Diagnose bei meinem Kind akzeptieren

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von barbarelle 31.12.09 - 11:32 Uhr

Bei meiner Tochter (7/2.Klasse) wurde nun ADS festgestellt. Natürlich werden wir uns noch eine 2te Meinung einholen. Manches finde ich hat der Kinderpsychiater nicht berücksichtigt. Wenn ich sie beobachte, spricht so vieles dafür. Andererseits sagt mir ihre Lehrerin das sei altertypisch, sie falle nicht aus dem Rahmen.

An ihrer Konzentration sollte man jedoch arbeiten, sie ist stark ablenkbar und vor allem in Mathe furchtbar langsam. Andere Fächer gehen zügig. Dyskalkulie wurde ausgeschlossen.

Der Kinderarzt hat uns waren zum Kinderpsychiater überwiesen und heraus kam : ADS

Es fand ein Gespräch mit uns Eltern statt und ein paar Tage später ein einstündiger Test mit dem Kind. Was genau da gemacht wurde, weiss ich nicht. Ein Computer war im Einsatz.

Ich weine die ganze Zeit #heul und sicher gibt es hier weitaus heftigere Schicksale.

Wie wird es weiter gehen? Wie wird ihre Zukunft mit dieser Diagnose aussehen? Falls sie doch ADS haben sollte.

Medikamente stehen nicht zur Debatte.

Danke für's Lesen.

Liebe Grüße
Barbarelle

Beitrag von herzensschoene 31.12.09 - 12:03 Uhr

hallo,

ich denke du sollst dir unbedingt noch eine zweite meinung einholen.

eine so schnelle ads diagnose halte ich für sehr fragwürdig. auch müsste zur genauen diagnostik ein eeg gemacht werden.

war das eine psychiaterin oder eine psychologin.

viele grüße maren

Beitrag von barbarelle 31.12.09 - 12:32 Uhr

Hallo Maren,

ein Kinderpsychiater/Psychotherapeut.
Ja, die zweite Meinung holen wir auf jeden Fall ein.

Liebe Grüße und danke dir

Barbarelle

Beitrag von herzensschoene 31.12.09 - 12:59 Uhr

hallo barbarelle,

na der müsste es doch eigentlich besser wissen. psychologen haben von den medizinischen sachen nicht immer so die ahnung, aber ein psychiater schon.

na mal sehen was die anderen sagen.

viele grüße maren

Beitrag von similia.similibus 31.12.09 - 12:41 Uhr

Du brauchst nicht zu weinen. Selbst wenn die Diagnose ADS bestätigt wird, Menschen mit ADS haben nicht nur Nachteile, sondern auch eine ganze Menge positive Eigenschaften. Wie z.B.

-einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn
-Humor
-Sensibilität
-sie vergeben sehr schnell Fehler
-sehr leidenschaftlich
-können sehr intuitiv handeln
-haben ein offenes Wesen
-sie begreifen schnell das Wesentliche

und noch Vieles mehr. Mein Sohn hat ADS und er ist ein sehr beliebter und gefragter junger Mann mit einer festen Freundin und einem großen Freundeskreis. Er hat sein Abitur gemacht und hat nun auch eine Ausbildungsstelle gefunden. Die Pubertät mit ihm war mehr als ätzend und hat uns oft an unsere Grenzen gebracht aber wir sind mit ihm und den durch seine Andersartigkeit entstandenen Problemen auch gewachsen.

Sieh die Diagnose ADS nicht nur negativ sondern erkenne auch die Chancen, die euch daraus entstehen! Das meine ich wirklich ernst. Wenn du Fragen hast, kannst du mich auch über VK anschreiben.

Lieben Gruß und guten Rutsch
Simsim

Beitrag von tabeli 31.12.09 - 14:15 Uhr

Hallo Simsim,

ich habe gerade mit grossem Interesse deine Antwort gelesen. Diese Eigenschaften, die du beschreibst, werden auch der Hochsenibiliät zugeschrieben. Hast du davon schon gehört?

