Ist hier ne Trageberaterin?

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Beitrag von 2001-2004-2009 28.01.10 - 19:16 Uhr

Hallo.

Ich suche ein Trageberaterin, weil ich eine Frage habe.
Sind hier welche oder eine.

Die würde mir schon reichen zum "löchern"

Vielen Dank
LG Tine

Beitrag von akti_mel 28.01.10 - 19:23 Uhr

Frag doch mal. Ich bin keine Beraterin, aber selbst eine Tragemama und weiß auch recht viel darüber. Vielleicht kann ich Dir helfen.

LG Mel

Beitrag von 2001-2004-2009 28.01.10 - 19:30 Uhr

Süß, danke!

Ich suche ne Trageschule um mich zur Beraterin ausbilden zu lassen. Da hätte ich gern mal nen Tip, an welcher Schule ich das am besten mache.
So Fachpersonal kennt sich ja intern immer etwas besser aus und weiß wo man gut aufgeoben ist.

LG Tine

Beitrag von tragemama 28.01.10 - 19:30 Uhr

Yep - schieß los.

Beitrag von 2001-2004-2009 28.01.10 - 19:37 Uhr

Ich bin jetzt noch gut 6 Monate zu hause und muß mich Beruflich neu orientieren. Meinen Alten Job kann ich nicht mehr machen. Jetzt hätte ich die möglichkeit nen Teilzeitjob an nem Familienzentrum zu machen. Das wäre ein riesen Ding für mich! Die machen da sehr viel für Säuglinge und Familie haben allerdings nix mit Tragen im Angebot. Ich würde mich darum gern zur Trageberaterin ausbilden lassen, um zum Beispiel Gruppen Ausflüge mit dem Tragetuch zu machen. In manchen Regionen Deutschlads gibt e ja sowas. Bei uns gites leider nix der gleichen. Und wie geschrieben, es wäre ne Chance für mich.
Nun suche ich nach ner Trageschule, weil ich die Qualifizierung selbst machen will. (Also selbst organisieren/bezahlen) Ich habe schon ganz vielvon Dresden gehört und gelesen, aber die Trageschule ist ziemlich ausgebucht und Calwi (*hießdasdennjetztso :-D) sieht so "tot" aus. Hast du nen Tip für mich, wo man sich noch hinwenden kann? Intern wissen die Leute ja auch immer ehr, was Qualität hat und was nicht. Ich könnte z.B. Friseurmeisterschulen empfehlen;-).

LG Tine

Beitrag von saya82 28.01.10 - 19:54 Uhr

Da wo du ausgebildet wurdest würde ich aber nicht hingehen #schock#gruebel

Beitrag von 2001-2004-2009 28.01.10 - 20:07 Uhr

Was meinst du?

Beitrag von tragemama 28.01.10 - 20:34 Uhr

Danke für die "Blumen". Darf ich fragen, warum?

Beitrag von 2001-2004-2009 28.01.10 - 21:03 Uhr

Hast du nen Tip für mich?

Beitrag von taewaka 28.01.10 - 21:09 Uhr

meines wissens nach hat "tragemama" keine ausbildung zur trageberaterin bei einer trageschule begonnen/absolviert.

zumindest war dies vor einiger zeit noch der fall.

soll heißen sie nennt sich in diesem forum schon länger "trageberaterin", da dieser begriff nicht geschützt ist und "spielt sich in meinen augen damit etwas auf".
wenn eine userin eine frage hat und ich antworte, ist meine antwort in der regel überzeugend genug, ich muss nicht darunter schreiben "trageberaterin" oder "hundtrainerin".
dies ist bei "tragemama" allerdings etwas anders und manchmal entscheidet die signatur, ob man "ernstgenommen" wird.
aber so ist es ja öfters im leben, es gibt viele menschen, die gucken nur auf den "titel" und nicht auf die inhalte.



Beitrag von tragemama 28.01.10 - 21:35 Uhr

Ich hab auch nie behauptet, eine Ausbildung gemacht zu haben. Da Du weißt, dass die Bezeichnung nicht geschützt ist, weißt Du ja sicher auch, dass die Ausbildung nicht geregelt ist. Ich kann also morgen eine "Trageschule" eröffnen und Trageberaterinnen ausbilden.

