Wie überzeugt ihr Teenies von notwendigem?!

Archiv des urbia-Forums Jugendliche.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von blahblah 28.01.10 - 19:02 Uhr

Hallo!
Wie überzeugt ihr euren Teenie zb bei einer notwendigen Untersuchung ohne Theater mitzumachen, sich Blut abnehmen zu lassen oder sowas?
Meine Tochter schiebt da ziemlichen Zickenterror und manchmal sind ihre Reaktionen gradewegs peinlich. Wie bekomm ich sie zur Vernunft?!
LG
#bla

Beitrag von herzensschoene 28.01.10 - 20:57 Uhr

solchen zickenterror haben wir oft auf station.
wichtig ist sie ernst zu nehmen. frag sie, vor was sie genau angst hat. manchmal sind es ganz irrationale ängste, die schnell ausgeräumt werden können.

oder schlag ihr vor, zum blutabnehmen eine freundin mitzunehmen.

viele grüße maren

Beitrag von ayshe 29.01.10 - 10:13 Uhr

ja, ich würde auch erstmal versuchen, die evtl. angst zu ergründen und zu nehmen.

und wenn es tatsächlich das pieken ist, dann kann man sich vllt etwas zur ablenkung überlegen.


meine tochter ist erst knapp 6,
die letzte impfung war wohl mit 4.
sie hatte auch angst, aber ich habe es ihr erklärt und gebeten, es gut mitzumachen.
sie hatte angst und ich habe sie dann mit einem buch abgelenkt und es war dann kein thema.

vllt ist es nciht vergleichbar,
aber da prinzip finde ich besser,
als ein kind eben ohne irgenetwas mitzuschleifen und basta zu sagen.

Beitrag von marathoni 28.01.10 - 21:51 Uhr

Es gibt Dinge, da lasse ich mit mir auch mal handeln. Aber wenn es eine notwendige Untersuchung beim Arzt geht, gibt es kein Diskutieren. Die müssen mit und fertig. Auch wenn es peinlich ist.
Was muss das muss.!!! Fertig ! Keine Diskussion.

Beitrag von manavgat 28.01.10 - 21:58 Uhr

Ich überzeuge da nicht. Bei mir heißt es: ist notwendig und wird gemacht. Basta!

Gruß

manavgat

Beitrag von sonja7682 30.01.10 - 20:20 Uhr

Aber einen Teenager kann man doch nicht mehr zwingen... Ich bin im Teenageralter schon allein zum Arzt gegangen und meine Mutter hätte mich zu nix zwingen können. Wie denn auch? Das Kräfteverhältnis ist ja dann schon viel zu ausgeglichen, als dass man sein Kind dann einfach mal packen und zum Arzt zerren könnte. Und ich weiß auch gar nicht, ob ein Arzt einen Teenager überhaupt behandelt, der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt...

Beitrag von manavgat 31.01.10 - 12:18 Uhr

Meine Tochter hat Asthma. Die Diskussion mit der Grippeschutzimpfung hatten wir auch.

Solange ich die bin, die das Taschengeld zahlt, wird in dieser Hinsicht gemacht, was ich ansage!

Da ich im übrigen selten (nämlich nur bei absolut wichtigen Entscheidungen) klare Forderungen stelle, muss mein Kind sich nicht darüber profilieren, dass sie sich gegen mich wehrt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von herzensschoene 01.02.10 - 18:22 Uhr

was ist denn schlimmes daran, dass man einem kind oder teenie vor dem blutabnehmen die angst nimmt?

blutabnehmen tut nun mal weh und jeder hat ein anderes schmerzempfinden.

meine tochter hat einen schweren angeborenen herzfehler und die hat manchmal nicht mal mehr lust auf ein ekg.

ich weiß nicht wie viele kinder oder jugendlichen ich schon blut abgenommen habe. es sind sicher über hundert.
jedes kind reagiert anders.
ganz oft sagen mütter schon bei der aufnahme, dass es wohl nichts wird mir dem blutabnehmen, weil ihr kind so große angst hat. in den meisten fällen ist es dann kein problem, weil wir auf die kinder eingehen und ihre ängste ernst nehmen.

maren

Beitrag von ayshe 02.02.10 - 09:26 Uhr

##
ganz oft sagen mütter schon bei der aufnahme, dass es wohl nichts wird mir dem blutabnehmen, weil ihr kind so große angst hat. in den meisten fällen ist es dann kein problem, weil wir auf die kinder eingehen und ihre ängste ernst nehmen.
##
hey, das finde ich ja echt toll!

aber wie würdest du zb einer 6-jährigen die angst nehmen?
wie würdest du es denn erklären bzw. was zu dem einstichschmerz sagen?

bisher waren bei meiner tochter noch keine blutabnahmen nötig, nur die dünnen impfspritzen,
aber die akzeptiert sie auch, nachedem ich ihr erklärt habe, warum sie sein sollen.