Ich habe einen vierjährigen Sohn, der Hochsensibel ist. Im Moment gibts grad ein bisschen Probleme, weil er ganz oft sehr überreizt ist. Er weint viel und hatte z.B. gestern einen "Ausfall" beim Einkaufen. Wenn er was nicht haben konnte (und wir wollten ihm nichts kaufen), fing er an zu weinen, sich an den Haaren zu ziehen. Er liess sich dann immer hochnehmen und beruhigte sich auf meinem Arm schnell wieder (das schreibe ich dazu, weil mir wichtig ist, dass er nicht einfach trotzt, wie Aussenstehende wahrscheinlich fälschlicherweise annehmen). Zum Schluss aber sagte er dann aber nur noch "mir ist's zuviel!" und fing an zu schreien in einer Lautstärke, das habe ich noch nie bei ihm gehört! Er lies sich dann aber auch wieder beruhigen und als wir zuhause waren war seine Welt wieder in Ordung. Mein Mann und ich aber waren etwas schockiert, wie fest er aus dem Gleichgewicht geraten war und wie es innerlich in ihm gebrodelt haben muss#schock

Ich habe Angst, dass ihm später der "Stempel ADS" aufgedrückt wird.

Kannst du mit meinen Erzählungen etwas anfangen, kennst du ähnliches von deinem Sohn?

Liebe Grüsse

Tabeli

Beitrag von similia.similibus 31.12.09 - 14:24 Uhr

Ja. Ich kann damit sogar sehr gut etwas anfangen. Viel weinen, greinen, nölen, das kenne ich von meinem Sohn als Baby und Kleinkind.
Dass meinem Sohn schnell alles zu viel wurde/immer noch werden kann, das kenne ich auch nur all zu gut. Große Gesellschaften mit vielen Menschen, viel Lärm, viel Gedöns und man konnte ihn wirklich "abschreiben". Termine pro Woche? Möglichst nicht zu viele. Er brauchte immer viel Ruhe und Auszeiten. Es wäre mit ihm absolut nicht möglich gewesen, ihn in eine Ganztagsbetreuung (Kita/Schule) zu stecken. Ab Mittags brauchte er erstmal unbedingt seine Ruhe haben. Reizüberflutung ist bis heute ein Thema! Stress, Hektik, zu viel um die Ohren ist immer noch schlecht! Kinder mit ADS sind oft auch hochsensibel. Das hat Vor- aber auch Nachteile. Die wirst du ja kennen. Wenn du noch Fragen hast...

LG
simsim

Beitrag von barbarelle 31.12.09 - 14:34 Uhr

Hallo Simsim,

danke für deinen Beitrag. Wie gesagt, bei mir tun sich viele Fragen auf. Ich werde dein Angebot gerne annehmen und dich in den nächsten Tagen per VK anschreiben.

Liebe Grüße
Barbarelle

Beitrag von blonde.engel 31.12.09 - 12:43 Uhr

Hallo Barbarelle,

ich kann dich leider nicht ganz verstehen...

Warum macht dich eine DIANGNOSE so traurig, das du die ganze Zeit weinen mußt?
Es ändert doch an deinem Kind nichts! Es bleibt genau das selbe Kind, das es vorher war, nur eben mit einem "Grund", warum dein Kind so ist, wie es eben nun mal ist!
Mal abgesehen davon, das du eine 2. Meinung einholen willst - sei doch froh, das du weißt, was deinem Kind "fehlt" - nur so kann man ihm helfen und es gezielt fördern.
Und was sollte sich jetzt für die Zukunft ändern? Was ändert die Diangnose ADS? Sie kann immernoch alles werden/sein, was sie will... oder?
Nur weil das Verhalten jetzt einen Namen hat, ist es doch nicht schlimmer als vor der Diagnose!

Kopf hoch!
Jenny

PS: Bei meinem Sohn wurde mit 6 Jahren ADS festgestellt und ich war beruhigt zu wissen, was es ist! Jetzt können wir daran arbeiten!

Beitrag von barbarelle 31.12.09 - 14:32 Uhr

Hallo Jenny,

danke dir. Naja, an meinem Kind ändert es nichts - das ist klar. Ich weiss halt nun jetzt nicht, wie es weitergehen soll. Erschreckt hat mich, dass es unheilbar ist und schon aus dem Grund, wird sie keine private Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschliessen können.

Wie wird es mit der Schule weitergehen? Ich kenne viele Lehrer (befreundete) die bei dieser Diagnose erstmal abwinken oder das ganze belächeln.

