Warum reicht "normaler" Sex nicht mehr aus?

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von Ganz in Schwarz 30.12.09 - 20:22 Uhr

Hallo Leute,

Ich stelle mir seit längerem die Frage, warum es den meisten Leuten einfach nicht reicht normalen Sex zu haben.
Immer wieder lese ich hier, in Zeitschriften oder höre von Freunden oder im Fernsehen wie wichtig es ist abwechslungsreichen und kreativen Sex zu haben.
Außerdem ist es fast selbstverständlich, dass Männer trotz ausgeprägtem Sexleben sich selbst befriedigen und das oft in Verbindung mit Pornos.

Und ich finde auch, dass immer wieder die selben Muster auftauchen:
Als erstes wird das maximum an Quantität rausgeholt, also die Paare haben die ersten Monate der Beziehung überdurchschnittlich viel Sex.
Entweder während dessen oder im Verlaufe der ersten 3 Jahre werden dann die diversen Stellungen ausgemerzt.
Es geht weiter mit Spielzeug, dann Swingern und/oder Partnertausch und was es nicht noch alles gibt um das Sexleben anzukrubeln.

Hat man dann nicht irgendwann alles durch und muss einen neuen Partner finden und wieder von Vorne anfangen oder gibt es immer wieder neue Kicks??

Ich kanns mir halt nicht vorstellen.. Mir kommt es vor als wenn viele Menschen relativ schnell abstumpfen.. bzw schon abgestumpft sind.. Ich denke auch, dass dieses Abstumpfen nicht zuletzt an den Überereizungen liegt, die von den Medien ausgehen. Pornos spielen wohl auch eine große Rolle...

Ich habe seit langem den überragendsten Sex, der mich vollkommen ausfüllt. Wir wenden fast nur die Missionarsstellung an, ganz selten bin ich mal Oben!
Unser Sex hat immer den gleichen Ablauf und uns wird nicht langweilig. Mein Freund sieht sich KEINE Pornos an und befriedigt sich nur selbst wenn ich mal länger nicht kann (ich würde es auf die Dauer auch nicht aushalten, ihn mit den Pornodarstellerinnen zu "teilen") und wir würden auch nie auf die Idee kommen irgendwelche Spielzeuge oder Lebensmittel oder sonstwas einzubinden.

Für mich ist beim Sex einfach die Innigkeit, die Zweisamkeit und Nähe wichtig. Nicht mal der Orgasmus!!

Wieso spielt das bei so vielen Paaren keine Rolle mehr? Und wieso muss es immer extremer werden??

Wie seht Ihr das?



Beitrag von dankeschön 30.12.09 - 20:49 Uhr

Du sprichst mir aus der Seele, Dein Beitrag könnte von mir sein. ;-) Ich lese hier ganz oft die Überschriften und muss schon manchmal lachen oder den Kopf schütteln über das was die Leute alles wollen/brauchen...

Schön dass es noch Menschen gibt die so denken/fühlen wie Du. :-)

Liebe Grüße

Beitrag von klugkack 30.12.09 - 21:00 Uhr

Soll doch jeder so wie er glücklich ist.
Die Hauptsache ist doch, das man mit seinem Sexleben zufrieden ist.

Ich selber brauche es auch nicht so "exotisch" aber akzeptiere die Vorlieben anderer.

Beitrag von Ganz in Schwarz 30.12.09 - 21:21 Uhr

Aber das scheint ja das Problem zu sein..
Die meisten Leute sind ja anscheinend nicht zufrieden damit und rennen immer dem nächsten Kick hinterher und nach kurzer Zeit muss wieder was neues her.

Ich kann mir halt nicht vorstellen, dass man zufrieden damit sein kann, wenn der eigene Freund ein zweites Mädel dabei haben will, ständig Pornos schaut und man nur noch "geile" Höhepunkte erlebt, wenn man sich gegenseitig mit genoppten Latex Penissen penetriert etc

Beitrag von kendra.26 30.12.09 - 21:02 Uhr

Hallo,

mal ein schöner Beitrag in diesem Forum , der zum Nachdenken anregt.

Ich stimme dir in einigen Punkten zu, es ist wahrscheinlich wirklich so das die Menschen relativ schnell abstumpfen.

