Stillen in Deutschland - Ein Erfahrungsbericht

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von anna_lucas 30.12.09 - 19:25 Uhr

Hallo,

mein Baby ist am 20.12. geboren worden und hätte ich nicht schon lange Stillerfahrung gehabt (meine anderen beiden Kinder sind in England entbunden worden) hätte ich schon 3 Mal aufgegeben!!! Habe mich hier in Deutschland extrem schlecht betreut gefühlt.

Musste nach der Geburt unter Vollnarkose ausgeschabt werden. Narkosearzt sagte als erstes ich darf dann nicht stillen, nach absolutem Protest von mir meinten die Hebammen aber "Ne, geht doch, man kann dann weiterstillen weil der Milcheinschuß noch nicht erfolgt ist und es nur Vormilch ist."

Dann musste meine Tochter einige Tage danach unter die Lampe (Gelbsucht, Bilin-Wert war hoch). Das erste was die Ärztin sagte: "Sie müssen aufhören mit Stillen, geben Sie HA-Nahrung!" Nach einer Recherche im Internet fanden wir aber heraus das Gelbsucht absolut kein Grund zum Abstillen ist, im Gegenteil, man sollte noch weiter und öfter anlegen! Wir also: Kunstmilch gibt's nicht, ich stille weiter.

Als nächstes schwoll mein Arm dick an, da durch die während der Ausschabung gelegte Braunüle wohl Bakterien in meinen Körper gelangt sind. Ich, wieder im Krankenhaus, bat die Ärzte mir stillverträgliche Medikamente zu geben, was diese auch taten. Allerdings reagierte ich auf eines dieser Medikamente mit Schüttelfrost und Kloß im Hals allergisch, bekam dann ein Gegenmedikament und dieses war nicht mehr verträglich mit Stillen. Ich durfte also 24 Stunden nicht stillen und hielt meinem Baby weinend die Flasche in den Mund (es sah so falsch aus!!). Pumpte innerhalb der 24 Stunden ab --- und nach den 24 Stunden klappte das Anlegen wieder wie vorher.

Habe meine anderen beiden jeweils 6 Monate voll gestillt, meinen Sohn dann nach 8 Monaten abgestillt und meine Tochter nach 14 Monaten. Hätte ich diese Erfahrung nicht gehabt (und die Hilfe der Stillberater in England) hätte ich bei meiner Kleinen schon 3 Mal aufgegeben. Vielleicht sollte es so sein?? Schade das jetzt bei meiner Kleinen der Allergieschutz weg ist, aber wenigstens kann ich sie auch 6 Monate voll weiterstillen und dann abstillen wie die anderen... Ich hatte nur immer wieder das Gefühl das die Unwissenheit der Ärzte hier (oder werden einige Ärzte hier von der Kunstmilchindustrie finanziell unterstützt???) bzw mangelnde Erfahrung mich wirklich fast in den Wahnsinn getrieben hätten!!

War es bei euch auch so? Wurde euch auch verfrüht zum Flasche geben geraten oder ist dies nur meine persönliche unglückliche Erfahrung??

LG

Anna

Beitrag von tragemama 30.12.09 - 19:27 Uhr

Mir gings genauso.

Aber wie kommst Du darauf, der Allergieschutz wäre weg?

Andrea

Beitrag von anna_lucas 30.12.09 - 19:31 Uhr

Soweit ich weiss sind die Eiweiße nur in der Muttermilch so fein aufgespalten das es den absoluten Allergieschutz gibt.

Und, konntest Du weiter stillen? Unmöglich sowas...

Beitrag von tragemama 30.12.09 - 19:41 Uhr

Beim ersten Mal nicht, jetzt ja:-)

Beitrag von hebigabi 30.12.09 - 20:48 Uhr

Es gibt leider keine Garantie auf einen "absoluten" Allergieschutz.

Der Älteste meiner Schwester hat- 6 Monate vollgestillt - alles an Allergien mitgenommen was auf dem Markt ist incl Neuro am Anfang und als die wegging Bronchialasthma.

Seine beiden Brüder haben KEINE Allergien, nur ständige "Öhrchen" Probleme.

Du siehst- nichts schützt wirklich zu 100 %.
LG

Gabi

Beitrag von anna_lucas 30.12.09 - 21:37 Uhr

Einen absoluten Allergieschutz gibt es natürlich nicht, aber der Allergieschutz ist nach meinen Informationen (WHO) am höchsten wenn 6 Monate voll und ausschließlich gestillt wird. Die potenziell allergieauslösenden Eiweiße in der HA-Nahrung sind mit Sicherheit nicht so fein aufgespalten wie die in der Muttermilch.

