Warum eigentlich nicht Baby vor 6 Monaten zufüttern?????

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mawie77 30.12.09 - 09:07 Uhr

Hallo Mädels,
meine Frage steht schon oben. Sehr oft lese ich, dass Babys vor dem ersten Halbjahr NUR Milch bekommen sollten. Warum ist das so? Was kann denn dabei passieren, wenn man ihn vor dem ersten Halbjahr schon zufüttert (Brei)????????

Liebe Grüße, Mawie

Beitrag von thiui 30.12.09 - 09:12 Uhr

wenn dein baby auf die welt kommt, ist der darm noch nicht voll entwickelt. er braucht diese (pi mal daumen) 6 monate, um sich dahingehend zu entwickeln, dass er feste nahrung verarbeiten kann.

wenn du dienem kind feste nahrung gibst, bevor der darm soweit ist, dann kann das natuerich bauchweh verursachen. es koennte auch allergien beguenstigen.

die entwicklung des kindes muss man natuielrich auch immer mit in betracht ziehen, von daher sind diese 6 monate nicht in stein geschreiben. manche kinder fangen schon ein paar wochen frueher an, fest zu essen und andere erst ein bisschen spaeter. (meine tochter hat z.b. mit 5 1/2 monaten angefangen essen zu wollen)

lg, siiri!

Beitrag von minimi08 30.12.09 - 10:05 Uhr

Hallo !
Mein Sohn wird am Samstag 3 Monate und er bekommt seit dem 2. Weihnachtsfeiertag jeden Tag einen kleinen Klecks Bananenmus und es schmeckt ihm prima und er hat keine Bauchschmerzen!!!!

Früher wurden die Baby´s teilweise schon ab der 10. Woche zugefüttert und da hat es ihnen auch nicht geschadet. Ich glaube jede Mama muß das selbst entscheiden, sie kennt ihr Kind am Besten.

Meiner ist für sein Alter schon sehr groß und schwer und hat immer soooo großen Hunger. Ich stille ihn noch aber geb ihm auch 2-3 Mal am Tag 1er Milch weil er sonst nicht richtig satt wird.

LG
Minimi

Beitrag von lilliana 30.12.09 - 10:45 Uhr

Früher hat man die Kinder auch ohne Kindersitz im Auto umher gefahren. "Geschadet" hat es mir auch nicht, anderen aber wahrscheinlich schon...

Ich finde dein Verhalten unverantwortlich!

Beitrag von rmwib 30.12.09 - 10:50 Uhr

http://www.deppenapostroph.de/

Beitrag von maryalex 30.12.09 - 15:52 Uhr

#rofl

Beitrag von perserkater 30.12.09 - 10:52 Uhr

Früher hat man männliche Neugeborene gleich nach der Geburt auf den Boden geworfen. Wer nicht überlebte wäre es eh nicht wert und niemals ein starker Krieger geworden.

Früher hat man so viele Dinge mit Babys veranstaltet. Einen direkten Vorwurf kann man den früheren Generationen nicht machen, wussten sie es nicht besser und lebten vom hören sagen.

Heute weiß man es besser. Heute weiß man, dass der Magen Darm Trakt von jungen Menschen mit frühestens 4 Monate so weit gereift ist, um eventuell etwas anderes als Milch verdauen zu können.
Heute stillt man länger voll/gibt die Flasche weil man für sein Baby wirklich nur das Beste will. Einen gesunden Start ins Leben. Allergievermeidung, Aufbau einer gesunden Darmflora usw. Wer wünscht sich das nicht für sein Kind?

Leg du immer nach Bedarf an, dann brauchst du auch keine Flasche. Bananenbrei *kopfschüttel* muss man dazu noch was sagen? Du hast offensichtlich Internet. Google nach den Folgen zu früher Beikost. Du bist schließlich in einer Generation, die nicht einfach die Augen vor der Wahrheit verschließen kann. Und wenn du es doch tust, dein Sohn wird dich später vielleicht mal fragen, warum du es getan hast. Was antwortest du dann?

Beitrag von lilliana 30.12.09 - 10:57 Uhr

Nachtrag: Natürlich liebt dein Kind Bananenmus. Das ist der pure Fruchtzucker! Kannst du ihm auch Zuckerwasser ins Fläschen machen oder die Milch mit Kabapulver etwas schmackhaft machen.

Großes Kino hier mal wieder. Man sollte meinen so Leute wie du wären in unserem Informationszeitalter ausgestorben...