Ich denke, dass der Wille zum Helfen zählt und das möchte ich gerne. Ich mach das übrigens kostenlos und arbeite seit zwei Jahren mit einer Hebammengemeinschaft zusammen, ich weiß also nicht ganz, wo Dein Problem ist.

Das "Trageberaterin" schreibe ich tatsächlich manchmal unter Beiträge, weil ich glaube, dass unsichere Userinnen dann mehr Vertrauen in meine Aussagen legen. Und hinter denen kann ich voll und ganz stehen.

Andrea

Beitrag von taewaka 28.01.10 - 22:08 Uhr

"kostenlos" ... du tingelst also durch die welt, weil du "helfen" möchtest.
und verkaufst nichts, oder wie?
du arbeitest also noch nicht mal kostendeckend?
und deine motivation? möchtest du die welt retten? gibt es bei euch keine ausbildete trageberaterin?

nur gut, dass andere "berufe" geschützt sind, sonst könnte jeder bei der geburt helfen oder bei einer wurzelentzündug, eben weil er / sie gerne hilft.

selbst, wenn du gut als beraterin wärst, sind zwei dinge extrem unprofessionell:
dein (phasenweises) verkaufen von tb-produkten zum ek, hierzu hat hoppe ja einen recht deutlichen brief verfasst.
das kostenlose anbieten deiner leistungen und das verwenden des begriffs "trageberaterin".

keine ahnung, ich nenne mich auch nicht "hundetrainerin" oder "katzenflüsterin" oder sonst was, nur weil ich von was ahnung habe. und ich würde meine dienste auch nicht einfach so anbieten. sondern z.b. versuchen mit anderen "experten" vor ort zu kooperieren und ein netzwerk aufzubauen.

dieses ding "ich helfe" ... ist in meinen augen so weit weg von professionalität wie der begriff trageberaterin von allgemeinen "standards".

in diesem sinne viel spass beim gründen einer eigenen trageschule, werde bestimmt deinen gk besuchen ;-)

und noch was ... du bedienst dich eines begriffs der gerade am wachsen ist, der gerade mit "inhalten" gefüllt wird. immer mehr frauen erfahren / hören davon, dass "trageberaterinnen" irgendwie geschult wurden. wenn du bei anderen usern als erfahren rüber kommen möchtest, würde ja "tragemama" oder "tragende mutter" reichen. aber scheinbar irgendwie doch nicht. "trageberaterin" macht dann doch mehr her.

Beitrag von tragemama 29.01.10 - 14:03 Uhr

Meine Motivation ist es, Frauen mit Trageproblemen zu helfen, weil mir damals keiner helfen konnte. Den Anspruch an Professionalität erhebe ich nicht, wozu?

Beitrag von tragemama 28.01.10 - 21:38 Uhr

Die Ausbildung und Bezeichnung der Trageberaterin ist nicht geschützt. Ich mache das seit mittlerweile 2 Jahren in Zusammenarbeit mit einigen Kinderärzten, Hebammen, PEKiP-Kursleiterinnen und Physiotherapeuten hier in der Umgebung. Ich hab mir das Grundwissen selbst angeeignet, dann durch "Studieren durch Probieren" sämtliche auf dem Markt verfügbaren Tragehilfen und Tücher getestet und von Kundinnen testen lassen. Mittlerweile habe ich einen kleinen Kreis an - in meinen Augen - richtig guten Tüchern und Tragen und helfe Müttern in Einzelgesprächen bei der Suche nach der für sie perfekten Tragehilfe. Außerdem gehe ich in Vorbereitungs- und Rückbildungskurse, wenn das gewünscht wird und stelle einige Systeme und mich vor.

LG Andrea

Beitrag von miriamama 29.01.10 - 10:48 Uhr

DU bist ja toll!!

Ich trage auch schon seit 1 1/2 Jahren, helfe auch gerne, würde mich aber NIEMALS eine Trageberaterin nennen!! Ich kenne mich auch verdamt gut aus mit dem Stillen, nenn ich mich deswegen Stillberaterin????

Ich kann´s kaum glauben wie dreist manche Menschen sind.

Gruß Miriam

Beitrag von tragemama 29.01.10 - 14:01 Uhr

Aber wie sollte ich meine Tätigkeit denn bezeichnen?

