Mein Freund und ich

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ***** 30.12.09 - 09:31 Uhr

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, es ist so viel.

Also ich habe 2 Kinder mit in die Beziehung gebracht, am Anfang war alles super und er war lieb und nett und aufmerksam, es lief alles gut, klar er musste seinen Freiraum etwas Einschränken, nicht mehr jedes WE saufen und Party, nicht mehr jedes WE Eishockey, manche Freunde haben sich von ihm abgewendet, weil er mehr bei uns sein wollte als bei denen.

Naja dann kam unser gemeinsames Kind auf die Welt und es ging irgendwie nur noch bergab, obwohl das erste halbe Jahr ok war, aber seitdem er wieder so vie auf Montage ist sind wir nur noch am Streiten und alles, wir wollten eigentlich auch heiraten diesen Monat, aber das hat er abgesagt weil ich ungeplant schwanger geworden bin und das Kind nicht weg machen lasse so wie er es will.

Seine Eltern reden ihm auch ständig ein das sie das kind nicht kriegen würden usw. Das sie nicht nachvollziehen können wieso ich es behalte und so.

Keiner fragt nach meinen Gefühlen, wie es mir gehen würde wenn ich mein Kind weg machen lassen würde und das nur weil der Vater es ne will.

Ich reiss mir hier für alle den Ar*** auf und höre nie ein Danke, für nix, ich bekomme immer nur gesagt was für ein schlechter Mensch ich bin.

Dann behandelt er meinen ganz Großen wie den letzten Dreck, ich gehe immer schon dazwischen und versuche zu vermitteln, aber egal was ist, dass Kind ist Schuld, mir tut das so weh, am liebsten würdsch meien sachen nehmen und gehen, aber es ist meine Wohnung und ich kann ja auch en immer abhauen wennw as ne mehr hinhaut.

Mein Kind hat meinem Partner auch schon gesagt das es ihm am liebsten wäre wennw ir uns trennen würden und irgendwie ist es auch ruhiger hier wenn wir alleien sind und ich hätte auch wieder mehr Geld zur Verfügung im Monat, aber ich hab so angst vorm alleine sein.

Ich muss aber auch dazu sagen, dadurch das ich ohne die Unterstützung von Eltern aufwachsen musste bin ich schu nen ganz schöner Kontrollfreak und bestimme gerne alles, aber das hab ich ihm alles VOR der Beziehung gesagt und ich kann auch nichts dagegen tun, ich werde bald 30, da ist es ne mehr so leicht sich zu ändern und ich habe mich schon sehr eingeschränkt, sage zu ihm so gut wie nix mehr aus angst was falsches zu sagen, aber inletzter Zeit nehme ich darauf auch keine Rücksicht mehr, wieso auch? Er nimmt auf mich auch keine, ihm ist es auch egal das er mich verletzt wenn er mein Kind so schlecht behandelt, dass Thema hattenw ir erst gestern Abend.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Sry für mein undurchsichtiges blabla, aber ich weiss nicht mehr wo mir der Kopf steht.

Beitrag von polar99 30.12.09 - 09:45 Uhr

Hallo,

lass Dich mal drücken...

Ich hab genau das gleiche alles durch (teilweise erst letzten Monat :-( ), ich weiß wie Du Dich fühlst.

Kinder haben für soetwas Antennen, wenn jemand sie nicht mag. Ich wollte das lange auch nicht wahrhaben, aber es ist so. Als wir uns getrennt haben ließ mein EX dann die Katze aus dem Sack, er meinte, er ist froh, weil er wollte sich mit meinem Kind sowieso nicht mehr abgeben :-( Er ist ziemlich gemein geworden ihr gegenüber, ich hätte das nicht mal im geringsten erwartet von ihm.

Zwecks Kontrollfreak deinerseits würde ich unbedingt eine Therapie machen. Was deinen Partner anbetrifft musst Du allein entscheiden, wie hoch deine Schmerzgrenze liegt. Dein Partner meint, er würde sich selber lieber trennen, vielleicht macht er nur den letzten Schritt nicht wegen dem Kind?

