Uroma gestorben - wie Fragen einer 4jährigen beantworten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sunny2006 28.01.10 - 21:21 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

heute abend ist meine Oma gestorben. Sie war sehr krank, war nun schon einige Wochen im Krankenhaus, zum Schluss nicht mehr ansprechbar. Wir waren am 23.12. noch bei Ihr (da ging es ihr sehr gut) und haben ihr Weihnachtsgeschenke gebracht, meine Tochter (4) hat ihr ein Gedicht aufgesagt und wir hatten einen tollen Nachmittag. Dieses Bild habe ich nun die letzten Wochen meiner Tochter immer wieder in Erinnerung gerufen, da sie mitbekommen hat, dass es Oma nicht gut geht.

Nun habe ich heute, leider zu einem ungünstigen Zeitpunkt (Tochter und Sohn (2) gerade alleine mit mir zuhause) den erwarteten und doch gefürchteten Anruf bekommen dass meine Oma für immer eingeschlafen ist. Somit hat meine Tochter es mitbekommen.

Wir gehen sehr offen mit dem Thema Sterben um, ihr "Stief-Uropa" ist im Oktober verstorben, sie weiss das ihre Oma, also meine Mama (die 1989 gestorben ist) im Himmel ist und ich denke ich habe ihr immer ein für mich reales aber doch kindgerechtes Bild vom Thema Sterben gegeben.

Als sie dann während des Telefonates mitbekam was passiert ist hat sie sofort bitterlich angefangen zu weinen und hat mit Worten ganz deutlich gemacht wie traurig sie ist und dass sie Oma doch so lieb hat. Wir haben dann zusammen geweint und ich habe ihr erzählt dass Oma nun im Himmel ist und es ihr gut geht und sie bestimmt gerade damit beschäftigt ist zu lernen mit ihren neuen Flügeln umzugehen. Wir haben uns Bilder von Oma angesehen und sie hat sich langsam beruhigt, hat jedoch immer wieder angefangen zu weinen.

Dann fing sie an Fragen zu stellen wie "Wie kann sie denn jetzt im Himmel sein, die kann doch nicht da hoch fliegen!", "Was ist denn mit dem Körper?" etc....ich habe keine Ahnung wie ich das einer 4-jährigen erklären soll ohne dass sie Angst bekommt. Ich habe sie jetzt "vertröstet" und ihr gesagt dass wir da morgen in Ruhe drüber reden können wenn sie möchte. Ich weiss aber wirklich nicht wie.....sie ist doch erst 4!!!

Entschuldigt, es ist alles ein wenig wirr....teils vielleicht sinnlos. Aber vielleicht hat ja jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht und/oder kann mir Tipps geben wie ich damit umgehen kann ohne sie zu verängstigen (und ohne es mir zu schwer zu machen, denn leicht fällt es mir nicht über das Thema zu reden...).

Nachdenkliche und traurige Grüße,
Sunny

P.S. Und was ich ihr dann erzähle wenn ich zur Beerdigung gehe weiss ich erst recht nicht.....

Beitrag von juki 28.01.10 - 21:28 Uhr

Huhu

erstmal mein Beileid und eine #kerze für deine Oma...

Kim war auch 4 als die Uroma starb...der Pfarrer hat ihr, als sie ähnliche Fragen in Bezug auf den Körper gestellt hat, geantwortet:

Sie solle sich das vorstellen wie beim Haareschneiden, die Haare die zu lang sind schneidet man ab,. da man die nicht mehr braucht....(er hat es natürlich kindgerechter erklärt)...er meinte im Prinzip, wenn man in den Himmel kommt braucht man keinen Körper mehr, deswegen kann der hier auf der Erde bleiben und beerdigt werden....in den Himmel kommt die Seele/der Geist....

hoffe konnte dir ein wenig helfen...

LG

Beitrag von sunny2006 28.01.10 - 21:42 Uhr

Vielen Dank für Deinen Tip. Im Ansatz hatte ich das so schon versucht zu erklären. Ihre Gedanken gehen aber mehr zum Körper (was damit passiert etc. siehe meine Antwort unten). Die wirklichen Antworten auf diese Fragen finde ich einfach zu grausam für eine 4-jährige, deshalb bin ich mit der Situation gerade etwas überfragt.