Ich bin nun mit meinem Partner und dem Vater meiner drei Grazien schon 10 Jahre zusammen und unser Sex ist alles andere als langweilig :-p

Ich glaube umso älter man wird, umso schöner wird es.

Für uns zählt auch vor allem die Nähe und Innigkeit, wer kennt nicht das Gefühl den geliebten Menschen ganz nah zu spühren ?

Stellungsmässig haben wir schon alles ausprobiert und unsere Lieblingstellungen gefunden, trotz allem war es manchmal auch lustig was neues auszuprobieren :-D

Swingerclubs oder Partnertausch würde für uns NIE in Frage kommen, der Einsatz von Sprühsahne jedoch oder Spielzeug kann manchmal aber seeeeeeeeeeeehr anregend sein.

Weniger Sex als am Anfang haben wir auch nicht, nur nach den Geburten der Kleinen hatte ich keine Lust , da ich einfach zu müde und ausgelaugt war.

Aber mittlerweile ist alles wieder beim Alten und wir sind glücklich so wie es ist, und ich hoffe das es auch so bleibt und wir nicht mit 40 Jahren auch mal so abgestumpft sind...

LG Jasmin

Beitrag von carrie23 30.12.09 - 21:38 Uhr

So wie du dein Sexleben beschreibst sieht mein größter Alptraum aus-ehrlich.
Wenn dir das reicht ist ja ok, dürfen andere trotzdem was anderes wollen?
Danke#kuss

Beitrag von Ganz in Schwarz 30.12.09 - 21:50 Uhr

Jeder DARF tun was er will!
Ich akzeptiere es auch!

Aber ich finde halt einige Praktiken echt überzogen und regelrecht Pietätslos!

Ich empfinde auch Mitleid gegenüber Leuten, die irgendwelche Partnertausch-Geschichten machen müssen um sexuell befriedigt zu sein! Genauso wie ich Mitleid für Frauen empfinde, die sich von Frqauenzeitschriften zum Fremdgehen anstiften lassen "um mal wieder zu merken was sie am Partner haben" !

Naja aber ich wollte eigentlich nur einen Denkanstoß geben und mal Nachfragen ob es noch Leute gibt die ähnlich denken wie ich, aber niemandem auf den Schlips treten!

Beitrag von tecum 30.12.09 - 22:50 Uhr

Was ist eigentlich normaler Sex?
Mich wundern immer wieder die Leute, die den eigenen Sex als Maß der Dinge betrachten.
Insofern wunderst du mich:-D

Achja, was ich auch noch gern wissen würde, was ist pietetloser Sex?#rofl

Beitrag von carrie23 30.12.09 - 23:37 Uhr

Also "pietätlos" fänd ich höchstens Leute dies auf ner Beerdigung treiben-kann es sein dass du etwas übertreibst?

Beitrag von wiesodenn? 30.12.09 - 21:45 Uhr

hallo,
wenn doch beide damit klar kommen und es mögen,was soll dann daran falsch sein?
immer missionarsstellung??immer blümchensex?esst ihr jeden tag das selbe?jeden tag linsensuppe ist nach einiger zeit fade.
aber es soll eben auch paare geben,die damit klar kommen.und ich akzeptiere dies auch.genau wie ich eben möchte,das man akzeptiert,das man auch gerne experimetiert(also ich rede davon,das es "normales ist.KEIN tiersex,oder KEIN kindersex)
lg
wiesodenn?

Beitrag von susen2010 31.12.09 - 00:53 Uhr

Wenn gegenseitig starke Gefühle eine Rolle spielen, ist die Stellung Nebensache, die zärtliche Hand ersetzt die Technik und der innige Kuss....

Macht weiter so, wenn es euch gefällt und ihr damit glücklich seid! :-)

Beitrag von grafzahl 31.12.09 - 01:26 Uhr

> warum es den meisten Leuten einfach nicht reicht normalen Sex zu haben.

Wie kommst du darauf, dass es >50% der Leute nicht reicht, "normalen Sex" zu haben? Was ist normaler Sex? Ist das, was du beschreibst, "normaler" Sex?


> Außerdem ist es fast selbstverständlich, dass Männer trotz ausgeprägtem Sexleben sich selbst befriedigen und das oft in Verbindung mit Pornos.

