Kiffender Freund als "Ersatzpapa"???

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kiara_sarah 29.12.09 - 21:21 Uhr

Hey ihr Lieben!
Bin mir nicht sicher, ob ich hier in diesem Forum richtig bin aber ich versuchts einfach mal.

Es geht um folgendes. Eine wirklich gute Freundin von mir ist alleinerziehende Mama von einer Tochter (etwa 4 Jahre). Jetzt hat sie seit kurzem einen neuen Freund, der auch wirklich total nett scheint. Er geht superlieb mit der Kleinen um und macht auch so einen guten Eindruck.
Allerdings hat mir meine Freundin erzählt, dass er regelässig kifft :-( Anscheinend sogar jeden Abend.

Ich persönlich halte ja von Drogenkonsum jeglicher Art rein garnichts. Aber ich muss auch gestehen, dass ich mich nicht wirklich gut damit auskenn weil es für mich einfach noch nie thema war. und jetzt weiß ich nicht wirklich was ich ihr raten bzw. von der ganzen sache halten soll.
was für auswirkungen hat das kiffen auf den körper und auf den geist? was ist wenn das jemand mitbekommt und das jugenamt informiert? ist man weniger zurechnungsfähig wenn man was gekifft hat? könnte die aufsichtspflicht dadurch beeinträchtigt werden? wie kostspielig is sowas überhaupt?
ach .. so viel fragen

ich seh halt, dass sie ihn sehr gern hat und ich würds ihr so gönnen wenn sie endlich mal glück mit nem mann hat. aber ich weiß nicht, ob das der richtige ist.

vielleicht könnt ihr mir ja mal ein paar infos und meinung mitteilen, damit ich nicht so ratlos dasteh.

danke schonmal im voraus #kuss

Beitrag von rubberduck01 29.12.09 - 21:31 Uhr

Ich halte einen Joint am Abend für weniger schlimm, als das klassische Feierabendbier.

Alkohol macht aggressiv, THC nicht!

Aufsichtspflicht????? Ich gehe doch davon aus, das erstens die Mutter anwesend ist und zweitens das Kind schläft..

Ich denke wenn der Mann nicht dauerstoned ist , stellt das Ganze kein problem dar.

die Gummiente

Beitrag von kiara_sarah 29.12.09 - 21:34 Uhr

Aufsichtspflicht nur deshalb, weil ich ja an die zukunft auch denk. wenn das mit den beiden was ernstes wird und er vielleicht mal auf das kind aufpasst während sie abends was macht. was ist wenn das kind aufwacht und nach ihm ruft? kann er dann reagieren wie es sich gehört?
ich weiß das ist eine dumme frage, aber ich habe selber noch nie was geraucht. ich hab null ahnung davon was da in einem vorgeht

Beitrag von darkblue81 29.12.09 - 21:43 Uhr

Hallo,

also in demm von dir geschilderten Fall, das er abends auf das Kind aufpaßt und unter dem Einfluß von Cannabis steht, nein kann er nicht.

Ich hab einen guten Freund, den kenne ich seit Kindertagen, er raucht auch regelmäßig abends seinen Joint, er ist dann bei weitem nicht mehr so aufnahmefähig wie sonst und er hat manchmal eine arge Zeitspanne bis er reagiert *lach*
Er wird dann auch relativ schnell müde und wenn er eingeschlafen ist, macht ihn so schnell nichts mehr wach (auch nicht das Bellen meines Hundes, der direkt neben ihm lag und die kalte Hundeschnauze im Gesicht hat in auch nicht mehr interessiert ;-))

Ich mag diesen guten Freund sehr gerne, aber ihn unter diesen Umständen mit meinen Kids allein lassen würde ich ihn weniger.

Grüße

Beitrag von rubberduck01 30.12.09 - 10:31 Uhr

Es kommt ganz darauf an, was er geraucht hat. Schwarzer Afgane ( sehr teuer und sehr schwer zu bekommen ) macht wirklich so träge und verpeilt, wie meine Vorschreiberin schrieb.

Bei Gras siehts ganz anders auch. Zwar ist es auch beim kiffen, wie mit jeder anderen Droge: die Dosierung machts. Aber ich kenne einige die Morgens einen Joint rauchen bevor sie zur Arbeit gehen. Das sind aber Creative ( und sie fahren kein Auto ;-) ), sie können besser "querdenken" . Und gerade in diesen b
Berufen ist THC - Konsum sehr häufig vertreten.

