Mietwohnung gekündigt - Vermieter verlangt Nutzungsentschädigung..??

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von karo1207 30.12.09 - 20:18 Uhr

Hallo,
ich hoffe, mir kann jemand weiterhelfen. Wir haben unsere Mietwohnung zum 31.03.2010 fristgemäß gekündigt und werden den Vermieter wechseln.
Soweit, so gut. Wir bekamen die Kündigungsbestätigung mit dem Hinweis, dass eine Nutzungsentschädigung in Höhe der bisherigen Miete zu zahlen ist. Es wird weder gesagt, ob es sich bei der Höhe um die Kalt- oder Warmmiete handelt noch - was viel wichtiger ist - auf welcher rechtlichen Grundlage der Vermieter die Nutzungsendschädigung erhebt.
Lt. Mietvertrag haben wir die Wohnung lediglich gereinigt und mit weißer Rauhfasertapete zu übergeben - Standard halt. Auch in der Satzung unseres Vermieters (ist eine Wohngenossenschaft) steht nichts dergleichen.
Kann mir jemand weiterhelfen? Lohnt sich ein Streit mit meinem bisherigen Vermieter? Es handelt sich - wenn er eine Nutzungsentschädigung in Höhe der Warmmiete verlangt - um gut 500 Euro.
Vielen Dank.
karo

Beitrag von hoeppy 30.12.09 - 20:32 Uhr

Hallo,

seid ihr Rechtschutzversichert?

Dann würde ich da auf jeden Fall mal einen Anwalt drauf schauen lassen. Bisher haben wir noch in keiner Wohnung eine Nutzungsentschädigung zahlen müssen. Wüsste auch gar nicht wofür das sein sollte.

Solltet ihr keine Rechtschutzversicherung haben-und vielleicht wenig Einkommen haben dann wende Dich an das Amtsgericht und beantrage einen Beratungshilfeschein. Diesen musst Du dann beim Anwalt abgeben.

Lohnt sich ein Streit...Man muss ja nicht gleich streiten. Wenn ihr es so dicke habt dass euch die 500 Euro nicht weh tun dann könnt ihr die auch zahlen...

Das müsst ihr wissen. Meine Meinung dazu ist das ich nichts zahle was ich nicht zahlen muss. Egal ob ich arm oder reich bin...

LG Mona

Beitrag von jennychrischi 30.12.09 - 20:32 Uhr

Wenn ihr innerhalb der Frist liegt, dann hat er doch gar kein Recht eine Entschädigung zu verlangen, oder sehe ich das so falsch? Ich würde dem Vermieter einen höflichen Brief schreiben, in dem du ihn bittest dir zu erklären auf welcher rechtlicher grundlage diese Nutzungsentschädigung beruht. Auch 500 Euro sind viel Geld, grad wenn man umzieht. Und ohne das es ihm zusteht würde ich es nicht einsehen zu zahlen.

Beitrag von kawatina 30.12.09 - 20:58 Uhr

Hallo,

eine Nutzungsentschädigung wird allenfalls fällig, wenn ein Mieter die Wohnung zu spät übergibt, bzw. sich ein Auszug verzögert.
Aber auch in diesem Fall beträgt eine Nutzungsentschädigung nur die tatsächliche Summe (taggenau) und nicht eine komplette Monatsmiete.

Da ihr aber fristgerecht gekündigt habt, seh ich keinen Grund euch vorab eine Nutzungsentschädigung auf zu erlegen.
Entbehrt auch jeglicher Rechtmäßigkeit, soweit mir bekannt.
Eine Nutzungsentschädigung ist sozusagen ein Schadenersatz - nur wofür?

Lasst euch eventuell beim Mieterverein beraten. Die Mitgliedschaft ist jedenfalls günstiger, als das mal eben zu bezahlen.

LG
Tina

Beitrag von bezzi 31.12.09 - 10:38 Uhr

"Wir bekamen die Kündigungsbestätigung mit dem Hinweis, dass eine Nutzungsentschädigung in Höhe der bisherigen Miete zu zahlen ist."

Aber doch sicher nur dann, wenn ihr zum Kundigungstermin nicht ausgezogen seid, oder ?
Lies nochmal genau !

Beitrag von lumasan 31.12.09 - 10:52 Uhr

Hallo Caro!

Also ich bin mir da nicht ganz so sicher. So wie es sich anhört, will er unberechtigt Geld. Ich weiss ja nicht was genau in eurem Mietvertrag steht... ABER wenn ihr fristgerecht kündigt und die Wohnung so übergebt wie es im Vertrag steht, wieso sollt ihr dann eine Nutzungsendschädigung zahlen? Das mussten wir zahlen, weil wir später als vereinbart aus der Wohnung draussen waren. Was auch nicht rechtens war, weil wir es so mit dem Vermieter besprochen hatten. Doch jetzt will er nichts mehr davon wissen :-[ Na ja,... unser Anwalt war auch scheisse !!! :-) Wenigstens haben wir unsere Kaution zurück bekommen.

Der Vermieter muss eigentlich reinschreiben aus welchem Grund er Geld von euch will. Und ob ihr streichen müsst usw. liegt auch daran wie der Vermieter das in den Vertrag geschrieben hat. Wir mussten z.B. nichts machen, obwohl er es im Vertrag stehen hatte (Schönheitsreparaturen).

Ich würde mich beim Anwalt erkundigen.

LG,
Lumasan

Beitrag von bezzi 31.12.09 - 17:38 Uhr

"Ich würde mich beim Anwalt erkundigen. "

Wozu dafür auch noch Geld ausgeben ?

Wahrscheinlich reicht es, die Kündigungsbestätigung nochmal RICHTIG zu lesen.
Und selbst wenn eine Nutzungsentschädigung grundlos verlangt würde: Der Vermieter will doch was, soll DER doch zum Anwalt.

Beitrag von windsbraut69 01.01.10 - 08:25 Uhr

"Wahrscheinlich reicht es, die Kündigungsbestätigung nochmal RICHTIG zu lesen. "

Ich gehe auch davon aus, dass da ein Nebensatz überlesen wurde.
Anderenfalls wird der Vermieter sich schon melden, wenn er grundlos Geld haben möchte und nicht bekommt.

LG