Und als Mutter will ich nur das Beste für mein Kind. Meine Tochter hat auch trotz Stillen eine leichte Neurodermitis, diese bildete sich aber erst nach dem Abstillen aus. Meine Brüder haben damals ziemlich bald ein Teefläschchen bekommen, und die waren alle feuerrot...

Beitrag von muddi08 30.12.09 - 21:18 Uhr

ich stille seit 14 monaten ud mein sohn hat eine kuhmilch-und hühnereiallergie seit dem 2. lebensmonat, du siehst, es gibt keinen schutz vor allergien, du kannst es höchstens verringern.

Beitrag von thamina 30.12.09 - 19:32 Uhr

Ich habe absolut nicht die Erfahrung gemacht.

Eher im Gegenteil. Ich habe ein Mal um die Flasche gebeten und musste fast betteln. #gruebel

Beitrag von rmwib 30.12.09 - 19:38 Uhr

HUHU

ich hatte einen holprigen Stillstart, Milcheinschuss erst an Tag 5 (die 3 Tage im KH haben sie mich so weichgekocht mit ihrer Flaschenmilch, dass ich nur noch weg wollte, ständig kam ne Schwester ich soll ihm mal ne Pulle mit Milch oder Tee geben wenn da nix kommt #augen. Ich konnte leider nicht früher gehen weil ich eine Atonie hatte und beobachtet werden sollte).

Zu Hause kam dann die Milch, Stillen klappte super für 2 Tage, da kriegte ich plötzlich hohes Fieber, kam in die Klinik, Plazentarest mit Gebärmutterentzündung und Sepsis, alles ratzfatz, Not-OP und eine Woche Antibiose-Tropf, in der Woche durfte ich nicht stillen, mir ging es zu schlecht und es gab nichts stillverträgliches was ich hätte nehmen können.
Muffelbär war bei meiner Mutter und hat in der Woche auch Flaschenmilch bekommen.

Zu Hause musste ich weitere 2 Wochen Antibiotika nehmen, da gab es dann aber schon stillkompatibele Tabletten, so dass ich das Kind wieder an die Brust nehmen konnte.
War hart, vor allem weil auch im KH alle gesagt haben, sparen sie sich doch das Pumpen und wegkippen, wir geben ihnen eine Tablette, sie haben doch schon genug um die Ohren #bla

Dass es so früh schon vorbei sein sollte hat mich doppelt stark gemacht, ich wusste nicht ob ich überhaupt Stillen will aber die Aussicht darauf es in dem Moment nicht selbst entscheiden zu dürfen hat mich erst richtig verbissen darauf gemacht ;-)

Und ich habe dadurch auch eine irre Wertschätzung unserer Stillbeziehung, für die ich wirklich alles gemacht habe-

Das ist 15 Monate her und wir haben immernoch viel Spaß beim Stillen ;-)

Es müsste mehr getan werden, mehr Aufklärung, mehr Stillberatungen, bessere Schulungen für das Personal auf Entbindungsstationen, Rooming-in im Krankenhaus usw.-
Aber da kommt nicht viel.

GLG

Beitrag von bibabutzefrau 30.12.09 - 21:45 Uhr

#schock#schock#schock

boah du hast ja ne Leiste mitgemacht.

Aber mal offtopic:

du wunderst dich nicht ernsthaft warum dein Sohn schlecht schläft (habs öfter gelesen dass er nicht der Topschläfer ist)

Funktionieren bei dir die Bachblüten kleines Träumerle? Eigentlich müssten die das bei euch total gut.


LG Tina

Beitrag von rmwib 30.12.09 - 22:21 Uhr

Wir nehmen die Globuli aber es hilft nichts. Er schläft momentan (endlich wieder) super ein aber er schläft halt nicht durch, er geht ins Bett und hält so 3 Stunden durch, das ist die längste Phase die er am Stück packt und danach ist es jede Nacht mehr oder weniger eine einzige Katastrophe. Haben mal versucht das mit dem Gordon Schlafprogramm zu machen... aber das ist nichts für mich. Der Versuch ist nach 5 Minuten mit Papa gescheitert in der ersten Nacht ohne Stillen, wenn der schreibt, das Kind ist sicher wütend aber nicht verzweifelt hat er meins nicht gesehen #rofl das war Panik PUR, die Nacht hat er auf mir verbracht danach #zitter traumatisieren will ich ihn nicht, ich wollte nur auch für ihn dass er sich besser erholen kann nachts indem er ruhiger schläft aber vielleicht braucht er die Stillerei nachts eben doch noch zu sehr.

