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Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von diemoehre 28.01.10 - 16:53 Uhr

Hallo - ich habe grad einen Anruf von meinem AG bekommen. Anscheinend habe ich in einem Anflug geistiger Umnachtung letztes Jahr meine Elternzeit 2 Monate zu lang bei ihm beantragt - also insgesamt 14 Monate. Dies ist eine absolute Katastrophe, da ich dann 2 Monate kein Geld von nirgendwoher bekommen würde. Ist das überhaupt möglich ohne das der Partner 2 Monate nimmt, 14 Monate zu beantragen? Gehen nicht nur 12 bzw. 24? Ist das im Nachhinein unwirksam? Was mach ich denn jetzt? Ich weiß, dass es mein Fehler ist, aber was kann ich jetzt machen.

Er wird sich anscheinend auch nicht auf eine nachträgliche Verkürzung einlassen, weil momentan keine Arbeit da ist.

VG diemoehre

Beitrag von seikon 28.01.10 - 16:58 Uhr

Elternzeit ist was völlig anderes als Elterngeld. Das Elterngeld kannst du nur dann 14 Monate erhalten, wenn du entweder Alleinerziehend bist, oder eben der Partner 2 Monate nimmt.
Elternzeit kannst du beantragen wie du lustig bist.

Naja machen kannst du jetzt nicht viel. Entweder der AG lässt sich auf eine Verkürzung der Elternzeit ein, oder nicht.
Wenn euer Einkommen unter eurem Bedarf liegt kannst du für die 2 Monate ergänzend Alg 2 beantragen.

Beitrag von diemoehre 28.01.10 - 16:59 Uhr

GIng mir ja auch nicht ums Elterngeld, dass ist mir schon klar und das was mir sorgen macht, weil ich weiß, dass ich das nur einen bestimmten Zeitraum bekomme.

Beitrag von diemoehre 28.01.10 - 17:07 Uhr

Ach so, habe grad meinen Antrag von der Elterngeldstelle gefunden, da stehen 12 Monate drin - ist das maßgeblich? oder das beim Chef?

Beitrag von blonde.engel 28.01.10 - 17:23 Uhr

Hallo...

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe!!!

Beim AG hast du 14 Monate beantragt und bei der Elterngeldkasse 12 Monate!
Eins hat nichts mit dem Anderen zu tun...

LG
Jenny

Beitrag von seikon 28.01.10 - 17:25 Uhr

Wegen der Elternzeit und der Rückkehr an den Arbeitsplatz ist das maßgeblich, was du beim Chef eingereicht hast. Wenn du also ab Ende Mutterschutz ein Jahr Elternzeit (also 14 Monate) beantragt hast, dann kannst du ohne Zustimmung des AG nicht vorher an deinen Arbeitsplatz zurück.

Beitrag von drachenengel 28.01.10 - 17:50 Uhr

Hallo,

seht zu, dass Ihr die zwei Monate überbrücken könnt, denn die Elternzeit kann laut BEEG frei gewählt werden, egal ob 4 Monate, 26 Monate, 36 Monate etc...

Dein AG liegt richtig, wenn Du 14 Monate beantragt hast, muss er Dich NICHT eher wieder beschäftigen.

Ggf für die zwei Monate je nach FAMILIENEINKOMMEN Wohngeld/Kinderzuschlag ODER erg. ALG2 beantragen, oder Minijob

Gruß

Mone

Beitrag von myimmortal1977 28.01.10 - 18:04 Uhr

Hallo,

es ist Auslegungssache in der Formulierung, wie Du es beim AG beantragt hast.

Wenn Du gesagt/geschrieben hast, ein Jahr, dann gehen die meistens von einem Jahr nach Ende MuSchu aus. Also insgesamt dann 14 Monate. 12 Monate EZ und 2 Monate MuSchu.

Ich hatte 24 Monate beantragt. In der schriftl. Bestätigung meines AG's müsste ich Mitte September wieder anfangen. Mein Sohn kam im Juli zur Welt.

Die fangen erst nach dem MuSchu an zu rechnen.

Du hättest es datumstechnisch schreiben müssen. Das Du z. B. am 02.03. wieder anfangen möchtest zu arbeiten.

Das ist nun Pech. Dein AG ist nicht verpflichtet Dich wieder eher arbeiten zu lassen.

Du kannst aber auch einen Antrag stellen, dass Du innerhalb der Elternzeit 30 Std. bei ihm arbeiten möchtest. Mehr darfst Du lt. Gesetzgeber nicht. Das abzulehnen wird für ihn schwerer, da es nur ganz wenige Gründe gibt, die Dir das nicht erlauben würden. Somit könntest Du die zwei Monate etwas überbrücken. Du musst mit dem Antrag aber auch Fristen wahren. So von heute auf morgen geht das nicht.

LG Janette

Beitrag von jacky 28.01.10 - 18:28 Uhr

Frage doch lieber einen Anwalt nach seiner Meinung.Bei so einer heiklen Sache würde ich mich grundsätzlich nicht auf die Meinungen aus einem Internetforum verlassen! Es gibt für die meisten Fälle irgendein Hintertürchen. Berichte uns mal, was dabei herausgekommen ist. (Ich frage mich z.B.: Kann man diese Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber aufgrund von Irrtum anfechten? Ggfls. mit Beweisen. Gibt es schon Entscheidungen in gleichen Fällen etc.).

Beitrag von diemoehre 28.01.10 - 18:34 Uhr

Danke erstmal für Eure Antworten. Es ist schwer, gegen den Arbeitgeber vorzugehen, da es eine große Firma ist, die viel Einfluß hat und ich habe nen bisschen Bedenken, was hinterher geredet wird. Und da gegen vorzugehen halte ich für schwer, langwierig und fast aussichtslos. Ich denk, wir werden die A....backen zusammenkneifen und irgendwie 2 Monate überbrücken. Ich werd mir nen 400 Euro Job suchen und zusehen, dass wir das hinbekommen. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig. Ich hatte vorher schon Differenzen mir meinem AG und denke, dass ich zum Ende der EZ sowieso gekündigt werde, da er mir letzte Woche im Gespräch schon gesagt hat, dass meine Stelle in der Form nicht wieder besetzt wird und selbst TZ schwer wird, da zu wenig Arbeit da ist. Im Endeffekt wird es für alle Beteiligten das BEste sein und ich halte jetzt schon Ausschau nach freien Stellen. Also werde ich da durch gehen.

Danke für Eure Meinungen.

VG diemoehre