Betriebswagen privat versichern?!

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Beitrag von nicoletta24 30.12.09 - 19:26 Uhr

Hallo,
ich habe demnächst einen Betriebswagen( arbeite in einen mobilen Pflegedienst) nun habe ich heute im Vertrag gelesen das dieser bei einen Unfall durch Eigenverschulden mit einer Eigenbeteiligung von 615euro ist#zitter ich meine ein Unfall gerade bei nassen Wetter usw kann ja mal passieren auch so das man selber Schuld ist.
Jetzt meine überlegung: Gibt es wohl eine Versicherung die ich persönlich abschliessen kann damit ich keine oder zumindest eine niedrige Eigenbeteiligung habe?

LG,
Nicole

Beitrag von vwpassat 30.12.09 - 20:03 Uhr

Ich würde Dir dringend von dem Job abraten.

Beitrag von nicoletta24 30.12.09 - 20:08 Uhr

Ich arbeite bereits seit 2 Jahren in dem Betrieb, allerdings nur an den WE und ich hatte bisher nie einen Vertrag über die Betriebswagennutzung unterschrieben weil es immer untergegangen war!
Nun gehe ich ab übermorgen Vollzeit dort arbeiten und ich brauche den Job auch, mich stört halt nur die eigenbeteiligung in einer solchen Höhe, habe ich auch noch nie gehört! Deswegen ja auch meine Frage ob man sich da irgendwie selber absichern kann?!

Beitrag von vwpassat 30.12.09 - 20:44 Uhr

Willst Du Dich ins Verderben stürzen???

Was, wenn Du 2 Unfälle in 1 Monat hast, dann hast Du garnix verdient?

Du bist Arbeitnehmer und nicht Leibeigener Deines Chefs. Profit darfst Du einfahren, aber das Risiko sollst Du auch tragen?

Ne, so gehts nicht.

Beitrag von mamavonyannick 30.12.09 - 20:54 Uhr

Das Risiko trägt sie ja nicht vollständig, schließlich wird das Fzg mehr wert sein als die Selbstbeteiligung.

vg, m.

Beitrag von vwpassat 30.12.09 - 21:18 Uhr

Das hat doch nichts damit zu tun.

Verstehst Du es nicht, was ich meine?

Der Arbeitgeber will hier auf Kosten des AN das Betriebsrisiko minimieren. Ich finde dies sittenwidrig und kriminell.

Wenn Sie 5000 € verdienen würde, dann könnte man die SB von 615 € ja viell. einsehen, aber so?

Beitrag von mamavonyannick 30.12.09 - 21:59 Uhr

Ist ja schön, wenn du das so siehst. Nur leider ist das deine Meinung, die durch den Gesetzgeber leider nicht unterstützt wird und durch diverse Regelung in Dtl. Gang und Gebe ist, wie du, wenn du es googelst bemerken wirst.

m.

Beitrag von curlysue1 30.12.09 - 22:07 Uhr

Unsere Leihfahrzeuge und Vorführwägen sind alle mit einer SB von 1500€ versichert.

Beitrag von my.jessi 31.12.09 - 02:15 Uhr

Und warum soll der AG einen vom AN selbst verschuldeten Unfall bezahlen? Es geht ja nicht um KH Schäden sondern nur um VK!

Beitrag von ayshe 31.12.09 - 09:48 Uhr

weil der wagen für mobile berufe ein arbeitsmittel ist.
der AN kann sich ja nicht aussuchen, wann er wohin fährt.

Beitrag von puffie 30.12.09 - 20:40 Uhr

Hallo Nicole,

Dein AG wälzt die Eigenbeteilligung der Vollkasko auf Dich ab würde ich sagen. Ich fahre selber einen Firmenwagen wo ich ausser der 1 % und den Fahrten zur Arbeit als geldwertender Vorteil versteuert wird und ich nix zusätzlich zahlen brauche.

Ich denke das ungewöhnlich ist aber OK.

Gruß Torsten

Beitrag von mamavonyannick 30.12.09 - 20:53 Uhr

Hallo Nicole,

diese Regelung scheint "normal" zu sein und wurde auch schon gerichtlich bestätigt.
http://www.haufe.de/profirma/newsDetails?newsID=1253778036.95

vg, m.

Beitrag von vwpassat 30.12.09 - 21:21 Uhr

Kennst Du die Details aus diesem Streitfall?