Danke dass Du fragst #liebdrueck

Beitrag von nadine84 30.12.09 - 19:46 Uhr

Bei mir war es auch genau das Gegenteil.

Meine Kleine hatte auch ganz wenig Gelbsucht und im Krankenhaus sagten sie sofort, dass ich sie noch mehr anlegen solle.

Ich wurde im KH sehr unterstützt beim Stillen und bin sehr froh darüber!

Ich musste nie mit der Flasche beifüttern oder sonstige Experimente veranstallten.

Eine Freundin hat in einem anderen KH entbunden und dort war man wohl nicht so stillfreundlich oder erfahren.

Man sagte ihr, dass das Kind nicht richtig satt werden würde und gab ihr schon im KH zusätzlich die Flasche. Das Ergebnis war, dass die Brust nicht genug Milch produzierte und das Kind letzendlich nicht mehr richtig satt wurde. Ist ja auch irgendwie logisch, wenn man direkt schon mit Flasche geben anfängt.

LG Nadine mit Melina (4,5 Monate) die immer noch voll gestillt wird #blume

Beitrag von anna_lucas 30.12.09 - 21:42 Uhr

Auch wieder sowas typisches bei Deiner Freundin:

"Man sagte ihr, dass das Kind nicht richtig satt werden würde und gab ihr schon im KH zusätzlich die Flasche. Das Ergebnis war, dass die Brust nicht genug Milch produzierte und das Kind letzendlich nicht mehr richtig satt wurde. Ist ja auch irgendwie logisch, wenn man direkt schon mit Flasche geben anfängt."

Mich regt sowas total auf!! Da bin ich als Laie ja besser informiert als so angebliches Fachpersonal...

Beitrag von schlinie 30.12.09 - 19:49 Uhr

Ich habe in einer Klinik entbunden, wo sehr viel für das Stillen getan wird. Sie haben dort jetzt sogar eine ausgebildete Stillberaterin. Dort gab es aber auch eine Schwester, die sehr schnell zur Flasche geraten hat (war dort die älteste Schwester). Es kommt also glaub immer auf die Klinik bzw. die Schwestern drauf an.

Beitrag von widowwadman 30.12.09 - 19:50 Uhr

In England kannst du allerdings auch Pech haben und an schlechte Beratung gelangen, das ist von Region zu Region unterschiedlich. Hier in York z.B. bekommt man super viel Unterstuetzung und Hilfe, in Warwickshire sieht das schon wieder anders aus.

Beitrag von anna_lucas 30.12.09 - 21:25 Uhr

Hab in Warwickshire entbunden, in Coventry - die waren da sehr hilfreich! Meinst Du das Warwick hospital?

Beitrag von widowwadman 30.12.09 - 23:48 Uhr

Ich weiss nicht in welchem Hospital meine Schwaegerin entbunden hat, aber es ist in der Ecke Warwickshire/Grenze Oxfordshire. Aber es gibt ja mehrere Trusts in der Grafschaft, und da kann es sein, dass du nen guten erwischt hast. Meine Schwaegerin leider nen schlechten in der Beziehung.

Sie wollte unbedingt beide Kinder stillen, und hat jeweils nach weniger als ner Woche aufgegeben, weil ihr immer zum "top up with formula" geraten wurde, aufgrund ihres Diabetes. In der Ecke in der sie wohnt sind die Still support Gruppen nicht so aktiv wie ich das hier oben kenne, und auch die Hebammen und Aerzte lenken einen nicht in Richtung Stillberatung, sondern Formula.

Allerdings bin ich hier in York auch verwoehnt, da wurde ich schon in der Schwangerschaft bvon meiner Hebi zum Still Workshop geschickt, und das ohne dass ich danach fragen musste. Und auch im Krankehnhaus hatte ich super viel Hilfestellung.