Selbstbefriedigung ist eine Form der Sexualität. Beischlaf ist eine andere Form der Sexualität. Beides hat seinen eigenen Reiz. Findest du es problematisch, wenn Männer sich selbst befriedigen? Oder ist es nur dann problematisch, wenn sie dabei einen Porno gucken?


> also die Paare...

Wer sind "die Paare"? Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis niemanden, von dem ich weiß, dass er Partner tauscht oder swingt. Habe ich jetzt den "falschen" oder den "richtigen" Freundes- und Bekanntenkreis?


> Mein Freund sieht sich KEINE Pornos an und befriedigt sich nur selbst wenn ich mal länger nicht kann

Genau - mein Freund tut so etwas nicht oder nur im allergrößten Notfall. Vielleicht ist es wirklich so. Vielleicht schleudert er sich aber häufiger einen, als du denkst - mit Filmen, die so "schmutzig" sind, dass du es dir gar nicht vorstellen kannst.


> Für mich ist beim Sex einfach die Innigkeit, die Zweisamkeit und Nähe wichtig. Nicht mal der Orgasmus!!

Geht mir genau so. Wenn Orgasmusgarantie suche, masturbiere ich. Ist das jetzt gut oder schlecht?


Keine Ahnung, was du so für Sendungen siehst oder Zeitungen liest. Glaub´ einfach nicht alles bzw. bewerte es nicht über. Da wird ´ne Menge übertrieben. Und mal ehrlich - bei einem Fernsehbericht über euer Sexleben schlummert der TV-Zuschauer seelig ein. Was nicht als Vorwurf gemeint ist. Wenn du damit glücklich bist, sei es dir gegönnt. Aber für einen TV-Bericht oder Zeitungsartikel eignen sich nun mal eher die Swinger und Peitschenknaller.

Beitrag von cracker 31.12.09 - 07:53 Uhr

Hi
Tatsächlich ein interessanter Beitrag. Dennoch: es gab schon immer Extreme in der Menschheit, nicht nur bei der Sexualität. So müsste man auch formulieren, warum einige Extremsportarten betreiben und dadurch regelmässig mit dem Leben spielen ...... rational betrachtet ein Schwachsinn .... für den Ausübenden aber das Höchste der Gefühle.

Puncto Sexualität gibt es sicher Menschen und Paare, die einfach das Maximum ausgereizt haben wollen. Ganz bewusst und mit Kalkül. Aber ich denke auch, dass Extreme durch Unbefriedigung entstehen, oder zumindest begünstigt werden können. Dieses Forum interpretiert sicher nicht die Allgemeinheit, doch wenn man sich gewisse Beiträge anschaut, sieht man doch da und dort Brandherde, die Menschen in eine Richtung treiben können. Man liest hier fast täglich von Frauen und Männern, deren Sexualität zu 95% aus Selbstbefriedigung besteht, weil der Partner nicht kann, nicht mag, immer müde ist, selten Lust hat etc.

Solche Ungleichheiten und das über länger Zeit, führt irgendwann auf Nebengeleise.

Für mich ist Sexualität auch Innigkeit und Zweisamkeit, ganz klar. Und es ist in der Partnerschaft einfach wunderschön. Diese Ideale, in welche beide es wollen, beide es geniessen können, beide auch die Sehnsucht haben, es wieder tun zu wollen mit dem Partner, sind meiner Meinung nach eben dünn gesät. Es geht nicht um Quantität, sondern um Qualität.

Fazit: ich glaube die Extreme entstehen vielfach aus dem massiv gestörten Abbild der Beziehung, lange bevor es überhaupt extrem war. Normalität ist das Schlagwort ja. Und jetzt könnte man drüber diskutieren, was denn normal ist.

Beitrag von alltagsphilosoph 31.12.09 - 10:10 Uhr

Liebe Ganz in Schwarz,

Innigkeit, Zweisamkeit und Nähe sind mir wichtig. Nicht nur beim Sex.

Normal ist, was beiden gefällt. Ich habe "normalen" Sex.

