Ist es wirklich so schädlich kein Bio-Fleisch zu verwenden?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mamab5 31.12.09 - 10:48 Uhr

Guten Morgen,

ich habe alles versucht. Es ist mir in unserem kleinen Dorf und in der Umgebung nicht möglich Bio-Fleisch zu bekommen.

In unserem Supermarkt gibt es nur das fertig abgepackte Fleisch, dass ich ja für uns "Große" auch verwende. Aber wäre es so schädlich, wenn ich das für meinen Sohn nehme.

Bei unserem Fleischer im Ort könnte ich Bio-Schweine-Fleisch bekommen.

Nimmt von Euch jemand das "normale" Fleisch?

Kann doch meinem Sohn nicht nur Schwein vorsetzen.

lg

mamab

Beitrag von dominiksmami 31.12.09 - 11:07 Uhr

Hallo,

für "problematisch" halte ich nur das in der konventionellen Mast immer noch viel mit Antibiotika gearbeitet wird.

Ansonsten, gehts mir z.B. beim Biofleisch viel eher um die Tierhaltung und Umweltverträglichkeit etc.

Bio, ist meiner Meinung nach immer vorzuziehen, aber wenn du dafür extra eine Romreise unternehmen müßtest, macht das ja auch keinen großen Sinn.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von nisivogel2604 31.12.09 - 11:23 Uhr

Das stimmt doch gar nicht.

Wenn die Kuh z.B. Antibiotika bekommt dann hat sie, je nachdem welches Mittel gespritzt wurde, eine Wartezeit auf Fleisch und Milch. Erst wenn das Medikament abgebaut ist darf sie wieder als nahrungsmittel herhalten.

Und Bio Kühe kriegen auch Antiobiotika bei Milchfieber etc.

LG

Beitrag von widowwadman 31.12.09 - 11:27 Uhr

Gerade in der Schweine-massenhaltung wird Antibiose prophylaktisch und nicht zur Behandlung bestehender Krankheiten grossflaechig angewandt

Beitrag von nisivogel2604 31.12.09 - 11:31 Uhr

Wenn Schweine mit Amtiobiotika voll auf dem Schlachthof ankommen und dort ne Probe gezogen wird dann wird der Bauer nicht mehr lange Schweine halten.

Das wird dann verdammt teuer für ihn.

Beitrag von dominiksmami 31.12.09 - 11:53 Uhr

und trotzdem wird gemacht und auch immer wieder lang und breit berichtet.

Beitrag von dominiksmami 31.12.09 - 11:55 Uhr

ich hab auch nicht von Kühen geredet.


Natürlich bekommen Kühe Antibiotika bei Milchfieber, alles andere wäre ja auch saudoof.

ABER, es geht mir um Antibiotika das, z.T. auch versteckt, in der konventionellen Mast eingesetzt wird um schneller Fettzellen zu erzeugen.

Sicher...deutsches Fleisch liegt meist unter den Richtwerten, aber es ist eben immer noch da und das ....lehne ich für mich persönlich eben ab.

Btw habe ich geschrieben das es mir persönlich beim Biofleisch in der Hauptsache um die Tierhaltung und den Umweltschutz geht, oder nicht?

Glaub mir, ich habe mich soviele Jahre theoretisch und praktisch mit diesem Thema auseinandergesetzt...ich weiß meist doch was ich schreibe.

lg

Andrea

Beitrag von widowwadman 31.12.09 - 11:12 Uhr

Ich persoenlich kaufe generell nur Fleisch beim Metger um die Ecke, wichtig ist mir dabei, dass die Tiere ordentlich gehalten wurde, und dafuer muss es nicht unbedingt das Bio-Siegel sein.

Z.B. verkauft mein Metzger Freilandhuehner, die nicht Bio sind, und das reicht mir aus. Bio hat allerdings den Vorteil dass die Haltungsbedingungen mit zur Ratifizierung gehoeren, sprich es gibt kein Bio-Huhn, das nicht Freiland ist.

Das Fleisch ist auf den ersten Blick nur etwas teurer, aber die Qualitaet macht das wett. Supermarkt-fleisch wird z.B. haeufig mit Wasser injiziert um das Gewicht zu erhoehen, es wird nicht ordentlich gehangen, da das ja das Gewicht reduziert, es schmeckt einfach nicht so gut und man hat weniger davon.

Wenn man wirklich alles verwendet, dannn ist es auch gar nicht so teuer Bio zu kaufen. Ein Huhn z.B. reicht bei uns fuer mindestens 3 Mahlzeiten, erst gebraten, dann die Reste z.B. mit Gemuese gebraten und die Knochen kann man prima zu Bruehe auskochen, mit der man dann Suppe oder Risotto oder so machen kann.

Beitrag von kathrincat 31.12.09 - 12:06 Uhr

ja, wenn man schon fleisch essen will und füttert. muss es bio sein. da im normal fleisch viele medis sind, die man natürlich mit isst.

Beitrag von susa31 31.12.09 - 12:26 Uhr

Ich koche für meinen Kleinen selbst und weil ich für uns normalerweise kein Biofleisch verwende, nehme ich für die Babynahrung Fleischzubereitung aus dem Glas. Das ist eh so fein püriert, wie ich es selbst gar nicht hinbekomme.
Ich denke aber, wenn der Kleine bei uns vom Tisch mit isst, wird es auch nicht zwangsläufig bio geben und das wird mir dann mutmaßlich kein schlechtes Gewissen machen.

Beitrag von mausmitmaus 31.12.09 - 14:48 Uhr

Hallo,

wir essen grundsätzlich alle in der Familie KEIN Bio! Weder Fleisch noch sonst was. Was geht bauen wir selbst an bzw. Eltern + Schwiegereltern.
Gut, Kuh oder Schwein haben wir alle nicht. Wir sind allerdings keine großen Fleischesser.
Was an Wurst, Hackfleisch usw. bei uns Fleischliches am Tisch kommt wird konventionell im Laden gekauft.
Dem Bio-Siegel vertrauen wir übrigens auch nicht. Außerdem ist uns das zu teuer!
Ich denke wenn man sonst gesund lebt und sich ernährt, sowie selbst kaum Medikamente nimmt dann schaden die im Fleisch auch nicht. Es muß ja außerdem nicht jeden Tag Schnitzel o. Ä. am Tisch!;-)

liebe Grüße
Gabi

Beitrag von schnubbi83 01.01.10 - 10:42 Uhr

Hey...

Wer hat dir denn erzählt das Nicht-Bio schädlich ist?

Klar, achte darauf wo dein Essen herkommt usw aber BIO ist leider kein Garant mehr für liebevolle Tierhaltung etc ( wenn es dir darum geht )

Naja und nicht in jedem "normalem" Fleisch stecken Haufen von Medis drin...


LG

Schnubbbi83