Vielleicht hilft erstmal Abstand zwischen euch beiden, damit ihr feststellt was noch an Gefühlen da ist?

LG polar

Beitrag von ***** 30.12.09 - 09:58 Uhr

Danke für Deien liebe Antwort.

Warum er nicht geht weiss ich ne, er sagt immer er will nicht gehen, aber das ich keine Lust mehr habe ist ihm auch egal.

Wegen der Therapie ist nicht so einfach, da ich ganz alleine bin und niemanden habe der mich unterstützt hab ich auch die Kids immer um mich rum und so kann ich keine Therapie machen, ich geh ja auch noch arbeiten und so, ich würde das gerne machen, aber wie?

Das 2te Kind will er ja gar ne haben, sagt er mir bei jeder Gelegenheit.

Ich denke wir sind nur noch aus Zweck und so zusammen, bis Februar sind wir auch finanziell noch voneinander abhängig, weils zur Zeit echt mau aussieht bei uns, aber ich habe echt so keien Lust mehr, immer nur Streit und so, dass ist so anstrengend.

Beitrag von silk.stockings 30.12.09 - 10:39 Uhr

Wenn man eine Therapie machen will, dann schafft man das auch. Für eine Stunde pro Woche eine Babysitter zu bezahlen, sollte dir möglich sein.

Und zu sagen: ich bin ein Kontrollfreak, das habe ich ihm vorher gesagt, damit machst du es dir ein wenig einfach.

Dass er deinen Sohn schlecht behandelt, geht allerdings gar nicht.

Beitrag von .doctor-avalanche. 30.12.09 - 10:25 Uhr

Hi,

Stories dieser Art liest man ja sehr häufig hier....

Frau hat schon 1 oder 2 Kinder usw
Neuer Freund, am Anfang alles grün usw
Dann wieder schwanger, meist recht zügig usw
Neue Beziehung wird immer schlechter usw
Schuld ist natürlich der Partner usw
Beziehung schon wieder am Ende und noch ein Kind, was nur bei einem Elternteil aufwächst usw.

Es sind immer die gleichen Rituale, stets die gleichen Prozesse und Gründe, nur die Beteiligten wechseln.

Und für die Ursachen sind nicht (nur) die anderen verantwortlich sondern erstmal nur Du selbst.

Ein Bespiel aus dieser Kette von Ungereimtheiten und ständig wiederkeherender Disharmonien: Du bist schwanger geworden, was er wohl nicht wollte. Natürlich ist er dafür genauso in die Verantwortung zu nehmen aber was hast Du erwartet? Daß er es toll findet, Vater zu werden obwohl er es nicht wollte? Wie groß war Dein Anteil der Verantwortung an diesem Unfall?

Dann Deine Abwägungen für oder wider diese Beziehung: Mehr Geld vs. nicht alle sein zu wollen.....

Was sind denn das für Grundlagen bitteschön?

Deine unterstützungslose Jugend ist sicher nicht sehr schön aber wen willst Du heute für Dein daraus resultierendes Verhalten verantwortlich machen? Deinen Noch-Freund, der mir ohnehin schon ziemlich überfordert scheint? Soll der jetzt auch noch die Versäumnisse anderer in Ordnung bringen......?

Ich fürchte, Du wirst auch bei Deinem nächsten Partner wieder in die gleichen Verhaltenstereotypen zurückfallen, möglichweise auch wieder mit Schwangerschaft....eben, weil am Anfang ist ja alles so toll!

DU musst Dich ändern! Nicht die anderen!
Aber solange Du Dich bequem mehr oder weniger in der Opferrolle siehst und Du alle anderen für die Miseren in Deinem Leben verantwortlich machst, kommst Du aus der Chose kaum raus......

Beitrag von rosenrot1974 30.12.09 - 11:51 Uhr

Lieber Herr Doktor,

da machst Du es Dir glaube ein wenig einfach. Sicher sind es nicht nur immer die Anderen Schuld wenn mann oder frau immer und immer wieder in der gleichen Situation landet.