Ich selbst habe mal "breit" meine Wohnung geputzt und war total erstaunt, wie gründlich ich war.

Also bei normaler Dosierung kann auch ein bekiffter auf ein schlafendes Kind aufpassen, aber auch ich hätte da ein bischen Bauchweh - wenn es nicht unbedingt sein muß würd ichs lassen.

Ich persönlich vertrage so gut wie keinen Alk. Will ich mich auch mal berauschen rauch ich mir auch einen. Allerdings nur dann wenn meine Kinder außer Haus sind - also beim Vater oder bei den Großeltern übernachten. Und da kann es vorkommen das mal 3 oder 4 Monate dazwischen sind, wo nix geht. Und stell Dir vor, ich vermisse dann auch nix. Also zumindest mich hat THC nicht süchtig gemacht.

Immerhin ist kiffen bei unseren Nachtbarn Holland erlaubt. Wiedersinniger Weise, darf man dort in den Kneipen keine Zigaretten ( mit Nikotin ) rauchen, aber Hasch das geht.

Google mal, dann findest Du viel zum Thema

die Gummiente

Beitrag von sakirafer 29.12.09 - 22:21 Uhr

Hallo,

meiner Meinung nach macht es keinen Unterschied, ob jemand jeden Abend was trinkt oder jeden Abend kifft.
Ich würde keinem mein Kind anvertrauen, der wirklich jeden Abend Rauschmittel konsumiert und ohne nicht mehr klar kommt.

Es geht hier ja nicht um gelegentlichen sondern um regelmäßigen Konsum.

LG

Sara

Beitrag von karna.dalilah 29.12.09 - 22:22 Uhr

wenn die Beziehung fester wird und sich auch im Bewußtsein die Verantwortung verfestigt wird der Freund sicherlich auch seinen Konsum einschränken.
Sensibilisiere deine Freundin daraufhin, dass sie ihm bewußt macht, dass auch er eine Verantwortung dem Kind gegenüber hat und auf seinen Joint verzichten muss, wenn er die Kleine beaufsichtigt.
Außerdem hat er eine Vorbildfunktion , also ein Joint und das Kind wach geht gar nicht.

Ansonsten.
Ob und wie lange jemand der richtige Partner ist, weiß man nie ;-)

Karna

Beitrag von rienchen77 30.12.09 - 09:28 Uhr

ich finde Drogen auch nicht sonderlich...

aber ich trinke gerne auch mal gesellig ein Bier und Sekt und bin dann auch mal Knülle


jetzt zur Situation:


ist er bekifft wenn er beim Kind ist oder so...oder nur in seiner "Freizeit"...

Beitrag von valada 30.12.09 - 10:25 Uhr

Hallo,

also entgegend der Meinung von vielen hier sag ich ganz klar:

Drogen und Kinder gehören nicht zusammen!! Geausowenig wie meiner Meinung nach Alkohol und Kinder zusammen gehören.

Jeden Abend zu kiffen finde ich zudem auch ohne Kinder sehr bedenklich!!! Meinen Erfahrungen nach, wird er es ohne Therapie NIE einschränken, weil er abhängig ist!

Er wird es vielleicht versuchen und für 1-2 Wochen wird es funktionieren, aber sobald etwas unvorgesehenes passiert, wird es wieder mehr werden.

Zu einer Therapie sind die wenigsten bereit, weil die meisten garnichts schlimmes darin sehen zu kiffen. Genauso wenig sehen Alkoholiker das Schlimme am "Feierabendbier"

Viele Kiffer reden ihre Droge schön, aber es gibt jede Menge Folgen, die sie nicht einsehen wollen,

z.B. zerstört Kiffen Gehirnzellen und man verliert den Realitätsbezug, die Kiffer die ich kannte, konnten alle KEINERLEI Verantwortung übernehmen. Weder für sich selber, noch für irgendeine andere Person! (und das nicht nur im zugedröhnten Zustand sondern immer) Mit Geld konnten diese meistens auch nicht umgehen. Und da gab es welche die regelmäßig gekifft haben und welche die nur ab und zu gekifft haben.

Zu der Frage mit der Aufsichtspflicht: Findest du, dass jemand der besoffen ist, noch in der Lage ist Kinder zu beaufsichtigen? Und zu dem was passieren kann, schau dir z.B. das Schicksal der kleinen Karolina letztes Jahr an....