Ich befriedige mich selbst, ich schaue Pornos, ich würde gern öfter, Missionarstellung finde ich anstrengend, das KarmaSutra hatte ich mit 18 schon durch (und da mochte ich noch gar keine Pornos), ich hatte schon mehr als eine Frau, und auch mehr als eine gleichzeitig im Bett; ich habe schon bei anderen zugesehen, war schon auf wilden Partys und hatte eigentlich mit jeder Frau, mit der ich länger zusammen wahr, auch Analsex. SM-Partys sind mir nicht fremd und ein zugegeben in den letzten Jahren etwas vernachlässigter Koffer unterm Bett enthält einiges womit andere Leute nicht mal ihr Pferd bearbeiten würden. Ich habe es Stunden mit meiner Flamme im Zelt auf einem Metal-Festival getrieben - auch lautstark - und das Bett benutzte ich eigentlich meist nur zum Schlafen.

Und dennoch ist Sex für mich Zweisamkeit, Intimität, Nähe. Dafür brauche ich kein Mitleid - und meine Frau ganz sicher nicht.
Im Gegenteil. Ich weiß, was ich brauche, was ich will und was ich möchte. Ich kenne meine Grenzen, ich weiß was mir Spaß macht.
Sicher wird nicht jeder das volle Spektrum auffahren müssen um sich kennen zu lernen; ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.

In meiner Ehe wird es nicht immer extremer. Das ist auch komplett überflüssig. Wir haben gefunden was uns Spaß macht - und wenn uns mal der Hafer sticht, reicht das bereits erlebte für viele schlaflose Nächte.

Das muss ja nicht jeder gefallen, aber so etwas klärt man am Anfang einer möglichen Beziehung ab. Und wer so enge Grenzen hat, oder sich selbst noch gar nicht kennt, der ist im Bett für mich einfach nicht interessant. Das muss genauso passen wie Beuteschema oder Charakter.

Schön dass Du jemanden gefunden hast, der zu Dir passt. Das ist doch das Wichtigste. Und auch das Schöne bei all der anzutreffenden Verschiedenheit.
Aber frag Dich nicht, warum andere anders sind. Wenn Du es nicht verstehen kannst, kannst Du es auch nicht verstehen. Was bleibt ist Akteptanz und das Wissen, dass Du für Dich was anderes willst.

Liebe Grüße,
Christian

Beitrag von sandycheeks 31.12.09 - 11:18 Uhr

Hallo,

zum "Nachdenken" anregen muss hier niemand irgendjemanden. Denn erlaubt ist was gefällt und solange alle Beteiligten das was sie tun freiwillig tun (Betonung liegt dabei auf "freiwillig und alle") möge doch ein jeder nach seiner Fasson selig werden.

Das Dein Mann keine Pornos guckt, nunja so Recht glauben kann ich das jetzt nicht. Wahrscheinlich macht er es klammheimlich. Es gibt nur extrem wenig (womöglich gar keine) Männer die sich nicht Filmchen und Bildchen angucken. Manche betreiben das sehr exzessiv manche nur gelegentlich, aber sie machen es doch wohl alle. Ich kenne zumindest keinen Mann der kein Interesse daran hätte und das ganze ist auch kein Monopol der Männer. Auch Frauen lassen sich von den dargestellten Szenen anregen.

Pornos ansich stellen auch gar kein Problem dar. Probleme gibt es erst, wenn Menschen beginnen ihren Partner unter Druck zu setzen, weil sie all das was sie in den Streifen sehen (da wird ähnlich getrickst wie in Hollywood, da is nicht alles echt) im heimischen Bett (oder wo auch immer) auch machen wollen.

Muss frau "squirten" können? Muss frau intim rasiert sein? Muss frau "schlucken" wollen? Mein Mann will Camsex, aber ich nicht! Hilfe mein Mann will Gruppensex, Swingerclub und flotten Dreier mit 2 Frauen, Der Penis meines Mannes ist zu klein, meiner kommt zu früh, meiner will nicht oft genug. Hallooo?