Beitrag von colejoe 30.12.09 - 20:06 Uhr

Hallo Anna,
ich habe ein Kind in Deutschland und eines in den USA (Washington DC area) entbunden. In Deutschland bekam ich nicht wirklich viel Unterstuetzung, man hat mir schon in der SS davon abgeraten zu stillen, weil das mit meinen Schlupfwarzen eh nicht gehen wuerde. Nach der Entbindung hat man mir dann sofort Stillhuetchen angedreht, die mein Sohn hasste und von denen ich total wund wurde. Nach sechs Wochen dann habe ich aufgegeben und abgestillt.
Hier, in den USA, wird einfach das akzeptiert, was die Mutter will. Will sie stillen, findet sie kompetente Unterstuetzung, will sie Flasche geben, wird sie deswegen nicht verurteilt. Auch die Kinderaerzte sind kompetenter, unsere Kinderaerztin raet zum Stillen nach Bedarf bis das baby Interesse an Beikost zeigt, zum Zufuettern raet sie nur dann, wenn ein Befund vorliegt, z. B. wenn das Kind abnimmt oder apathisch wirkt.
Wir waren ueber Weihnachten in Deutschland und an allen Ecken und Enden wurde mir geraten doch endlich einen Rhythmus "einzufuehren" und die Stillabstaende zu verlaengern (Mein Kleiner ist vom Gewicht und Groesse her an der 97% Perzentile).
Leider ist es in den USA noch immer so, dass es keine Still-unterstuetzenden-Gesetze gibt und man im Prinzip fuer's Stillen in der Oeffentlichkeit bestraft werden kann, es gibt leider immer wieder Faelle, in denen bornierte Hoerner die Polizei rufen, wenn eine Mutter oeffentlich stillt. Da finde ich die Gesetzgebung in Deutschland besser.
Ich finde es schade, dass ein Thema wie "stillen" in der Art und Weise diskutiert werden muss, wie es haeufig in den Medien getan wird, es koennte doch so einfach sein, wenn man jede Mutter so gewaehren liesse, wie sie es gerne moechte, vorausgesetzt natuerlich die Babys gedeihen gut.
In diesem Sinne,
allen einen Guten Rutsch,
LG aus dem 6 Stunden hinterherhinkenden Alexandria,
colejoe mit Liam (Flaschenkind) und Lloyd (stillkind)

Beitrag von lissi83 30.12.09 - 20:21 Uhr

Hi!

Ich steh auf Amerika ....echt cool das du dort lebst;-) schönen Gruß dorthin#cool

Beitrag von hafipower 30.12.09 - 20:06 Uhr

Hab fast das gleiche durch!

Auch Ausschabung unter Vollnarkose, aufgewacht und bekam die Aussage ich dürfte nicht stillen! Aber gebettelt, getan und gemacht - nix, es wurde mir verboten, ich hab nicht mal dann ne Flasche für den Kleinen kriegt!

Nach 14 Std wurde ich von einer Stillberaterin angeschnauzt, dass ich schon längst hätte anlegen müssen, dass jetzt vermutlich alles am Arsch ist! Tja, angelegt und nix funktionierte, mein Kleiner war schon zu schwach dazu! Bis zur U2 hat er knapp 500gramm verloren, erst dann hab ich ne Flasche bekommen, da bei mir die Milch nicht kam, weil er zu schwach war zum saugen!

Meine Nachsorgehebamme hats dann noch weiter versucht, ich hab abgepumpt, dass die Milch wenigstens kommt, aber beim Stillen ging gar nix!
Letztendlich hat mein Kleiner die abgepumpte Milch komplett verweigert, hat die Brust angeschrien und ich hab aufgegeben! Muss dazusagen, dass ich sowieso zu wenig Milch gehabt hätte!

Beitrag von lissi83 30.12.09 - 20:17 Uhr

Hallo!

Ich habe auch schlechte Erfahrungen!

Mein Milcheinschuß kam irgendwie auch nicht so richtig in Gang in den ersten Tagen! Aber meine kleine hat sich nicht beschwert, sie trank etwas, was da war und gut. Habe auch sehr oft angelegt, damit alles in Gang kommt ! Bis ich dann einen sehr dunkel gelben Fleck in der Windel gesehen habe (Stuhlgang war es nicht) schlecht zu beschreiben! Ich ging zur Schwester und zeigte es ihr! Sie gleich :Oh mein Gott, jetzt aber sofort her mit der Flasche, ihr Baby bekommt nicht genug Milch, sie haben ja auch noch nix, das sind harte Bestandteile aus dem Urin und ein Zeichen für Flüssigkeitmangel!...ich gleich Panik bekommen, weil...wird schon stimmen was die Tante sagt! Hab der kleinen dann im Kh auch 3 Flaschenmahlzeiten gegeben! Mit dem Löffel anllerdings, ich wollte nicht, dass sie sich an den Sauger gewöhnt und dann nicht mehr an der Brust saugt! Da haben die auch den Kopf geschüttelt und fragten wo ich das denn her hätte#kratz