Wenn er wirklich so lieb ist, wie er scheint und es irgendeinen Sinn für die Zukunft hat, dann sollte deine Freundin ihm die Pistole auf die Brust setzen, dass er mit Hilfe einer Therapie damit aufhört!!!

Ist er dazu nicht bereit, wird er NIE ein Partner sein, der IHR und ihrer Tochter in Zukunft gut tun wird!!! Und allein ihre Nähe, ihre Beziehung wird nicht ausschlaggebend sein, dass er den Absprung schafft, da MUSS eine Therapie her!!!

Viele Grüße
Valada

Beitrag von huddelduddeldei 30.12.09 - 11:51 Uhr

Dir ist schon klar, dass du totalen Schwachsinn schreibst, oder?

Ich finde es nicht gut, wenn "Aussenstehende" sowas pauschalisieren.

"Jeden Abend zu kiffen finde ich zudem auch ohne Kinder sehr bedenklich!!! Meinen Erfahrungen nach, wird er es ohne Therapie NIE einschränken, weil er abhängig ist!"

Mein Freund und ich haben bevor wir uns entschlossen haben Kinder haben zu wollen auch fast jeden Abend gekifft.

Und als wir letztes Jahr November angefangen haben am Kinderwunsch zu basteln, haben wir von einen auf den anderen Tag keinen Joint mehr angepackt. Das ist jetzt über ein Jahr her und keiner von uns hat irgendwelche Entzugserscheinungen durchgemacht und Therapie war da auch nicht nötig...

Wenn man es will, dann kauft man sich kein Gras mehr und dann ist die Sache gelutscht...

Es gibt vielleicht Ausnahmen, die es nicht ohne Therapie schaffen, aber man kann wie in so vielen Situationen nicht alle über einen Kamm scheren.


Beitrag von ayshe 30.12.09 - 11:54 Uhr

eben.

auch wenn es eine sucht sein kann, so zumindest keine körperliche.

ich kenne auch einige, die zeitweise recht viel gekifft haben, aber dann einfach von heute auf morgen komplett aufgehört haben.

jede droge ist anders, ob nun alkohol, THC oder chemische.

Beitrag von liki 30.12.09 - 13:28 Uhr

mein Freund hat jahrelang täglich gekifft und von einem auf den anderen Tag aufgehört - er ist ein wundervoller und super verantwortungsbewusster Vater für seine 3 leiblichen und 2 Stiefkinder (im Gegensatz zu meinem Exmann, der Alkoholiker war und dem ich nicht meine Kinder alleine anvertrauen kann).

ich selber habe auch einige Jahre lang wochenends THC konsumiert und auch von einem auf den anderen Tag aufgehört.

Einige meiner Kollegen haben die ganze Studienzeit durch gekifft und sind heute treusorgende Familienväter und beruflich erfolgreich.

Das hängt mit dem Typ zusammen, mit dem sozialen Umfeld, etc.
bei Manchen kann es böse enden, weswegen ich den Konsum auch nicht verharmlosen möchte. Aber ich kenne genug Menschen, bei denen das nicht so war.

Gruß, liki

Beitrag von liki 30.12.09 - 13:31 Uhr

PS: und das mit den Gehirnzellen mag ja im ein oder anderen Falle stimmen... aber... mein Freund hat in dieser Zeit summa cum laude promoviert. Ebenso sind meine Kollegen, die früher konsumiert haben, samt und sonders hochqualifizierte promovierte Akademiker.

Es gibt da nicht nur schwarz und weiß - es gibt auch sehr viele Zwischenstufen und Einzelfälle.

Wie das im von der Threaderöffnerin geschilderten Fall ist, können wir nicht beurteilen.

Beitrag von dominiksmami 30.12.09 - 18:45 Uhr

>>z.B. zerstört Kiffen Gehirnzellen <<

aber nur in Verbindung mit viel Nikotin..denn Nikotin ist das Nervengift. THC eben nicht.

Körperlich süchtig macht das Nikotin im stinknormalen Tabak.


Ich halte selber gar nichts davon jeden Tag zu kiffen oder jeden Tag Alkohol zu trinken. Kiffen würde ich sowiso nicht (nicht mehr muß ich an dieser Stelle zugeben, denn in meiner "Sturm und Drang Zeit" kam das doch so ab und zu mal vor) und Alkohol trinke ich wenns hochkommt alle 4 Monate mal ein Glas Wein oder so.