Beitrag von herzensschoene 02.02.10 - 09:51 Uhr

hallo,

einer sechsjährigen würde ich erstmal erklären, was gemacht wird und warum.

ihr vorher die nadel zeigen und ihr genau erklären, wo ich reinpieke. meistens sieht man ja die venen und dann kann man erklären, dass darin da blut fließt und dass man das untersuchen will, um zu gucken, ob alles gesund ist. und dann auch ehrlich sagen, dass es wehtut , man sich aber beeilt, dass es schnell geht.

viele grüße maren

Beitrag von ayshe 02.02.10 - 10:12 Uhr

hallo,

ja, das finde ich echt schön.
vllt ist auch schon allein das reden eine große hilfe.

ich bin ja mal gespannt, wie meine kleine das mal machen wird, falls es einmal nötig ist.
erklärt habe ich ihr schon so weit alles.
sie liebt ja auch ihr "körperbuch" und will alles wissen.
ich habe ihr zum thema blut auch schon mal meine venen gezeigt (freut sich immer jeder, der blut abnehmen soll ;-))

ja, und ehrlich bin ich dabei auch immer, es wäre sonst ein schuß nach hinten.

schön, dann weiß ich ja so weit bescheid #blume

Beitrag von simone_2403 28.01.10 - 22:21 Uhr

Hallo

Was sein muss muss sein und da diskutiere ich kein Stück weit rum,schon gar nicht wenn es um notwendige Untersuchungen geht,Punkt.

Bisher ist noch keiner von einer Blutabnahme gestorben,es ist unangenehm aber wenns sein muss,dann ist das eben so und das wissen auch meine Kinder.

lg

Beitrag von mirabelle 29.01.10 - 14:58 Uhr

Vor vielen vielen Jahren als ich noch ganz neu hier bei Urbia war und meine Kinder noch ganz klein, gab es einen Treat ums Fiebermessen:

Es ging darum, das das Kind sich weigerte im Ohr Fieber gemessen zu bekommen. Damals schrieb ich, das es in solcher Situation für mich keine Diskussion gibt, es wird Fieber gemessen und basta.

Was hab ich damit für eine Lawine losgetreten, wie ich nur könnte, mein Kind so zu mißhandeln, besonders da es doch krank sei....Ich sei eine ganz schlimme Rabenmutter mit Null Einfühlungsvermögen für ein krankes Kind.

Nun ist das Kind, was ich so übelst mißhandelt habe, mittlerweile ein Teenager, der sich ganz allein und unaufgefordert monatlich seine Allergiespritze beim Arzt abholt.

Und auch das zweite Kind macht kein Theater bei medizinischen Notwendigkeiten.

Ich denke Du es schlicht versäumt, bei Zeiten das Kind dahingehend zu erziehen, das es nunmal Dinge im Leben gibt, die getan werden müssen. Und wenn Du es nicht schaffst Dich jetzt durchzusetzen, dann sehe ich ziemlich schwarz für die Zukunft Deiner Kinder: Sie werden nämlich auch in anderen unangenehmen Situationen versuchen , sich zu entziehen. Damit hast Du deinen Kindern einen Bärendienst erwiesen.

m.

Beitrag von silberlocke 13.02.10 - 18:30 Uhr

Hi
hab noch keinen Teenie, aber Zickenterror hab ich grundsätzlich im Keim erstickt.

Sobald sie es verstanden haben, habe ich ihnen gesagt, es piekt kurz und dann ist gut, oder magst du lieber furchtbar krank im Bett liegen ganz lange und daß hinfallen und aufschürfen schlimmer weh tut.
Thema war erledigt! Und ums impfen hab ich nie ne große Show gemacht.
Erklärt daß jetzt gepiekst wird kurz und nach dem Halten dann kurz "hey, das hast Du ja toll gemacht" gelobt wie wild und gut wars. Der Doc rückte dann noch was zu spielen oder ein Gummibärchen raus uns es gab seltenst mal Theater oder Geschrei schon gar nicht. Und als Kleinere Kids wurde ganz schnell die Tränen getrocknet und abgelenkt. Fertig.

Was muss das muss und da wird nicht gezickt.

Wenn ich Blut abgenommen bekomme oder so und die Kids sind dabei, dann sehen sie auch, wie ich mich verhalte. Und das nehmen sie ja auch mit. Bei mir dürfte grundsätzlich sogar der Azubi Blut abnehmen oder spritzen, hätte ich null Probleme mit. Da halt ich hin, lass mich impfen oder Blut abnehmen ohne zu zucken und wenns 3 Pullen voll sind.
Und das erwarte ich bei meinen Kids ab einem gewissen Alter auch. Dass sies ohne gemecker erledigen lassen, ich halte aber auch gerne Händchen bis es vorbei ist.

LG Nita