Meine Hebi, meinte später zu mir, dass die Schwestern ja alle sehr nett seien und ihr bestes geben würde aber von Stillen absolut keinen Plan hätten! Es wurde wohl schon öfter angeboten, doch bitte Kurse zu besuchen aber das wollen die alle nicht! Frage mich echt was das soll...und warum das kein -MUSS- ist!

Ich hatte auch direkt wunde Brustwarzen die höllisch wehtaten, ja ich hatte eben etwas probleme mit dem Anlegen! Eine Schwester meinte nur zu mir, wer Stillen will muss es auch können und durch diese Schmerzen durch! BITTEEE:-( Sie fügte hinzu: Viell. hätte ich mal weniger anlegen sollen und nicht immer jede Stunde#schock

Ich hatte zum Glück ne super Hebi, die mir so viel übers Stillen erzählt hat und mir neuen Mut machte! Mit dem Flüssigkeitsmangel stimmte auch nicht! Es war wohl einfach eine Ablagerung aus der Blase! Was in den ersten Tagen schon mal vorkommen kann! Gut das ich diese Hebi hatt!

Sonst hätte ich auch aufgehört! Die ollen Schwestern haben mich voll fertig gemacht irgendwie! Aber komischerweise haben die mit allen Stillmamas so gesprochen! Wenn ne Stillmama ins Babyzimmer kam, hieß es: Ach je schon wieder hunger und stillen...naja!

Kam aber ne Flaschenmama rein, hörte man immer : Och da hat ja jemand hunger...kleiner Vielfraß...ja wie schön, ich mach mal schnell lecker Fläschchen!

Wollte die ganze Zeit was zu denen sagen aber ich war dafür zu sensibel mitten in den Babyblues!

lg

Beitrag von diana1101 30.12.09 - 20:35 Uhr

Ich kann dem nicht zustimmen.

Ich war mit Johanna 5 Tage im KH. Und sie hat ausser Maltodextrin und meine Vormilch nichts anderes bekommen.
Mir wurde noch nicht mal dich Flaschenmilch angeboten.
Als aber nach 5 Tage immer noch kein Milcheinschuss da war..und ich mich so schon enorm unter Druck gesetzt hatte (Johanna lag auf der Intensiv)..habe ich abgestillt.

Es war die beste Entscheidung die ich in dem Moment fällen konnte. Ich finde es immer noch schade das ich nicht stillen konnte. Aber vielleicht sollte es nicht sein.

Wenn ich noch mal schwanger werden sollte, und der Milcheinschuß auf sich warten lässt, werde ich wenigstens mit Milchnahrung zufüttern.

LG Diana

Beitrag von lieke 30.12.09 - 20:35 Uhr

Hallo Anna,

ich glaube, dass das auch sehr vom Alter der betreuenden Personen abhängt.

Ich habe sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Habe in den Niederlanden Zwillinge entbunden und gebettelt sie doch stillen zu dürfen, aber die Kommunikation mit der Kinderstation (Kinder sind in der 35.SSW geboren) war dermaßen schlecht (konnte alleine nicht hin), daß ich erst nach 2 Tagen mit mühsamem Abpumpen den Milchfluß in Gang bringen konnte. Mir war das Stillen auch sehr wichtig, gerade weil es etwas zu früh geborene Kinder waren.

Mit Stillberaterin habe ich es nocht 5 Monate hingekriegt, wurde dafür aber auch oft schief angeguckt, nach dem Motto, "wenn du dir den Stress selber antun willst...".

Jetzt 6 Jahre später habe ich im selben KH mit toal anderem Team nochmal entbunden und bekam super Unterstützung, nichts wurde mit dem Kind gemacht, ohne mein Einverständnis.
Die Schwestern waren durch die Bank jünger und hatten alle dieses WHO Zertifikat.

Ich finde wohl, daß hier -im Verhältnis zu Deutschland- viele Frauen von vorneherein nicht stillen möchten oder nicht lange stillen, was mich sehr wundert.