Dennoch ist Alkohol in meinen Augen die weit schlimmere Droge zumal sie ja selbst in Deutschland legal ist.

Hier geht man mit dem Kiffen recht normal um muß ich sagen.

Zur TE muß ich sagen..ich selber würde niemandem mein Kind anvertrauen der täglich Drogen konsumiert, aber Kiffen ist da ganz sicher nicht schlimmer als Alkohol.

Ich kenne übrigens von vielen vielen Gelegenheits- oder auch Regelmäßig Kiffern nur EINEN der so war wie du es beschrieben hast, der keine Verantwortung übernehmen konnte und so weiter und so fort.
Der hat allerdings auch eine sehr steile "Karriere" hingelegt, vom jedes Wochenende besoffenen Teenie, zum Daueralk, zum alkohol kranken Kiffer, zum Heroinsüchtigen.

Alle anderen waren und sind völlig normale Menschen, mit normalen Familien und normalen Berufslaufbahnen. Die meisten mit denen ich zu tun hatte waren übrigens Studenten, die trotz des abendlichen Joints völlig problemfrei studiert haben, promoviert haben etc.

lg

Andrea

Beitrag von petra1982 31.12.09 - 08:20 Uhr

och gott :-) viele haben es ohne geschafft, andere nicht, es ist nicht so das jeder der kifft abhängig wird von dem zeug, und weitere drogen konsumiert. wir wissen doch gar nicht ob er es aufhört, ob sie ihn schon angesprochen hat darauf. ich habe auch von heut auf morgen aufgehört damals und nie wieder angefangen.....

Beitrag von ayshe 30.12.09 - 10:40 Uhr

hallo,

ich sehe das so wie die gummiente.

ertsmal kommt es auf die menge an und auch auf die sorte des gerauchten.
kiffen ist völlig anders als alkohol.
man liegt nicht reaktionslos in der ecke, kommt auf die sorte an.
was raucht er denn?
und wie viel?
manche sorten machen auch aktiv und schärfen eher die sinne.
dann kann er auch genauso reagieren wie sonst auch.

das jugendamt wird natürlich nicht begeistert sein, das ist klar, es sind drogen und ist illegal.
wenn er ständig trinken würde, fände das ja hier in D leider viel mehr akzeptanz, was ich persönlich nicht verstehen kann.

kosten?
kommt darauf an, was er kauft.
es kann billiger sein als alkohol.

Beitrag von petra1982 30.12.09 - 15:17 Uhr

vorne weg ich finde es auch nicht sonderlich toll, wenn er dies vor dem kind macht und wenn das kind allein unter seiner aufsicht ist, alles andere muessen die beiden klären.

nur finden viele es auch total ok auf einer party zu erscheinen mit ihren kindern, wo alkohol konsumiert wird und denn kindern vorgelebt wird wie toll das ist, und das man lustig wird. es wird durch diesen kindersekt als harmlos hingestellt usw. so herrum sollte man es dann doch auch sehen oder nicht#kratz das man unter alkohol auf die aufsichtspflicht verletzten kann wie wenn man einen joint raucht :-)

Beitrag von kiara_sarah 01.01.10 - 10:05 Uhr

Erst mal Danke für all eure Antworten!!!

Ein paar Dinge möcht ich trotzdem noch loswerden!

Erst mal ein #pro an alle, die beim Kinderwunsch oder aus anderen Gründen einfach aufgehört haben zu Kiffen!

Was er raucht, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass ihm durchaus bewusst ist, dass er auch gewisse Verantwortung übernehmen muss wenn das mit den beiden so weiter geht.

Und weil das Thema immer wieder auf Alkohol kommt, ich finde es auch nicht gut in Gegenwart von Kindern betrunken zu sein.
Ich trink ja selber so gut wie keinen Alkohol (vielleicht mal zu silverster ein Glas Sekt) und würde es auch nicht dulden, wenn sich mein Mann in Gegenwart unseres Kinders betrinkt.

Naja ... bin gespannt wie das mit den Beiden weitergeht - ich wünsche ihnen natürlich nur das beste

Und auch allen anderen auf diesem Weg alles gute fürs neue Jahr!!!!#klee