Einschlafprobleme bei 5-Jähriger

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von snoopieh 28.01.10 - 20:48 Uhr

Hallo, habe zwar gerade die Suchfunktion zu diesem Thema bemüht. Leider scheint es wohl eher ein Thema im Baby-/Kleinkind-Bereich zu sein.
Unsere Tochter ist allerdings im Dezember 5 geworden und wir haben fast jeden Abend das gleiche Schauspiel: Abendessen, Fernsehen bis zum Sandmann, waschen, Geschichte, ab ins Bett. Gleichmäßiger Ablauf, kein besonders aufregendes Tagesprogramm, insofern alles ok. Trotzdem ist es, als ob sie sich gegen das Schlafen wehren würde. Manchmal scheint sie gar nicht müde zu sein, manchmal wirkt sie todmüde, aber trotzdem schläft sie abends nicht ein. Sie will aber auch gar nicht, sondern versucht immer noch zu spielen oder manchmal auch rumzurennen. Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen "sie lässt es nicht zu". Natürlich gehe ich dann öfters rein und ermahne sie. Stört sie aber nicht. Sobald ich weg bin, geht's weiter. Ich bin ratlos. Vor 20:30 Uhr ist sie eigentlich selten eingeschlafen, eher noch später ... Auf so Spielchen wie "habe Hunger, Durst etc." lasse ich mich nicht ein. Versucht sie auch nicht. Kennt ihr das auch ?
Schon mal danke und lieben Gruß,
Snoopieh

Beitrag von rain72 28.01.10 - 23:53 Uhr

Hallo,
tja, ich kann Dir auch keine Tipps geben. Aber ich kann Dir sagen: Du bist nicht allein! Bei uns ist es genau dasselbe. Unsere Tochter (wird im Mai 5) kommt einfach nicht zur Ruhe - das war bei ihr übrigens eigentlich schon immer so, auch schon als Baby.
Wir haben auch jeden Tag genau den gleichen Ablauf, lesen eine laaaange Gute-Nacht-Geschichte, erzählen noch über den Tag und dann wird geschlafen - soweit die Theorie. Praktisch dauert es in 90 % der Fälle noch Stunden, bis sie wirklich schläft. Dabei gibt es auch keine erheblichen Unterschiede, je nachdem ob sie todmüde oder nicht so k.o. ist. Ich glaube, sie kann sich einfach nicht hinlegen und sich entspannen. Statt dessen turnt sie durchs Bett oder schaut noch Bücher an. Wir haben ihr jetzt auch erlaubt, sich noch ruhig anderweitig zu beschäftigen (also keine großen Bastelaktionen mehr, aber sie darf halt noch ruhig an ihrem Tisch sitzen und malen), denn wenn sie wirklich noch nicht schlafen kann, will man sie ja auch nicht quälen, so nach dem Motto: Du musst aber im Bett liegen bleiben! Wir haben es auch schon mit später ins Bett bringen versucht. Aber mal abgesehen davon, dass wir auch irgendwann Feierabend haben wollen, verschiebt das das Problem nur nach hinten. Sie geht normalerweise so um halb acht, aber wenn wir sie erst um neun Uhr ins Bett bringen, dann fängt sie eben erst dann mit ihrer laaaaaangen Entspannungsphase an, so dass es dann noch viel später wird. Wir haben es auch schon mit CD-hören versucht. Aber auch dabei entspannt sie sich nicht. Es wäre sowieso schon undenkbar, dass sie dabei einschläft (man könnte ja was verpassen #schock), sie ist dann die ganze Zeit hellwach bis zum Ende und fängt dann eben erst später mit dem langen "Runterkommen" an. Wenn sie dann im Bett liegt und es dunkel und ruhig ist, kann sie sich nicht entspannen. Wir sagen ihr ja immer, dass sie lieber mal länger ruhig im Bett liegen soll, statt dauernd wieder das Licht anzumachen und dies oder jenes zu machen. Sie fragt dann: "Ja aber, wie lange soll ich denn so liegen bleiben??" Es ist ein bisschen so, dass sie häufig zwar schlafen will, aber das soll bitte jetzt gleich und sofort gehen, und wenn der Schlaf nicht jetzt gleich kommt, dann ärgert sie sich und macht erstmal irgendwas anderes. Tja, wenn man schon mit dem Gedanken "Wann schlafe ich denn jetzt endlich mal :-[#schwitz#zitter" im Bett liegt und ungeduldig auf den Schlaf wartet, dann sind das sicherlich nicht die besten Voraussetzungen für einen baldigen Schlaf.
Tja, lange Rede kurzer Sinn: Du siehst, wir sind ebenfalls ratlos!
Liebe Grüße von einer Leidensgenossin
rain72

Beitrag von snoopieh 29.01.10 - 20:24 Uhr

Hallo,

Rain72, als ich deinen Bericht gelesen habe war ich total erstaunt: Es klingt echt so, als ob du uns und unsere Tochter beschreibst !! Genauso ist es bei ihr auch. Sie kommt einfach nicht "runter" ... Ich muss dazu sagen, dass es bei ihr sehr starke Schwankungen gibt, es sind immer so Phasen. Wir hatten auch schon Phasen, wo sie problemlos eingeschlafen ist oder noch in ein Buch geschaut hat oder mit Stofftieren im Bett gespielt und nach einiger Zeit alles selbstständig rausgeschmissen hat und gut war. Leider sind diese Phasen immer viel zu kurz ;-) Im Moment durchleben wir so ein Mittelding. In den ersten Wochen dieses Jahres waren auch ein paar TAge dabei, wo erst zwischen 21.30 Uhr und 22.00 Uhr Ruhe war ... Total stressig. Unsere Maus kommt zwar erst nächstes Jahr (2011) in die Schule, aber ich mache mir trotzdem schon jetzt Gedanken, wie das dann werden soll, da man doch überall lesen kann, dass 10-11 Stunden Schlaf Pflicht sind !