Lieke

Beitrag von agrokate 30.12.09 - 21:51 Uhr

Hallo Anna,

ich kann Dir nur aus meiner persönlíchen Erfahrung sprechen und da war es leider genau anders herum-
Man bzw. Frau:-p wurde fast zum Stillen gezwungen
und Flasche oder auch Schnuller waren verpönt.
Wer aus irgendwelchen Gründen nicht stillen wollte oder evtl. auch nicht konnte,
war in den Augen der Hebammen und Krankenschwester
eine schlechte Mutter#schock!
Den Grund hierfür kann ich nur auf die Aussicht des
Titels "Stillfreundliches Krankenhaus" der WHO erklären,
denn 1-2 Jahre vorher war dieser Drill noch nicht zu
erkennen#schein.
Jeder weiß, daß Stillen das Beste für das Kind ist,
nur jede Mutter sollte diese Entscheidung pro oder
contra Stillen selbst überlassen sein.

In diesem Sinne, wünsche ich allen eine erholsame und
ruhige Nacht!

GLG,agrokate!

Beitrag von bieni-maja 30.12.09 - 21:55 Uhr

n'abend,

hab grad mit Interesse den Thread gelesen :-D

Da möchte ich doch auch mal meine Erfahrungen mit einbringen....

Also....
Ich hab vor 8 Wochen per KS entbunden....
die ersten zwei Tage war alles supi....Vormilch lief und Jonas trank gut.....dann in der zweiten oder dritten Nacht brachte mir die Nachtschwester den Kleinen brüllend vor Hunger ans Bett...ich konnte nicht so gut aufstehen und mich auch nur schwer auf die Seite drehen..also "knallte" sie mir den Kleinen mal eben einfach neben mich ins Bett :-[ (ich lag auf dem Rücken) und schob ihm schräg die BW in den Mund *autsch* er sog gierig dran (hatte ja auch schon voll den Kohldampf) das tat dann doppelt *autsch*
ich hätte der Krankenschwester eine - ihr wisst schon - können :-[:-[ am nächsten Tag ging das Drama erst richtig los....die Vormilch wurde weniger und der Milcheinschuß ließ auf sich warten #aerger#zitter
der Kleine hatte immernoch ziemlich viel Hunger war aber vom KH schon brav auf 4 Stunden Rythmus "dressiert":-( also war er noch hungriger und es kam immer weniger.....
so...nun wurde er gewogen....Gebrutsgewicht 3880g nach den drei Tagen (eigentlich nur 2 1/2) 3640g ....zuuuuu leicht #schock#schock#schock "Sie müssen zufüttern" #schwitz#schwitz "ich will aber Stillen" "NEIN geht nicht - reicht nicht" so gingen die Wortwechsel hin und her #schock bis ich völlig entnervt aufgab ...ihm brav das Fläschchen in den Mund schob und heulend zusah wie er statt an mir zu trinken die Flasche leerte #heul#heul
nach der KH entlassung holte ich mir Rat bei meiner Hebi...ne Milchpumpe aus der Apotheke und saß auch zuhause wie ein häuflein Elend ......
4 Wochen und viele Nerven später ..... mein Entschluß steht fest .... ich las "Die Hebammensprechstunde" von Ingeborg Stadelmann und fasste neuen Mut ..... #freu
Ich lege den Kleinen an die Brust an...er trank als wäre nie was anderes gewesen #freu#freu er kam zwar alle Stunde aber ich lies ihn genüsslich trinken soviel und so oft er wollte #baby #freu

Heute weitere 4 Wochen später stille ich wieder voll und bin glücklich über die Entscheidung es wieder zu versuchen...würde ich jederzeit wieder machen und kann ich jedem nur raten.....lasst euch nicht einschüchtern....spätestens zuhause geht euren eignen weg....zwar lang und mit viel Geduld zu gehen aber es lohnt sich!!!! #freu#freu#freu

So..genug von mir....jetzt muss ich wieder ran...Jonas hat wieder Hunger #schrei und ich genug MuMi für ihn ...MAHLZEIT #mampf#mampf

LG & wenn jemand Mut zusprache braucht melde euch ich helfe gern....
Bieni-maja & Jonas - zufriedenes Stillkind #baby

P.S.: ein guter Tipp noch..Stillgruppen der La Leche Liga und ne Stillberaterin helfen auchunheimlich weiter - wie bei mir ;-)

  • 1
  • 2