Ich möchte wetten, es ging hier um einen Dienstwagen eines leienden Angestellten mit ganz anderem Verdienst als bei ner Krankenschwester im mobilen Einsatz.

Beitrag von mamavonyannick 30.12.09 - 21:53 Uhr

"Kennst Du die Details aus diesem Streitfall?" Nein, es ist aber grundsätzlich auch nicht wichtig, ob es ein leitender Angestellter ist oder nicht. Auch nicht leitende Angestellte kommen in die Vorzüge eines Dienstwagens und die gehen nun mal über die die 8-Stunden Arbeitszeit hinaus.

Du vermutets mir auch zuviel!

http://www.anwalt-seiten.de/artikel/sec1/151.html

http://www.frag-einen-anwalt.de/Selbstbeteiligung-Firmenwagen-__f53105.html

Obige Urteile wurden inzwischen eingeschränkt durch eine aktuelle Entscheidung des arbeitsgerichtes hamburg: http://www.frag-einen-anwalt.de/Selbstbeteiligung-Firmenwagen-__f53105.html


m.

Beitrag von vwpassat 31.12.09 - 00:08 Uhr

Du verstehst mich nicht.

Muss eine Putzfrau einen kaputten Wischmob bezahlen?

Muss eine Bürokauffrau einen während der arbeit kaputtgegangenen PC ersetzen?

Wo kommen wir denn da noch hin, wenn AN die Arbeitsmittel (nichts anderes ist es in diesem Fall) selbst ersetzen müssen.

Das ist verdammt nochmal Sache des Arbeitgebers, dafür Sorge zu tragen. Und wenn die Versicherung sonst zu teuer würde, dann muss er sich halt Gedanken machen, ob sein Geschäft überhaupt profitabel ist.

Lass die TE doch mal aufgrund von ungünstigen wetterverhältnissen 2 x in den graben rutschen im Januar. dann hat sie den ganzen Monat umsonst gearbeitet oder wie?

Beitrag von ayshe 31.12.09 - 00:18 Uhr

sehe ich ganz genauso.

ob es nun gesetzlich erlaubt und okay ist,
ist eine ganz andere sache.
und es ist in diesem fall nicht einfach ein dienstwagen, sondern DER wagen, der für die arbeit wichtig ist, ein arbeitsmittel.

keine ahnung, wie es da gesetzlich aussieht, aber da teile ich deine ansicht absolut.

Beitrag von mamavonyannick 31.12.09 - 08:59 Uhr

Deine Meinung interessiert mich herzlich wenig. Denn ich habe lediglich der TE die gesetzliche Grundlagen dargelegt. Also komm wieder runter und mach die Augen auf. Der Gesetzgeber gibt dem Arbeitgeber recht, sie kann es andersweitig nicht absichern, also was diskutiert du es hier zu Tode. Deine Meinung ändert nichts an den gesetzlichen Regelung. Sie ist nett für den AN, aber eben nicht ausschlaggebend.

m.

Beitrag von vwpassat 31.12.09 - 09:51 Uhr

Eine wirkliche gesetzliche Grundlage gibt es gar nicht.

Ich weiß nicht, warum Du hier diesen total irrsinnigen Standpunkt vertrittst, aber egal.

Ich meine, dass es nur bei grober Fahrlässigkeit sein darf, dass der AN sich beteiligt. weiter spielt wohl auch eine Rolle, ob das Fahrzeug auch privat mitgenutzt werden darf.

Gefunden hab ich grad folgendes:

"""Hat der Arbeitnehmer - wie hier der Beklagte - bei Ausübung einer betrieblichen Tätigkeit mit normaler Fahrlässigkeit den Schaden verursacht, so ist dieser in aller Regel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer quotal zu verteilen. ob und ggf. in welchem Umfang der Arbeitnehmer an den Schadensfolgen zu beteiligAn ist, richtet sich im Rahmen einer Abwägung der Gesamtumstände nach Billigkeits- und Zumutbarkeitsgesichtspunkten. Das BAG, 27.09.1994, AP-Nr. 103 zu § 611 BGB Haftung des Arbeitnehmers nennt insoweit zunächst Schadensanlass und Schadensfolgen. Weiter werden als Abwägungsmerkmale folgende Umstände, denen je nach Läge des Einzelfalles ein unterschiedliches Gewicht beizumessen ist, aufgeführt:

- der Grad des dem Arbeitnehmer zur Last fallenden Verschuldens,

- die Gefahrgeneigtheit der Arbeit, die Höhe des Schadens,

- ein vom Arbeitgeber einkalkuliertes oder durch Versicherung deckbares Risiko,

- die Stellung des Arbeitnehmers im Betrieb,

- die Höhe des Arbeitsentgelts, in dem möglicherweise eine Risikoprämie enthalten ist.