Also merke:

Frau hat gefälligst vollkommen frei von jedweder Körperbehaarung zu sein, ausser auf der Birne da muss die lange Wallemähne her. Außerdem muss sie das Kamasutra rückwärts turnen können, mit Dackelblick die "Sahne" abschlabbern (und zwar von allen nur vorstellbaren Körperteilen des Herrn) und willig mit allem in die Kiste hüpfen was 2 Beine hat. Desweiteren muss sie so laut beim Poppen stöhnen das die Wände wackeln und das Bett muss danach wegschwimmen. Sollte auch nur eine der genannten Punkte auf eine Frau nicht zutreffen ist sie verklemmt und prüde. So einfach ist das.

Gelle Männers?

Aber ich bin ja noch nicht fertig. Frau von heute hat auch Ansprüche an "ihn".

Also minimum 20 cm lang muss er sein, der Johannes. Dann muss Mann 4 Stunden am Stück rammeln können und das ganze 6mal täglich. (Das ist was die Rechenfüchse hier). Eine flinke Zunge sollte er auch noch haben. Alledings sollte er mit seiner echten Frau nicht so mechanisch umgehen wie im Film, sondern einfühlsam und zärtlich, aber nicht zu soft. Ruhig ab und an auch mal etwas derber. Aber nicht das die Holde ihm das sagen würde, nein das muss er "erfühlen". Tut er das nicht, ist er ein schwanzgesteuerter Idiot der unverzüglich entsorgt gehört. Basta!!!!!

Worauf will ich hinaus?

Ganz einfach. Nicht Pornos, SB, Toys oder Stellungswechsel sind das Problem. Probleme gibt es immer nur dann wenn ein Partner die Erwartungen des anderen nicht erfüllen kann oder will. Das sowas scheinbar so häufig vorkommt, könnte allerdings in der Tat daran liegen das uns die Medien im allgemeinen und die Pornos im besonderen vorgauklen all das was wir lesen, sehen und hören sei die Realtität und jeder der es nicht macht ist ein Versager.

Man muss einen Porno sehen wie einen gut gemachten Hollywood Blockbuster: Nette Unterhaltung ohne jeden Bezug zur Realität.

Dann klappts auch mit dem Liebesleben.

Guten Rutsch!!!!

Beitrag von alltagsphilosoph 31.12.09 - 11:24 Uhr

Danke.

Beitrag von carrie23 31.12.09 - 20:29 Uhr

SUPER geschrieben
Übrigens gucke auch ich, als Frau, hie und da gerne nen Porno.
Es kann anregend wirken und es kann einen ANREGUNGEN geben.

Beitrag von k_a_t_z_z 01.01.10 - 02:24 Uhr



Auch danke. Äusserst treffend.

Beitrag von derwargut 01.01.10 - 02:33 Uhr

Amen! :-p

Irgendwie hast damit voll ins Schwarze getroffen!
Klasse geschrieben, danke!

Beitrag von luka22 03.01.10 - 22:24 Uhr

Deine Antwort finde ich lustig und interessant, aber ich denke schon, dass man sich zurecht über dieses Thema Gedanken machen kann.
Ich bin selber kein Schulmädchen mehr - keine Nickelbrille und ohne Zöpfchen - aber ich weiß nicht, wie oft ich hier mit offenem Mund saß. Viele Dinge kenne/ bzw. kannte ich tatsächlich noch gar nicht und viele Dinge sind für MICH absolut befremdlich. Wie z.B. mit dem Partner in ein Swingerclub zu gehen. Das ist für mich soweit entfernt, sowas von einem anderen STern. Natürlich sagt man heutzutage zu allem MIST: "JEder soll nach seiner Facon glücklich werden!", aber genau da liegt der Hund begraben! So viele depressive Menschen, die an Angst-und Panikattacken leiden jede 2. Ehe, die den Bach runtergeht, soooo gut scheint es uns nicht zu gehen und soooo genau wissen die MEnschen wohl doch nicht, was ihnen gut tut.
Aber ja, was geht es mich an? Ich muss das alles nicht lesen! JEder kann ja glücklich werden, nach seiner Facon...
Um das Anfangsposting der Schreiberin aufzugreifen...meine Theorie: In der Liebe übersehen doch viele um was es geht oder, nach was wir uns wirklich sehnen, nämlich nach Liebe, nach Nähe und Intimität. Ich denke das ist das Gefühl, was einen auch in der Sexualität befriedigt. WEnn zwei Menschen diese Intimität spüren, dann bleibt es tatsächlich ihnen überlassen, wie sie sich eine weitere Luststeigerung verschaffen können. Den einen reicht die Missionarsstellung die anderen wollen nachts am Standstreifen auf der A7.
Für mich ist das krampfhafte Ausprobieren von immer abartigeren sexuellen Spielarten nur ein Suchen nach dem, was in Wirklichkeit fehlt und in keiner Sexstellung gefunden werden kann: echte Liebe und Nähe zum Partner.
...und Entschuldigung, natürlich gibt es heutzutage KEINE abartigen Sexualpraktiken, denn jeder so, wie er will und Lust hat!