Aber daraus direkt und ohne Umwege auf eigenes Fehlverhalten zu schliessen ist ein bisschen zu wenig.

Vielleicht suchen diese Menschen sich -aus welchen Gründen auch immer- einfach immer einen Typen Mensch, mit dem auszukommen eher schwierig ist??? Und dann sollte man an seinem Jagdmodell arbeiten, zusätzlich vielleicht auch an sich selber (u.U.)... Aber die "Schuld" einzig und allein bei sich zu suchen ist sicher nur die halbe Wahrheit.

Vielleicht erinnerst Du Dich an meinen "Fall". Und die Hinweise zu meiner aufbrausenden Art haben mich nachdenklich gestimmt. Bin mir aber nicht so sicher ob und wie häufig ich IHN tatsächlich schon damit konfrontiert habe...

Wie dem auch sei... Wir haben uns zu einer Paarberatung entschlossen und auch schon für Anfang Januar den ersten Termin bekommen. Ich hoffe, dass dies uns mehr Erkenntnis bringt (in welche Richtung auch immer).

Wir werden sehen ob es einen gangbaren Weg gibt!

Rosenrot

Beitrag von .doctor-avalanche. 30.12.09 - 12:10 Uhr

"Aber daraus direkt und ohne Umwege auf eigenes Fehlverhalten zu schliessen ist ein bisschen zu wenig. "

Ja aber was denn sonst?

Wenn ich immer und immer wieder an die Falschen gerate oder mich durch die immer gleichen oder ähnlichen Verhaltensweisen in unsichere Gewässer begebe, bei wem muß ich anfangen, was zu ändern?

Ich habe übrigens das Wort "Schuld" bez. der TE bewusst nicht vewendet, weil Schulhaftigkeit immer etwas vorsätzliches impliziert. Es sind ja Stereotypen, die verfolgt werden, die man gar nicht mehr bewusst hinterfragt und somit liegt der bewusste Vorsatz nicht vor.

Aber dennoch liegt es an jedem einzelnen alleine, eine Einsicht in sein Leben zu finden und Dinge, die stören oder zu Problemen führen, zu ändern. Vor allem wenn es scheinbar immer wiederkehrende Probleme sind.

Beitrag von rosenrot1974 30.12.09 - 12:41 Uhr

Das einzige was ich damit sagen wollte: Immer und immer wieder in gleichen Situationen im Leben zu landen heisst nicht automatisch, dass eigenes FEHLVERHALTEN (i.S.v. persönlichem Verhalten anderen gegenüber) die Ursache ist.

Sicher sollte mann oder frau seine Partnerwahl überdenken, wenn er oder sie in Partnerschaften immer am gleichen Punkt landet...

Aber wenn ich das gerade richtig gelesen habe dann denkst Du genauso darüber.

Rosenrot

Beitrag von ***** 30.12.09 - 13:50 Uhr

Lieber Herr Doctor,

Du scheinst meinen Text nicht richtig gelesen oder verstanden zu haben.

Ich habe NICHTS davon geschrieben das meien vorhergehende Beziehung genau so war bzw wieso die Beziehung auseiannder ging damals.

Dann wird es mit Sicherheit keine weiteren Kinder geben, für wie blöd hälst Du mich? Ich habe nicht umsonst 2 Ausbildungen gemacht um mein ganzes Leben lang ausschließlich Mutter zu sein (ich weiss das ich dazu nix geschrieben habe und Du das somit nicht wissen konntest), es wird mein 4ter Kaiserschnitt sein und es wird (AUCH FÜR MEINEN PARTNER!!!!) eine Steri bei mir vorgenommen!

Grundlagen für die Beziehung gibt es eigentlich genug, jedoch sind das nunmal im Moment die einzigsten Gedanken die ich da fassen konnte.

Der arme Mann ist überfordert? Von was bitte schön? Er ist ständig auf Montage, was ich auch schrieb!

Wieviel Schuld ich an dem "Unfall" habe? Genauso viel wie er, nämlich GAR KEINE, ich habe unseren Sohn noch gestillt udn habe die Stillpille IMMER regelmäßig genommen, nur scheinbar ist die Wirkung für mich zu schwach, deshalb auch das Baby (was auch ein Grund für mich ist die Steri machen zu lassen).

