Unmögliche Zustände im Tierheim......

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Beitrag von danymaus70 30.12.09 - 11:42 Uhr

Hi,

meine Eltern haben seit fast 20 Jahren Katzen. 2005 ist eine der Katzen nach Krankheit verstorben und meine Mutter hat einen Kater aus besagtem Tierheim geholt. Dieser kam mit einer Bronchitis....

Vor ein paar Tagen ist dann unser 17 Jahre altes Katzenmädchen gestorben und meine Mutter ist am Sonntag ins Tierheim und hat dort eine neue Katze gekauft. Diese Katze war krank und mußte am gleichen abend noch vom Tierheim, nebst deren Tierärztin wieder abgeholt werden. Diese Katze war so krank (Nierentumore) das sie eingeschläfert werden mußte. Dem Tierheim tat es sehr leid und angeblich hat keiner dort gewußt, dass diese Katze so krank ist und angeblich wurde sie erst am Montag von der dort unter Vertrag stehenden Tierärztin untersucht.

Also hat meine Mutter einen Kater bekommen....Vorgestern! Tja, dieser ist seit gestern Nacht in der Tierklinik, weil er sehr krank ist. Hohes Fieber über 40, einen geschwollenen Kehlkopf, total verschleimt und etwas an der Lunge hat er auch.

Da meine Mutter ihn in die Tierklinik gebracht hat, hat sie jetzt auch die Kosten von ca. 300 EUR am Bein.

Meine Mutter ist stink sauer, was ich verstehen kann.

Meine Mutter hat dieses mal nicht die Tierärztin vom Tierheim angerufen, weil es 1. Mitten in der Nacht war und 2. weil diese wohl völlig unfähig zu sein scheint.

Jetzt ist guter Rat teuer............meine Mutter wird natürlich das Geld für den Klinikaufenthalt der Katze vom Tierheim anteilig einfordern.
Denn es kann nicht sein, das von dort kranke Tiere vermittelt werden.

Meine Mutter kümmert sich um Tiere, wenn sie welche hat und ihr ist da auch kein Geld zu viel. Für unsere 17 Jahre alt Katze hat sie von August bis jetzt über 2000 EURO Tierarztkosten gezahlt.

Dort hat es den Anschein, dass wissentlich kranke Tiere vermittelt werden...........

LG Dany




Beitrag von greeneyes22 30.12.09 - 11:46 Uhr

Somit hat deine Mutter ja schon Erfahrung damit gehabt,
wieso holt sie dann immer wieder Katzen von dort?

Klar ist es schön, das sie ein großes Herz hat, aber sie unterstützt damit ein Tierheim, welches wohl nicht grad einen guten Ruf zu haben scheint.

Kann man sich da nicht mal an ein Amt wenden,
damit es den Tieren in diesem Tierheim endlich mal besser geht?

Lg.

Beitrag von danymaus70 30.12.09 - 11:52 Uhr

ich denke, weil man einfach nicht damit rechnet, dass es wieder so ist.

tja, das problem ist, wenn so ein tierheim geschlossen wird, dann ist das der tot der tiere, denn wo sollen sie hin?

das tierheim hat kein geld und lebt von ehrenamtlichen mitarbeitern und von spenden.

ich finde das alles einfach schlimm und grausam.........meine mutter weiß auch, dass es den tieren bei ihr super gut geht und im tierheim nicht :-(

LG Dany

Beitrag von greeneyes22 30.12.09 - 12:03 Uhr

Oh. Dann haben sie im Grunde Glück, das deine Mutter so viel Herz und auch das Geld dafür hat.

Aber wozu ein Tierheim, wenn die Tiere dort eh nicht versorgt werden können. Dann muss es geschlossen werden und die Tiere müssen in anderen Tierheimen abgegeben werden.

Obwohl es ja leider eh viel zu wenig Tierheime gibt oder leider meistens eh überfüllt sind. :-(

Ist eine verzwickte Situation. Aber irgendwie muss dem Tierheim doch geholfen werden, damit sie genügend Medikamente verabreichen können, gute ärztliche Untersuchungen bekommen etc.

Vielleicht wäre ein Aufruf über eure Tageszeitung gut,
evtl. gibt es ja Tierärzte die sich zur Verfügung stellen und auch dementsprechend gut handeln können.
Die Tierärztin die für das Tierheim arbeitet, scheint nicht gut genug zu sein. Oder aber es wird einfach über die Krankheiten geschwiegen...

Beitrag von miamina 30.12.09 - 13:05 Uhr

Oh weh..... das scheint gar nicht so unüblich zu sein! Bei uns im Umkreis, kenn ich drei TH die wissentlich kranke Tiere vermitteln! #aerger
Wir kamen vor ein paar Jahren in den genuss einen kranken Hund (Chronisch Pankreatitis, Tumor am Pankreas und noch ein paar Kleinigkeiten mehr) vermittelt zu bekommen.
Wir haben ihn nach ein paar Monaten wieder zurückgebracht, weil allein der zeitliche und finanzielle Aufwand nicht zu stemmen war! Wir bekamen im übrigen keine Unterstützung vom TH.
Arbeite eng mit einem anderen Tierschutzverein in unserer Gegend zusammen, weil ich wieder angefangen habe ausgesetzte Katzen aufzunehmen. Wir haben mal versucht die Missstände aufzudecken. Auch mittels Zeitungsartikel, aber da hat man kaum Chancen!
Das Problem an vielen TH ist einfach, das dort zwar Menschen arbeiten, ehrenamtlich, die Tiere an sich lieben, denoch keine fundierte Ausbildung haben und somit Krankheitszeichen oder sonstiges nicht rechtzeitig erkennen. Beispiel: Ich hab vor zwei Jahren junge, relativ verwahrloste Bauernhofkatzen aufgepäppelt. Da es soviele waren (45 Tiere) wurden die praktisch unter den TH und mir aufgeteilt. Die haben es nicht geschafft, innerhalb eines Jahres 20 Wochen alte Katzen handzahm zu machen. Für mich unverständlich. Bei uns waren die nach ein paar Wochen verschmust und anhänglich wie sonst was. Schlussendlich, bin ich immer ins TH gefahren um zu helfen. Ich weiß nicht was die da gemacht haben, aber so verstörte Wesen hab ich selten gesehen. Da fehlts finanziell einfach an allen Ecken und Enden und die sind froh um jede ehrenamtlich Hilfe. Meistens in Form von Rentnern, die Tierliebe mit übermäßigen füttern verwechseln und somit die Tiere eher noch krank machen!