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von dominiksmami 31.12.09 - 12:05 Uhr

Huhu,

>>Ich stelle mir seit längerem die Frage, warum es den meisten Leuten einfach nicht reicht normalen Sex zu haben. <<

Tjaja...das kann ich mir nur so erklären:

Wir sind eine Leistungsgesellschaft und von Kindesbeinen an werden wir auf Wettbewerb getrimmt.

Also muß es auch beim Sex immer heftiger, wilder, absonderlicher, umständlicher, offenherziger und vor allem ÖFTER sein als bei anderen.

Wenn der eine 3 mal die Woche sex hat...MUSS der nächste mindestens 5 mal die Woche Sex haben, sonst ist er nix wert.

Wer behauptet er wolle nur "normalen" Sex..bekommt sofort den Stempel "verklemmt" auf die Stirn gedonnert und um das zu vermeiden....renkt man sich lieber beim Hochleistungssport die Beine aus.


Öhm...so zumindest sehe ich das *lach*, wie gut das ich noch nie so ein Wettbewerbsdenken hatte.

lg


Andrea

Beitrag von mellibaby 03.01.10 - 22:23 Uhr

hallo

ohne das was du beschreibst, könnte ich nicht mehr leben.
für dich ist das nichts, ok....aber für mich wäre dein liebesleben absolut einschläfernd.

wir lieben pornos, wir lieben, anal, wir lieben 3er, wir lieben 4er us.usf. das ist das was unser sexleben ausmacht und es wird nie langweilig.

wir lieben und trotzdem und es zählt für uns das innige zusammensein....allerdings brauchen wir eben auch mal etwas mehr abwechslung bzw. mehr kick :-)

lg melli

Beitrag von luckygal1985 04.01.10 - 20:02 Uhr

Liebe Ganz in Schwarz,

wieso glaubst du denn, dass dein Sex jetzt "normal" ist und der von anderen Paaren nicht?

Nur weil sie vielleicht auch gerne mal eine andere Stellung ausprobieren, als immer die des Missionars ...

Und wieso fragst du dich das eigentlich? Ich meine, fehlt dir vielleicht was oder warum betonst du so sehr, was du und dein Freund NICHT machen?!?

Ich bin der Meinung, das jeder nach seiner Facon glücklich werden soll, egal ob zu zweit mit der Missionarstellung oder in einem Swingerclub auf einer GangBang-Party!

Solange beide damit glücklich sind und sich lieben, ist doch total egal, ob der Sex "normal" ist oder doch eher "exotisch"!

Mit freudlichen Grüßen,

Lucky1985

Beitrag von LG80 05.01.10 - 09:55 Uhr

Du weißt aber, dass Du gerade reichlich spießig klingst?

Die nächste Frage: Was ist normal? Die Antwort: Gar nichts.

Verstehe mal, es geht dabei auch um die Vorlieben von Menschen.
Dein Mann und Du ihr braucht es halt sanft und verkuschelt. Andere Menschen stehen halt darauf dominiert zu werden oder dominant zu sein.

Die Vorlieben beim Sex sind so unterschiedlich wie die Kleidung, die wir Meschen tragen. So individuell wie wir Menschen es sind.

Und was das häufige Wechseln von Partnern angeht: Das passiert deswegen so häufig, weil es Heute so einfach ist einen anderen Partner zu bekommen (außerdem liegt es in den Genen der Menschen).

Also ein klein wenig mehr Toleranz und sehr viel weniger Vorurteile - und die Welt wäre gut.

Beitrag von luckygal1985 05.01.10 - 17:15 Uhr

dem stimme ich mal voll und ganz zu! ;-)