittelbar ins Geschehen hinein. Was machst du wenn dein Kind gebissen wird?

Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 22:04 Uhr

Guten Abend.

Wenn ich meinen Hund losmache, muss ich damit rechnen (ich bin davon sogar überzeugt), dass es Mord und Totschlag gibt.
Bei den vier Angriffen habe ich mich mit dem Hund vom Buggy/Kinderwagen immer entfernt, um meine Tochter möglichst weit weg vom Geschehen zu haben. Aber demnächst wird sie eben nicht mehr im Buggy sitzen und dann wird es gemeingefährlich. Von dem Schock heute und den verstörenden Bildern, unser Hund ist ihr ein und alles und der wird gebissen, mal ganz abgesehen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 22:08 Uhr

Guten Abend.

Danke an alle, die mir geantwortet haben.

Ich war heute Abend noch mal bei dem Hundebesitzer und habe ihm deutlich gesagt, dass er den Hund an die Leine zu nehmen hat. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er es wirklich als echte Vereinbarung aufgenommen hat, auch wenn er es mir von sich aus mehrmals bestätigt hat.
Meine Tochter war dabei, die ihm gegenüber auch sehr offen war und Kontakt aufgenommen hat, so dass ihn wohl vor allem das Argument, dass ich nicht möchte, dass meine 2,5-Jährige solche Beissereien und diese verstörenden Bilder sieht, am ehesten erreicht hat.
Natürlich habe ich ihn auch darüber aufgeklärt, dass ich bei einem nächsten Vorfall mit allen Mitteln gegen ihn vorgehen werde.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass er die Vereinbarung ernst nimmt.
Ich bleibe wachsam.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von lunnia 29.12.09 - 22:08 Uhr

Meldung beim Ordnungsamt,
die können Leinenpflicht aussprechen,
einen Wesenstest anordnen und sogar Maulkorbzwang erlassen.
Auf jeden Fall aber melden!

Wir hatten in der Nachbarschaft auch so einen Beißer,
konnten uns schon mit Worten wie "Dezember 2005" ah "Februar 2007" begrüßen und keiner hat nach dem jeweiligem Vorfall Meldung gemacht, weil es ja immer "das erste Mal war". Es wurden auch einige Hundebesitzer gebissen und das würde ich gerade mit Kind nicht riskieren wollen...

Beitrag von hedda.gabler 29.12.09 - 22:17 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Bei uns ist es ja leider inzwischen das 4. Mal.

Ich erlebe den Hund ansonsten als total friedlich. Trottet vor sich die Straße lang und gut. Nur auf die vor 2 Jahren neu zugezogene Hündin hat sie es eben abgesehen.
Du hast natürlich recht, dass ich auch in die Gefahr komme gebissen zu werden (so lange mein Kind noch im Buggy sitzt, konnte ich mich immer von ihr entfernen, wenn es losging und meinen Hund in eine andere Richtung ziehen, bei zwei Vorfällen haben sich dann Passanten um den Kinderwagen gekümmert), aber ich handle da instinktiv, da ich eben keine schweren oder gar tödlichen Verletzungen bei den Hunden möchte (meine Hündin wurde mal von einem Rüden in die Flanke gebissen, war nur mit einem Fangzahn hängengeblieben, da aber geguckt werden musste, ob das Bauchfell betroffen ist, musste man operieren, der Spaß hat einschließlich der ersten Notfallversorgung 1.100 Euro gekostet und der Punk-Hundebesitzer war natürlich nicht versichert).

Ich habe wahrscheinlich echt zu lange gewartet, immer das Gespräch gesucht und versucht, kritischen Situationen aus dem Weg zu gehen.

Ich kann nur hoffen, dass der Hundebesitzer das heute nun ernst genommen hat, zumal ich auch zum Gespräch einen Zeugen mitgenommen habe.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von andreag1302 30.12.09 - 07:42 Uhr

Hallo,
ich denke du hast damit schon fast zu lange gewartet und bist einfach zu gutmütig#liebdrueck
Wir haben eine ähnliche Situation,hab mir das ganze zweimal angeschaut und beim dritten Mal war ich bei der Polizei und hab die angezeigt,seitdem muss die Hündin das Haus an der Leine verlassen,durch den Zaun ( wir sind unmittelbare nachbar) giften sie sich immer noch an,aber das stört mich nicht weiter.
Ich habe den Zaun einfach auf meiner Seite erhöht ( gegen seinen Willen ) und habe noch eine Reihe Büsche gepflanzt,nachdem seine meinem neu dazugekommenen Welpen durch den Zaun ,zweimal in die Zunge gebissen hatte und er meinte das kann schon mal passieren,die müssen sich aneinander gewöhnen.

Drück dir die Daumen das es bei Euch gut ausgeht...

LG Andrea