Wen ich für mein Verhalten verantwortlich mache, falls es Dir entfallen sein sollte, ein Mensch wird in den ersten 3 Jahren seines Lebens geprägt, also hat sich meine Mutter den Schuh an zu ziehen! Ich habe michs chon sehr geändert in meinem Leben, ich war schon weit schlimmer, doch irgendwann kann ich auch nichts mehr machen, auch dank meiner Kids konnte ich da große Fortschritte machen!

Ich habe eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (danke liebe Mama) und das weiss ich so genau da mein ganz Großer auch darunter leidet (was auch die Probleme zwischen ihm und meinem Partner ausmachen), meinem Sohn jedoch lasse ich alle Hilfe zukommen die er und ich kriegen können, er geht zu einer Verhaltenstherapie und zur Ergo und ist in regelmäßiger psychologischer Behandlung.

Da ich aber arbeiten gehe (trotz der Kids) und danach die Kids holen und meienn Großen da und dorthin schaffen muss, ist es eben für mich persönlich sehr schwierig ne eigne Therapie zu machen (ich würde nichts lieber als das), jedoch hat auch mein AG dann kein verständnis mehr für mich wenn ich eher gehen will, der Hort bzw die kita haben auch nicht unendlich auf damit ich nach der Arbeit gehen könnte und nen Therapeuten zu finden der entweder nach Hause kommt oder wo die kids betreut sind ist sehr schwierig (ich kümmere mich, mehr kann ich aber auch nicht tun), ich will mich ändern, sehr sogar, doch ohne Unterstützung des Partners schaffe ich das nunmal nicht.

Ich war sehr aufgewühlt heute Vormittag, hab vieles nicht geschrieben, gut mein Fehler, aber es ist NICHT immer nur alles die Schuld eines einzigen ;-)

Beitrag von oh mein Gott 30.12.09 - 10:31 Uhr

DU BIST NICHT ALLEIN!!! DU HAST DEINE KINDER!!!!


Und wenn der Scheisskerl deinen Großen schon wie Dreck behandelt, was überlegst du dann noch?!?!?!? Bedeuten dir denn deine Kinder nichts? Hier gehts nicht nur um dich. Kuck das du den los wirst. Ich versteh die Frauen eh nicht die mit nem Kerl zusammen bleiben der möchte das sie das gemeinsamme Kind abtreiben. Ich bekomm da echt so nen Hals. Was soll denn der Mist. Seit euch doch mal alle mehr wert und mutet eueren Kindern nicht so ein scheiss Leben zu. Kann mir nicht vorstellen das deine Kinder im Moment glücklich sind.

Schmeiss ihn raus und gut ist. Dann kann er kucken wo er bleibt.

Beitrag von manavgat 30.12.09 - 10:38 Uhr

was ich tun würde?

Meine Kinder schnappen und ausziehen. Ab zu einer Anwältin und den Unterhalt einfordern.

Und!

mein Leben wieder genießen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von simone_2403 30.12.09 - 12:15 Uhr

>>Dann behandelt er meinen ganz Großen wie den letzten Dreck, >>

Nach diesem Satz habe ich aufgehört zu lesen denn DAS ist ein ABSOLUTES NoGo.Wer meine Kinder nicht genauso lieben kann bzw will wie mich selbst hat in meinem Leben absolut NICHTS mehr verloren.

Beitrag von angelaangela 30.12.09 - 21:44 Uhr

Moment mal... du hättest ohne ihn mehr Geld - das heißt, du finanzierst ihn? Darf man fragen, was sein Beitrag ist außer der vagen Aussicht auf ein Familienleben? Welche Art von Alleinsein fürchtest du denn, wenn er weg ist - ich meine, was ändert sich dann WIRKLICH zum Negativen? ich habe den Eindruck, du bist jetzt allein, da du noch nicht mal zu dir selbst kommst vor lauter Rechtmachen-wollen.