Danke für Deine Antwort und liebe Grüße,
Sunny

Beitrag von sunflower2008 28.01.10 - 21:29 Uhr

hi,

erstmal herzliches Beileid....
du kannst ihr erzählen, dass sie im Himmel ist, und auf sie Aufpasst.
auch dass sie Beerdigt wird, würde ich erzählen
sie hat ja gefragt was mit dem Körper ist.

erzähl es einfach so, wie es ist.
versuch, für deine Kleine stark zu sein!
es ist nicht leicht, dass weiß ich (habe meine Mutter sehr früh verloren)
darüber sprechen hilft
da bin ich mir sicher (ich durfte es leider nicht)

lg
Sunny

Beitrag von sunny2006 28.01.10 - 21:40 Uhr

Hallo Du,

ich habe meine eigene Mutter verloren als ich 12 war. Mein Vater ist damit sehr offen umgegangen (ich war aber auch "schon" 12).

Dass Oma und nun auch Uroma im Himmel ist weiss sie, aber ihre Fragen gehen seeeehr ins Detail (was machen die denn jetzt gerade im Krankenhaus mit Oma wenn sie doch jetzt tot ist, was wird mit omas körper gemacht, etc). Ich komme gerade nicht so ganz mit ihren detaillierten Fragen klar.....

Finde das alles etwas viel für eine 4-jährige....?!?

LG
Sunny

Beitrag von sunflower2008 29.01.10 - 09:51 Uhr

ja, das stimmt...
es ist sehr schwierig zu verstehen.

ich habe mir die ganzen Antworten mal durchgelesen und gesehen, dass da einige gute Tipps dabei waren.

du könntes vielleicht noch sagen (wenn sie nochmal danach fragt) dass die Uroma im KH in einem Bett liegt, bis sie beerdigt wird.
dann muss sie sich darüber keine Gedanken mehr machen...

ich war auch erst 7 als meine Mutter strab, und meine Fragen wurden entweder gar nicht, oder nur ganz knapp beantwortet (also so, dass ich es nicht verstehen konnte)
das war schrecklich...
versuche alle Fragen deiner Kleinen zu beantworten, das hilft ihr

lg
Sunny

Beitrag von curlysue2 28.01.10 - 21:41 Uhr

Hi!

Auch von mir ersteinmal mein aufrichtiges Beileid.

Ich finde es sehr gut, dass Du so offen damit umgehst. Uns haben bei der Trauererklärung und auch -bewältigung unter anderem folgende Bücher geholfen:

"nie mehr Oma-Lina-Tag" und "Opa ich kann Hummeln zähmen".

das erste erklärt den Hergang wie die Oma ins Krankenhaus kam, starb, wie die Beerdigung vorbereitet wurde und wie sie schließlich beerdigt wurde. Das zweite Buch erzählt von einem kleinen Jungen der schließlich seinen eigenen Weg findet, wie er die Trauer bewältigen und sich an seinen Opa erinnern kann, denn die Erklärungen der Erwachsenen waren ihm nicht genug oder kamen ihm nicht richtig vor.

Vielleicht habt ihr ja die Zeit in eine Bücherei zu gehen oder in eine Buchhandlung ud Euch da gemeinsam eiBuch auszusuchen. Es gibt dazu inzwischen viele Kinderbücher und wenn nicht, die von mir genannten, dan ist vielleicht auch ein anderes dabei, was Dir hilft Deiner Tochter ihr Fragen zu erklären.

LG

curlysue

Beitrag von sunny2006 28.01.10 - 21:43 Uhr

Hi curlysue,

wie sind denn die Erklärungen in dem zweiten Buch? Kannst Du mir da ein wenig von berichten? Bestellt ist das ja schnell....