Beitrag von miriamama 29.01.10 - 14:15 Uhr

Wenn ich jemandem helfe oder zum Tragen berate, dann sage ich dem, dass ich einfach nur eine erfahrene Tragemutter bin. Unter Trageberaterin verstehe ich, dass man eine abgeschlossene Qualifizierung dafür hat.

Beitrag von tragemama 29.01.10 - 16:08 Uhr

Ich verstehs eben anders, WEIL es keine anerkannte Ausbildung gibt, das ist ja der Punkt. Die Gründer der "Trageschulen" haben eben gerade keine Qualifikation außer der selbst erfundenen.

Und ich berate nunmal zum Thema tragen und tue das ist Zusammenarbeit mit durchaus qualifizierten Leuten (2 Kinderarztpraxen, 1 Physiotherapeutin, 1 Hebammenbeleggemeinschaft, 1 Hebammenpraxis etc.).

Gruss,
Andrea

Beitrag von taewaka 28.01.10 - 21:06 Uhr

hi tine,

schön, dass du dich über die ausbildung informierst.

"trageberaterin" ist leider kein geschützter begriff, daher kann sich jede frau "trageberaterin" nennen. ich persönlich finde dies sehr bedauerlich und hoffe, dass sich in der nächsten zeit allgemeine "qualifizierungsstandards" durchsetzen und die frauen, die geld in eine professionelle ausbildung und auch eine professionelle beratung investieren sich dafür einsetzen werden, dass ihre arbeit und vor allem ausbildung abgegrenzt wird, von frauen, die sich "trageberaterin" nennen.

[noch mehr regt es mich allerdings auf, wenn frauen sich einfach "stillberaterin" nennen ;-)]

ich möchte dir daher eine ausbildung ans herz legen.
es ist definitiv professioneller.
ich habe damals gedacht - ach, was soll der hype, was können die schon. ich kann binden (zu diesen zeitpunkt hatte ich schon 3,5 jahre kinder getragen). also schenkte ich mir zum geburtstag einen grundkurs, ohne als tb arbeiten zu wollen.
nun ja, die erkenntnis kam dann doch recht schnell.
wenngleich ich mich persönlich als reflexiven und durchaus einfühlsamen menschen einordnen, ein bisschen ahnung von gesprächsführung haben und ein studium der soz.päd. war es sehr hilfreich in das thema professionell eingeführt zu werden, von menschen die sich jahrzehnte lang mit dem thema beschäftigen.
gerade im kontakt mit eltern und neugeborenen ist eine professionelle (herstellerunabhängige!) haltung (die frei ist von dem eigenen bedürfnis sich darzustellen) für mich wichtig.
und berater, die sich jungen eltern ohne fundierte grundkenntnisse z.b. von professioneller distanz und rollenverständnis, in den weg werfen, lassen bei mir die fußnägel hoch rollen.

ich habe meine ausbildung übrigens bisher nicht abgeschlossen. ich habe erst nicht gedacht, dass ich als tb arbeiten würde und dann kam es doch langsam ins rollen. ich habe mich weiter informiert und belesen und letztes wochenende einen gk bei der anderen trageschule (clauwi) besucht.
mir war wichtig beide schulen kennenzulernen bevor ich mich spezialisiere und letzendlich ist der bereich der "trageberatung" durchaus heiß umkämpft, nicht nur, weil jede mutti sich trageberaterin nennen kann, sondern weil auch hebammen den anspruch der vermittlerin erheben, genauso wie die werbung versucht eltern möglichst früh abzugreifen.

ich würde an deiner stelle kontakt mit der trageschule dresden und mit clauwi aufnehmen (die kurse von clauwi werden über das stillen-und-tragen.de forum organisiert) und mich auf wartelisten setzen lassen.
dann gibt es noch die trageschule nrw, trageschule mettmann und eine ausbildung in bremen sowie eine fortbildung bei didymos.
da es wie gesagt keine allgemein gültigen standards gibt sind die ausbildungen zum teil sehr unterschiedlich. von tragetuchberaterin bis professioneller beraterin, die sich auf dem tragehilfenmarkt genauso gut auskennt, wie mit der anatomie des kindes.

ich habe damals den gk bei der trageschule dresden gemacht, da sie auf mich am professionellsten gewirkt hat. dies ist für mich noch immer so und ich halte sehr viel von dieser schule.

vlg