Vorerst werde ich mich da bedeckt halten und abwarten. Zuerst mal zweite Meinung einholen und dann die nötigen Therapien anstreben.

Liebe Grüße
Barbarelle

Beitrag von bluehorse 31.12.09 - 15:21 Uhr

Hallo,

ich kann verstehen, dass diese Diagnose dich traurig macht, aber es ist auch keine Katastrophe.
Bei meiner Tochter (auch 7/2. Klasse) wurde die Diagnose ADS (nach einer Reihe von Tests) vor 3 Jahren beim Kinderpsychologen auch gestellt. Man prognsotizierte, sie würde ohne Medikamente in der Schule nicht mitkommen. Wir haben uns dagegen entschieden.
Probleme sind schon da (oft unaufmerksam/abwesend, bekommt vieles nicht mit, kann auch in Prüfungen ihre Leistung oft nicht zeigen, weil sie nicht richtig zuhört etc.).
Da sie auch längere Zeit Hörprobleme hatte haben wir jetzt auf auditive Wahrnehmungsstörungen testen. Herausgekommen ist, dass sie nichts davon hat, im Gegenteil. Der Intelligenztest war überdurchschnittlich, im sprachlichen Bereich sogar weit überdurchschnittlich. Der mathematische Bereich wurde nicht getestet, da hat sie Probleme. Aber trotzdem war ich schon etwas überrascht. Man riet uns, nochmals auf ADS zu testen.
Ich weiß nun nicht, ob wir noch mehr Tests machen sollen. Medikamente möchten wir vermeiden. Sie wird jetzt nach den Ferien in der Schule Stacking machen (riet die Lehrerin, da dort die Konzentration gefördert wird). Außerdem schaue ich, dass sie einen Kurs Marburger Konzentrationstraining macht. Ergotherapie hat ihr sehr geholfen, allerdings bekommen wir da kein Rezept mehr. Uns wurde noch gesagt, Audiva (http://www.audiva.de/ads-und-adhs/) könnte ihr helfen. Mal sehen, mit einer neuen Diagnose könnten wir vielleicht so eine Therapie doch noch bekommen.

LG bluehorse

Beitrag von barbarelle 31.12.09 - 17:51 Uhr

Hallo Bluehorse,

das ist es was mich etwas verwirrt. Es ging so schnell. Unser Kind hatte z.B. bis zu ihrem 6ten Lebensjahr unzählige Mittelohrentzündungen. Was wenn sie "abschaltet" weil sie nicht richtig hört?

Was wenn das was deine Tochter und meine haben ganz normal für dieses Alter ist? Manche sind schneller, andere langsamer...

Nun gut, der Arzt hat keinen schlechten Ruf und evtl. recht. Ein Weltuntergang ist es nicht - aber unsere Welt hat es ziemlich durcheinandergewirbelt.

LG und danke für deinen Beitrag
Barbarelle

Beitrag von dream22 31.12.09 - 15:24 Uhr

Hallo Barbara,

also bitte jetzt nicht falsch verstehen, aber es gibt viel viel schlimmeres. Ich selbst hatte bzw. habe dieses Handicap auch und lebe ganz normal damit. Meine Tochter hat vor ein paar Monaten die Diagnose Epilepsie bekommen, nachdem wir ein Jahr von Sodum bis Gomora gerannt sind. Die kleine Maus ist erst 3J9M. Und nichts dest trotz gehe ich gefasst in die Zukunft. Dieses Jahr war für uns von vorne bis hinten nur schlimm. Es gab ganz wenig positive Momente und trotzdem bringt dauer heulen gar nichts. Pack es an und wenn Du unsicher bist 2. Meinung von einem Spezialisten holen.#

LG

Simone

Beitrag von barbarelle 31.12.09 - 17:47 Uhr

Hi Simone,

nein ich verstehe dich nicht falsch, keine Sorge ;-) . Naja, es ist nunmal etwas, was ich nicht so einfach wegstecken kann. Erst einmal muss ich micvh informieren dann eine 2.te Meinung einholen - und dann sehen wir weiter.