LG,
Sunny

Beitrag von curlysue2 29.01.10 - 06:15 Uhr

Hallo Sunny,

Das Buch ist relativ einfach aufgebaut, mit großen Bildern. So ähnlich wie bei z.B. "Zauberer Windelfutsch" "die Schnullerfee" usw. Allerdings mit weniger Text. Es wird aus der Sicht des Jungen (Jori) erzählt.
Nachfolgend zwei Links wo Du über das Buch nachlesen kannst.


http://www.kinderbuch-couch.de/feth-monika-opa-ich-kann-hummeln-zaehmen.html

http://www.sauerlaender-kinderbuch.de/titel-0-0/opa_ich_kann_hummeln_zaehmen-6472/waschzettel/presse_978-3-7941-6050-1_opa_ich_kann_hummeln_zaehmen.pdf

LG

curly

Beitrag von sunny2006 29.01.10 - 09:21 Uhr

Hi curlysue,

habe gestern abend schon mal auf amazon nachgesehen. Ich denke das Buch ist ein guter Versuch.

Vielen Dank für Deinen Tip!
Sunny

Beitrag von curlysue2 29.01.10 - 19:04 Uhr

#bitte

Beitrag von lene77 28.01.10 - 22:13 Uhr

Hallo,

Im Dezember 2008 ist meine Mutter gestorben (völlig unterwartet) und wir haben damals das Buch

"Leb wohl lieber Dachs" gekauft.

Es geht sehr behutsam und liebevoll mit dem Thema Tod um und wir fanden es genau passend für unseren Vierjährigen.

Er hat das Buch geliebt und will es auch heute noch immer wieder vorgelesen bekommen.
Die Geschichte ist rührend und die Bilder wundervoll gezeichnet!

LG, Marlene

Beitrag von curlysue2 29.01.10 - 06:21 Uhr

Hallo,

ja stimmt, auch das ist ein sehr schönes Buch. Allerdings finde ich es etwas unglücklich, dass direkt der erste Satz anfing mit: "Der Dachs hatte keine Angst vor dem Tod." Das habe ich (blöderweise) beim ersten Mal mit vorgelesen und danach wollte mein Sohn das Buch nicht mehr weiterlesen. Ich fand es schade (ud hätte mich treten können, da nicht vorher geschaltet zu haben), denn das Buch ist ansonsten wirklich sehr schön gestaltet.

LG

curlysue

Beitrag von abenteuer 28.01.10 - 23:02 Uhr

Hi. Zuerst einmal mein Beileid!

Ich habe in meinem Studium ein sehr gutes Seminar zum Thema: "Trauer bei Kindern" besucht. Nun gebe ich dir die Tipps, die wir dort bekommen haben weiter:

Beantworte deiner Tochter am besten sowenig fragen wie möglich in diesem Bereich und lasse sie stattdessen selber Antworten finden. Du wirst überrascht sein, was sie für Vorstellungen hat, wenn du ihr die Fragen zurückgibst. So drängst du deinem Kind auch keine Vorstellung auf, sondern lässt sie selber nachdenken und Antworten finden. Es ist toll, dass dein Kind hinterfragt. Mit dieser Methode schulst du auch ihr kritisches Denkvermögen.

lg abenteuer

Beitrag von sunny2006 29.01.10 - 09:21 Uhr

Hallo Du,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich denke da hast Du mir einen wirklich guten Tip gegeben. Sie weiss zwar nun leider schon relativ viel und ich habe ihr meine Vorstellung vermittelt, aber das heisst ja nicht, dass sie sich nicht noch ihre eigenen Gedanken machen kann.

Danke und liebe Grüße,
Sunny

Beitrag von abenteuer 29.01.10 - 16:44 Uhr

#bitte

Beitrag von tessymaus 28.01.10 - 23:49 Uhr

Mein aufrichtiges Beileid#kerze
Möge sie in Frieden ruhen

Nun zu deiner Frage...

Ich habe meinem Sohn mal erklärt,

wer tod ist kommt leider nicht mehr zurück, wir behalten die Menschen aber immer in unserer Erinnerung...

ich erklärte den Tod mit einem langen nicht endenden Schlaf...