Zu den homöopathischen Einschlafhilfen kann ich beitragen, dass ich es gerne mal mit Chamomilla versuchen wollte. Hatte ich auch irgendwo im Internet gelesen. Ich wollte es ja nicht im Sinne von Schlafmitteln nutzen, sondern als Hilfe für sie um zur Ruhe zu kommen. Leider bin ich da total unterschiedlicher Meinung mit meinem Mann, der sich darüber ziemlich aufgeregt hat. Muss leider sagen, dass er sich manchmal (oft ;-)) eine Meinung bildet und diese vehement vertritt, ohne sich irgendwo eingehender dazu zu informieren ... Er hat es so hingestellt, als wolle ich sie "sedieren". Grrrr.... Sollte daher jemand einen Link kennen, wo dieses Thema eventuell eingehender behandelt wird, den ich ihm dann vorlegen könnte, wäre ich dafür seeeeehr dankbar.

Habt ihr eigentlich mal mit euren Kinderärzten darüber gesprochen ? Wir haben einen, mit dem wir medizinisch ganz zufrieden sind. Allerdings ist er nicht der große Redner, man muss ihm jedes Wort aus der Nase ziehen. So ein Thema mit ihm zu besprechen stelle ich mir ziemlich anstrengend und eher erfolglos vor ...

Es tut aber gut zu hören, dass es anderen ähnlich geht :-)

Lieben Dank für eure Beiträge !!!

Snoopieh

Beitrag von rain72 30.01.10 - 19:59 Uhr

Hallo,
tja, da haben wir ja wirklich beide sehr ähnliche Exemplare zu Hause. Gestern abend kam unsere Tochter übrigens recht schnell zur Ruhe - da hatte dann vielleicht doch ein Nachmittag am Schlittenberg seine Wirkung. Andererseits hat sie auch sonst viel Bewegung und wir sind viel an der frischen Luft - also müde müsste sie eigentlich in den meisten Fällen sein...
Wie das werden soll, wenn sie zur Schule geht, habe ich mir noch gar nicht so überlegt. Allerdings hatte mir schon mal irgendjemand erzäht (das war, glaub ich, hier im Forum) dass die Einschlafprobleme mit dem Schuleintritt verschwunden waren. Die Hoffnung stirbt zuletzt! Sonst ist es bei unserer Tochter eigentlich immer so, dass sie zwar morgens etwas schwer in die Gänge kommt, wenn sie abends wieder bis 22/23 Uhr wach geblieben ist, aber dass man dann später im KiGa/sonst tagsüber eigentlich nicht mehr viel davon merkt. Es ist also zu hoffen, dass sich keine negativen Auswirkungen auf die Schule ergeben...
Übrigens haben wir noch nicht mit unserer KiÄ darüber gespochen. Ganz einfach auch deshalb, weil ich ihr Schlafverhalten zwar lästig finde, aber darin irgendwie auch keinen Krankheitswert sehe. Insofern kann ich auch ein bisschen Deinen Mann verstehen, weil man gegen einfach "unbequemes Verhalten" ja sonst auch keine Medikamente geben würde. Schwierig!!
Was bei uns übrigens zeitweise mal geholfen hat, war der Nikolaus#niko: Der hatte ihr nämlich gesagt, sie solle abends mal ruhig im Bett liegen bleiben. (Was die Englein da oben nicht so alles mitbekommen#schein). Aber diese Wirkung hielt nicht lange an und jetzt ist wieder alles beim Alten - gerade war unsere Tochter hier im Wohnzimmer, um uns noch was ganz, ganz Wichtiges ;-) zu sagen.
Wünsche einen ruhigen Abend!
LG
rain72

Beitrag von laus1 29.01.10 - 08:38 Uhr

Hallo,

hatte mit meiner Tochter (5) das gleiche Problem. Wir sind zur gleichen Zeit ins Bett wie ihr - das hat sich dann aber immer noch bis 21.00Uhr hingezogen bis sie in den Schlaf fand.

Habe so ziemlich alle Globulis durch die es gibt. Nun nimmt meine Tochter seit ca. 1 Woche Bachblüten (Rescue Tropfen). Kurz bevor sie ins Bett geht bekommt sie diese in ein Wasserglas und was soll ich sagen - nach 3 Tagen ist sie bereits um 19.45 Uhr eingeschlafen.

Ich hoffe das dies so bleibr.

Viele Grüße
laus

Beitrag von rain72 29.01.10 - 09:05 Uhr

Hallo Laus,
das klingt ja sehr interessant - werden wir sicherlich mal ausprobieren. Auch wenn Globuli / Bachblüten & Co. sonst nicht so meins sind - aber man kann's ja mal ausprobieren, schaden kann's ja nichts...
Ist vielleicht besser als K.o.-Tropfen - die wollte mein Mann schon besorgen ;-) - nee, nicht wirklich, aber man entwickelt halt solche Phantasien#schein
LG
rain72