Würd einfach mal versuchen, das Geld vom TH zurückzubekommen und denen auch deinen Verdacht mitteilen! Und dann einfach mal abwarten wie die reagieren.....

LG Mia

Beitrag von danymaus70 30.12.09 - 13:15 Uhr

meine mutter hat heute morgen dort angerufen. das geld wird vom TH übernommen. nur leider weiß keiner ob der kater das ganze überleben wird. denn wie sich jetzt leider auch noch raugestellt hat, hat er auch noch ne lungenentzündung. was vorher noch so ganz sicher war.

dort sind auch massen an katzen. an einer stelle regnet es rein und bei der kälte die es die letzte zeit war, wundert es mich nicht, dass die tiere sich dort den tot holen.

jetzt muß noch geschaut werden wegen FIP, denn das wurde nie untersucht. denn Katzen die das haben bekommen gerne über 40 fieber und ne lungenentzündung.

Mir tuen die tiere einfach leid..........und der kleine Kater noch viel mehr, weil das ein ganz süßer ist.

LG Dany

Beitrag von mausmadam 30.12.09 - 13:57 Uhr

Wir haben damals in einem Tierheim Pferde betreut.

Die Zustände dort waren wirklich unter aller Sau.

Der Verein hieß "Tiere in Not" - und das stimmte, denn die Tiere dort waren Not.

Die Kaninchenställe wurden wochenlang nicht gemistet, die Ställe ebenso. In das Heu für die Tiere haben die Hühner und Katzen gemacht, die Hunde haben sich gegenseitig gebissen, es hat in den Stall geregnet, alles war völlig runtergekommen und gammelig, nichts war ordentlich oder gepflegt. etc
Einer der Katzen lief Eiter aus der Nase und sie war völlig abgemagert. Ich sagte der Besitzerin, dass diese Katze krank sei (und ich habe viel Ahnung von Katzen!), worauf sie mich nur angeschnauzt hat.

Wenn sich das Veterinäramt angemeldet hat, wurde alles hübsch hergerichtet und dem VA waren die Hände gebunden.

Mir taten die Tiere so unendlich leid, ich habe dann 2 Ponys von dort weggeholt.

Schutzgebür 1000 € !!!!!

Der große war einigermaßen fit, er musste nur mal wieder zum Schmied. Der kleine aber (Jährling! - stand seit Fohlen bei dem Verein) war so krank, dass der Tierarzt nicht wusste, ob er durchkommen würde.
Jeden Tag kam der Tierarzt, auch an Wochenende und Feiertage und das über 4 Wochen und spritze meinem kleinen Medikamente.
Er war auch nie beim Schmied gewesen, seine Hufe waren eine Katastrophe. Das Pony war völlig verwildert, kannte kein Halfter, keine Menschen.
Ich kannte ihn ja und wusste, worauf ich mich einlasse und habe mich in den Wochen vorher schon immer gekümmert, aber alleine kam man mit ihm nicht klar....

Als wir dort beim Verein geholfen haben, durften wir den Schmied nicht rufen, das sei zu teuer, auch gabs keine Vernünftige Ausrüstung.


Er hat es geschafft, aber mit Folgeschäden.

Aber er ist ein superliebes Pony geworden und vor allem mag er Kinder sehr und lässt sich stundenlang streicheln, er gibt freiwillig die Hufe etc, aber das war harte Arbeit.....


Die Frau vom TIerheim hat nicht einmal nach den Ponys geschaut!


Einmal hat sie gefragt, wo sie denn stehen, ich sagte "Auf einem Pferdehof" - Kommentar von ihr: "Oh, na dann kann ich euch ja nix!"



Wie oft habe ich mit dem Veterinäramt telefoniert, habe Videos und Fotos gehabt, die die Zustände beweisen, hatte Bescheinigungen von Tierärzten, Schmied etc

Sie haben nichts unternommen, ausser mal irgendwelche Gelder gekürzt.

Sie haben den Verein nicht dicht gemacht!

Und ich habe wirklich oft und penetrant mich dort gemeldet, es passierte nichts!
Im Gegenteil - hätte ich weiter gemacht, hätte die Frau mir die Ponys wieder wegnehmen können!!!!!!!!!

Ich hab trotzdem immer und immer wieder nachgehakt und erfuhr so auch, dass die Frau mitsamt der Tiere "untergetaucht" sei.....



Ich war und bin immer noch sauer, die Tiere haben so gelitten und jetzt hat diese Frau irgendwo in D wieder ein Tierheim eröffnet.

Solche Personen dürfen doch keine Tiere mehr halten.

Aber die sch.... Bürokratie ist in D ja wichtiger als das Leid von Tieren.





Dieser Verein ist in einer Nacht und Nebelaktion von dem Hopf verschwunden und hat vermutlich irgendwo in Niedersachsen unter neuem Namen aufgemacht!!!!!