LG und danke

Barbarelle

Beitrag von moni66 31.12.09 - 17:52 Uhr

Hallo
würde mir unbedingt eine zweite Meinung holen
Bezüglich der Konzentration würde ich mir eine Rezpet geben lassen für Ergotherapie ist sehr gut
Alles gute
Moni

Übrigens meine Tochter war auch eine zeitlang so, jetzt ist sie einer der Klassenbesten.

Beitrag von svea9 01.01.10 - 16:51 Uhr

Hallo,

warum weinst du?#kratz Mein Sohn hat ADHS,bei uns weint niemand,wir helfen ihm,uenterstuetzen ihn,verzweifeln manchmal ein bisschen und lachen gaaaaanz viel gemeinsam.Komisch bei uns hat es fast ein Jahr gedauert bis die Diagnose ADHS stand.

Gruessle

Beitrag von barbarelle 01.01.10 - 17:21 Uhr

Danke nochmal für eure Postings.
Wir werden nun die Behandlungen annehmen und in einem Jahr nochmal die Diagnose überprüfen lassen.

Sie jetzt nochmal testen zu lassen, würde ihr nicht gut tun. Da bekommt sie nur das Gefühl, dass mit ihr was nicht stimmt.

Tja, warum ich geweint habe. Jeder Mensch ist anders und geht dementsprechend mit den Dingen um.

Liebe Grüße
Barbarelle

Beitrag von scrollan01 01.01.10 - 20:50 Uhr

Hallo,

ich finde schon, daß Du jetzt in wenig extrem reagierst wegen dem Weinen!

Was genau wird deinem Kind jetzt passieren????

Ihr wird geholfen werden und sie wird so normal leben wie jedes andere gesunde Kind!

Wenn Du geschrieben hättest, daß du den ganzen Abend drüber nachgedacht hättest was das ggf. bedeuten kann für euch - kein Problem! Aber WEINEN ... hm, ich glaube, Grund zum Weinen haben hier so einige Mütter und ich dann doch etwas mehr ... sorry - aber so sehe ich das eben! Ich wäre froh (!!!) wenn meine Kleine nur ADS hätte - ich wäre auch mit ADHS sehr zufrieden ...

Scrollan

Beitrag von bellababy 02.01.10 - 12:47 Uhr

Hallo,

ich habe selber eine Tochter die schwer ADHS hat. Sie besuchte die Regelschule mit Integrativen Zweig. Schaffte es aber nicht da sie immer hinterhing. Warum schreibst Du direkt Medikamente stehen nicht zur Debatte? Wenn es nötig ist würde ich mich dagegen nicht sträuben! Sie ist erst 7 noch schafft sie die Schule, die Anforderungen werden härter dann kann es sein das sie es eben nicht mehr schafft. Natürlich ist es nicht schön wenn man eine solche Diagnose bekommt (sofern sie berechtigt ist, leider wird vorschnell ADS diagnostiziert) aber es gibt weitaus schlimmere Sachen.
Ein Kinderpsychiater wird wohl die richtige Diagnose stellen können. Bekommt sie denn nun Ergo oder sowas? Informiere Dich mal über das Marburger Konzentrationstraining das hat schon vielen ADS-Kindern geholfen.

Meine Tochter ist 9, besucht nun eine Förderschule und nimmt Medikamente. Mein Kind ist glücklich! Und wenn sie es ist, bin ich es auch.


liebe Grüße
Janine

Beitrag von barbarelle 02.01.10 - 13:40 Uhr

Hallop Janine,

wenn Medikamente nötig werden, dann ist es so. Nur im Moment hat der Kinderpsychiater von sich aus gesagt, NOCH seien sie nicht nötig.

Ergo bekommt sie keine. Zuerst soll ihr Selbstwertgefühl gesteigert werden, dann Kind es Mutter-Kind-Therapie und das Konzentrationstrainig soll später kommen. Wann genau, kann ich nicht sagen.

Mir kam das trotzdem zu vorschnell diagnostiziert vor. Aber dazu habe ich mich ja schon geäussert in einem anderen Beitrag, wie es nun weiter gehen wird.

Natürlich gibt es schlimmeres und unzählige Menschen die ein härteres Schicksal haben. Aber dadurch geht es mir nicht besser.