Beitrag von sparrow1967 30.12.09 - 11:16 Uhr

Quatsch.
Er würde satt werden, wenn du nach Bedarf stillen würdest!#aha

Und prima - Banane...und früher...schnallst du dein baby auch nicht an im Auto? Ich meine- jede Mama muß ja für sich selbst entscheiden, oder?

Beitrag von blume82 30.12.09 - 11:27 Uhr

Hallo,

früher wurden die Baby ohne Narkos operiert weil sie noch keine schmerzen haben.

Und warum ist die heute Generation 20+ mit Altererkrankungen betroffen?

Beitrag von 96kati 30.12.09 - 12:09 Uhr

Diese Spielzeuge, die heutzutage leider fast jeder bekommen kann, nennt man auch Säuglinge!

Das kommt von Saugen und hat nichts mit Bananenmus zu tun!

Beitrag von tykat 30.12.09 - 14:15 Uhr

Meine Güte, laßt sie doch einfach tun, wie sie es für richtig hält!Sie ist die Mutter, sie muß es entscheiden und sie wird sich bestimmt auch schonmal mit dem Thema auseinander gesetzt haben und trotz anderer Empfehlungen so entschieden haben!Sie hat nicht nach Eurer Meinung gefragt!
Schlimm, dass hier immer alle ihren Senf dazu geben müssen.Aber die meisten hier haben ja eh die Weisheit mit Löffeln gefressen(aber natürlich erst ab Beikostreife!)#augen

Beitrag von schullek 30.12.09 - 14:32 Uhr

wusstest du, dass banane hochallergen ist?

lg

Beitrag von la-floe 30.12.09 - 14:37 Uhr

so ein quatsch,

natürlich wäre dein Baby an der Brust satt geworden wie alle anderen auch...
du warst offensichtlich nicht willens, ihn nach Bedarf anzulegen, so dass sich deine Milch seinem Bedarf anpassen kann.
Die Nummer mit der Banane ist unverantwortlich aber experimentier nur weiter an deinem Baby rum.

Wenn du nicht stillen willst ist das völlig okay aber komm nicht mit:
-hatte nicht genug Milch
-Kind wollte ja die Banane und verträgt sie

alle anderen sind Schuld, immer!!! Gelle :-(

la-floe

Beitrag von goldengirl2009 30.12.09 - 10:18 Uhr

Hallo Mawie,

die Antwort mit dem unausgereiften Darm hast Du ja schon bekommen.

Ja früher wurde vieles anders gemacht, nicht alles war schlecht aber auch nicht alles gut.
Mein Mann gehört zu der Gruppe Kinder,die nur die Flasche bekamen und da waren noch lustige Dinge drin die nix dort zu suchen hatten.
Beikost mi 6 Monaten war bei ihm Fehlanzeige, statt dessen wurde er munter mit Brei vollgestopft.
Ergebnis heute bei ihm ein komplett "kaputtes" Verdauungssystem mit enormen Problemen im Alltag und so fast alles an Allergien was man sich vorstellen kann.

Laut diversen Ärzten dürfen wir uns für die Probleme bei seiner Mutter bedanken.

Gruß

Beitrag von miau2 30.12.09 - 11:03 Uhr

Hi,
ganz ehrlich, vermutlich weiß das keiner so genau ;-).

Es gibt Empfehlungen...Studien...Ratschläge, und so ungefähr alle Jahre wieder ändert sich das.

Die letzte Studie, von der ich gelesen habe (es kann aber gut sein, dass es nicht die aktuellste ist, dass es irgendwo eine Gegenstudie gibt oder was weiß ich) sagte, dass so ungefähr mit 4 Monaten ein idealer Zeitpunkt für Beikosteinführung wäre - weil der Darm da in einem dafür prima geeignetem Entwicklungsstadium wäre.

Die immer wieder gerne herangezogene Empfehlung der WHO (6 Monate voll stillen und dann m.W. nach bis zum 2. Geburtstag teilstillen) ist halt auch so eine Sache - ich meine auch schon gelesen zu haben, dass diese Empfehlung vor allem für Länder gibt, wo es eben keine so hochwertige Ernährungsmöglichkeiten gibt wie z.B. in Deuschland. Wo also die Alternative zum Stillen nicht Pre oder 1er Milch bzw. als Beikost hochwertige Nahrungsmittel wären, sondern etwas, was für Babys nicht wirklich optimal ernährend ist.

