Unterhaltsvorschuß läuft 2010 aus, wie sieht es dann aus?

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Beitrag von schnuffeline-09 29.12.09 - 21:40 Uhr

Hallo

wie schon oben geschrieben läuft 2010 der UV für meinen Sohn (7) aus und ich wollt mal wissen wie es bei anderen so ist und ob ich trotz wenigen Verdienst des KV(Sicherheitsdienst ca. 1000€ netto und seine Frau ist im letztem Ausbildungsjahr,Gehalt unbekannt, weiß nur sie bekommen auch noch nen Zuschuß vom Amt) des ein Anspruch auf einen geringen Betrag (50€) im Monat hätte oder ob es dann ganz in meiner Hand liegt?

Bin leider Harz4 betroffen:-( momentan auf Job suche u dies bisher leider Erfolglos:-( und mache mir natürlich so Zukunftsmäßig meine Gedanken, wie es ist wenn da mal eben 158€ im Monat fehlen und wenn sich kein Job findet, wieviel bekommt man dann in etwa vom Amt zur Regelleistung dazu, denn ein schulpflichtiges Kind ist ja doch irgendwie teuer!?

P.s. Es geht mir nicht ums abkassieren des KV, wie bei manch anderen hier! Nur Erfahrungen anderer und wie die es so geregelt haben:-).

LG#snowy

Beitrag von seikon 29.12.09 - 21:59 Uhr

Wenn der KV unterhalb seines Selbstbehaltes liegt, dann ist da nichts zu holen. Im Endeffekt müsstest du beim Familiengericht eine Unterhaltsfeststellungsklage einreichen, dann wird geprüft wie viel er verdient, und ob er leistungsfähig ist. Das Einkommen seiner Frau ist nicht relevant, da es ja SEIN Sohn ist und nicht IHRER.

Wenn beim KV nix zu holen ist, dann wirst du "leer" ausgehen. Aber da du ohnehin Alg 2 erhältst und der Unterhaltsvorschuss auf den Alg 2 Bedarf als Einkommen angerechnet wird, wirst du unterm Strich bei +-0 landen und für dich ändert sich an der Summe nichts.

Beitrag von schnuffeline-09 29.12.09 - 22:21 Uhr

Ahso, na dann Danke für die ausfürliche Antwort#huepf.

LG#stern

Beitrag von rarity85 30.12.09 - 09:41 Uhr

Stimmt so nicht,

wenn die UVG Leistungen auslaufen und man ist im ALG 2 Bezug, reicht man den Eibstellungsbescheid des Jugendamtes der zuständigen ALG 2 Behörde ein und dann wird für das Kind ab diesem Zeitpunkt die UVG Leistung nicht mehr angerechnet, dass heißt das Kind bekommt seinen normalen Regelsatz und UVG wird nicht mehr angerechnet, sondern nur noch das Kindergeld.

Was wiederum bedeutet, bei Muttern wird auch der Überhang des Kindes nicht mehr abgezogen.

@ beim KV nix zu holen, so einfach ist es für den KV nämlich nicht.

Es gibt inzwischen Urteile, wo selbst wenn der KV ALG 2 bezieht und nicht ausreichend Bemühungen vorweisen kann (und dabei handelt es sich nicht um die üblichen 5 Bewerbungen / Monat aus der EGV, sondern wesentlich mehr), dass dann sogar sein ALG 2 pfändbar wird.

Des weiteren gibt es noch ganz andere Druckmittel den KV in diesem Falle zur Zahlungen, bzw. Arbeitsaufnahme zu bewegen und zwar mit ner Anzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung, dann gehts nämlich vor Gericht weil Straftatbestand.
Bei der ersten Anzeige wirds vermutlich noch ne Bewährungsstrafe mit recht heftigen Bewährungsauflagen, bei der zweiten gehts ab in den Knast, bei dem Thema verstehen die Richter inzwischen keinen Spaß mehr.

Sollte der KV selbst im ALG 2 Bezug stehen und der Unterhalt ist tituliert, solle er diesen Titel in Kopie bei seinem Amt einreichen und sich einen Nebenjob suchen.

Aus diesem Nebenjob werden ihm dann die üblichen Freibeträge bei Nebenjobs unter ALG 2 nicht angerechnet und zusätzlich wird der Lohn auch bis zur Höhe des Unterhaltstitels nicht angerechnet, sofern dieser an die KM abgeführt wird.

Was allerdings auf der KM Seite dann dazu führen wird, dass das Kind aus der BG der KM herausfällt und die KM für das Kind zusätzlich Wohngeld beantragen muß, bzw. kann und nur das auf den Regelsatz von Muttern angerechnet wird, was übrig bleibt nach Abzug von dem was das Kind zur Deckung seines eignen Bedarfs benötigt.

Beitrag von manavgat 30.12.09 - 10:15 Uhr

Du hast voll Recht, außer hier:

Bei der ersten Anzeige wirds vermutlich noch ne Bewährungsstrafe mit recht heftigen Bewährungsauflagen, bei der zweiten gehts ab in den Knast, bei dem Thema verstehen die Richter inzwischen keinen Spaß mehr.

Damit der Staatsanwalt (meistens Männer) sich überhaupt damit befasst und das Verfahren nicht gleich wieder einstellt, muss Frau u. U. 3 x anzeigen, bis überhaupt was passiert. Zeigt der KV dann Reue (frisst Kreide) und zahlt einen kleinen Betrag, dann passiert erstmal nix.

Ich habe das Ganze schon mehrfach durch. Zur Zeit krieg ich mal wieder nix und werde wohl in 2 Monaten erneut anzeigen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von rarity85 30.12.09 - 13:05 Uhr

Kommt wohl auch immer auf den jeweiligen Gerichtsbezirk an, aber Notfalls kann man auch Staatsanwälten das Leben schwer machen.

Beitrag von manavgat 30.12.09 - 13:56 Uhr

Davon hast Du dann aber auch keine Kohle!

Ich bin sicher kein Weichei was Ärger mit Behörden und Gerichten anbelangt. Aber m. E. nach braucht man Geduld, Spucke und einen langen Atem.

Gruß

Manavgat

Beitrag von eisflocke 30.12.09 - 22:24 Uhr

Wieso sind Staatsanwälte meistens Männer? ...;-)

Beitrag von manavgat 30.12.09 - 09:42 Uhr

Du musst Dir gar keinen Kopf machen. Das, was an UVG wegfällt, bekommst Du mehr an ALG2.

Teil der ARGE mit, wann das Geld wegfallen wird (rechtzeiitg) und bitte darum, den Zahlbetrag anzupassen.

Gruß

Manavgat