Ich ziehe mich weder hoch, noch runter am Leid anderer. ;-)

Liebe Grüße und Danke für deinen Beitrag. Mittlerweile kann ich vieles besser annehmen.

Barbarelle

Beitrag von bellababy 02.01.10 - 13:47 Uhr

ich weiss es ist ein Hammer wenn man das gesagt bekommt (mir ging auch vieles durch den Kopf)

Das mit dem Selbstwertgefühl ist klasse! Bei meiner Tochter haben die anderen Kinder in der ersten Klasse ziemlich dafür gesorgt das sie keins mehr hatte.

Ich wünsch Euch alles Gute!


liebe Grüße
Janine

Beitrag von barbarelle 02.01.10 - 14:10 Uhr

Danke Janine,

wie gesagt, mittlerweile geht es mir schon besser und es wird alles seinen Weg gehen.

Wie du schon sagst, es ist völlig normal, dass die Gedanken rotieren, wenn man so etwas gesagt bekommt.

Himmel - ich stelle fest, dass ich Unmengen Rechtschreib- und Tippfehlern mache *lach*.

Im oberen Abschnitt sollte es heissen: dann GIBT es Mutter-Kind-Therapie.

Ja, ihr Selbstwert ist ziemlich im Keller. Obwohl sie (noch) eine ganz gute Schülerin ist. Aber das Tempo macht ihr mittlerweile zu schaffen.

Wünsch dir was und danke dir und den anderen nochmal herzlich.

LG
Barbarelle

Beitrag von schnullabagge 02.01.10 - 22:34 Uhr

Hallo!
Diagnosen sind immer irgendwie blöd, egal welche.
Warum wurde denn diese Untersuchung gemacht und nach einer Diagnose gesucht?!
Wenn Medis nicht zu Debatte stehen, ist das schonmal gut denke ich.
Wenn irgendetwas auffällig ist (in welcher Form, auch immer) kann ich Ergotherapie und einen Besuch beimHeilpraktiker empfehlen (zur Beratung).

Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann und dir/euch rate: Vergesst nicht euer Kind zu sehen! So wie es ist. Die Diagnose ist kein Stempel. Jeder Mensch unterscheidet sich vom Anderen. Facettenreichtum und Individualität sollten gefördert und gefordert werden.
Ihr müsst euch nicht an eine Diagnose halten. Bleibt entspannt und geht euren Weg, in eurem Tempo und so wie es euch am angenehmsten ist.

LG Steffi

Beitrag von ungeheuerlich 04.01.10 - 20:01 Uhr

Hallo,

ich möchte Dir gar nicht direkt anworten, sondern eher meine Gedanken aufschreiben die mir gerade durch den Kopf gehen.

Ich wünscht, meine Mutter hätte damals einen guten Arzt gefunden, einer der erkannt hätte daß ich unter ADS leide (richtig, leide). Ich wünschte, ich hätte damals Tabletten nehmen können. Ich hätte sicher nicht so viele DEpressionen gehabt, wäre in der Lage gewesen Beziehungen und Freundschaften aufzubauen, diese auch halten zu können. Diese hätten mir wahrscheinlich auch geholfen eine gute Schulausbildung zu erreichen, dumm bin ich nämlich nicht......
Es gibt noch viele weitere Punkte, aber:
Ich bin froh, daß ich für meinen Sohn gekämpft habe, nicht die Augen verschlossen habe. Er hat ADHS und bekommt Medikamente. Er war unbeschulbar, stand auf 6. Nun schreibt er 2en und 3en.
Ich bin froh im so den Grundstein legen zu können und sagen zu können: ich habe meinem Kind nicht im Wege gestanden und alles getan was ich tun kann....

Ich wünsche deiner Tochter alles Gute, sie muß nämlich damit leben.

LG

Kerstin

Beitrag von lunnia 09.01.10 - 23:21 Uhr

Bei meinem Bruder wurde ADS diagnostisziert, darauf schnappte mein Vater ihn, sagte dem Arzt "ich lasse mir doch mein Kind nicht krank reden" und ging.
Die Beste Entscheidung, die er treffen konnte.
Mit Liebe, Verständnis, Aufmerksamkeit, Geduld und Hobbys, die er liebt ist er ein intelligenter junger Mann, der gerade seinen Doktor in Physik in England macht.

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