Mein Fazit: es gibt sie (noch) nicht, die ultimative Weisheit. Es gibt viele, viele Vermutungen, und halt sehr oft aktualisierte Empfehlungen.

Von daher halte ich mich an das, was meine Babys mir "gesagt" haben. Und bei beiden waren die Anzeichen, ab wann sie was anderes als meine Milch wollten deutlich sichtbar. Allerdings jenseits von allen Empfehlungen - bei beiden so mit ca. 7,5 Monaten.

Ganz allgemein kann es zwei Probleme geben, wenn der unausgereifte Verdauungstrakt mit Dingen konfrontiert wird, die er nicht verkraften kann:

Zum Einen kann es sein, dass Nährstoffe nicht aufgenommen werden können, es zu Mangelerscheinungen kommt. Was vielleicht eher weniger das Problem ist, wenn man - wie empfohlen - gaaaanz langsam die Beikost einführt, es also anfangs mehr ums probieren als ums ernähren geht.

Zum Anderen kann es sein, dass es im Verauungssystem zu Schädigungen kommt, evtl. mit langfristigen Auswirkungen.

Zu dem "früher war das ja auch so" sollten dann vielleicht auch die Stimmen erwähnt werden, die vermuten, dass die unter heutigen Erwachsenen extrem weit verbreiteten Probleme mit dem Magen oder Darm etwas damit zu tun haben könnten, dass sie als Baby Dinge bekamen, für die sie noch nicht reif genug waren...

Alles Vermutungen halt, bewiesen ist noch ziemlich wenig.

Vor dem vollendeten 4. Monate würde ich aber nicht wirklich damit rechnen, dass mein Baby beikostreif ist - und dann nur zufüttern, wenn es diese Reife auch wirklich signalisiert. Umgekehrt kann es halt auch deutlich später erst passieren (wie bei meinen beiden), auch das ist kein Problem und sollte beachtet werden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von hippogreif 30.12.09 - 11:47 Uhr

An der 6-Monats-Grenze scheiden sich mittlerweile wieder ein wenig die Geister... 4 Monate soll man auf alle Fälle warten wegen der Allergieprävention und des noch nicht vollständig entwickelten Magen-Darm-Trakts. Danach gibt es viele, die die Auffassung vertreten, nicht vor dem vollendeten 6. Monat Beikost zu geben aber es gibt mittlerweile auch einige, die die Meinung vertreten, dass Babys mit vollendeten 4 Monaten Beikost bekommen können, wenn sie Beikostreife zeigen.
Meine Kleine hat Brei bekommen, als sie 5 Monate alt geworden ist, da sie sämtliche Beikostreifezeichen gezeigt hat. Und es hat auch gleich von Anfang an super geklappt, sie hat den Brei gegessen, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.
Also meine Meinung: 4 vollendete Monate auf alle Fälle warten und dann Beikost geben, wenn das Kind soweit ist.

Beitrag von purzel 30.12.09 - 12:51 Uhr

Eine sehr gut formulierte Antwort! Stimme dir in allen Punkten zu.
Mein Sohn hat mit 5,5 Monaten angefangen und es hat auch auf Anhieb super geklappt.
Liebe Grüße
Purzel mit Daniel (12 Monate)

Beitrag von samcat 30.12.09 - 14:00 Uhr

Genau so ist der neueste Stand. Wen es interessiert- Ökotest Ausgabe 09/09 mit den neuesten Studienergebnissen.
LG

Beitrag von kathrincat 30.12.09 - 15:40 Uhr

man füttert brei wenn das kind will ob nun mit 4 oder 6 mn

Beitrag von la-floe 30.12.09 - 16:45 Uhr

genau..
und dazu schreibt das Kind einen kleinen Einkaufszettel. was es denn von Mama besorgt haben möchte:
-Bananen
-Hacksteaks (lassen sich gut mit der Zunge zerdrücken, ab dem 4. Monat)
-Aprikosenquark
-Baileys (auch schön süss)

mein Gott, du kannst doch keinen Säugling "entscheiden" lassen, ob er Brei will oder nicht....wenn meine Tochter mit 6 die Zigarette meines Nachbarn anstarrt geb ich sie ihr ja auch nicht #augen

Mann sollte frühestens ab 4 Monaten mit Brei anfangen, und beikostreif ist ein Baby nicht, wenns dir auf den Löffel starrt sondern wenn dafür die schon oben irgendwo genannten Kriterien erfüllt sind

la-floe