Die Beerdigung ist der letzte Weg und das Grab ist eine Stelle wo Blumen niedergelegt werden um zu zeigen, "ich denke an dich"

So Sachen mit Himmel habe ich nicht gesagt, das ist nicht meine Einstellung,

Beitrag von curlysue2 29.01.10 - 06:24 Uhr

Hallo Tessy,

mit dem Erklären als Schlaf (auch als langer nicht enden wollender) wäre ich vorsichtig. Bei Euch hat es funktioniert, aber es gibt Kinder die entwickeln nach solchen Erklärungen Angst vorm Schlafen.
Ebenso sollten Formulierungen wie "lange Reise" oder "von uns gegangen", die ja gerne von den Erwachsenen als Umschreibung des Todes genommen werden, nach Möglichkeit vermieden werden.

LG

curlysue

Beitrag von sunny2006 29.01.10 - 09:23 Uhr

hmmm, ich glaube das mit dem langen Schlaf wäre bei ihr nicht solch eine gute Erklärung.

Deine Erklärung zum Thema Beerdigung finde ich aber gut und so habe ich ihr das auch erklärt da wir des öfteren zum Grab meiner Mutter gehen.

Lieben Dank für Deine Antwort!
Sunny

Beitrag von bine3002 29.01.10 - 08:23 Uhr

Erstmal herzliches Beileid. Und dann - entschuldige - aber wenn Du deiner Tochter die Geschichte vom Himmel erzählst, dann musst Du doch - eigentlich - auch eine Vorstellung davon haben, was mit ihrem Körper ist und wie sie da hoch gekommen ist.

Ich persönlich erzähle meiner Tochter die Wahrheit, also zumindest mal die Fakten wie Friedhof, Grabstein, Beerdigung, Körper zerfällt, wird von ernährt kleine Lebewesen und "lebt" so weiter in Bäumen, Vögeln usw. Und alles was nicht erklärbar ist, weil man es einfach nicht weiß, erkläre ich auch nicht. Wenn mir meine Tochter eine solche Frage stellt, wie z. B. "Was passiert mit der Seele?" dann beantworte ich die mit einer Gegenfrage "Was glaubst Du denn was da mit passieren könnte? Ich weiß es nämlich nicht." Und dann erkläre ich ihr, dass es viele Dinge gibt, die der Mensch einfach nicht weiß und dass es Menschen gibt, die ihre eigenen Erklärungen finden und dass das OK ist usw.

Beitrag von sunny2006 29.01.10 - 09:19 Uhr

Hallo bine,

ich erzähle ihr das weil das auch meine Vorstellung ist seit meine Mutter gestorben ist als ich 12 war. Mir hat es damals weitergeholfen zu wissen dass sie "irgendwo da oben" ist. Über genaue Details wie sie dort hingekommen ist habe ich mir damals keine Gedanken gemacht, da mir mit 12 Jahren durchaus bewusst war dass der Körper, wie Du es auch schreibst, zerfällt, von kleinen Lebewesen gegessen wird etc. Nur denke ich nicht, und das ist wieder meine persönliche Einstellung, dass ein 4-jähriges Kind diese Dinge so wissen muss!

Wenn Sie von selber auf solche Dinge kommt ist das die eine Sache, aber ich werde mit Sicherheit meiner Tochter nicht erzählen, dass Omas Körper nun zerfällt und dann aufgegessen wird (zumal das auch gar nicht so sein wird, da sie verbrannt wird....aber dies finde ich noch schauriger in den Augen einer 4-jährigen!). Ich fand es mit 12 schon schaurig eines Tages zum Grab meiner Mutter zu kommen und zu sehen dass es eingesunken ist....die Vorstellung verfolgt mich bis heute!

Ich denke und hoffe ich werde ein gutes Mittelmaß finden ihr die Dinge realistisch aber doch liebevoll zu erklären.

Liebe Grüße,
Sunny

Beitrag von sandraxxx 29.01.10 - 11:28 Uhr

Tut mir leid das deine Oma verstorben ist.