Nur unter Umständen können auch zu berücksichtigen sein;

- die persönlichen Verhältnisse des Arbeitnehmers und

- sein bisheriges Verhalten

"""

Das ist auf jeden Fall kein Freibrief für den Arbeitgeber, alles auf den AN abzuwälzen.

Beitrag von mamavonyannick 31.12.09 - 10:38 Uhr

Welchen Standpunkt vertrete ich denn? Wo hab ich geschrieben, wie ich es privat sehe? Und wenn du ein bißchen lesen würdest in den vom mir eingestellten Links, dann sagen die nichts anderes aus, als das von dir zitierte. Grundsätzlich ist solch eine Regelung zulässig. Aber es gibt Haftungsbeschränkungen in Abhängigkeit des Verschuldensgrad. Nichts anderes habe ich mit den Links versucht darzustellen. Also was versuchst du mir hier eigentlich die ganze Zeit einzureden???#contra

Beitrag von bezzi 31.12.09 - 11:14 Uhr

"Muss eine Bürokauffrau einen während der arbeit kaputtgegangenen PC ersetzen? "

Wenn sie den Kaffee darübergekippt hat wahrscheinlich ja.

Jeder Arbeitnehmer kann doch so vorsichtig fahren, dass kein Unfall verursacht wird. Und wenn doch mal einer passiert, ist die Haftung ja auf die Selbstbeteiligung beschränkt. Ich finde es normal und richtig so.

Beitrag von mel1983 31.12.09 - 13:08 Uhr

"Jeder Arbeitnehmer kann doch so vorsichtig fahren, dass kein Unfall verursacht wird. "

Sorry, aber von dir hätte ich mehr erwartet!

Gruß

Beitrag von ayshe 31.12.09 - 13:14 Uhr

du hast echt ein komische denkweise.


##
Jeder Arbeitnehmer kann doch so vorsichtig fahren, dass kein Unfall verursacht wird.
##
JEDER versucht KEINEN unfall zu verursachen.
das ist ja wohl klar, egal ob es nun das eigene oder ein anderes auto ist!

unfälle passieren nun einmal,
aber du kannst doch keinen automatisch fahrlässigkeit und eine scheiß-egal-einstellung unterstellen.

Beitrag von ayshe 31.12.09 - 00:16 Uhr

##
Nein, es ist aber grundsätzlich auch nicht wichtig, ob es ein leitender Angestellter ist oder nicht.
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der unterschied ist aber, daß ein leitender angestellter sich die SB kurz mal aus dem ärmel schüttelt, die 600 tun da nicht wirklich weh, wenn man 6000 und mehr verdient.

im ambulanten pflegedienst sieht das sicher anders aus.

da bleibt nicht viel.
da hat vwpassat vollkommen recht.

Beitrag von mamavonyannick 31.12.09 - 09:02 Uhr

Wollt ihr es nicht verstehen? #kratz
Es ist für die Gesetzsprechung ohne Unterschied, ob leitender Angestellter oder nicht. Ich diskutier doch hier nicht über Sachen, die gesetzlich bereits geregelt worden sind. Denn meine Meinung, deine und die von vwpassat interessieren herzlich wenig dabei, wenn die TE fragt, ob es rechtens ist. Ja, es ist rechtens. Ob sie den Job annimmt oder fragt, ob sie mit ihrem eigenen Fzg fahren kann, dass muss sie entscheiden.

m.

Beitrag von ayshe 31.12.09 - 09:54 Uhr

doch, ich verstehe das vollkommen.

ich weiß allerdings nicht, ob es rechtlich einen unterschied macht,
wenn der wagen ein reines arbeitsmittel für mobile berufe ist oder nur ein normaler dienstwagen, den man privat nutzt.

dann könnte man einem busfahrer ja auch den anteil zahlen lassen, wenn er einen unfall baut.

also ich finde, man kann schon seine gedanken dazu sagen.
das macht ja ein forum aus.
es wurde schon über vieles diskutiert, auch wenn es schon gesetzlich geregelt ist.
es ist keine explizite antwort auf eine frage, sondern eben eine diskussion, bei der man vllt auch mal die gesetzeslage in frage stellt.

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