Von mein Mann die Oma ist letzte Jahr gestorben und ich muss sagen,mein Sohn(bald 4)hat seine Oma Anni geliebt,sie war seine richtige Oma die er jeden tag gesehen hat seit dem Geburt. Er weiss das die Oma im Krankenhaus gestorben ist aber so richtig hat er etwas später verstanden.
Wir haben gesagt das die verstorben ist weil sie alt und krank war und jetzt im Himmel lebt wo sie wieder gesund ist,dort wo die Sterne sind.
Immer wenn er Oma Anni vermisst soll oben zu Himmel schauen und wenn er ein Stern sieht da wohnt die Oma Anni,und wie er abends gerne zu denn Sternen schaut und sagt mir;mama da ist die Oma Anni.

Wie witzig hat er seine Freundin gesagt als es draussen dunkel war ;guck mal Lili da oben ist meine Oma Anni,und das Kind;ah wirklich?

Aber, als wir im Urlaub waren und dort so viele Sterne zu sehen und wir so gesprochen haben was er so alles machen wird wenn er so gross ist(heiraten,kinder itc.) wie mama und papa,da fing mein Sohn an zu weinen und sagte uns das er möchte nicht das wir eines Tages alt werden und auch zu Himmel gehen,denn er braucht uns,dann könnte ich los heulen wie das für ihn schwer zu verstehen ist egal wie mann dem Kind erzählt.

Ich war mit meinem Sohn nicht mal auf dem Friedof wo die Urne vom Oma und Opa liegt weil ich weiss das er über sowas sich gedanken wird,und und fragen.

Ich lasse ihn erstmal das verdauen und wenn er etwas größer ist und dann was fragt werde ich ihm antworten.

Ich als Kind habe mit 4 Jahren mein Onkel tot gesehn und das ganze Beerdigung drum her rum habe ich noch im erinnerung und werde einiger Bilder nicht vergessen und noch heute habe ich solsche Bilder nicht bearbeitet,nun weil meine Eltern uns Kinder zu Beerdigung mitgenomen haben.

Beitrag von ayshe 29.01.10 - 12:02 Uhr

hallo,

meine tochter war 3,5 als mein schwiegervater starb.

die kleinen machen sich eben viele gedanken, aber was wir für grausam halten, empfinden sie oft ganz anders, einfach knallhart realistisch.

wir haben auch zusammen geweint.
ich finde das okay, es muß auch raus und ich stehe zu der trauer, weil es normal ist.

wir haben es auch mit den fotos so gemacht, sie gemeinsam angesehen usw.


wenn ihr an gott glaubt, würde ich auch sagen, sie ist im himmel.
meine tochter hat ähnliche fragen gestellt, auch bezgl. sarg, urne, beerdigung usw.

sie fragte damals, ob der opi dann zum pischen aus dem sarg geholt wird usw. auweia.
ich habe ihr gesagt, es gibt zum einen den körper und dann noch die seele.
den körper braucht man eben, aber ist an sich nur ein körper mit armen und beinen.
aber die seele ist das, was den menschen ausmacht.
sie ist dafür zuständig, daß der opi so lieb war, so gelacht hat, sie so mochte etc.
das wesen eines menschen eben.

und daß niemand die seele sehen kann, kein mensch, nur den körper selbst.
und wenn man stirbt, braucht man den körper nciht mehr und die seele bleibt in irgendeiner form irgendwo erhalten, aber dann auch ohne schmerzen (mein schwiegervater hatte krebs).

und die beerdigung habe ich ihr als abschiedsfeier erklärt.
leute, die ihn mochten, treffen sich dann, weinen auch zusammen und es ist sozusagen ein abschied.

und als sie ihm die rose auf den sarg legte, sagte "tschüß mein lieber opi."

Beitrag von sunny2006 29.01.10 - 12:43 Uhr

Hallo ayshe,

vielen Dank für deinen lieben Text.
Ich denke zur Beerdigung wird sie nicht mitkommen.
Deine Erklärung zum Thema Seele finde ich sehr schön.

Generell habe ich mit diesem Thread echt tolle Vorschläge erhalten.
Vielen Dank Euch allen!

Liebe Grüße,
Sunny

Beitrag von ayshe 29.01.10 - 12:44 Uhr

ja, es wurden ja auch schöne bücher angegeben!


ich bin ja nicht der meinung, daß ein kind unbedingt zur beerdigung gehen muß,
aber meine wollte mit.

hat deine tochter sich dazu geäußert?

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